Differentielle Psychologie (Fach) / Intelligenz (Lektion)

In dieser Lektion befinden sich 53 Karteikarten

Alles

Diese Lektion wurde von s8lnscmi erstellt.

Lektion lernen

  • Definition Intelligenz Individuals differ from each other in their abiity to understand complex ideas, to adapt effectively to the environment, to learn from experience, to engage various forms of reasoning and to overcome obstacles by taking though. (Neisser et all 1996)
  • Zentrale Frage der Intelligenzforschung Ist Intelligenz ein zentrales, homogenes Konstrukt, oder lassen sich verschiedene strukurelle Komponenten unterscheiden?
  • Potenzielle Teilkomponenten der Intelligenz Wortschatz Verbale Fähigkeit logisches Schlussfolgern Wahrnehmungsgeschwindigkeit Gedächtnis räumliches Denken
  • Zeitraum der frühsten Inteligenzforschung 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Erste Intelligenzforscher McKeen-Cattel, Galton
  • Annahme frühster Intelligenzforschung die intellektuelle Fähigkeit sei über die Leistungsfähigkeit der Sinnesorgane beobachtbar
  • Erster Versuch der Intelligenzforschung über Sinnesleisung Reizdiskriminationsforschung (flicker fusion frequency) Mittels Reaktionszeiten und Tests zum Unterscheidungsvermögen (taktil, visuell, auditiv) sollte die akademische Fuktion vorhergesagt werden
  • 3 Probleme der Reizdiskriminationsforschung hohe intrapersonelle Varianz mittlere Interkorrelation der Testverfahren keine hinreichende Korrelation zu den Kriteriumswerten (schlechte Vorhersagen)
  • Definition Interkorrelation Korrelation zwischen allen Variablen 
  • Durch Binet gemessene Merkmale IQ-Verwandte Konstrukte wie Gedächtnis Willensstärke, Moralische Haltung, Motorik
  • Erster Sonderschul (Schwachsinn) Test nach Binet und Simon für Frankreich 30 Differenzierungsaufgaben 1905
  • Staffeltests nach Binet und Simon 1908 + 1911 5+ Aufgaben für jede Altersstufe zwischen 3 und 15 die von 50-75% der Kinder dieses Alters gelöst werden können Intelligenzmaß: Intelligenzalter Intelligenzalter sollte im Mittel dem Lebensalter entsprechen
  • Formel Intelligenzalter IA = GA + x * 12/5 + 6 GA = Grundalter = Alter bis zu dem alle Aufgaben gelöst wurden x = Summe der Höheraltrigen Aufgaben
  • Kritik an Binets Staffeltests Entwicklung trennscharfer Tests für über 15 jährige scheiterte (Binet denkt hier sei Intelligenzentwicklung abgeschlossen) Gleichwichtung der Aufgaben verschiednener Altersstufen überm Grundalter ist quatsch Aufgaben gesättigt mit Bildungsabhängigen Inhalten (Bildungsniveau der Eltern wichtig)
  • Formel des IQ nach William Stern IQ=IA/LA*100
  • Vor- und Nachteil des IQ nach William Stern Vorteil: Konstanz der Iterpretation von Leistungsabweichungen vom Altersdurchschnitt in Abhängigkeit des Lebensalters ist gegeben Nachteil: lineare Intelligenzzunahme nötig, aber abnahme im Alter ==> absurd niedriger IQ im Alter
  • Intelligenztest nach David Wechsler WISC (Wechsler Intelligence Scale)
  • Ergebnisse des Abweichung-IQ Empirisches Ergebinis: Abweichung einzelner Altersgruppen von einem willkürlich gesetzten Mittelwert (100) Individueller Leisungswert: Differenz zum Mittelwert bezogen auf die jeweilige Altersgruppe
  • Formel des Abweichungs-IQ 100 + s * (X-M) * σ s = Standardabweichung der Normskala (15) X= Personenwert M= Altersgruppenmittelwert σ = Altersgruppenstandardabweichung
  • Vorteile der Transformation individueller Rohwerte in eine Abweichunsäquivalent Ermöglicht den Vergleich der Werte einer Person zu verschiedenen Zeitpunkten Ermöglicht den Vergleich der Werte einer Person in verschiedenen Tests Ermöglicht den vergleich der Werte verschiedener Personen
  • Strukturmodelle der Intelligenz Zwei-Faktoren-Theorie von Sperman (1904) Primärfaktorenmodell von Thurstone (1938) Gruppenfaktorenmodell von Burth und Vernon (1949/1950) Theorie der fluiden und kristallinen Intelligenz von Cattel (1966) Intelligenzstrukturmodell von Guilford (1956) Three-Stratum-Theory von Carroll (1993)
  • Grundannahme der Zwei-Faktoren-Theorie von Spearman (1994) Jedes Maß der Intelligenz setzt sich zusammen, aus dem Anteil der allgemeinen Intelligenz und der spezifischen Komponente des einzelnen Tests 
  • Annahmen des g-Faktormodells und Folgen Die Varianz von Intelligenztests setzt sich aus g-Varianz uns s-Varianz zusammen Die spezifischen Anteile der Tests sind unkorelliert ==> Die Korrelation zwischen zwei Tests ist eine direkte Funktion in dem beide Tests g erfassen ==> Jeder Summenwert aus mehreren Testergebnissen enthält mehr G und weniger S als jeder Einzelwert ==> Spearman-Brown-Prophecy-Formel, Minderungskorrektur
  • Struktur des Primärfaktorenmodells (Thurstone, 1931) Es existieren mehrere unabhängige Primärfaktoren, die gleichberechtigt nebeneinander stehen. Beim Lösen einer kognitiven Aufabe sind immer mehrere Faktoren mit untersciedlicher Gewichtung beteiligt
  • Annahme des Primärfaktorenmodells (Thurstone 1931) Denkleistungen lassen sich nicht ausreichend durch einen g und den jeweils spezifischen Faktor erklären Sie können stattdessen durch mehrere nebeneinander stehende, generelle Faktoren erklärt werden ==> kein genereller Intelligenzwert, sondern Intelligenzprofil aus Ausprägungen der einzelnen Faktoren
  • Erklärung für Thurstones Unvermögen g zu finden Ungeeignete Stichprobengöße: 56 Tests an 218 Collegestudenten ==> geringere Reliabilität Vorauswahl (Nur Studenten) (homogenere Stichproben führen aufgrund der Varianzeinschränkung zu mehr Faktoren) Oblique Rotation ==> dadurch korrelation der Primärfaktoren von 0.35 ==> Fand 9 Primärfaktoren Andere Wissenschaftler fanden 7
  • Primärfaktoren der Intelligenz verbal compression word fluency number space memory perceptual speed induction or reasoning
  • verbal compression Wortschatz, Sprachverständnis, sprachlogisches Denken
  • word fluency Fähigkeit, möglicht schnell viele Worte zu produzieren, die bestimmten strukturellen und symbolischen Erfordernissen genügen
  • Number Schnelligkeit und Präzision bei der Ausführung einfacher Rechenoperationen
  • Space räumliches vorstellungsvermögen bei zwei- und dreidimensionalen Objekten
  • Memory Fähigkeit, kurz zuvor eingeprägte Informationen und Assoziationen richtig wiederzugeben
  • Perceptual speed Fähigkeit zur schnellen und genauen visuellen Wahrnehmung von Details
  • Induction oder Reasoning Denkfähigeit, Fähigkeit zum induktien und deduktiven Denken
  • Verschiedene Primäraktorentests IST (Intelligenz-Struktur-Test 2000) LPS PSB
  • Zusammensetzung des Gruppenfaktorenmodells nach Burt (1949) und Vernon (1950) Messwert setzt sich neben dem g-Faktor und den (testspezifischen) S-Faktoren aus Gruppenfaktoren zusammen
  • Gliederung des Gruppenfaktorenmodells nach Burth und Vernon g zwei Hauptgruppenfaktoren (major group factors) minor group factors, specific group factors Übergänge sind fließend, Ebenen überschneiden sich teilweise Kompromiss zwischen Spearman und Thurstone
  • Äquivalent zu Spearmans g in Cattells Modell Kristalliner und Fluider Intelligenz g entspricht gf und Korreliert höher mit g als mit gc
  • Annahme des Modells fluider und kristalliner Intelligenz G setzt sich aus gc und gf zusammen
  • Struktur des Modells kristalliner und fluider Intelligenz Auf erster Ebene: Verschiedene miteinander korrelierte Primärfaktoren Kristalline und fluide Intelligenz (übergeordnet und korreliert) auf höchster Ebene die historische fluide Intelligenz
  • Definition fluide Intelligenz Von Geburt an vorhandene, kulturell unabängige Eigenschaft, sich neuen Situationen anzupassen und neue kognitive Aufgaben zu lösen, die kein Wissen erfordern.
  • Definition kristalline Intelligenz kognitive Fähigkeiten die durch kumulierung von Lernerfahrungen seit der Geburt entwickelt wurden, Verarbeitung vertrauter Informationen und Anwendung vorhandenen Wissens
  • Definition culture-fair nach Cattell Nicht kulturell gesättigt
  • Struktur des Strukture-of-Intellect-Model nach Guilford (1956) 3 Dimensionen 4 Inhalte 5 Operationen 6 Produkte Also Würfel angeordnet ==> 4x5x6 = 120 Faktoren 120 Faktoren sind unabhängig voneinander Zusammenhänge zwischen Faktoren die in ein oder zwei dimensionen übereinstimmen werden nicht angenommen
  • Inhalte (Darbietungsform) in Guilfords Intelligenzstrukturmodell Figural (F, Informationen in konkreter Form) Symbolisch (S in Form von Zeichen) Semantisch (M, in der bedeutug liegend) Verhalten (B ind form menschlichen Verhaltens)
  • Operationen in Guilfords Intelligenzstrukturmodell Kognition (C schnelles entdecken oder erkennen) Gedächtnis (M Neuaufnahme von Informationen) Divergente Produktion (D, entwicklung logischer Alternativen aus gegebenen Informationen) Konvergente Produktion (N, Entwicklung logischer Schlussfolgerungen aus gegebenen Informationen Evaluation (Vergleich von Informationen)
  • Produkte (erhalten durch Operation mit Inhalt) in Guilfords Intelligenzstrukturmodell Einheiten (U Getrennte Informationen) Klassen (C gruppierbare Informationen) Beziehungen (R verbindungen zwischen Informationen) Systeme (S Organisierte/Strukturierte Informationen) Transformationen (T Veränderungen von Informationen) Implikationen (I Zufälige Zusammenhänge zwischen Informationen)
  • Vorgehensweise von Caroll bei der Entwicklung seines Dreiebenen-Modells (1993) Reanalyse der verfügbaren empirischen Analysen zu Intelligenz Bibliographie der Forschung seit 1930 Herausfiltern der Untersuchungen, bei denen mit Faktoranalysen gearbeitet wurde Reduktion auf 461 Datensets Theoriefreie Verwendung der exploratorischen Faktoranalyse Verdichtung der ergebnisse, resultierend im Modell
  • Aufbau von Carolls 3-Ebenen-Model Stratum I: 65 Einzelfaktoren die jeweils recht spezifisch sind Stratum II: gf und gc sowie lose entsprechungen mit den Primärfaktoren Stratum III: Spearmans G
  • Probleme bei Carrolls 3-Ebenen Modell Bisher keine Operationalisierungen in Form eines etablierten Intelligenztests Kaum einer der Faktoren kann allein gemessen werden Jeder Test lädt auf mehreren Faktoren