BWL (Fach) / Einführung Handelsmarketing KE2 (Lektion)
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Marktforschung und sektorales Marketing
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- Was versteht man unter dem Begriff Handelsbetriebslehre? Bis zum 20. Jahrhundert Synonum zur Betriebswirtschaftslehre Seit dem eine Zweiglehre der allgemeinen BWL Beschäftigung mit den betriebswitschaftlichen Spezialproblemen des Handels Seit Gründung des Kölner Handelsinstituts (heute: Institut für Handelsforschung) wird empirische Handelsforschung betrieben
- In welche 2 Bereiche kann die Handelsbetriebslehre grundlegend untergliedert werden? deskriptive Handelsbetriebslehre normativen bzw. entscheidungsorientieren Handelsbetriebslehre zu 1.: Aussagen über den Handel werden gesammelt, die auf empirische Beobachtungen beruhen. zu 2.: Generierung von Handelsempfehlungen
- Nenne die zentralen Untersuchungsansätze um Aussagen über den Handel zu gewinnen! funktionierender Ansatz warenorientierer Ansaz institurionsorientierter Ansatz zu 1.: Das Handelsunternehmen ist hier Aufgabenträger der Handelsfunktion und leistet Beiträge zur ökonomischen Ausübung dieser Funktionen. zu 2.: Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Eigenschaften unterschiedlicher Warentypen. zu 3.: Aufdeckung von Gesetzmäigkeiten über die Entwicklung bzw. Verbreitung von Betriebsformen und Beitrag zur Ökonomisierung von Handelsbetrieben.
- Nenne die wichtigsten Handelsfunktionen! Sortimentsfunkition = Konsumorientierte Kombi von Produkten verschiedener Hersteller. Transportfunktion = Angebot dieser Produkte an geeigneten Orten... Zeitüberbrückungsfunktion = und über Lagerhaltung zu geeigneten Zeitpunkten... Quantitätsfunktion = in geeigneten Mengen Vollendungsfunktion = Werbung, Beratung und Wartung
- Was versteht man unter Handel im funktionalen Sinne? Die wirtschaftliche Tätigkeit der Beschaffung und Absatzes von Gütern. Dabei wird zwischen nach Art der Abnehmer (Endabnehmer oder Weiterveräußerer) zwischen Groß- und Einzelhandel unterschieden.
- Was versteht man unter Groß- und Einzelhandel im funktionalen Sinne? Großhandel = Beschaffung und Weiterveräußerung von Waren an Wiederverkäufer (Einzelhandel) Einzelhandel = Beschaffung und Weiterveräußerung von Waren an private Haushalte
- Was versteht man unter Handel im institutionellen Sinne? wirtschaftliche Tätigkeiten die zum Handel im funktionalen Sinne gehören Tätigkeit liegt in der Beschaffung und Absatz von Gütern Sortiment besteht aus Zusammenstellung bedarfsverwandter Waren unterschiedlicher Hersteller Darüber hinaus gehören weitere Dienstleistungen zum Leistungsspektrum
- Was versteht man unter Großhandel im institutionellen Sinne? Beschaffung von Waren und Weiterveräußerung an Wiederverkäufer (Einzelhandel), Weiterverarbeiter oder gewerbliche Verbraucher (Behörden) und somit an private HH
- Nenne und Beschreibe die Handelsbetriebe auf der Großhandelsstufe! Fachgroßhandel = breites und tiefes Warenangebot für spezifische Branche Lagergroßhandel = Lagerhaltung, Sormtimentierung und Logistik (für kleine Einzelhändler in der Region) Zustellgroßhandel = Warenanlieferung
- Was versteht man unter Einzelhandel im institutionellen Sinne? Beschaffung von Waren und Weiterveräußerung an private Haushalte. Dabei spielt es keine Rolle, ob auf eigenen Namen für eigene Rechnung oder fremnde Rechnung (Kommissionshandel)
- In welche 3 Gruppen können mit Blick auf die Kontaktanbahnung zwischen Konsument und Einzelhandelsbetrieb unterschieden werden? stationärere Einzelhandel = Ladenlokal mit festemen Standort = Spezialhandel und Universalhandel z.B. Discounter, Verbrauchermärkte und Warenhäuser = Holkauf ambulanter Einzelhandel = beweglicher Standort z.B. Verkaufswagen, Heimdienste, Wochenmarkt = i.d.R. Produkte des täglichen Bedarfs und Frischwaren Versandhandel = Diestanzprinzig = Angbot schriftlich über Kataloge, Online-Handel, über Vertreterstab z.B. Sammelbestellung, Verkaufsausstellungen. Unterschiedung zwischen Spezial - und Universalhandel .
- Was versteht man unter dem Begriff Handelsmarketing? Marketing von Handelsunternehmen I.d.Praxis auch oft Marketing von Herstellern im Bezug auf den Handel Eigentlich aber nur Marketing von Handelsunternehmen gegenüber den Absatz- und Beschaffungsmärkten dieser Institutionen Marketing von Herstellern im Bezug auf den Handel = Trademarketing Einordnung (s. Abbildung S. 12)
- Welche Maßnahmen umfasst das Handelsmarketing? An den Marketingzielen orientierten Maßnahmen eines Handelsunternehmen mit gezielter Beeinflussung der Kaufentscheidung potenzieller Abnehmer und Verkaufsentscheidungen potentieller Lieferanten. Spezialformen = Groß- und Einzelhandelsmarketing
- Was steht im Mittelpunkt des Handelsmarketings? Handelsleistung = Kombi aus fremd erstellten Sachleistungen (Ware) und eigene Dienstleistung (Beratung und Service) --> Handelsmarkting orientiert sich mehr Sortimenten und Betriebsformen statt an Produkten
- Was gehört zu den absatzseitigen Marketinginstrumenten des Handels? Sortimentspolitik Produktpolitk (insb. Handelsmarkenpolitik) Preispolitik Absatzfinanzierung Servicepolitik Verkaufsorganisation Kommunikationspolitik
- Was gehört zu den beschaffungsseitigen Marketinginstrumenten des Handels? beschaffungsseitige Sortiments- und Produktpolitik Bestellpolitik beschaffungsseitige Preispolitik Beschaffungsfinanzierung Lieferantenservice Beschaffungskommunikation
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- Was versteht man unter dem Begriff Marketingführerschaft? Die Fähigkeit eines Marktpartners seine Marketingsstrategien im Absatz- oder Beschaffungsmarkt durchzusetzen.
- Was versteht man unter dem Begriff partielle Marketingführerschaft? Eine spezielle Form der Marketingführerschaft durch häufig mehrstufigen Distributionssystemen. Hier liegt die Marketingführerschaft nur auf der ersten Stufe des Absatzkanalsystems oder auf einer bestimmten Betriebsform. --> Spannung oft bei Hersteller-Handels-Beziehung durch beidseitigem Streben der Marketingfüherschaft
- Was versteht man unter einer Gatekeeper-Funktion? Besitzt oft der Handel, weil durch Konzentrationsprozesse im Handel die Markteingfüherschaft der Industrie nur für einen kurzen Zeitraum ist und sich das Machtgefüge zugunsten des Handels entwickelt. --> Der Handel entscheidet im Falle des indirekten Absatzes welche Produkte den Endabnehmer erreichen
- Welche Rolle spielt der Handel innerhalb der Sortimentsdimensionen (breite und tiefe)? Klassische Rolle = Funktion des Absatzmittlers (Markenartikel der Industrie an Konsumten absatzen) Veränderung in letzten Jahrzehnten = Preis- und Verdränungssituation auf Handelsstufe (durch u.a. Fusionen große Handelsunternehmen mit hohen Marktanteilen und haben dadaurch Machtzuwachs ggü. der Industrie)
- Was resultiert aus den steigenden Unternehmensgrößen und Verhandlungsmacht der Handelsunternehmen? Etablierung eigener Handelsmarkenkonzepte --> weg von "passiven Erfüllungsgehilfen" hin zu Emanzipation durch eigene Sortimente
- Welches Ziel wird mit dem Angebot von Handelsmarken angestrebt? Differenzierung ggü. anderer Handelsunternehmen Konkurrenz zu Markenartikel Erzeugnung von preislicher Intransparenz (ggü. anderer Handelsmarken) Ladentreue Hohe Werbewirkung Gegenmachtpostionen zu Herstellermarken
- Was versteht man unter Intrabrand-Wettbewerb? markeninterner Wettbewerb --> wird bei Handelsmarken ausgeschalten (Abschottung des Wettbewerbs) --> zwischen Hersteller und Handelsmarken im eigenen Vertriebsnetz durch Auslistung steuerbar bzw. ausschaltbar
- Erkläre den Begriff Double-Agent-Approach! Handel heute selbst Auftraggeber von Dienstleistungen (Handelsmarken) und gleichzeitig Distribution dieser Artikel. --> Handel sowohl Distributeur und Wettbewerber
- Wie kommt es zu ungleichen Wettbewerbschancen zwischen Industrie und Handel? Der Wettbewerb zwischen Hersteller- und Handelsmarken wird oft zum Nachteil der industriellen Unternehmen über den Preis ausgetragen. Europas Verbot der vertikalen Preisbindung verbietet Marktenartikelindustrien Einfluss auf die Endverbraucherpreise zu nehmen. Der Handel hat jedoch die Möglichkeit sowohl die Endverbraucherpreise der Markenartikel als auch die eigenen Handelsmarken zu justieren --> preispolitische Hoheit.
- Welche unterschiedlichen Kostenstrukturen resultieren aus den Preisunterschieden zwischen Hersteller- und Handelsmarken? Herstellermarken: Herstellkosten + sonstige Kosten + Marketingkosten + Kostenaufschlag für Einzelhändler = Einkaufspreis (durch Zuschlagskalkulation) = Endverbraucherpreis Handelsmarken: Herstellkosten + sonstige Kosten --> geringerer Deckungsbeitrag --> geringerer Einkaufspreis + geringere Marketingkosten s. S. 20
- Wie kommt es vermehrt zur Durchdringung der Sortimente von Handelsmarken? Durch zahlreiche Maßnahmen des Handels ändert/verstärkt sich die Wahrnehmung bzw. die Reaktion des Konsumenten Maßnahmen des Handels: Justierung Preisabstand Herstellermarken und Handelsmarken Hervorhebung der Preisunterschiede durch Werbung Hervorhebung vergleichbarer Qualitäten Imitation = Ähnlichkeiten von Handel- und Herstellermarken Warhnehmung und Reaktion der Konsumten: Wahrnehmung Preisvorteile Handel ggü. Markenhersteller Wahrnehmung eines adäquaten Preis-Leistungs-Verhältnis Wahrnehmung vergleichbarer Qualitäten Vermutung identische Produzenten
- Woraus resultiert die Gefahr der Verdrängung weiterer Herstellermarken? Die Umsatzanteile von Handelsmarken in verschiedenen Handelssystemen steigt immer weiter an. Und das nicht nur in Deutschland sondern auch europaweit. Spitzenreiter ist die Schweiz mit einem Umsatzanteil von 44,5%. Deutschland 34,5%. Schlusslicht Italien mit 17,6%. (Stand 2014) Die Verdrängung weiterer Herstellermarken wird durch das hohe Preisbewusstsein der Konsumenten immer weiter angefeuert.
- Was versteht man unter dem Begriff Händlermarke? Wenn eine Verkaufsstelle bzw. Gruppe von Verkaufsstellen eines Handelsunternehmen eine einheitliches Markenzeichen haben. Die Händlermarke kann auch die Marktfüherschaft im Absatzkanal übernehmen und Herstellermarken in den Hintergrund rücken z.B. H&M oder Ikea (fast keine Markenartikel und Handelsmarke) --> Kombi aus Handelsmarke mit Händlermarke = Retail Brand
- Welche Vorteile bringt eine Verknüpfung zwischen Handel- und Händlermarke? gegenseitiges Imagetransfer einheitliches Erscheinungsbild (Hervorherbung des Sortiments) höherer Bekanntheit besserere Durchsetzbarkeit
- Wie fassen Handelsunternehmen ihre Geschäftsstätten i.d.R. zusammen? Vertriebslinen = Homogenität der zugehörigen Geschäftstätten Oft unterschiedliches Marketing für ihre Vertriebslinen durch unterschiedliche Händlermarke z.B. REWE-Group nicht nur "REWE" sondern auch "Penny" oder ITS (im Bereich Touristik)
- Was ist die Voraussetzung einer Formierung von Vertriebslinien? Die Abgrenzung unternehmensindividueller Betriebstypen, dabei Unterscheidung des Ausmaß des Angebotes an Handelsmarken und Konzeption der Händlermarke. Oft werden Handelsmarken in verschiedenen Sortimentsbereichen etabliert und gleichzeitig die Händlermarke gestärkt.
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- Nenne den Dreh- und Angelpunkt der Systematisierung von Angebotsformen des Handels. Real existierende Handelsbetriebe.
- Was versteht man unter einem Betreibungskonzept? Die Kombi von Handlungsparametern eines real existierenden Handelsbetriebes (Laden, Outlet, Geschäft) --> Ergebnis einer unternehmerischen Konzeption bzw. Vorstellung über erwünschte Kombi der Handlungsparameter.
- Warum ist ein Betreibungskonzept immer einmalig? Weil unternehmensindividuelle Entscheidungen, die unter verschiedenen Konstellationen getroffen werden, zu mehr oder weniger unterschiedlichen Ergebnissen führen. Selbst standardisierte Filialen wie Aldi haben nicht das gleiche Konzept.
- Durch welche Merkmale wird in der Literatur häufig Betriebsform und Betriebstyp gebildet. Betriebsform durch Klassifikation der einzelnen Betriebe Betriebstyp durch Typisierung der einzelnen Betriebe
- Nenne und beschreibe die methodischen Grundzüge der Klassifikation von Handelsbetrieben! einstufige Klassifikation = es liegt nur ein Merkmal zur Klassifikation vor. z.B. Merkmal Marktstufe --> Grobe Unterscheidung zwischen Groß und Einzelhandel. Die Ausprägungen sind starr, d.h. entweder sie treffen auf das Untersuchungsobjekt zu oder nicht. Entweder Großhandel oder nicht. Entweder großflächig oder nicht. mehrstufige Klassifikation = Eine Untersuchungsgesamtheit wird schrittweise aufgespalten (Disaggregation). Die gebildeten Begriffe stehen in einer Begriffspyramide (Subordinationsverhältnis). Oben der umfassenste, aber merkmalsärmste, unten der engste, aber merkmalsreichste Begriff. Durch Starrheit der Merkmalsausprägungen und der daraus restultierenden Begriffspyramide entsteht die Klassifikation. Bsp. Unterscheidung Einzelhandel durch das Merkmal "Bedienung" in SB- Geschäfte und Bedienungsgeschäfte.
- Erkläre den Begriff Betriebsform! Über Marktstufe hinausgehende Systematisierung von Handelsbetrieben. Nach Nieschlag; Varianten des Groß- und Einzelhandels.
- Welche Probleme existieren durch die Klassifikation? Einzelne Betriebe gehören mehreren Begriffsklassen gleichzeitig an z.B. Handelsbetrieb sowohl auf Groß- und Einzelhandelsstufe tätig Leerfelder = es entstehen durch Klassifikation Begriffsklassen, die nicht durch existierende Betriebe besetzt werden können Verwendete Reihenfolge bestimmt Entstehung der Klassen --> allgemeine Merkmalshierchie allgemein nicht möglich Operationalisierungsprobleme = Merkmalsausprägungen müssen eindeutig operationalisiert werden können um notwendige Trennschärfe zu erlangen
- Nenne und beschreibe die Besonderheiten bei der Typisierung von Handelsbetrieben! Typisierung = Bildung von Typologien. Merkmalsausprägungen werden nur zuerkannt --> Leerfelder werden vermieden kein überladenes Begriffsgebäude Untersuchungsobjekte durch Abstufung einzelner Merkmalsausprägungen gekennzeichnet Voraussetzung: Merkmalsausprägung in unterschiedlicher Abstufung vorhanden --> Bildung von einer Reihenordnung Gleichrangigkeit der Merkmale (kein Subordinationsverhältnis) große Anzahl an Merkmalen und Merkmalsausprägungen führen zu beschreibenden Charakter
- Nenne Gründe für die Abgrenzung der Begriffe Betriebsform und Betriebstyp! Merkmalsauswahlproblem = durch unterschiedliches Untersuchungsanliegen existiert kein einheitliches Katalog von Merkmalen die verwendet werden können. Merkmalsdefinitionsproblem = Merkmale können unterschiedlich defintiert werden z.B. Bedienung- Klassfikation: Selbst- und Fremdbedienung- Typisierung: ausschließlich Selbstbedienung, überwiegend Selbstbedienung, überwiegend Fremdbedienung, ausschließlich Fremdbedienung) Merkmalsreihen- und Merkmalskombinationsproblem Methodenauswahlproblem = Merkmal kann durch beides gekennzeichnet werden Methodendefintionsproblem Methodenreihenfolge- und Methodenkombinationsproblem
- Wann bietet sich eine Klassifikation und wann eine Typisierung von Handelsbetrieben an? Klassifikation bei grobe Systematiken der Handelslandschaft = wenn allgemeine Merkmale vorliegen (z.B. Marktstufe)--> Anwendung bei unterübergreifenden Systematiken, die oft recht grob und anschaulich sind Typisierung bei einer Vielzahl von Merkmalen und Merkmalsausprägungen.--> Anwendung bei (differnzierter) Kennzeichnung unternehmensindividueller Betreibsungskonezpte ⇒ Klassifikation als Vorstufe einer weiterführenden Typisierung
- Beschreibe die unterschiedlichen Perspektiven der Betriebsformen und Betriebstypen. Keine eindeutige Abgrenzung beider Begriffe. Ursache für Zuordnung der Klassifikation zur Betriebsform und Typologie zu Betriebstyp liegt in unterschiedlichen Betrachtungsperspektiven. Klassifikation = unternehmensübergreifende Perspektive (Makroebene) ⇒ Betriebsformen = unternehmensübergreifende Systematiken von Handelsbetrieben. Erstellung durch Klassfikation als auch Typisierung. Wenn durch Typisierung, dann unternehmensübergreifende Typen. Typologie = unternehmensindividuelle Perspektive (Mikroebene) ⇒Betriebstypen = unternehmensindividuelle Systematiken. Entstehung durch Typisierung von Betreibsungskonzepten eines Unternehmens. wettbewerbsorientierte Perspektive = Klassen und Typen für den Verbraucher im Wettbwerb relevante Einheiten.
- Nenne die wichtigsten Betriebsformen des deutschen Konsumgüterhandels (in Form einer Typisierung) Lebensmittel-Einzelhandel- SB-Geschäft = meist in dezentraler Lage mit Verkaufsfläche von 5000qm mit warenhausähnlichem Sortiment- Supermarkt = SB- Lebensmittelgeschäft mit Verkaufsfläche von 400 bis 800qm.- Discountgeschäft = Lebensmittelgeschäft nach Discoutprinzip, d.h. begrenztes Sortiment, einfach Ladenausstattung und niedrige Preise Nonfood-Einzelhandel- Nonfood-Kaufhäuser: spezifisches Nonfood-Sortiment (z.B. Kinderbekleidung)- Textil-Kaufhaus: Sortimentsschwerpunkt Textilien und Sportartikel- Nonfood-Discountgeschäft: schwerpunkt bzw. ausschließlich Nonfood-Artikel Großhandelsbereich- C&C-Betrieb = Cash & Carry ist ein Großhandelsbetrieb für Wiederverkäufer und gewerbliche Verbraucher Waren gegen Barzahlung (Cash) und Selbstabholung (Carry) anbietet- Zustellgroßhandel = Belieferung von Geschäften selbständiger Einzelhändler durch Großhandlung-Großverbraucher-Zustelldienst = Belieferung von Großverbrauchern (z.B. Gastronomie) mit einem Spezialsortiment
- Zeige eine mögliche Systematisierung der Betriebsformen des deutschen Konsumgüterhandels nach MÜLLER-HAGENDORN, TOPOROWSKI und ZIELKE! Einzelhandel mit starker Betonung der Einkaufsbequemlichkeit oder des Einkaufsvergügens- Einkaufzentrum: Agglomeration von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben. Standortwahl neben Stadtlage sog. "grüne Wiese" nach günstiger Verkehrsanbindung. Oft gute Parkmöglichkeiten. Führungsaufgaben wie z.B. Auswahl Einzelhandelsbetriebe, Gestaltung etc. obliegen einem zentralgen Management. - Mall = großflächiges Einkaufszentrum, mit Kombi aus Verkauf von Waren und Freizeitmöglichkeiten. Läden einer Mall i.d.R. einer straßenförmiger Fußgängerzone zugeordnet. Meist ein Food-Court. - Convenience-Store = Kleinflächlig, meist bis zu 350qm. Selbstbedienungsprinzip mit "bequemlichkeitsorientiertes" Sortiment. Schwerpunkt Lebensmittelbereich mit Serviceleistungen. Einzelhandel mit starker Ausrichtung auf ein bestimmtes Sortiment. - Fachgeschäft = Betriebsform des Einzelhandels. Breites, branchenspezifisches Angebot. Mittelere bis hohe Qualität der Produkte. Fremdbedienung und After-Sales-Service. Konkurrenz von SB-Warenhäuser oder Fachmärkte. - Spezialhandel = Betriebsformen des Groß- und Einzelhandels. Spezialisierung des Sortiments. z.B. Fischgeschäfte, Weingeschäfte etc. - Bio-Laden = Betriebsform des stationären Einzelhandels. Kleine Verkaufsfläche. Besondere Umweltsprodukte und Naturbezogen. Waren aus dem Bereich Textilien, Nahrungsmittel und Kosmetika. Einzelhandel mit starker Betonung der Preispolitik- Fachdiscounter = Betriebsform des Einzelhandels. Branchenspezifisches Angebot i.d.R. Nonfood- Kleinpreisgeschäft = Betriebsform des Einzelhandels. Breites und flaches Sortiment. Relativ niedriges Preisniveau durch geringe Handelsspanne, niedrige Einstandskosten und minimaler Personaleinsatz. - Hypermarché= Betriebsform es Einzelhandels. Vereinigt Elemente eines Discounters und eines Supermarktes. Waren sowohl Food als auch Non-Food. Einzelhandel mit sonstiges Vorteilen- Nachbarschaftsladen = Tante-Emma-Laden. Kleinflächig des stationären Einzelhandels. Warenangebot begrenzt, Produkte des täglichen Bedarfs. Vor allem Lebensmittel. Oft in der umliegenden Nachbarschaft.
- Definiere den Begriff Handelssysteme! Mehrerer Handelssysteme agieren gemeinsam unter "einem Dach". Als Ergebnis der Systembildung sind vertikale Verbund- und Integratiosformen in den Distrubitionssystemen.
- Nenne die unterschiedlichen Handelssystemtypen. Vertikal organisierte, mehrstufige Handelssysteme (hoher Organisationsgrad im Handelssystem)- Filialisierende Handelssysteme ↑- Mischformen ↑- Kooperierende Handelssysteme ↑ Freie, vertikal nicht-organisierte Handelssysteme (niedriger Organisiationsgrad im Handelssystem)
- Beschreibe den Begriff vertikal organisierte, mehrstufige Handelssysteme. Zunehmende Bedeutung für die Distribution von Konsumgütern enge Verknüpfung zwischen Groß- und Einzelhandelsstufe (zumindest) eine Systemzentrale angeschlossene Geschäftsstätten (Fililan, kooperierende Einzelhändler) (zumindest) Zweistufigkeit der Handelssysteme Im Einzelfall auch mehrere z.B. Zentralen nach Region oder Geschäftsbereich, mit übergeordneter z.B. nationaler und internationaler Systemzentrale.
- Beschreibe den Begriff Filialisierende Handelssyteme! Stufenübergreifende Unternehmen die nur räumlich dezentral operieren Inhaberidentiät von Groß- und Einzelhandelsstufe Verknüpfung von Groß- und Einzelhandelsstufe aus vertikalem Zusammenschluss Gekennzeichnet durch Weisungsgebundenheit der Fililan an übergeordneter Zentrale 100%igen Bezugsquote der Fililan zur Zentrale Herausragende Stellung die Massenfililalsystemen i.d.R. nationale Zentrale und eine Vielzahl stark standardisierte Geschäftsstätten Bsp. Aldi, Tengelmann-Gruppe
- Beschreibe den Begriff Kooperierende Handelssysteme! Geschäftsstätten durch Belieferungs- und Dienstleistungsverträge an Kooperationszentrale gebunden Geschäftsstätten rechtlich und in bestimmten Grenzen wirtschaftlich selbstständige Einzelhändler Kooperationszentrale aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit Groß- und Einzelhandelsstufe bestehen aus rechtlich selbständigen Unternehmen, nur durch kooperationsvertraglichen Vereinbarungen miteinander verbunden. Keine Inhaberidentät von Groß- und Einzelhandelsstufe Zu den kooperienden Handelssystem gehören die- Einkaufkontore- Einkaufsvereinigungen- Verbundgruppen des Einzelhandels- freiwillige Ketten- Franchisesysteme Bsp: Textileinkaufsverband KATAG AG.
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