Differentielle und Persönlichkeitspsychologie (Fach) / 2. Sechs Paradigmen der Persönlichkeitspsychologie (Lektion)
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- Informationsverarbeitungsparadigma: Bewertung! Positiv: Es werden letztlich Eigenschaften bestimmt, aber diese sind als Prozessparameter eingebettet in ein Modell der Informationsverarbeitung. Negativ: Wegen dieses Vorzugs wird das Problem der Parameterstabilität oft übersehen, gerade in der primär allgemeinpsychologisch orientierten Forschung. So werden z.B. „unreliable“ (nicht messgenaue) Maße der Fähigkeit zum komplexen Problemlösen oft in der Personalauswahl und -entwicklung verwendet. Problem der Unverbindlichkeit der gegenwärtigen Informationsverarbeitungsmodelle. Problem der statischen Eigenschaften.
- Dynamisch-Interaktionistisches Paradigma: Welches sind die Grundannahmen der Dynamischen Interaktion zwischen Person und Umwelt? Grundannahmen Person und Umwelt sind mittelfristig konstant. Person und Umwelt können sich langfristig ändern. Diese Veränderungen beruhen auf: Veränderungen innerhalb der Person Veränderungen innerhalb d. Umwelt Einflüssen der Umwelt auf die Person Einflüssen der Person auf die Umwelt
- Dynamisch-Interaktionistisches Paradigma: Bewertung! Dynamisch-interaktionistisches Paradigma ist umfassendes Modell der Persönlichkeitsentwicklung. Die empirische Analyse von wechselseitigen Einflüssen ist aber sehr aufwändig und erfordert Längsschnittstudien. Es gibt bisher wenig Untersuchungen zu vermittelden Prozessen, zwischen Persönlichkeit und Umwelt.
- Dynamisch-Interaktionistisches Paradigma: Wie entwickelte sich das dynamisch interaktionistische Paradigma? 1. Vom Behaviorismus zum reziproken Determinismus 2. Vom genetischen Determinismus zur Genom Umwelt Korrelation 3. Von der Genom-Umwelt Korrelation zur dynamisch interaktionistischen Paradigma
- Dynamisch-Interkationistisches Paradigma: Erläutere "Behaviourismus! (Was ist das,Watson Optimismus, Methodik+Probleme, Bewährung, Bewertung) Behaviorismus Beschränkung auf direkt beobachtbare Rkt. R + direkt beobachtbare auslösende Stimuli S: S-->R Psychologie, S-->Black Box-->R Locke: Neugeborenes ist unbeschriebenes Blatt (mit ungerichteter Spontanaktivität und Reflexen), alles andere Verhalten ist erlernt. Drei Lernformen im Behaviorismus: klassisches (Pawlov) operantes Konditionieren (Skinner), Nachahmungslernen (Bandura). Überdauernde individuelle Besonderheiten im Verhalten sind Resultat der individuellen Lerngeschichte. Person ist damit Opfer ihrer Umwelt. Persönlichkeitsveränderungen können (nur) durch Veränderungen der Verstärkungs- oder Beobachtungsbedingungen herbeigeführt werden: Persönlichkeitsentwicklung als ständiges Lernexperiment! Watsons Optimismus: Jeder könnte alles werden (unabhängig von Talenten, Tendenzen, Fähigkeiten, Berufungen und der Rasse) in einer vorher bestimmten Umwelt. Methodik des Behaviorismus Prüfung lerntheoretischer Hypothesen über Erwerb und Aufrechterhaltung von Reaktionen durch Lernexperimente: Problem asymmetrische Lernsituation (Tier konditioniert VL) Probleme: Schwierigkeiten entstehen bei der Rekonstruktion individueller Lerngeschichten. Einseitige Interpretation beobachteter Kontingenzen, z.B.: rigider Erziehungsstil <=> Aggressivität des Kindes Einflüsse der Lernenden auf ihre Lernumwelt werden ignoriert. Bewährung Erfolge der Verhaltenstherapie insbesondere bei Phobien (bestätigen Behaviorismus aber nicht!). Neugeborene sind kein "unbeschriebenes Blatt", sondern weisen große Temperaments- und Intelligenzunterschiede auf. Lerneffekte oft wenig stabil trotz intensivem Lernen. One Trial Learning, z.B. bei schlechter Nahrung. Problem: Planen und Belohnungsaufschub; Kritik führte zum Informationsverarbeitungsparadigma. Bsp: Genetische Prädisposition zum Beobachtungslernen bei Rhesusaffen Zootiere erwerben nur Angst gegenüber Schlangen und Krokodilen, nicht aber gegenüber Hasen und Blumen. Bewertung Behaviorimus Grundannahme des unbeschriebenen Blattes und der universellen Gültigkeit der Lerngesetze sind falsch! Watsons Optimismus ist (zum Glück) unberechtigt, durchzieht aber immer noch Pädagogik u. Werbung.
- Dynamisch-Interaktionistisches Paradigma: Erläutere die Studie von Burks zur Bedeutsamkeit genetischer Einflüsse und geteilter Umwelt bedingungen auf die Intelligenz. Burks: Bedeutsamkeit genetischer Einflüsse + geteilter Umweltbedingungen auf d. Intelligenz Die Korrelationen belegen schwache (Adoptivfamilien) bis mittelhohe (Kontrollfamilien) Zusammenhänge. (zwischen Haushaltsqualität und Intelligenz, sowie Bildungsorientierung und Intelligenz) Fazit: Nach Kontrolle der passiven Genom-Umwelt Kovarianz bestand ein signifikanter, aber nur geringer Zusammenhang zwischen objektiven Umweltmerkmalen und Intelligenz.
- Dynamisch-Interaktionistisches Paradigma: Welche Erkenntnisse fand die Genom-Umwelt-Korrelation zu Genetischen und Umwelteinflüssen? Genetische und Umwelteinflüsse Umwelteinflüsse können genetisch vermittelt sein. Umweltbedingungen können genetische Einflüsse auch ohne Gentechnologie epigenetisch verändern! Im Verlauf der Persönlichkeitsentwicklung kommt es zu einer dynamischen Interaktion von genetischen und Umweltbedingungen, die durch die Persönlichkeit vermittelt wird: Umwelt ↔ Persönlichkeit u. Persönlichkeit ↔ Genom ⇒In der Persönlichkeitspsychologie ist deshalb kein Platz für naive Vorstellungen über einseitigen genetischen oder Umweltdeterminismus.
- Evolutionsgenetisches Paradigma: Inwiefern hat sich das Paradigma bisher bewährt? Das evolutionspsychologische Paradigma ist noch zu jung, um definitive Aussagen über seine Eignung für die Persönlichkeitspsychologie zu machen. Jedenfalls derzeit sehr aktives und innovatives Forschungsfeld.
- Evolutionsgenetisches Paradigma: Wie unterschieden sich ultimate und proxiate Erklärungen? Ultimate Erklärungen: Überlegung, welches Verhalten unter welchen Umweltbedingungen der evolutionären Vergangenheit optimal war. Zweckursachen! Proximate Erklärungen: Psychologische Mechanismen, die Individuen dazu motivieren das optimale Verhalten auch auszuführen. Wirkursachen!
- Evolutionsgenetisches Paradigma: Wie erklären sich Persönlichkeitsunterschiede? Welche Erklärungen gibt es dafür? Konditionale Entwicklungsstrategien erläutern +Bsp.! Erklärung von Persönlichkeitsunterschieden durch : I. genetische Variation (Mutation, sexuelle Rekombination, ...): Variation könnte Sicherheitsreservoir für Anpassung an neue Umweltbedingungen aufrechterhalten. II. Umweltunterschiede, die durch EPMs vermittelt sind (damit geht Erklärung über dynamischen Interaktionismus hinaus) Zwei spezifischere Erklärungsprinzipien: (alles hypothetisch) 1. frequenzabhängige Selektion 2. konditionale Entwicklungsstrategie Konditionale Entwicklungsstrategien Konditionale Entwicklungsstrategien sind genetisch fixierte EPMs, die die Individualentwicklung in Abhängigkeit von alternativen Umweltbedingungen der Kindheit in jeweils adaptive Richtungen lenken: Umwelt 1 --> Eigenschaft 1 Umwelt 2 --> Eigenschaft 2 Beispiel väterliche Investition in eigene Kinder: reiche Umwelten --> geringe Investition arme Umwelten --> starke Investition
- Evolutionsgenetisches Paradigma: Nenne 4 Missverständnisse über "natürliche Auslese"! 1. Fitness ist kein Merkmal eines Menschen, sondern eine Funktion eines Alles und seiner Umwelt. 2. Natürliche Auslese beruht nur zum Teil auf der Lebenserwartung (d.h. Nachhaltigkeit des Umweltangepassten vs. Überleben des Stärkeren). 3. Falsch ist Annahme, angesichts medizinischer Fortschritte spielten evolutionäre Prozesse heute keine Rolle mehr(z. B. Einfluss auf Kinderzahl über Partnerwahl, Schwangerschaftsverhütung, Investition in eigene Kinder). 4. Reproduktionsrelevant sind nicht nur Klima, Nahrungsangebot, Krankheitserreger usw., sondern v.a. soziale Umweltbedingungen, z.B. Partnerpräferenzen des anderen Geschlechts, Rivalität mit eigenem Geschlecht auf Partnermarkt (intersexuelle (zwischen geschlechtlich) und intrasexuelle (innerhalb v. Geschlecht) Selektion, Darwin 1871).
- Evolutionspsychologisches Paradigma: Erläutere das allgemeine Menschenbild und die Entstehung der Arten nach Darwin! Menschliches Erleben und Verhalten ist Resultat der Evolution, d.h. des Prozesses der genetischen Anpassung der Lebewesen an die jeweils vorherrschenden Umweltbedingungen. Deshalb sind wir der Umwelt unserer Vorfahren besser angepasst als der heutigen Umwelt (Beispiel: Fettkonsum, Ängste). Darwin (1859): Entstehung der Arten (Phylogenese) durch Variation und Selektion. ⇒ Variation wird durch Genetik (Mutation u. sexuelle Rekombination) erklärt (Darwin noch unbekannt). ⇒ Selektion wird durch Fortpflanzungserfolg in einer bestimmten Umwelt auf der Ebene einzelner Gene erklärt. Dieser hängt bei Menschen v.a. von intra- und intersexuellen Selektion ab. (Selektion: Best an die Umwelt Angepasste überleben) Wichtig: Selektion meint nicht "survival of the fittest", sondern, sondern Nachhaltigkeit des Umweltangepassten! Deshalb: Fitness=f(Gen,Umwelt) (Dawkins: "selfish gene")
- Neurowissenschaftliches Paradigma: Welche biologischen Systeme sind relevant? Informationsverarbeitung wird untersucht im Nervensystem (Zentral (Gehirn+Rückenmark), Peripher (Somatisch (sensorisch+motorisch)+Autonom (Sympathikus+Parasympathitkus))) und anderen damit in Wechselwirkung stehenden Systemen, v.a: 1. Hormonelles (Psychoneuroendokrinologie): Hypothalamus, Hypophyse, Nebenniere, Gonaden Die Substanzwirkung variiert stark räumlich und zeitlich (z.B. Testosteron im Blut versus Speichel) und steht in Wechselwirkung mit anderen Substanzen (z.B. Hormone mit Neurotransmittern). einfache Zuordnung zu Funktionen nicht möglich. Vorteil: experimentell-pharmakologischen Beeinflussbarkeit.Beispiel: Behinderung der Dopaminaufnahme durch Rezeptorenblocker in Experimentalgruppe, Placebo in Kontrollgruppe. 2. Herz-Kreislauf (kardiovaskuläre Psychophysiologie) 3. Immunsystem (Psychoneuroimmunologie):
- Neurowissenschaftliches Paradigma: Lässt sich die Psychologie auf die Neurowissenschaft reduzieren? Hauptproblem: Graben zwischen dem neurowissenschaftlich Messbaren und dem subjektiv-verbalen Berichtbaren erscheint derzeit unüberwindlich. Überwindung erfordert Lösung des Bewusstseinsproblems und des Gedächtnisproblems, und selbst dann verbleiben vermutlich klare Unterschiede aufgrund emergenter Eigenschaften der psychologischen Ebene. Ertrag d. Neurowissenschaft für das inhaltliche Verständnis von Persönlichkeitsunterschieden = derzeit gering.
- Neurowissenschaftliches Paradigma: Erläutere die Temperamentstheorie von Eysenck! Bewährung? Temperamentstheorie von Eysenck (aus zwei Teilen) Temperamentsunterschiede variieren auf 2 unabhängigen Dimensionen: Extraversion (Extravertiert-Introvertiert) und Neurotizismus (labil-stabil) Diese beiden Temperamentsdimensionen beruhen auf interindividuellen Unterschieden in retikulärer bzw. limbischer Aktivierung. Beziehungen zu den Hippokratischen Typen: "sanguinisch": stabil + extravertiert "phlegmatisch",stabil+introvertiert "cholerisch": instabil + extravertiert "melancholisch": instabil +introvertiert Physiologische Grundlagen von Extraversion und Neurotizismus Extraversion wird auf Unterschiede in der retikulären Aktivierung bezogen. Hierbei werden nichtlineare Beziehungen zwischen dem Aktivierungspotenzial von Situationen und der retikulären Aktivierung angenommen, die für Introvertierte und Extravertierte unterschiedlich sind: Introvertierte seien schneller erregbar, Extravertierte langsamer. Bewährung: Nicht bestätigt!!! vorliegenden Befunde äußerst widersprüchlich. Seine (nicht weiter spezifizierte) Theorie für Neurotizismus konnte angesichts der Schwierigkeit, limbische Aktivierung zu messen, ebenfalls nicht bestätigt werden.
- Neurowissenschaftliches Paradigma: Welche grundlegenden Methoden gibt es zu Persönlichkeitsunterschieden? Welche Innovationen gibt es? Drei grundlegende methodische Zugänge zu Persönlichkeitsunterschieden: 1. Korrelativer Ansatz 2. Multivariate Psychophysiologie 3. Systemorientierter Ansatz Empirische Zugänge bzw. Innovationen der Messmethodik: 1. Messung der Schweißdrüsenaktivität + des systolischen u. diastolischen Blutdrucks 2. Elektroenzephalogramm EEG 3. Ambulantes Monitoring 4. Funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT)
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- Neurowissenschaftliches Paradigma: Erläutere den Korrelativen Ansatz zur Persönlichkeitsmessung! (+ Bewertung,+Beispiel) Biologische Merkmale korrelieren mit Dispositionen! Wichtig: 1. Parameter der Physiologie + des Erlebens und Verhaltens müssen zeitstabil sein. 2. Messung muss in eigenschaftsrelevanten Situationen erfolgen (z.B. bei Aggressivität) Insgesamt sind Korrelationen zwischen Physiologie und selbstbeurteilter Persönlichkeit gering; dafür gibt es folgende Gründe: Zeitliche Instabilität der interindividuellen Unterschiede in physiologischen Messungen (erfolgen meist nur in einer Laborsituation); Störender Einfluss nicht interessierender individueller Merkmale (z.B. niedrige Herzrate bei Sportlern); Individuelle Reaktionshierarchien (z.B. reagieren Personen auf Belastung mit individualtypischen physiologischen Reaktionen); Systemunspezifität der physiologischen Reaktionen (gemessene Reaktionen werden meist durch mehrere physiologische Systeme beeinflusst). Beispiel: Herz-Kreislauf-Reaktionen bei Ärger Befund: Korrelationen zwischen… 1. Defensivität und chronische Ärgerunterdrückung und diastolischer Blutdruck (im Experiment) 2. Feindseligkeit und koronare Herzerkrankung (epidemiologisch) Interpretation 1: Ärgerverarbeitung --> Blutdruck --> Herzerkrankung Interpretation 2: genetische Dispositionen/Umweltbedingungen ↓ ↓ erhöhter Blutdruck Herzerkrankung bei Ärger, Feindseligkeit => Generell sind im korrelativen Ansatz Aussagen über Wirkungsrichtungen nicht möglich.
- Neurowissenschaftliches Paradigma: Erläutere den multivariaten Ansatz zur Messung von Persönlichkeit! (Ziel + Amulantes Monotoring + Ergebnisse) Multivariate Psychophysiologie ⇒ Mehrere physiologische Reaktionen; ⇒ Mehrere Situationen Hoffnung war, interindividuell kovariierende Reaktionen in bestimmten Situationen (z.B. Leistungsstress, Angst, Ärger, Freude) zu finden. Alternative zum Labor: Ambulantes Monitoring Physiologische Reaktionen werden im Alltag („Feld“) mit tragbaren Geräten gemessen, nicht im Labor. Technik wurde in der Medizin zum Monitoring von Herz-Kreislauf-Patienten entwickelt. Ergebnisse: Variabilität (z.B. Blutdruck, Herzrate) im Alltag ist größer als im Labor. Aber: Nach statistischer Kontrolle der Bewegungseffekte sind Effekte kognitiver und emotionaler Belastung ähnlich schwach wie im Labor. Kaum Zusammenhänge zwischen subjektivem Erleben und physiologischen Messungen im Alltag. Kaum Zusammenhänge zwischen Neurotizismus und physiologischen Messungen im Alltag. => Alles in allem: Bestätigung der Laborbefunde!
- Neurowissenschaftliches Paradigma: Erläutere den Systemorientierten Ansatz zur Persönlichkeitsmessung! (Messung, Beispiel) Ausgangspunkt: möglichst genau umschriebenes System (Anatomie, Biochemie, Physiologie). !! Interindividuelle Unterschiede in der Reaktivität des Systems werden auf beurteilte oder beobachtete Persönlichkeitsdispositionen bezogen.!! Prüfung, indem die Systemparameter experimentell situativ und/oder pharmakologisch manipuliert werden, wobei abhängige Variablen die physiologischen Reaktionen und das aktuelle Erleben und Verhalten in der Situation sind. Es gibt ein Biologisches System. Darauf einwirken können Dispositionen, Situationen und pharmakologische Interventionen. Daraus folgen: Erleben, Verhalten und physiologische Reaktionen. Beispiel: Wacker et al. (2006) Situation: Dopaminerges System wurde aktiviert durch Belohnung bei Bearbeitung kognitiver Aufgaben. Disposition: Positive Emotionalität Pharmakologische Intervention: Challenge-Test (Behinderung Dopaminaufnahme in Experimentalgruppe). Verhalten: Kognitive Leistung Physiologische Reaktion: EEG-Aktivierung Ergebnis: ⇒VPN unter Placebo bearbeiteten die positiv Emotionalen die Aufgaben schneller als die weniger positiv Emotionalen ⇒bei Dopamin-Blockierung zu einer Umkehrung kam; entsprechendes ergab sich für die EEG-Aktivierung.
- Molekulargenetisches Paradigma: Wer stellte erste Regeln zur Genetischen Vererbung auf? Woraus bildet sich die Evolutionsbiologie? Wer entdeckte die Struktur DNA? Was ist das Dogma der Molekularbiologie + was ist das Ziel des molekulargenetischen Paradigmas? Mendel - Mendelsche Regeln (Kreuzungsversuche an Erbsen) Evolutionsbiologie: Vererbungslehre (Mendel), Verhaltensgenetik (Galton)+ Evolutionstheorie (Darwin) Watson und Crick entdeckten die Struktur der DNA. Dogma: Allelmuster eines Individuums verändert sich nicht zwischen Zeugung und Tod (abgesehenen von wenigen zufälligen Mutationen). Ziel: Persönlichkeit auf das individualtypische Allelmuster zu beziehen.
- Molekulargenetisches Paradigma: Was bedeuted Epigenetik? (Bsp.) Epigenetik: befasst sich mit Zuständen der Geneaktivität, die bei Zellteilung weitergegeben werden, aber nicht auf Änderungen des Genoms beruhen. Analogie Computer: Epigenetische Software bestimmt, wie die Hardware des Genoms funktioniert. Epigenom (Gesamtheit epigenetischer Information) beeinflusst die Genaktivität und kann im Unterschied zum Genom zwischen Zellen variieren. Beispiel: Krokodile entwickeln sich je nach Wassertemperatur beim Ausbrüten zu Männchen oder zu Weibchen, so dass ihr Geschlecht nicht genetisch, sondern epigenetisch bestimmt ist. (Irrevesibler Einfluss)
- Molekulargenetisches Paradigma: Bewertung! Bewertung Ziel des molekulargenetischen Paradigmas ist es, die Prozesse besser zu verstehen, die vom Genom zur Persönlichkeit führen. Hierdurch könnte es künftig dazu beitragen, genetische Ungleichheit durch gezielte Umweltmaßnahmen zu kompensieren. Gefahr: Gleichsetzung von genetischer Ungleichheit mit Ungleichwertigkeit.
