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Allgemeine Psychologie (Fach) / Motivation (Lektion)

Motivation

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  • Motivation (Definition) befasst sich mit Bedürfnissen, Motiven, Wünschen und Intentionen als Ursachen von Handlungen systematische Untersuchung der Motivation erfordert Messung der Effekte von Motivation an 3 Variablen: Handlungsauswahl, Verhaltensitensität, Verhaltenslatenz alle Faktoren, die zum Können hinzu kommen müssen, damit eine Handlung in Angriff genommen wird, und die sich auf Handlungsauwashl, -intensität und -latenz auswirken. Gesamtheit der Beweggründe, Einflüsse, die eine Entscheidung, Handlung o. Ä. beeinflussen, zu einer Handlungsweise anregen Die Motivation ist ein nicht direkt beobachtbares psychologisches Konstrukt, das die Bereitschaft eines Menschen beschreibt, Zeit, Energie und Arbeit zu investieren, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
  • Naive Psychologie Das ist die Frage nach der Zuschreibung von Verhaltensursachen, nach der Klausalattribution. Auch hier entwickeln Menschen im Laufe ihres Lebens naive Theorien, nach denen sie sich erklären, wodurch andere zu bestimmten Verhaltensweisen oder Handlungen veranlasst wurden' Menschen haben hohes Interesse an Handlungen und deren Effekten, möchten Ursachen ergründen und stellen dahingehend Theorien auf; die bestehen Ursachen für Veränderungen in der Umwelt werden dabei in den Absichten und Motiven des Menschen gesehen Umgagssprachliche, verbreitete Vorstellungen und gewöhnliche Erklärungsweisen, die traditionell und gewohnheitsmäßig verwendet werden, um Handeln, Verhalten und sonstige Reaktionen von sich und anderen im Zusammenhang mit inneren Vorgängen geistiger und emotionaler Art sprachlich darzustellen, in der eigenen Vorstellung nachzuvollziehen sowie zu erklären oder vorherzusagen im Gegensatz zur akademischen Motivationspsychologie (nomothetischer Erklärungsansatz) folgt die naive Psychologie dem ideographischen Ansatz, der Erklärung einzigartiger / Spezieller Sachverhalte (akademisch werden Gesetzmäßigkieten und Verallgemeinerungen untersucht); auch werden Daten akademisch systematisch durch Systematische Beobachtung und regelmäßig psychologisches Experiment erhoben, naive Psychologie verwendet auch unsystematisch erhobene Datenbasis
  • Naive Handlungsanalyse (Heider 1958) Handlungsergebnis abhängig von Effekten der Person und der Umwelt (Veränderungen sind Summe der Effekte von Person und Umwelt) Person: Fähigkeit / Macht und Motivation (bestehend aus Intention -was?- und Anstrengung -wie stark?-) Umwelt: Schwierigkeit und Zufall (Glück oder Pech -  begünstigen oder benachteiligen das Handlungsergebnis) Können = Fähigkeit > Schwierigkeit Können und Wollen (Motivation ) = Handlungsergebnis
  • William James Handlungstheorie (1892) William James wandte sich gegen die Auffassung des Realismus, beim Menschen seien Instinkte durch Vernunft ersetzt er differenziert nach Instinkten, die durch Schlüsselreize ausgelöst werden, und in Instinkthandlungen münden, die um ihrer selbst willen ausgeführt werden, Ziele werden "blind" ereicht, ohne dass diese bewusst ausgewählt werden (ohne Vorschau der Effekte), sind beste Handlungsmöglichkeit in der Situation und Willenshandlungen; erfolgen in Voraussicht der Handlungsergebnisse, Gedanken über ein Ziel sind mit Bewegungen korreliert, die die Zielerreichung fördern (ideomotorische Theorie der Willenshandlungen): Bewegungen werden von vorweggenommenen/vorgestellten Wirkungen verursacht; Handlungen haben oft viele Wirkungen, ursächlich ist diese, die die Person am meisten interessiert und das Bewusstsein ausfüllt; erwünschter Effekt innerviert das Zentrum für die erste Bewegung innerhalb einer dann reflexartik abgespulten Kette dadurch werden antizipierte Konsequenzen der eigenen Verursachung zugeschrieben, obwohl auch Zufall eine Rolle spielen kann (Kontrollillusion) (Experiment von Linser und Goschke 2007, Signal > Probanden drücken rechte oder linke Reaktionskreise > Farbwörter werden als subliminaler Prime präsentiert > Farbkreise werden als Handlungseffekt kongruent zu Prime, inkongruent oder neutral gezeigt > Einschätzung der Kontrolle durch Probanden; in kongruenten Versuchsblöcken wurde das Kontrollerleben erhöht; künstlich induzierte Effektantizipation)
  • Triebtheorien Reihe von psychologischen Theorien der Mensch werde wesentlich von einer mehr oder weniger großen Anzahl endogener, d. h. angeborener Triebe und Grundbedürfnisse gesteuert Auffassung, derzufolge das menschliche Verhalten und Handeln durch bestimmte Grundbedürfnisse motiviert seien dynamische Psychologie, denn dynamische Konstrukte wie Triebe, Instinkte und andere endogene Kräfte steuern das Handeln Komplement zur kognitiven Psychologie erklärte Variationen n der Aktivität (zwischen Menschen, aber auch im Laufe der Zeit), und erklärte das eigentümliche Erleben, das mit starten Wünschen oder Intentionen einhergeht und zum Handeln drängt
  • Triebtheorie nach Freud (1965) Determinismus: Jede Wirkung hat ihre Ursache und die Ursache determiniert die Wirkung. Jedes psychische Phänomen lässt sich restlos aufklären. Equilibrium und Homöostase: Jedes System neigt dazu, sich eine Erhöhung von Erregung zu entladen und strebt nach Gleichgewicht (Equilibrium), Prinzip der Homöostase. Prinzip des Reflexapparates: Sensorische Reize führen zu Erregung, die über den Reflexapparat (motorische Reaktion) direkt oder indirekt (über Assoziation) entladen werden / Ableitung in die Motorik Lust und Unlust: Eine Erhöhung von Erregung wird als Unlust empfunden, die Entladung der Spannung wird als Lust empfunden. Strenen nach Lust = Wunsch Triebreize: Neben sensorischen Reizenbaut sich Erregung auch durch innere Bedürfnisse, auf, die in Triebreizen münden und der Selbsterhalten und Fortpflanzung dienen. Triebe sind konstanter und können nur duch Befriedigung des Bedürfnisses beseitigt werden, Reflexe oder Instinktreaktionen führen nicht zur Entladung der erregung. Kann nicht durch Flucht beendet werden. Veranlassen verwickelte, ineinander greifende Tätigkeiten, die die Außenwelt soweit verändern, dass die innere Reizquelle befriedigt wird.  Sind für dei Evolution unseres weit entwickelten und enorm leistungsfähigken Nervensystems verantwortlich. (System dient der beachtung, auswahl und ausführung von Situationen und Handlungen zur Bedürfnisbefriedigung) Merkmale der Trieb: Quelle, Ziel und Objekt: Endziel des Triebes ist die Befriedigung, auf dem Weg dorthin kann es Zwischenziele geben; partielle Befriedigung durch Zielannäherung; Objekt des Triebes = wodurch das Ziel erreicht wird, Ist variabel / ist nicht ursprünglich mit dem Trieb verknüpft, kann sich verändern (verschiebung), mehreren Bedürfnissen zur Befriedigung dienen (Triebverschränkung), ist gelegentlich an einen Trieb gebunden (Fixierung). Quelle = somatischer / körperlicher Prozess, muss nicht unbedingt bekannt sein Trieb und Struktur: Abfuhr der Erregung wird über drei Barrieren kanalisiert: Werte und Normen, Abwehrmechanismen, Erfordernisse der Realität; keine freie Entfaltung Geistige Arbeit und Handlung: Abfuhr der Erregung bewirkt Akion in der Welt (Handlung) oder in der Vorstellung (geistige Arbeit)
  • Freuds Persönlichkeitsmodell Das Es (7) = ontogenetisch früh (bei Geburt) vorhanden, verfügt über gesamte Energie der Psyche, gering ausgeprägte kognitive Fähigkeiten, Denkprozesse sind untergeordnet und unlogisch / assoziativ, kann nicht zwischen Realität und Träumen unterscheiden, folgt dem Wunsch-bzw. Lustprinzip, Prozesse sind unbewusst Das Ich (4) = folgt ontogenetisch dem Es, folgt dem Realitätsprinzip (Anpassung an die Wirklichkeit ist Ziel des Strebens), strukturierte und logsiche Prozesse, Triebwünsche des Es müssen oft nur leicht kanalisiert werden - Verwirklichung von Wünschen nicht immer möglich oder gesellschaftlich akzeptiert, Triebenergien müssen Verdrängt oder Umgeleitet werden (Abwehr), Abwehr = Verdrängung oder Umleitung von Triebenergien, wenn Verwirklichung von Wünschen nicht mögilch oder gesellschaftlich akzeptiert ist, Subliminierung = Form der Umlenkung, bei der inakzeptabler Wunsch in akzeptierte Betätigung umgewandelt wird, normaler psychischer Prozess, erst missglückte Abwehr von Triebwüsnchen sind neurotische Symptome für psychische Krankheiten; Psychoanalytische Therapie zielt primär auf Überbenutzung von Abwehrmechanismen ab, durch Einsicht ins Triebgeschehen
  • Freuds Handlungs- und Denkmodell Primäres Handlungsmodell = Abfuhr von Erregung über motorische, reflexartige Handlungen; Modell eines Reflexes, wird aber durch inneren Reiz (Triebreiz) angestoßen, Ich spielt keine Rolle, Abfuhr von Triebenergie ist unmittelbar  Primäres Denkmodell = Triebniveau kann teilweise durch geistige Aktivität verringert werden, Ich spielt wieder keine Rolle, geistige Aktivität besteht in Fantasien und Träumen; Vorstellung der Triebbefriedigung bewirkt Reduktion des Triebes, da keine Unterscheidung zwischen Realität und Fantasie möglich, z.B. befriedigende Wirkung von Spielen Sekundäres Handlungsmodell = Beteiligung des Ich & dessen Abwehrmechanismen, z.B. Verdrängung um Aufschub zu erreichen, oder Subliminierung und andere Formen der Verschiebung: Triebobjekt (gesellsch. nicht akzeptiert) wird mithilfe Abwehrprozess durch anderes Objekt (akzeptiert) ersetzt Sekundäres Denkomdell = Triebenergie wird verwendet, um sich gedanklich mit dem Wunschobjekt auseinander zu setzen, bewirkt planerische und strategische Denkvorgänge und nutzt hierfür die Triebenergie des Es
  • Freuds Triebmodell: Akademische Bewertung keine echte psychologische Theorie Wurde als Anregung oder Kunst behandelt durch geisteswissenschaflichen Ansatz schwere empirische Prüfbarkeit, genügt den wissenschaftlichen Standards der akademischen Psychologie nicht Verfeinerte Modell duch Beobachtugen an seinen Patienten, erklärte damit ihre Psychosen & wertete dies zugleich als Bestätigung der Theorie war jedoch dem abgelösten Instinktkonzept gegenüber überlegen Trieb kann durch Deprivation der Bedürfnisse manupuliert und gemessen werden (Deprivation durch Dauer der Abstinenz, Triebniveau durch Geschwindigkeiten oder Häufigkeiten der Bedürfnisbefriedigung im Anschluss, bspw. Columbia Obstruction Box (Nahrungsdeprivation für Ratten,Eingangskammer, Obstruktionskammer mit Strom, Zwischenkammer, Bedürfnisobjektkammer; Anzahl der Gitterüberquerungen = Triebstärke, die über Deprivationsdauer für untersch. Bedürfnisse - Sex, Wasser, Nahrung, Nachwuchs - manipuliert wird)
  • Triebtheorie nach Hull (um 1930/40) Habits (Gewohnheiten) Lerntheoretischer Aspekt, der um die Motivationskomponente / den Trieb erweitert wird Es werden Situations-Reaktions-Assoziationen durch instrumentelles Lernen (Thorndike) gebildet, erfolgreiches Handeln wird verstärkt und führt zu stärkeren Habits Anzahl an verstärkten Lerndurchgängen  beeinflussen Stärke des habits Habits in Habit-Hierarchie mit unterschiedlicher Stärke für jede Situation organisiert, stärkste stehen ganz oben; weiter oben damit wahrscheinlicher gezeigt Habits geben dem Verhalten Richtung, entscheiden, welches Verhalten gezeigt wird Habit kann aber kein Verhalten hervorrufen, hierfür Trieb notwendig Trieb kann Verhalten initiieren und aufrechterhalten, aber keine Richtung verleihen neue Situation: viele Verscheidene Verhaltensweisen gezeigt, noch keine verstärkt Merkmale des Triebes Antezedente Bedingungen von Trieb. in biologischen Bedürfnissen verankert; Deprivation führt zu Bedürfnissen, diese initiieren Trieb Trieb als aggregierte Antriebsquelle. Trieb ist unspezifisch, es gibt nur 1 Trieb, alle Bedürfnisse verstärken dieses Triebniveau. Beeinflusst ob gerichtetes Verhalten gezeigt wird und mit welcher Intenstät, egal wodurch der Trieb entstanden ist Trieb energetisiert verhalten. Trieb ist unspezifisch und ruft beliebiges Verhalten hervor. Welches Verhalten energeitisiert wird: abhängig von momentan aktivierter Habit-Hierarchie; 3 wichtigste Formen von Verhalten: konsumatorisches, instrumentelles, generelle Aktivität (Exploration) Triebreize. Bedürfniszustand induziert neben Trieb auch Triebreize, z.B. Magenknurren und Trockenheit im Mund; diese können dem Verhalten Richtung geben, aber kein Verhalten energetisieren Triebreduktion ist bekräftigend. Befriedigung reduziert Trieb führt zur Verstärkung des Verhaltens / Lernen Verhalten = Trieb x Habit. multiplikative Verknüpfung, ohne eines von beiden tritt das Verhalten nicht auf, Unterschiede m Habit werden mit höherem Triebniveau deutlicher offensichtlich (Verhaltenspotenzial unterschiedlicher, bei höherer Triebstärke steilere Kurve; Zuwachs an Habitstärke bei geringem Trieb nur geringer Zuwachs von Verhaltenspotenzial, bei hohem Trieb hoher Zuwachs von Verhaltenspotenzial (Dreieck)) Perin (1942) und Williams (1938)multiplikative Verknüpfung von Trieb und Habit zusammengefasstTrainingsdurchgänge als Manipulation der HabitstärkeDeprivation als Manipulation des Triebniveaus (bei Perin höher)Löschungsresistenz als Indikation für Verhaltenspotenzial Erkenntnisse je mehr Trainingsdurchgänge, desto höher die Löschungsresistenz je länger die Deprivationsdauer, desto häufiger wurde das Verhalten in der Löschung gezeigt multiplikative Verknüpfung: Lininzüge sind nicht parallel, sondern streben auseinander, Unterschiede im Triebniveau bei geringer Habitstärke geringe Auswirkung auf Lösungsresistenz, bei hoher Habitstärke störkere Auswirkung Angst als erlernter Trieb Kenneth Spence und Neal Miller Angst erhöht das Triebniveau Angst unkonditionierte Raktion auf aversive Reize insbes. Schmerz wird ein beliebiger Reiz konditioniert und kündigt aversiven Reiz an, führt dies zu Vermeidungsreaktion, kann diese ebensogut energetisieren wie ursprünglicher Scherz Redution der Furcht verstärkt das Vermeidungsverhalten Anwendung auf Prüfungsangst; bei ängstlichen Personen wird dominanter Habit besonders starkt aktiviert, neigen bei einfachen Aufgaben zu richtigen Antworten (naheliegende ist richtig und wird verstärkt), bei schweren Aufgaben zu falschen Antworten (naheliegende ist falsch und wird ebenfalls verstärkt) Kritik Bedürfnisse führen nicht immer zu mehr Trieb, z.B. mit zundehmender Deprivation nimmt Triebstärke oft sogar ab, für Hunger und Durst noch halbwegs konsistent für Sexualität nicht mehr es entstehen auch Triebe ohne Bedürfnisse, Experiment mit Menschen die einfach nichts tun sollen, und nach einer Weile nervös werden (Aktivitäts- und Stimulationsbedürfnis auch ohne physiologische Bedürfnisse) Triebreduktion ohne Bedürfnisreduktion: Ratten auch nur Möglichkeit zur Koulation verstärkend, wen Ejakulation unterbrochen, auch Saccharin verstörkend obwohl kein physiologischer Bedürfniszustand befriedigt; widerspricht der Anname, dass Verstärkung durch Triebreduktion erfolgt und Trieb nur durch Bedürfnisreduktion reduziert wird
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  • Feldtheorie (Kurt Lewin, um 1960) insbesondere von Gestaltpsychologie beeinflusstGründungsvater der amerikanische Sozialpsychologieweg von Aristotelischen Denkweisen (Beschreibung des Typischen) hin zu Galileischem Denken (Analyse des Besonderen)benötigt theoretische Begriffe, die Lewin zur Verfügung stellen wollte, um menschliche Motivation zu beschreibenbeschrieb alltägliche Situationen, nciht wie Freud klinisch relevante Symptome nicht objektive Situation (Reize und Triebe wie Freud und Hull), sondern subjektive Wahrnehmung oder Repräsentation der Situation maßgeblich fürs psychische Geschehen kognitive Kompontente (wenn auch psychologische Kraft noch dynamisch ähnlich einem Trieb) bildet Bindeglied zwischen Triebtheorien und kognitiven Motivationstheorien psychologische Kraft energetisiert das Verhalten Mensch hat die außerordentliche Freiheit, selbst sinnlose Handlungen vornehmen zu könenen (Quasibedürfnis in sich erzeugen) Physiologische Bedürfnisse spielen keine Rolle Ausgangspunkt ist Wunsch, Absicht, Vornahme, eine Handlung auszuführen oder Ziel zu erreichen (nach Z) dieser führt dazu,dass ein System in einen Spannungszustand gerät s(Z) gespanntes System spricht auf die Wahrnehmung eines Gegenstandes/Ereignisses an, welches Aufforderunscharakter/Valenz besitzt, an, als Folge erhällt S(Z) Herrschaft über die Motorik (Wechselwirkung Valenz und s(Z)) Aufforderungscharaktere wirken als Feldkräfte, psychische Prozesse, insbesondere Motorik wird beeinflusst veranlasste Handlungen führen zu Sättigung, Erledigung der Vornahmen, Ausgleich der Spannung, System wieder im Gleichgewicht (niedrige Spannung) nicht intrapersonelle Dynamik relevant, sondern Analyse Person und umwelt, Gesamtheit der im psychischen Feld vorhandenen Kräfte, positiver oder negativer Aufforderungscharakter, insbesondere Konfliktsituationen relevant Valenz und KrafVa = f(s, Z) zunehmende Stärke s der Spannung erhöht Valenz, Passung zwischen Obejekt Z und Wunsch erhöht die Valenzk = Va / eKraft umso größer, je größer die ValenzKraft umso größer, je kleiner die psychologische Entfernung e (räumlich, zeitlich, persönlich, sozial, Hindernisse, Schwierigkeit, ...)k = f(s, Z)/eKraft ist Vektor mit Länge (proportional zur Stärke), Orientierung (zwischen Person und Zielobjekt) und Richtung (auf +Va zu, von -Va weg)Zeitgleiches bestehen mehrerer Kräfte ist die Regel, gleichgerichtete Kräfte addieren sich, entgegengesetzt wirkende heben sich auf
  • Konflikte in der Feldtheorie (Lewin) Konflikt herrscht, wenn zwei gleich Starke Kräfte in entgegengesetzter Richtung wirken Konflikttypen  Nähern-Nähern2 Objekte gleich großer positiver Valenz, 2 unterschiedliche Umweltbereiche, daher verschiedene RichtungenKräfte zunächst im Gleichgewicht und ziehen Person gleichermaßen anKonflikt löst sich von allein, sobald eine Annäherung an ein Objekt (Dynamik der Kräfte)dann wird Entfernung zu diesem kleiner und erhöht die Kraft weiter, zum anderen wird Entfernung größer und Kraft wird kleiner (selbst verstärkend)Auslöser kann subjektive Bewertung der Eigenschaften der Objekte durch Person seinMeiden-Meiden2 Objekte gleich großer negativer Valenz in unterschiedlichen Umweltbereichen, stoßen in Entgegengesetzte Richtung ab, gleich starke Barrieren verhindern das VerlassenKräfte zunächst wieder im Gleichgewicht und stoßen Person gleichermaßen abauf 1 Objekt zubewegen würde die negative Kraft vergrößern und wieder abstoßen, sowie die andere Kraft vergleinern und weniger Abstoßung bewirken, Person gerät wieder ins Gleichgewicht; scheinbar unlösbar, pendelt hin und herExit-Möglichkeiten nur unter Veränderung der psychologischen Situation: Feld verlassen (Barriere beseitigen), exogene Einflüsse, subjektive Wahrnehmung ändern (etwas positives an der Situation finden und Kraft wird weniger negativ) Nähern-Meiden2 Objekte gleich großer Valenz, einmal positiv, einmal negativ, gleiche Umweltbereiche, eins zieht an, eins stößt abDer Meidengradient ist steiler als der Annäherngradient, d.h. er wächst mit steigender Nähe schneller als der Annäherngradientzunächst Annähern stärker, deshab Bewegung auf dieses Objekt hin; je näher dran, desto stärker dessen Anziehungskraft aber auch die Abstoßungskraft des -Objektes, wobei letztere schneller zunimmt, irgendwann beide Kräfte gleich groß (Konfliktpunkt), ab dort kein Ausweg mehr Exit-Möglichkeiten s. oben, Barrieren beseitigen, positive/negative subjektive Wahrehmung ändern, exogene Einflüsse
  • Feldtheorie: Unerledigte Handlungen (Lewin) Spannung wird durch Handlung reduziert, was aber wenn Handlung nicht möglich ist?2 Konsequenzen erinnern unerledigter Handlungenunter Spannung stehendes System löst nicht nur Handlungen, sondern auch psychische Prozesse aus (Vorstellungen, Gedanken, ...)unerledigte Handlung führt zu diesen Gedankentatsächlich zeigen eine Reihe von experimenten, dass unerledigte Handlungen doppelt so häufig erinnert werden  (Zeigarnik 1927), beliben im Zustand erhöhter Aktivität im GedächtnisAbsichtsüberlegenheitseffekt (intention superiority effect)Wiederaufnahme unerledigter HandlungenHandlung wird schließlich ausgeführt und beendet SpannungszustandOsiankina 1928: Personen nahmen unaufgefordert Handlungen wieder auf, bei denen sie unterbrochen wurdenumso eher Wiederaufnahme, je kürzer die Unterbrechung zurückliegt (Spannung sinkt offenbar mit der Zeit ab)umso eher Wiederaufnahme, je klarer das ziel der Aufgabeumso eher Wiederaufnahme, je kleiner der Abstand bis Zielerreichung war (geringe psychologsiche Entfernung)
  • Entscheidungstheorien ab 1950 statt dynamischen konzepten eher strukturelle Konzepte zur Selektion von Handlungenauf Jeremy Bentham zurückgehend 1944Ziel der Entscheidungstheorie: Entscheidungen vorhersagenin der angewandten Wahrscheinlichkeitstheorie ein Zweig zur Evaluation der Konsequenzen von Entscheidungen.werden Kriterien und Alternativen dargestellt, verglichen und bewertet, um die optimale Lösung einer Entscheidung oder Problemstellung finden zu könnenNutzenmaximierungCommon-Sense-Prämisse: Ziel mesnchlicher Handlung besteht darinFreude zu maximierenSchmerz und Leid zu vermeidenallgemein: Nutzen zu optimierenEntscheidung unter Unsicherheit = Risikowahl, da genauer Nutzen (Wert) und genaue Wahrscheinlichkeit nicht bekannt (Erwartung)
  • Prospect-Theorie Daniel Kahnemann, Amos Eversky (1979)betrachten den Aspekt des Wertes und der Wahrscheinlichkeit genauerUnterschiedliche subjektive Nutzuenfunktionen für Gewinne und Verluste in der Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion (1) Wert bei monetären Gewinnen ist der subjektive Nutzen höher als der objektivekleinere Gewinne werden stärker überschätzt , höhere Gewinne gleichen sich an objektiven Nutzen an, es folgt konkaver Verlauf der KurveVerhalten in Gewinnzone eher Risikoscheubei monetären Verlusten ist der subjektive Nutzenverlust höher als der objektivekleinere Verluste werden stärker überbewertet, höhere Verluste nicht in gleichem maße negati bewertet, es folgt konvexer Verlauf der KurveVerhalten in Verlustzone eher Riskantschlimmstenfalls Verlusteskalation (escalation of commitment)Bsp. Börse, nach ersten Verlusten noch höhere Risiken eingegangen, Hoffnung offenbar größer als Furcht, noch mehr Verluste zu erzieleninsgesamt werden auch kleine Verluste noch stärker subjektiv gewichtet als kleine Gewinne (2) Wahrscneinlichkeit Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktionstatt subjektiver Wahrscheinlichkeit wird subjektiven Entscheidugsgewicht angenommensehr unwahrscheinliche Ereignisse werden überschätztEreignisse mittlerer und hoher Wahrscheinlichkeit werden unterschätztBsp. Flugzeugabsturz 
  • SEU Subjektiv erwartetet NutzenSEU = subjective expected utilityLösung der Entscheidungstheorie = Nutzen x WahrscheinlichkeitAbgrenzung zu objektiv bekannten Wahrscheinlichkeiten (gewinnchance) und Nutzen (Einsatz) z.B. bei Glücksspielen Risiko / Chance / Wahrscheinlichkeit / Erwartung Wahrscheinlichkeit für wünschenswerte Ereignisse überschätztGewinnchance bei risikoreicher Wahl überschätzt bei positiven Erwartungen werden mittlere Risiken (p=0,5) gegenüber hohen und geringen bevorzugt, auch wenn erwarteter Nutzen gleich istbei negativen Erwartungen werden geringe Risiken bevorzugt (es wird eher ein geringes Risiko des hohen Verlustes akzeptiert als hohes Risiko für geringen Verlust)Bsp. aus 10 Karten waren 1/3/5/7/9 markiert, es sollte vorhergesagt werden, ob die gezogene Karte markiert ist; dabei sollte bei Markierung 1 Punkt erhalten, nichts passieren, 1 Punkt abgegeben werden;Ergebnisse:obwohl tatsächlich Wahrscheinlichkeit linear verläuft, war Kurve der Erwartungen S-förmig / sigmoid; Unterschiede in den Wahrscheinlichkeiten im mittleren Bereich werden größer wahrgenommen als im Extrembereichsubejktive Wahrscheilnichkeit eines positiven Ereignises höher als neutral, negativ niedriger als neutral eingeschätzt; Wünschenswerte Ereignisse also für wahrscheinlicher gehaltenkeine Aussage zu subjektivem Nutzen, d.h. Annahme, dass ungefähr dem objektiven Nutzen entspricht
  • Leistungsmotivationstheorie: Grundlagen, intrinsische/extrinsische Motivation Grundlagenauch Risiko-Wahl-Modell von John AtkinsonEntscheidungen im Leistungskontext sollen vorhergesagt und erklärt werdenwichtige Einflussgröße der Theorie = Produkt aus Erwartung und Wert/Nutzen/Valenzberücksichtit auch interindividuelle Unterschiede in der Bewertung von Erfolg und Misserfolgnicht Attraktivität des Gutes sondern Attraktivität des Erreichens berücksichtigtExtrinsische / intrinsische MotivationExtrinsisch = Handlung wegen wünschenswerter Konsequezen ausgeführt, vom Verhalten im Prinzip unabhänig, Anreize liegen außerhallb der Handlung, kann durch andere Handlung ersetzt werden, solang diese äquifinal istIntrinsisch = Handlung um der Handlun willen, Anreize liegen in der Handlung selbst, Begleiterscheinung oder Folgen der Handlung, die naütrlich mit ihr zusammenhängen, Ergebnis kann verändert werden, solang Handlung gleich bleibtÜberdeterminiertheit von Handlungen, d.h.. dienen mehreren Zwecken /Zielenpsychologische Bedürfnisse als Beweggründe von Handlungen (Murray 1938):n Ach (Achievement Leistung erbrignen, Widerstände überwinden)n Exh (Exhibition, Andere schockieren und beeindrucken)n Aba (Abasement, Gestehen und sich entschuldigen)n Auto (Autonomy, Unabhängigkeit erlangen)n Agg (Aggression andere Angreifen)n Def (Deference Gehorchen und Kooperieren)n Dom (Dominance Andere kontrollieren)n Aff (Affiliation Zeit in Gesellschaft verbringen)n Nur (Nurturance für andere Sorgen)n Play (Play Spielen und Spaß haben)n Rej (Rejection Andere Ablehnen)n Suc (Succorance Hilfe zulassen, Schutz annehmen)
  • Leistungsmotivationstheorie: Intrinsischer Anreiz von Erfolg / Misserfolg Atkinson betrachtet nur die iintrinsische Motivation von Handlungen/LeistungenLeistung = Handlungsergebnis kann mit Gütemaßstab vergleichen werden = (nicht) erfolgreichErfolg oder Misserfolg im einfachsten Fall = intrinsische Motivation / wertschätzung von ErfolgBeispiele für Leistungshandeln nach Murray (1938)schwieriges zustande bringen, Objekte beherrschen/manipulieren/organisieren, hindernisse überwnden, hohen Leistungsstandard erreichen, über sich selbst hinauswachsen, andere übertreffen, Selbstachtung steigern, schnell und selbständig handelnVerhalten deutet auf hohes Leistungsmotiv hin:intensive, lang anhaltende, wiederholte Anstrengung unternehmen, etwas Schwieriges zu erreichen; Zielstrebigkeit; hohes und fernes Ziel; alles versuchen gut zu machen; durch andere stimuliert werden, sich hervorzutun; Wettbewerb genießen; Willenskraft aufwenden; Langeweile und Müdigkeit überwindenErfolg = positiver Anreiz = Stolz (Ae), umso attraktiver, je schwerer die AufgabeMaß der Aufgabenschwierigkeit = Misserfolgswahrscheinlichkeit Wm Ae = Wm (Anreiz von Erfolg proportional zur Misserfolgswahrscheinlichkeit)Anreiz stets positiv / attraktivWert von Erfolg = We x Ae (Wahrscheinlicheit mal Anreiz) / Gewinnder gewichtete Anreiz von Erfolg ist maximal bei mittleren Erfolgswahrscheinlichkeiten, minimal bei extremen WahrscheinlichkeitenMisserfolg = negativer Anreiz = Scham (Am), umso aversiver, je leichter die AufgabeMaß der Aufgabenschwierigkeit = Erfolgswahrscheinlichkeit WeAm = -We (negativer Anreiz von Misserfolg proportional zur ErfolgswahrscheinlichkeitAnreiz stets negativ / unattraktivWert von Misserfolg = Wm x Amder gewichtete negative Anreiz von Misserfolg ist am geringsten bei mittleren Erfolgswahrscheinlichkeiten, am größten bei kleiner und großer Erfolgswahrscheinlichkeit
  • Leistungsmotivationstheorie: Leistungsmotive besonderes Augenmekr auf PersönlichkeitsmerkmaleEmpfänglichkeit für intrinsischen Anreiz von Leistung unterscheidlichMenschen unterscheiden sich darin, wie stark sie Stolz und Scham erleben könnenLeistungsorientierung: Erfolgsmotiv (Me) Neigung, Stolz (und Freude) über eine selbst erbrachte Leistung zu erlebenTendenz, Erfolg aufzusuchen: Te = We x Ae x MeMisserfolgsmotiv (Mm) Neigung, Scham über Misserfolg zu erlebenTendenz, Misserfolg zu meden: Tm = Wm x Am x Mmhohes Leistungsmotiv nicht gleich hohe Motivation, muss erst durch situationsseitige Reize angeregt werdenbeeinflusst Tendenz, Erfolg aufzusuchen und Musserfolg zu meiden:Kurve wird flacher oder steilerMotivationTr = Te + Tm + TexSumme der Tendenz, Erfolg aufzusuchen und der Tendenz, Misserfolg zu meiden (letzteres negativ), sowie extrinsische Motivationsfaktoren Auch misserfolgsorientierte werden nicht jeder Leistungssituation aus dem Weg gehen können (Tex)Konflikt zwischen Hoffnung auf Erfolg und Furcht vor Misserfolg, aufsuchende und Hemmende Tendenz
  • Leistungsmotivationstheorie: Vorhersagen / Wahl einer Aufgabenschwierigkeit Bevorzugung mittlerer Aufgabenschwierigkeiten, wenn Me > MmVermeidung mittlerer Aufgabenschwierigkeiten wenn Mm >Megetestet mit Ringwurfspiel und gewählter Entfernung zum Ziel, nachdem Studenten in Erfolgsmotivierte und Misserfolgsmotivierte eingeteilt wurdenAuswahl erfolgte nach TATErfolgsmotivierte wählten mittlere AufgabenschwierigkeitenMisserfolgsorientierte zeigen weniger eindeutige PräferenzenKritik: Misserfolgsorientierte wählten nicht überwiegend geringe oder hohe SchwierigkeitenErklärung möglicherweise in Studenten als recht ausgesuchter Stichprobe, generell eher erolgsorientiert Zeigt zusammengefasst jedoch bestätiung der Theorie
  • Leistungsmotivationstheorie: Messung des Leistungsmotivs Leistungsbedürfnis (n Ach) nicht durch psychometrisches Fragebogenverfahren, sondern projektives Verfahren:TAT (thematic apperception test), stark von psychoanalytischen Annahmen beeinflusstBilder mit mehrdeutigen Situationen werden beschrieben Annahmen (Murray 1938): Motive sind den Menschen häufig nich bewusst, können nicht erfragt werden Beschreibung mehrdeutiger Ereignisse sagt ebensoviel über die Person aus, wie über das objektive Geschehen bei vermeintlich objektiven Beshreibungen verliert Person ihre Befangenheit, gibt indirekt Neigungen, Wünsche und Befürchtungen preis Bild wird 20s präsentiert und in 4 Minuten müssen 4 Fragen beantwortet werden5 Bilder, daher Test 20 Minutengezielte Auswertung nach Hoffnungen vs. Befürchtungen, Erfolg vs. Misserfolg etc. was geschieht gerade? Was führte zur Situation? was geht in der Person vor? wie wird es weitergehen? Kritik- Werte von 2 Messungen einer Person können stark variieren (nur erste Messung bedeutsam)- misst sehr ungenau, sonst müssten Ergebnisse identisch sein- Ergebnisse korrelieren nicht gut mit anderen Kriterien wie Leistungen in Schule und Beruf; gar nicht die Leistungsmotivation gemessen? (Leistungen wie Schulnoten überdeterminiert und hängen stark von extrinsischer Motivation ab, auch z.B. von Fähigkeiten)- Ergebnisse korrelieren kaum mit Selbstauskünften (Fragebögen) (Motivation ist ja aber häufig nicht bewusst)in jüngster Zeit wieder Renaissance dieser erfahren, für unbewusste Motvie, implizite Tests z.B. IAT (implicit association test)
  • Leistungsmotivationstheorie: Persistenz = Ausdauer angesichts fortschreitenden MisserfolgsWarum gibt man auf?Misserfolg wirkt sich auf subjektive Erfolgserwartung ausTe = Ae x We x Mezunächst mittlere Erfolgserwartung als Ausgangspunkt We = 0,5Bei Misslingen wird Erwartung über Schwierigkeit revidiert, geringere We angenommen z.B. We=0,4; gewichteter Anreiz von Erfolg bei mittleren Schwierigkeiten am höchsten, nimmt also auch abirgendwann wird aufgegebenVorhersagen für Persistenz Erfolgsorientierter vs. MisserfolgsorientierterAnnahme: Aufgabe ist besonders leicht, geringer gewichteter Anreiz Ae x We, hohes Erfolgsmotiv Me vorausgesetztAufgabe nicht geschafft: steigender Anreiz da Wm steigt, daher steigt Anreiz AeWert des Erfolges nimmt zu, besonders persistentAnname: Aufgabe ist mittelschwer, hoher gewichteter Anreiz We x Ae, hohes ErfolgsmotivAufgabe nicht geschafft, kann Anreiz sich nicht erhöhen, da bereits sehr hoch, stattdessen wird gewichteter Anreiz geringer durch geringere WeAnnahme: Aufgabe mittelschwer bei geringem erfolgsmotivTe = Am x Wm x MmAufgabe nicht geschafft führt zu erhöhtem gewichteten Anreiz Am x Wm, besonders persistent
  • Leistungsmotivationstheorie: Diagnostizität Erfolgs- und Misserfolgsmotivierte utnerscheiden sich nur graduell und nicht qualitativ in Präferenzen für Aufgabenschwierigkeitmittlere Schwierigkeit allgemein präferiert, bei Erfolgsmotivierten nur deutlicher ausgeprägtAuch weil Me < Mm sehr selten vorkommtAlternative Erklärung zum affektiven gewinn = Stolzkognitiver Gewinn = Informationswert wird bei mittleren Schwierigkeiten maximiertMensch sind bestrebt, Kenntnisse über sich selbst und ihre Fähigkeiten zu erlangenAtkinson erwiedert: Stolz kann ja auch nur hervorgerufen werden, wenn Diagnostizität vorliegt, Stolz ist also elementarer als Diagnostizität (umfassender) wird nur dann angewandt wenn die Aufgabe als diagnostisch für die Fähigkeit angesehen wird, sonst zufallsabhängig mit bevorzugung leichter Aufgaben Shannon'scher Informationsgehalt mittlerer Schwierigkeit (p=0,5)log2 1/p = log2 2 = 1 bitDurchschnittlicher Informationsgehalt des Ergenisses einer Aufgabe aus Summe der wahrscheinlichkeitsgewichteten Einzelinformationendurchschnittlicher Information einer leichten aufgabe gering, schweren Aufgabe gering, mittelschwere Aufgabe hoch + Einfach mathematisch zutreffen+ Informationstheorie: druchschnittliche Information in bits ist maximal, wenn komplementäre Ereignisse gleich wahrscheinlich sind (Erfolg/ Misserfolg je 0,5), sinkt bei extremen wahrscheinlichkeiten+ mittlere Aufgabenschwierigkeit diagnostischer (hat mehr Info) für eigene Fähigkeit, als leichte oder schwere AufgabeFazit: Einschätzung, ob fähigkeitsabhängig oder zufällig hat wichtige Konsequenzen auf die Entscheidung
  • Leistungsmotivationstheorie: Anspruchsniveau leistungsorientiertes Verhalten im engeren Sinne setzt voraus, dass das Ergebnis mit eine Gütemaßstab verglichen werden kannso Einschätzun von Erfolg bzw. Misserfolg möglichWoher kommt dieser Gütemaßstab?häufig aus der Situation herausFerdinand Hoppe (1931): Veränderung des Anspruchsniveaus über die ZeitRingwurfspielbei ersten Durchgang Eindruck einer schweren Aufgabedaher Vornahme: so viele Ringe wie möglich ins Ziel bringenLeistung hat dann nicht Charakter von Erfolg bzw. MisserfolgMit besserem Eindruck von der Schwierigkeit der Aufgabe: konkretes Zielübertroffen: Erfolg, nicht: MisserfolgZyklus der Anspruchsniveausetzung AnspruchsniveausetzungWahl der Aufgabenschwierigkeit nicht nur nach Erwartung und Anreiz, sondern in Abhängigkeit von eigener früherer Leistung in ähnlichen AufgabenAus Erfahrung wird Anpruchsniveau gestztabhängig von Anspruchsniveau des letzten Versuchs undabhängig von Ergebnis des letzten Versuchserreicht oder übertroffen: heraufgesetztnicht erreicht: beibehalten oder herabgesetztzwischen letzter Leistung und neuem Anspruchsniveau liegt ZieldiskrepanzLeistungsversuch und Einschätzung des ErgebnissesLeistungsversuch erfolgtErreicht oder übertroffen = ErfolgNicht erreicht = Misserfolgzwischen letztem Anspruchsniveau und nächster Leistung liegt Zielerreichungsdiskrepanzneue AnspruchsniveausetzungEntsprechend erreichter Leistung erneute Anpassung des Anspruchsniveaus+ hoher Erklärungswert für die Änderung des Anspruchsniveaus+ hoher Erklärungswert für subjektiv unterschiedliches Erleben von Erfolg und Misserfolg bei gleichen Ergebnissen bei verschiedenen Personen oder zwischen verschiedenen Zeitpunkten Anspruchsniveau = Anspruch an die eigene zukünftige Leistung, der bei bekannter Aufgabe explizit zu erreichen versucht wird
  • Attributionale Motivationstheorie (Kognitiv) Kausale Attributation = UrsachenzuschreibungHergangbei Atkinson bisher nur rein numerische Verrechnung der variablen statt Informationsverarbeitung (Kognition), motiv und Anreiz keine kognitiven KomponentenKognitive Wende Ende 1960er: Erwartung und Wert nicht unabhängig, sondern von Kognitionen abhängig (Gedanken, Einschätzungen)bereits bei Diagnostizität: Wert abhängig von Aussage zu Zufall oder Fähigkeit (intrinsischer Wert der Aufgabenschwierigkeit)Einschätzung des Könnens hängt von Geschichte der Erfolge und Misserfolge ab (Anspruchsniveau)UrsprungHaider: Ursachen = Anstrengung, Intention, Fähigkiet, schweirigkeit, ZufallWirken sich auf Erwartung und Wert (Atkinson) ausMenschenbildhedonistische Doktrinlust maximieren, Unlust minimierennicht bestritten, aber weitere Motivation/Zweck  tritt in den Vordergrund: Kenntnis über sich und die Welt zu werwerben, zu nutze machen, auf die Umwelt handelnd einwirken / sie kontrollierendafür Wissen über kausale Beziehungen zwischen Handlung und ERgebnis nötig Kausale Attributionen (Ursachenzuschreibungen)bei wichtigen Ergebnissen wird kausale Attribution vorgenommen, d.h. auf Ursache zurückgeführtsolang Ergebnisse erwartet, automatisch, ohne nachdenken zu müssen,  bestehendes kausales WissenHeider: Ursachen sind Intention, Anstrengung, Fähigkeit, Schwierigkeit und Zufall, wobei Fähigkeit und Anstrengung (Ursachen prototypischer Leistungssituationen) multiplikativ verknüpft (bei geringer Fähigkeit ist hohe Anstrengung nötig et vice versa; Kelley: übliche Ergebnisse bei leichter Aufgabe: Ursache kann Fähigkeit oder Anstrengung sein, schwere Aufgabe: beides notwendig Nicht-automatische Kausalattributionenneue Situation oder unerwartetes Ergebnis:aktive Suche nach möglichen Ursachen, z.B. durch VergleichDifferenzmethode: Ursache wird zugeschrieben, die bei Ergebnis vorhanden ist, v.v. (John Stuart Mill)neben Ursachen prototypischer Leistungssituationen (Anstrengung und Fähigkeit) eine Vielzahl von Ursachen denkbarEinordenbar auf bestimmten KausaldimensionenArt der Kausaldimension wirkt sich unmittelbar auf die Motivation aus3 Dimensionen:PersonenabhängigkeitUrsache in Person (internal) oder in Umwelt (external)Fähigkeit, Anstrengung vs. Schwierigkeit, ZufallWirkt sich auf Anreiz bzw. subjektiven Wert von Erfolg / Misserfolg ausStolz / Selbstwert vs. Beschämung / Reduzierung Selbstwert nur bei internalen Ursachenexternal keine emotionale Auswirkung - aber doch Ärger?Stabilitätstabile Ursachen ändern sich über Zeit kaum / wenig / nicht, z.B. Fähigkeit, Schwierigkeitweniger stabile Ursachen recht variabel, z.B. Anstrengung, Zufallwirkt sich auf Erwartungen, insbes. Erwartungsänderungen ausStabile faktoren = Erwartungen werden beibehalten oder Erhöht, variabel eher gesenktKontrollierbarkeitEinfluss einer handelnden Person auf die wahrgenommene Ursachez.B. kontrollierbarkeit von Anstrengung, nicht aber Begabung, Zufall, Schwierigkeitin Motivationstheorie untergeordnete Rolle, eher z.B. bei Analyse von prosozialem (Hilfeleistung) vs. antisozialem (Aggression) VerhaltenSpende z.B. eher für Personen in Notlage, wenn diese nicht selbst herbeigeführt (außerhalb deren Kontrollierbarkeit) SubjektivitätEinschätzung z.B. von Intelligenz subjektiv (Stabil?), Glück oder pech teilw. gegelaubt zu beeinflussen, Person qualifiziert angenommene Ursachen immer selbstsubjektive Einschätzungen, die sich auf Erwartung und Wert von Handlungen auswirken motivierender vs. demotivierender Attributionsstilbesonders motivierend ist es, erfolge auf internale und stabile Ursachen zurückzuführen, viel Stolz, hält Erwartung künftiger Erfolge hochMisserfolge sollten auf externale und variable Ursachen zurückgeführt werden (keine Beschämung, stützt künftige Erwartung von Erfolgeher Leistungsmotivation 1.1 statt 2.0kognitive Prozesse als qualitative Neuerung, Präzisierungdienen der Spezifizierun der Entstehung von Stolz und Scham (pos./neg. Emotionen) (Personenabhängigkeit)dienen der Spezifizierung der Veränderungen von Erwartungen (Stabilität)dienen der Spezifizierung der Stärke des Leistungsmotivs (Attributionsstil, Personenabhängigkeit und Stabilität)
  • Volitionspsychologische Theorien bislang nur Zielsetzung und Erwartung zur Zielerreichung untersuchttatsächliches Erreichen unberücksichtigtobwohl bereits Kurt Lewin auf Bedeutung Zielsetzung und Zielrealisierung hingewiesen hatteoft Dinge vor uns her geschobenMotiationales Prozesse der Zielsetzung  (Goal settng), Zielselektion (Wünschbarkeit und Realisierungswahrscheinlichkeit) - s. Erwartungs-Wert-Theorien vs.Volitionale Prozesse der Zielrealisierung (Goal striving), Zielstreben (Entschlossenheit, die zum Handeln drängt)
  • Volitionspsychologische Theorien: Rubikon-Modell der Handlungsphasen Unterscheidung motivationaler und volitionaler Prozesse bei der Ziel (um) setzungHandlungsverlauf bei Zielsetzun und -realsierungBewusstseinslage = kognitive Einstellung und Art der InformationsverarbeitungBetrachtug jeweils nachInhalt (was passiert)motivational vs. volitionalBewusstseinslage (unspezifisch, bezieht sich auf gesamte Informationsverarbeitung)HandlungsphaseInformationsverarbeitung (parteiisch, Umfang, realistisch, objektiv/subjektivAufmerksamkeit (selektiv?)Ausgangspunkt und EndePrädezisionale Handlungsphase (abwägen)prädezisionalSelektion eines Handlungsziels aufgrund Erreichbarkeit und Wünschbarkeit (Wert/Erwartung)motivational realitätsorientierte Bewusstseinslage Informationsverarbeitung: unparteiische, mgl.neutrale Sicht, pos. & neg. AspekteAnzahl und Art der Alternativen starkt von persönlichen und situativen Merkmalen abhängigBsp. Leistungsorientierter Mensch, kompetitives Umfeld: leistunsbezogene ZieleUnsicherheit der Informationen -> Gefahr des Dauerhaften verharrens in dieser PhaseFazit-Tendenz drängt schließlich zum Abschluss des Abwägens / zur EntscheidungEndet mit verbindlicher Zielsetzung, Übergang von Wunsch zu Ziel  (=Rubikon)gefühl der Selbstverpflichtung zur Zielerreichung entsteht, kein zurück mehr (in Phase des Abwägens) Volitionale Phase des PlanenspräaktionalStart sobald Ziel gewähltStrategien zur Umsetzung definiert, Handlungsschritte gewähltvolitionalRealisierungsorientierte Bewusstseinslage d.h. selektive Aufmerksamkeit auf Gelegenheiten der HandlungsausführungInformationsverarbeitung subjektiv, parteiisch (zu Gunsten des angestrebten Ziels), selektivBeendet, wenn schritte zur Durchführung klar sindVolitionale Phase des Handelnsbeginn: Handlungsschritte / pläne gefasstPläne in die Tat umsetzenSchwierigkeiten mobilisieren volitionale Kontrollstrategien, sollen der Zielerreichung dienlich sein, z.B: Anstrengung steigern, Umweltreize abstellenaktionalvolitionalrealisierungsorientierte Bewusstseinslage, selektive Aufmerksamkeit auf Möglichkeiten der Handlungsausführungselektive, parteiische Informationsverarbeitung zugunsten des angestrebten ZielsEnde: Zielerreichungmotivationale Phase des BewertensBeginn mit vorliegendem ErgebnisVergleich Ziel und Ergebnis; Entspricht es den Erwartungen? negativ: Ziel aufrecht erhalten? kann es erreicht werden? welche mittel? Deaktivierung? (mgl. realistisch)Berücksichtigung aller verfügbaren positiven / negativen Konsequenzen der Handlungmotvationalrealitätsorientierte Bewusstseinslage Experimentelle Induktion von Bewussteinslagen:VP wird Entscheidungsproblem vorgegebensoll verbindliche Absicht ausbilden, wird teilweise dabei unterbrochenje nachdem müsste realisierungsorientierte vs. realitätsorientierte Bewusstseinslage vorliegenzusätzliche Aufgabe zur Überprüfung der Infromationsverarbeitung in abhängigkeit der BLtatsächlich bei Unterbrechung mehr für die Realisierung des Ziel irrelevante Information verarbeitet, bei Planung nur relevante (selektiver Aufmerksamkeitsfokus)praktische Relevanzallgemeine Annahme. Wahlfreiheit = Zufiredenheit, dann aber realitätsorientiert, Zielerreichung hinnderlichBsp. zielstrebiger Studienverlauf erschwert, wenn Abschluss noch offenes fehlt an Selbstverpflichtung auf gefasstes Zielnegativ für Zielerreichungplanende Phase: optimistischere Betrachtung , Ehe daher besser weil nicht mehr mit anderen mgl. Partnern verglichen, sondern planend, optimistisch Volitionale Kontrollstrategienwerden in Kraft gesetzt,, wenn in der volitionalen Handlungsphase Schwierigkeiten auftreten / Zielerreichung gefährdet istUmweltkontrollez.B. Versuchungen und Ablenkungen abschalten, optimale Umgebung schaffen, Bedingungen so arrangieren, dass Realisierung gefördert wirdAufmerksamkeitskontrolleAufmerksamkeit auf Zielrelevante Information, wenn Umweltreize nicht kontrolliert werden können; Aufmerksamkeit fokussierenEnkodierkontrolleReizmerkmale, die für Absicht relevant sind, werden bevorzugt und tiefer encodiert, nur Textstellen lesen, die thematischen Bezug habenEmotions- und Motivationskontrollenur förderliche Emotionen generieren, auf positive Anreize fokussieren, vorstellung über positiv erlebte Emotionen (Stolz)Sparsame Informationsverarbeitungzielrelevante Informationen verarbeiten, Vorhaben an sich nicht mehr in Frage stellenMisserfolgsbewältigungAblösung unterreichter / unerreichbarer Ziele Kritik+ erstmals Zielsetzung und -realisierung und damit einhergehende motivationale und volitionale Prozesse theoretisch und empirisch in 1 Modell abgegrenzt- Rubikon führt zu abgeschirmter Realisierungsorientierung, Bewusstseinslage selektiv, ignorieren wichtiger Informationen? Situation denkbar, in der Zieländerung sinnvoll?+ durch Rubikon weniger ablenkbar, was zielerreichung gefährden würde Flexibilitäts-Stabilitäts-Dilemma
  • Zielintention vs. Durchführungsintention (Vorsatz) Zielintention = allgemein formulierte Absicht, beinhaltet nur den gewünschten Endzustand (goal intentions)Durchführungsintention = Wenn-Dann-Regel, spezifiziert Zeit, Ort und Mittel der Zielerreichung im Wenn-Teil, konkrete Handlung im Dann-TeilExperimentBei Durchführungsintention Aufgaben doppelt so häufig erledigt als ohne VorsatzGollwitzer & Brandstätzer Effektstärke von .65, mittel bis hoch,dabei hat allein zielintention ja schon positiven Effekt, Vorsatz gegenüber Zielintention trotzdem doppelt so hoch (Kontrollgruppe sollte Ziel definieren, Versuchsgruppe dies spezifizieren)Anwendungsbereiche schier grenzenlos:gesundheitlicher Bereich (Sport, ..), sozial-gesellschaftlicher Bereich (HIlfsbereitschaft, Müll trennen; ....), berufsbezogen, ... Wirkungwirkt nur, wenn Motivaton gegebenbei günstiger Gelegenheit kann Vorsatz das mit diesem Vorsatz assoziierte Verhalten aktivierenBei schwacher Ausgangsmotivation kann Wenn-Dann-Regel zur Erhöhung der Wirksamkeit um eine Warum-Komponente erweitert werdenErhöhte Aktivierung der spezifizierten Situation und assozitierter Vornahme = Wirkungkönnen sogar paradoxe Effekte durch das Wissen über die Wirkung von Implementierungsstrategien nach sich ziehen ? (negativer Effekt) - sicher wenn Motivation nicht wirklich hoch(modellierung der Intention durch das Wissen um ihren Wirkungsmechanismus