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Neuere Geschichte (Fach) / 1. Vorlesung (Lektion)
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- Veränderung in der Geschichtswissenschaft trennung der res factae und res fictae dh erkenntnis einmaliger Ereignisse von den res fictae Historismus ab dem 18. Jhd a) hauptmerkmal ist dass der mensch die geschichte macht, demnach wird der Blick losgelöst von den Göttern und dem übernatürliche b)objektiv und methodisch geleitete Analyse c) Hermeneutik
- Heuristik Analytik ab dem 20. Jhd : Heuristik (altgr. εὑρίσκω heurísko „ich finde“; von εὑρίσκειν heurískein ‚auffinden‘, ‚entdecken‘) bezeichnet die Kunst, mit begrenztem Wissen (unvollständigen Informationen) und wenig Zeit dennoch zu wahrscheinlichen Aussagen oder praktikablen Lösungen zu kommen.[1] Es bezeichnet ein analytisches Vorgehen, bei dem mit begrenztem Wissen über ein System mit Hilfe mutmaßender Schlussfolgerungen Aussagen über das System getroffen werden. Die damit gefolgerten Aussagen weichen von der optimalen Lösung ab. Durch Vergleich mit einer optimalen Lösung kann die Güte der Heuristik bestimmt werden.
- Christoph Cellarius In der Renaissance entsteht die Dreiteilung der Periodisierung in Antike.Mittelalter und Neuzeit -> die neue Zeit wird als Wiedergeburt der idealisierten Antike angesehen nach dem dunklen Mittelalter.
- Beginn der Neuzeit 1440 Buchdruck 1453 Eroberung Konstantinopels 1492 Entdeckung Amerikas 1517 Luthers Reformation + Thesen 1543 kopernikanische Wende
- Tradition vs Überrest Tradition = intentionaler Bericht mit Überlieferungsabsicht vs Überrest = alle Arten von Hinterlassenschaften, Spuren menschlichen Handels
- Leopold von Ranke LEopold von Ranke : Man hat der Historie das Amt, die Vergangenheit zu richten, die Mitwelt zum Nutzen zukünftiger Jahre zu belehren, beigemessen : so hoher Ämter unterwindet sich gegenwärtiger Verscuch nicht : er will bloß zeigen, wie es eigentlich gewesen. -> Absage an Geschichte als moralische religiöse Belehrung -> Geschichte als empirische Wissenschaft auf Grundlage von Quellen. strenge Darstellung der Tatsachen ob schön oder unschön -> Kritik daran ist dass man immer subjektiv ist und erkenntnistheoretische Naivität
- Chladenius Sehepunkte historische ERkenntnis ist standortgebunden / außerwissenschaftliche, kulturelle, religiöse Prägung aus der Gegenwart des Historikers Seine Auslegung war der Vorreiter der modernen Hermeneutik, gilt deshalb als Begründer der modernen Geschichtswissenschaft
- Frühe Neuzeit fürstenstaat als Regelfall von Staatlichkeit dominanz der landwirtschaft Staatsbildung: zunehmende Kontrolle des Adels durch den frühmodernen Staat. landesweite Besteuerung. Aufbau zentraler Verwaltungen. Ansätze zur Vereinheitlichung des Rechts. kleine Eiszeit -> Klimaprobleme-> Hexenverfolgung -> Einfluss Gottes 80 mio menschen in europa in 1500 zu 190 mio in 1800infrastrukturelle defizite : enge grenzen des gütertransports, der transport von massengütern ist fast nur auf dem wasserweg möglich, landtransport ist extrem langwierig und teuer,ab dem späten 15.jhd : aufbau des postwesens das heisst steigerung der effektivität der herrschaftsausübungsoziale organisation basierend auf dem Prinzip do ut des - du gibst damit ich gebe / face-to-face gesellschaft
- Luther's sola-theologie grundprinzipien Luthers : sola fide et sola gratia statt Werkgerechtigkeit. / solus Christus / sola scriptura statt kirchlicher Autoritäten -> Calvinismus Nur taufe und abendmahl als sakramente erkannt-> Priestertum aller Gläubigen Der Ausdruck sola scriptura (lateinisch für „allein durch die Schrift“) bezeichnet einen theologischen Grundsatz der Reformation und der reformatorischen Theologie, nach dem die Heilsbotschaft hinreichend durch die Bibel vermittelt wird und keiner Ergänzung durch kirchliche Überlieferungen bedarf. Daraus entwickelte die lutherische Orthodoxie in Anbindung an die lutherischen Bekenntnisschriften das Schriftprinzip. Gemeinsam mit den Prinzipien sola fide („allein durch den Glauben“), sola gratia („allein durch Gnade“) und solus Christus („allein Christus“) bildet er die Grundsätze der Reformation.
- Wilhelm Roschers 3-Stufen modell des absolutismus : konfessioneller Absolutismus klassisch-höfischer Absaufgeklärter Absolutismus
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- Amerikanische Revolution Der Beginn der Revolutionszeit wird zumeist mit dem Jahr 1763 angegeben, als Großbritannien begann, nach seinem Sieg im Franzosen- und Indianerkrieg die Verwaltung und Besteuerung seiner nordamerikanischen Kolonien zu reformieren, was dort bald zu Protesten führte. Der Konflikt eskalierte in den 1770er-Jahren bis hin zum Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1775 und der förmlichen Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten am 4. Juli 1776 -> ende der monarchie, beginn einer republik proklamation universeller menschenrechte however we aint gon be talking bout them slaves. A
- Beginn der Neuzeit nach Burckhardt Eine alternative Definition des Beginns der „Neuzeit“ lieferte▪ Jacob Burckhardt, Die Kultur der Renaissance in Italien, 1860 ▪ Kultur statt Politik und Religion als Zäsurkriterium▪ Mittel- und Norditalien statt Deutschland als Ort der Zäsur ▪ Renaissance statt Reformation▪ „katholische“ statt „protestantische“ Deutung
- Umbrüche an der Schwelle zwischen FNZ und „Moderne“ (Übergang 18. / 19. Jh.) in Westeuropa ▪Demographischer Übergang ▪beginnende Entfeudalisierung der Agrarwirtschaft ▪Beginn der kapitalistischen Industrialisierung ▪Technische Revolution (Dampfmaschine, Werkzeugmaschinen, Eisenbahnbau,(...) ▪Konstitutionalisierung politischer Herrschaft begann ▪Expansion staatlicher Bürokratien ▪„Bürgerliche Gesellschaft“
- umfassender, ungleichzeitiger, konflikthafter Transformations- prozess in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur (zugleich: nationale „Sonderwege“) • Grundvoraussetzungen Grundvoraussetzungen : politisch-ökonomische Doppelrevolution um 1800Aufklärung und Frühliberalismus Basisprozesse: Durchbruch und Ausbreitung der industriellen RevolutionMobilitäts- und Kommunikationsrevolution (u.a. Eisenbahn, Telegraphie)Agrarrevolution (u.a. Abbau grundherrschaftlicher Rechte)Migration und Urbanisierung
- thomas Müntzer Müntzer war als Priester zunächst ein engagierter Anhänger und Bewunderer Martin Luthers. Allerdings richtete sich sein Widerstand nicht nur gegen die vom Papsttum beherrschte geistliche Obrigkeit, sondern auch gegen die ständisch geprägte weltliche Ordnung. Wegen Müntzers radikaler sozialrevolutionärer Bestrebungen und seiner spiritualistischen Theologie, die sich in vielen kämpferischen Texten und Predigten niederschlugen, distanzierte sich Luther zu Beginn des Bauernkrieges von ihm. Im Gegensatz zu Luther stand Müntzer für die gewaltsame Befreiung der Bauern und betätigte sich in Mühlhausen/Thüringen, wo er Pfarrer in der Marienkirche war, als Agitator und Förderer der Aufstände. Dort versuchte er, seine Vorstellungen einer gerechten Gesellschaftsordnung umzusetzen: Privilegien wurden aufgehoben, Klöster aufgelöst, Räume für Obdachlose geschaffen, eine Armenspeisung eingerichtet.
- Die confessio augustana Die Confessio Augustana (CA), auch Augsburger Bekenntnis (A.B.) oder Augsburger Konfession, ist ein grundlegendes Bekenntnis der lutherischen Reichsstände zu ihrem Glauben. Sie wurde am 25. Juni 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg Kaiser Karl V. von den Reichsständen der lutherischen Reformation dargelegt. Sie war Basistext der Religionsgespräche, Grundlage des Schmalkaldischen Bundes, Toleranzgrundlage des Augsburger Religionsfriedens und gehört noch heute zu den verbindlichen Bekenntnisschriften der lutherischen Kirchen, in der Fassung von 1540 (Variata) auch der reformierten Kirchen.[1] Katholiken: Confutatio gegen die C.A. 1530
- Phase der Konfessionalisierung verbindliche Bekenntnisschriften und theologische Lehrentscheide ▪ Lutheraner: Augsburger Bekenntnis 1530, Konkordienbuch 1580▪ Reformierte: Heidelberger Katechismus 1563▪ Katholiken: Konzil von Trient 1545-63
- Medienrevolution der Reformation : Großgruppenbildung durch ▪ Bekenntnisschriften▪ Propaganda (Flugschriften) / Verhinderung von Gegenpropaganda (Zensur)▪ verbesserte Bildung und Bildungseinrichtungen▪ Aufmerksamkeit für Sprache und Begrifflichkeit▪ detaillierte Fixierung der kirchlichen Riten
- ▪ eine frühe und einflussreiche Absolutismus-Deutung: Wilhelm Roschers 3-Stufen-Modell (1874):▪▪ konfessioneller Absolutismus▪ Philipp II. von Spanien, Elisabeth I. von England klassisch-höfischer Absolutismus:▪ Ludwig XIV. von Frankreich aufgeklärter Absolutismus:▪ Friedrich II. von Preußen, Kaiser Joseph II.
- revolution als Begriff ▪ spätantiker Begriff der „revolutio“▪ zyklische, wiederkehrende Umwälzung, Kreisbewegung ▪ im 17. Jh. Ausbreitung eines politischen Revolutionsbegriffs, der radikalen Wandel und politische Dynamik akzentuiert ▪ seit der französischen Revolution zunehmende Assoziationmit „Fortschritt“, Neuigkeit, Zukunft ▪ marxistische Revolutionstheorie ab Mitte des 19. Jhs. bettete Rev. in geschichtsphilosophische Großtheorie ein
- 1. Phase französische Revolution getragen von dem aufgeklärten Adel und dem BürgertumKönig Ludwig XVI. muss „Generalstände“ einberufen, um Staatsfinanzen zu sichern. Ausgangspunkt auch hier fürstlicher Herrschaftsanspruch vs. ständische Repräsentation Vertretern des „dritten Standes“ gelingt es, die „Generalstände zu dominieren Selbstdeklaration der Generalstände zur „Nationalversammlung“ Wechsel der Legitimitätsbasis von Herrschaft• das in der gewählten Nationalversammlung vertretene Volk erklärt sich zum Souverän
- 4 innovationen der liberalen Phase der französischen REvolution Vier Innovationen der „liberalen“ Phase neue Legitimation staatlicher Herrschaft (Verfassung vom 3. September 1791)Abschaffung der ständischen OrdnungErklärung der Menschenrechte (26. August 1789)Säkularisation
- Sattelzeit 1750-1830 Übergangszeit zwischen Früher Neuzeit und Moderne - demographischer Wandel- Intensivierung der Landwirtschaft- (Proto)Industrialisierung- Verkehr, Infrastruktur- Bürokratisierung, Standardisierung, Rationalisierung- Intensivierung von Herrschaft- (Spät)Aufklärung- Kommunikation, Leserevolution- Säkularisierung- Aufstieg des Bürgertums
- Europa nach dem Wiener Kongress staatliche Neuordnung zugunsten der Großmächte, Gleichgewicht wird hergestellt Restauration der Monarchie und des Klerus Frankreich verliert seine gesamten Eroberungen unter Napoleon Ende des römischen Reiches deutscher Nation Beginn des konstitutionellem Zeitalter : Machteinschränkung der Monarchie gepaart mit Erhöhung der Wichtigkeit des Bürgertums Demographischer Wandel : extreme Erhöhung der Anzahl an Menschen in Europa, vor allem wegen Emigration
- Thomas Robert Malthus, Essay on the Principle of Population (1798) Population tends to multiply much more than food supply. Pauperismus : Pauperismus bezeichnet die Verelendung großer Bevölkerungsteile unmittelbar vor der Industrialisierung bzw. das für die damaligen Eliten noch unerklärbare Phänomen zunehmender Verarmung der Arbeiterschicht. Peuplierungspolitik: Peuplierung bezeichnet die planmäßige Besiedlung eines dünn besiedelten Gebietes; sie ist somit eine Maßnahme der Bevölkerungspolitik.[1] Im engeren Sinne meint Peuplierungspolitik eine im 17. bis 18. Jahrhundert praktizierte Methode zur Besiedlung etwa durch Krieg oder Seuchen entvölkerter Gebiete. Nutzbarmachung von Landwirtschaftsflächen, Bodenschätzen oder Energiequellen.Vermeidung extremer Bevölkerungskonzentrationen
- Agrarrevolution als Vorreiter der industrialisierung ◼ „Agrarrevolution“ seit Mitte 18. Jahrhundert◼ Gewinnung und Bewirtschaftung neuer Flächen, „enclosures“◼ Dreifelderwirtschaft zu Fruchtwechselwirtschaft◼ Intensivierung der Landwirtschaft (Züchtung ertragreicherer Sorten und Tierrassen, Stallfütterung, verbessertes Gerät)◼ Entfeudalisierung: Boden wird zu handelbarem Gut◼ Wissenstransfer: Ausbildung der Produzenten◼ Internationalisierung des Handels, Infrastruktur
- Imperium, nach Stephen Howe „Ein Imperium ist eine große, zusammengesetzte, multi-ethnische oder multinationale politische Einheit, die in der Regel durch Eroberung entsteht und zwischen einem dominanten Zentrum und untergeordneten, geographisch oft weit entfernten Peripherienaufgeteilt ist.“ (Römisches Imperium, Osmanisches Reich...)
- Kolonialismus, nach Osterhammel „Kolonialismus ist eine Herrschaftsbeziehung zwischen Kollektiven, bei welcher die fundamentalen Entscheidungen über die Lebensführung der Kolonisierten durch eine kulturell andersartige und kaum anpassungswillige Minderheit von Kolonialherren unter vorrangiger Berücksichtigung externer Interessen getroffen und tatsächlich durchgesetzt wird. Damit verbinden sich in der Neuzeit in der Regel sendungsideologische Rechtfertigungsdoktrinen, die auf der Überzeugung der Kolonialherren von ihrer eigenen kulturellen Höherwertigkeit beruhen.“
- Kolonie 3 Arten von Kolonien Kolonie: ◼ durch Invasion von außen geschaffene politische Einheit◼ die erobernde Macht stellt Besitzanspruch◼ Verwaltung durch Vertreter der Kolonialmacht inAbhängigkeit vom „Mutterland“ 1. Siedlungskolonien 2. Beherrschungskolonien 3. Stützpunktkolonien
- Kongo Konferenz in Berlin Die Kongokonferenz (oder Westafrika-Konferenz) fand vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Bismarck in Berlin statt und sollte die Handelsfreiheit am Kongo und am Niger regeln. Sie wird auch als Berliner Konferenz bezeichnet (allerdings nicht zu verwechseln mit dem Berliner Kongress 1878). Ihr Schlussdokument, die Kongoakte, bildete die Grundlage für die Aufteilung Afrikas in Kolonien im folgenden Wettlauf um Afrika.
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- Johann Casper Bluntschli's Nationalitätsprinzip Das „Nationalitätsprincip“ -Selbstbild des „Zeitalters der Nationalstaaten“ : „Jede Nation ist berufen und daher berechtigt, einen Staat zu bilden. [...] Wie die Menschheit in eine Anzahl von Nationen geteilt ist, so soll die Welt in ebenso viele Staaten zerlegt werden. Jede Nation ein Staat. Jeder Staat ein nationales Wesen.“
- Nation's Definition von Renan Ernest Renan: Die Nation als„geistiges Prinzip“ und „alltägliches Plebiszit“ „Die Nationen sind kein ewiges Gut. Siehaben ihren Anfang und sie werden ihr Ende finden. [...] Was eine Nation ausmacht, hängt nicht davon ab, eine gemeinsame Sprache zu sprechen oder der gleichen ethnographischen Gruppe anzugehören, vielmehr liegt es in der Tatsache, große Dinge in der Vergangenheit geleistet zu haben und davon noch weitere in der Zukunft zuvollführen.“
- kulturalistische Definiton des Nationalismus 1. Ein System gedachter Ordnungen, das geeignet ist, Menschen zu Gruppen zu integrieren. 2. Die Abgrenzung gegenüber "anderen" ist für den Nationalismus konstitutiv. Er ist eine Integrationsideologie, in der Inklusion und Exklusion einander bedingen. 3. Nationalismus beruft sich auf einen scheinbar überzeitlichen ethnischen Kern, den er jedoch selbst erst hervorbringt. 4. Nationale Mythologeme sind zur Legitimation und Verbreitung von entscheidender Bedeutung. 5. Die Konstruktion spezifischer Geschlechtsidentitäten ist dem Nationalismus inhärent.
- politische Definition des Nationalismus 6. Säkulares Glaubenssystem, das als oberstes Legitimationsprinzip Anspruch auf Loyalität und Vorrang vor anderen Werten erhebt. 7. Nationalismus bezieht sich auf ein bestimmtes Territorium und tendiert dazu, die Grenzen von Nation und Staat zur Deckung zu bringen. 8. Zwischen Nationalismus und Krieg herrscht eine innige Wechselbeziehung. 9. Nationalismus enthält eine Teilhabeverheißung und greift damit über bestehende politische Ordnungen hinaus. Unter Berufung auf den Nationalismus lassen sich Partizipationsansprüche anmelden. 10. Daher vermag Nationalismus Menschen zum Handeln zu bewegen.
- Partizipation Politische Partizipation meint die Teilhabe und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern als politischen Willensbildungs- und Entscheidungs- prozessen (nach: Carsten Lenz, Nicole Ruchlak:Partizipation. In: dies.: Kleines Politiklexikon, München/Wien 2001).
- das Bürgertum ◼ Wirtschaftsbürgertum◼ Bildungsbürgertum (Besuch von Gymnasium und Universität)◼ „Kleinbürgertum“ (Mittelschicht, Mittelstand“◼ „alter Mittelstand“ = kleine selbständige Hand- werker und Händler, klassisches Stadtbürgertum◼ „neuer Mittelstand“ = die seit Ende des 19. Jahrhunderts wachsende Gruppe der unselbständigen „Angestellten“◼ -> keine homogene Gruppe oder „Klasse“, aber Abgrenzung nachunten
- Großbritannien : Beginn des Parlamentarismus 1215 Magna Carta: verbrieft Unabhängigkeit der Kirche und grundlegende Freiheiten des englischen Adels gegenüber dem englischen König Johann Ohneland◼ 1688/89 Glorious Revolution: Sieg der Gegner des königlichen Absolutismus ◼ Bill of Rights (1689): König muss das Parlament in regelmäßigen Abständen einberufen und benötigte dessen Zustimmung zur Erhebung von Steuern und Abgaben, zur Anwendung der Folter sowie zum Unterhalt eines stehenden Heeres in Friedenszeiten. Immunität der Parlamentsabgeordneten: völlige Redefreiheit im Unterhaus, Rechtfertigung nur vor Parlament, nicht vor König oder seinen Gerichten ◼ →Beginn des parlamentarischen Regierungssystems Keine geschriebene Verfassung →Common Law Westminster System : Governing Principles