Klinische Psychologie (Fach) / Grundmodulprüfung (Lektion)

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Grundmodul Klinische Psychologie Prüfungsfragen

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  • Grundlagen der gesundheitspsychologischen Diagnostik Was sind Risikofaktoren für Burnout? · Effort-Reward Imbalance (Ungleichgewicht von Verausgabung und Anerkennung) · High Demand – Low Influence (Hohe Beanspruchung – geringer Gestaltungsspielraum) · Geringer Gestaltungspielraum à Gleichgültigkeit, Zynismus, Innere Erschöpfung · Fehlende Trennung Beruf & Privates · Persönlichkeitsmerkmale: Idelisten, Perfektionisten, Ängstliche
  • Grundlagen der gesundheitspsychologischen Diagnostik Welche Konsequenzen ergeben sich für sie als Gesundheitspsychologen bei Verdacht auf Burnout? ·  --> Abgrenzung zur Depression: Mögliche Weitervermittlung an Arzt / Psychotherapeut / Klinische Psychologie bei Verdacht auf krankheitswertige Störung · Depersonalisierung: eher Burnout · Suizidalität / Selbstwertverlust: Depression! · Bei Burnout: Fokus auf Arbeitssituation
  • Entspannungsverfahren Was bewirkt Entspannung? Nennen Sie 3 Auswirkungen von Entspannungsverfahren auf Körper / Psyche. = Zustand reduzierter metabolischer, zentralnervöser unbewusster Aktivität. · Affektiv: Ruhetönung (sub. Angenehmes Ruhegefühl), Distanzierung (von best. Alltagsproblemen) · Kognitiv-perzeptiv: Assoziativ gelockerter Denkablauf, verminderter exterozeptive Wahrnehmungsverarbeitung · Physiologisch: Muskeltonus nimmt ab, Zunahme der Durchblutung und Steigerung der Hauttemperatur, Abnahme der Atemfrequenz und gleichmäßige Atmung. · Vermehrte Theta-Aktivität (EEG)
  • Entspannungsverfahren Nennen Sie zumindest eine Kontraindikation für Entspannungsverfahren. · Nicht geeignet: Psychose, Wahn, Durchgangssyndrom (nach O.P., Geronto), Manie · Bedingt geeignet: Suizidalität, Suchtproblematik, Akute Traumata, Persönlichkeitsstörungen
  • Entspannungsverfahren Wie reagieren Sie, wenn Sie bei der Durchführung einer Entspannungsübung Unruhe beim Klienten/Patienten bemerken. · Ruhe bewahren · Beobachten, auf Reaktionen achten · Unklarheit? -->Feedback einholen, im Diskurs bleiben. · Klient nicht ruhiger wird / irritiert / ängstlich: Abbruch durch Herausführung aus Entspannung · Nachbesprechung im Sitzen (wenn nötig Stabilisierung)
  • Psychologische Behandlung von Erwachsenen mit systemischen Schwerpunkt Nennen Sie 2 Mythen im Umgang mit Suizidgefährdung (nach Chehil und Kutcher) und die passende Realitätsaussage dazu. · Jemand der darüber redet, wird sich nichts antun --> Oft gehen einem Suizid Suizidankündigungen voraus · Suizidalen Menschen ist ohnehin nicht zu helfen --> Suizidale Personen profitieren von einer adäquaten Behandlung, diese senkt das Suizidrisiko · Suizide geschehen immer spontan --> Suizide werden oft im Voraus geplant
  • Psychologische Behandlung von Erwachsenen mit systemischen Schwerpunkt Erklären Sie das Ego-State Konzept. · Viele einzelne Persönlichkeitsanteile in einem Bus --> oft übernimmt einer davon das Lenkrad und bestimmt wo es hingeht, ohne dass die anderen eingreifen können · Theorie, dass insb. Nach Traumata zum Schutz Persönlichkeitsanteile in verschiedene Ego-States aufgeteilt werden. · Ego-States-Therapie: Hilfe, diese Anteile wieder im Sinne einer Persönlichkeit zu vereinen
  • Psychologische Behandlung von Erwachsenen mit systemischen Schwerpunkt Was versteht man in der Gruppenpsychotherapie unter dem Deteriorationseffekt? · Das bei einer Gruppentherapie ein Anteil der Patienten (ca 8%) nicht davon profitiert, sondern es zu einer Verschlechterung des Zustands kommt.
  • Psychopathologie und Psychopharmakologie für Psychologinnen Erklären Sie die Wirkungsweise von Antispsychotika. · Blockade / Dämpfung der Dopaminrezeptoren im Gehirn
  • Psychopathologie und Psychopharmakologie für Psychologinnen Welche Nebenwirkungen können bei der Gabe von antipsychotischer Medikation auftreten? · Konventionelle Antipsychotika o   Periorale Spätdyskinesien o   Schlundkrämpfe o   Parkinsonsyndrom o   Sedierung o   Depressionen · Atypische Antipsychotika o   Sedierung o   Gewichtszunahme o   Blutbildveränderung o   Herzrhythmusstörungen o   Störungen der Menstruation, Brustvergrößerung, Milchfluss, etc.
  • Psychopathologie und Psychopharmakologie für Psychologinnen Welche Psychopharmaka haben Suchtpotential? · Benzodiazepine · Stimulantien
  • Evaluation von psychologischen Leistungen und Qualitätssicherung Welche Tätigkeiten umfasst das Qualitätsamanagement nach Stockmann (2002) und Hiller et al. (2009)? Erklären Sie 2 davon näher. Aufeinander abgestimmt Tätigkeiten, die darauf abstimmen, die Qualität der angebotenen Dienstleistung zu verbessern. · Qualitätsplanung: Definition von Qualitätszielen und -kriterien · Qualitätslenkung: Steuerung der Prozesse und Abläufe, sodass Leistungen erbracht werden, die den Anforderungen der Klienten entsprechen · Qualitätssicherung: Vertrauen schaffen in die Qualitätsarbeit (intern & extern), Nachweis des erreichten Qualitätsniveaus · Kontinuierliche Qualitätsverbesserung: Verbesserung der Strukturen, Prozesse und Produkte sowie Stärkung des Qualitätsbewusstseins der Mitarbeiter
  • Evaluation von psychologischen Leistungen und Qualitätssicherung Nennen Sie 3 Qualitätsdimensionen nach Donabedian und führen Sie jeweils zwei Punkte pro Dimension an. · Strukturqualität: räumlich, materiell, personell · Prozessqualität: alle Aktivitäten und Abläufe – Wie werden Leistungen erbracht? · Ergebnisqualität: Veränderungen des gegenwärtigen und zukünftigen Gesundheitszustandes des Patienten, 
  • Evaluation von psychologischen Leistungen und Qualitätssicherung Nennen Sie die Ziele einer Evaluation nach Stockmann (2002). · Erkenntnisgewinn · Kontrolle ausüben · Transparenz schaffen · Legitimation: Dokumentation des Erfolgs
  • Erstellung von Befunden und Erstattung von Zeugnissen, Gutachten und Stellungnahmen Wann wird eine psychologische Stellungnahme anstatt eines Gutachtens erstellt? - Kleinere, kürzere Fragestellung (weniger komplexe Sachverhalte) - Einzelfragen / ergänzende Fragestellungen - Wenn bereits ein Gutachten besteht - Wenn Gutachten nicht gerichtlich verbindlich dann Stellungnahme genannt.
  • Erstellung von Befunden und Erstattung von Zeugnissen, Gutachten und Stellungnahmen Nennen Sie 3 Prinzipien der Gutachtenerstellung. 1. Persönliche und unmittelbare Berufsausübung 2. Freiwilligkeit (eingeschränkte Freiwilligkeit) 3. Auskunftspflicht 4. Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht 5. Hinweis auf Verschwiegenheit (eingeschränkt, nicht vorhanden)
  • Erstellung von Befunden und Erstattung von Zeugnissen, Gutachten und Stellungnahmen Nennen Sie fünf Einsatzbereiche eines Gutachtens / Befundes. 1. Gericht 2. Schule 3. Jugendamt 4. Bundesheer 5. Polizeibehörde 6. Verkehrsbehörde 7. Versicherung 8. Arbeitsamt
  • Erstellung von Befunden und Erstattung von Zeugnissen, Gutachten und Stellungnahmen Beschreiben Sie den Prozess der gesetzlich vorgesehenen Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Belastungen näher. - Entscheider, Mitarbeiter, HR, Führungskräfte und Arbeitspsychologen sollen alle am gesamten Prozess beteiligt sein - Informationssuche - Erstellen eines Konzepts - Transparenz schafft Vertrauen - Ermittlung der arbeitsbedingten psychologischen Belastungen & Beurteilung dieser - Ableitung von Maßnahmen - Maßnahmen umsetzen
  • Erstellung von Befunden und Erstattung von Zeugnissen, Gutachten und Stellungnahmen Was versteht man laut Ö-Norm unter psychischer Belastung (im Gegensatz zum Volksmund)? - Psychische Belastung = Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf die Psyche einwirken - Psychische Beanspruchung = Auswirkung dieser Einflüsse auf die Psyche - Psychische Ermüdung = vorübergehende Beeinträchtigung - Monotoniezustand = herabgesetzte Aktivierung - Psychische Sättigung = Zustand nervöser, stark affektbetonteer Ablehnung
  • Was ist beim Aktiven Zuhören zu beachten? o   das Hier und Jetzt o   die Beziehung o   Bedürfnisse der Gesprächspartner o   Ausschalten der Störfaktoren