Ernährungsberater ILS (Fach) / Definitionen (Lektion)
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Einzelne Wörter sollen definiert werden.
Diese Lektion wurde von Primatei erstellt.
- Definiere das Wort Ernährung. Was ist die Funktion der darin enthaltenen Nährstoffe? Ernährung beschreibt die Aufnahme von festen und flüssigen Lebensmitteln. Die darin enthaltenen Nährstoffe dienen dem Aufbau und/oder der Erneuerung von Körpersubstanzen (z.B. Haut, Haare, Knochen) sowie der Energiegewinnung und -speicherung.
- Was ist Stoffwechsel? = die in den Körperzellen stattfindende Stoffumwandlung, alle Auf-, Um- und Abbauprozesse im Körper = Ausscheidung von anfallenden Endprodukten
- Was versteht man unter dem Begriff der Verdauung? = Aufspaltung der Nahrung in verwertbare und nicht verwertbare Bestandteile Verdauungsenzyme zerlegen dabei verwertbare Bestandteile in ihre Grundbausteine und machen sie so für den Körper nutzbar.
- Was bedeutet Resorption? =Aufnahme der verdauten Nahrungsbestandteile (Spaltprodukte) aus dem Verdauungstrakt in die Blut- und Lymphbahnen
- Was versteht man unter Ausscheidung und worüber geschieht sie? DIe Ausscheidung der Stoffwechselendproukte sowie nicht verwertbare Nahrungsbestandteile erfolgt über Lunge, Darm und Niere.
- Was sind die verwertbaren Bestandteile der Nahrung und welche Aufgaben erfüllen sie? - Nährstoffe 1. Aufbau körpereigener Stoffe (Baustoffwechsel, verbraucht Energie) 2. Energiegewinnung (Energiestoffwechsel)
- Was sind Baustoffe und nenne 3 = Nährstoffe, die für den Aufbau dienen 1. Wasser 2. Eiweiß 3. Mineralstoffe
- Was sind Brennstoffe und nenne 2 = Nährstoffe, die Energie liefern 1. Kohlenhydrate 2. Fette
- Nenne 3 Grundnährstoffe Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette
- Was sind Wirk- und Reglerstoffe? -steuern alle Lebensvorgänge = Mineralstoffe als Mengen- oder Spurenelemente sowie die Vitamine und Enzyme
- Was sind Enzyme? = Chemische Wirkstoffe, die bereits in kleinsten Mengen Stoffwechselvorgänge im menschl. Organismus ermöglichen.
- Nenne Begleitstoffe und deren Aufgabe 1. Ballaststoffe (Zellulose) - verdauungsfördernd 2. Aromastoffe (Duftstoffe) - appetitanregend 3. Farbstoffe (Carotin) - gesundheitliche Wirkung 4. Pflanzenstoffe (Blattgrün)
- Gebe vier wichtige Bestandteile der Nahrung für den menschlichen Körper an 1. Baustoffe 2. Brennstoffe 3.Wirk-und Reglerstoffe 3.Ballaststoffe
- Wie berechne ich den Broca-Index? Normal-/Sollgewocht in kg = Körpergröße in cm - 100
- Welche Einflussfaktoren gibt es zum Normal- oder Sollgewicht? -Körpergröße -Gewicht -Alter -Geschlecht -Mögliche Erkrankungen -Zusammensetzung des Körpers
- Body-Mass-Index = Körpermassenindex Gebe die Formel an BMI = Körpergewicht in kg / (Körpergröße in m) ^2
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- Ab welchem BMI hat man Untergewicht? < 18,5
- Ab welchem BMI ist man Normalgewichtig? 18,5-24,9
- Mit welchen Hilfsmitteln kann man den BMI in der Praxis schneller berechnen/ablesen? 1. BMI-Scheibe 2. Nomogramm
- Was versteht man unter biologischer Oxidation? = Energiegewinnung in den Zellen Es entstehen zu 60% Wärmeenergie und zu 40% chemische Energie
- Nenne die Maßeinheit der Angabe von Energie 1 kcal = 4,184 kJ 1kJ = 0,239 kcal Eine Kilokalorie ist die Energiemenge, die notwendig ist, um einen Liter Wasser von 14,5 auf 15,5 Grad Celsius zu erwärmen ( 1 kcal = 1000 Kalorien)
- Wie viel Energie liefern einzelne Nährstoffe? 1g Fett liefert dem Körper 9,3kcal 1g KH liefert dem Körper 4,1 kcal 1g Eiweiß liefert dem Körper 4,1 kcal 1g Alkohol liefert dem Körper 7,1 kcal 1g Ballaststoffe liefert dem Körper 2 kcal (8kJ)
- Geben sie die Maßeinheiten für den Energiebedarf sowie deren Umrechnungsgröße an kcal kJ 1kcal = 4,184 kJ
- Aus welchen Komponenten setzt sich der Energiebedarf des Menschen zusammen? 1. Grundumsatz 60-75% 2.Nahrungsindzierte Thermogenese 6-10% 3.Leistungsumsatz 15-30%
- Was ist der Gesamtenergiebedarf? Setzt sich zusammen aus Grundumsatz, nahrungsinduzierter Thermogenese und dem Leistungsumsatz.
- Was bezeichnet man als Grundumsatz? = diejenige Energiemenge, die der Körper bei körperlicher und geistiger Ruhe verbraucht, 12 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme, unmittelbar nach dem Aufwachen nach 8 Stunden Schlaf und bei thermoneutraler Umgebungstemperatur. =Ruhe-Nüchtern-Umsatz oder Basal Metabolic rate (BMR) -Grundumsatz Faustformel: 1kcal/kg Körpergewicht/Stunde
- Welche Faktoren beeinflussen den Grundumsatz? 1. Größe und Gewicht (Körperoberfläche) 2. Körperzusammensetzung 3. Geschlecht 4. Alter 5. Genetische Faktoren 5. Hormone 6. Fasten, Radikaldiäten 7. Wachstum 8. Besondere Situationen (Krankheiten, Medikamente,...)
- Definiere nahrungsinduzierte Thermogenese = Energie für Verdauung, Resorption, Transport, Umbau, Speicherung und Abbau von Nährstoffen
- Was ist der Ruheenergieverbrauch? Formel muss ich nicht wissen -misst Energieverbrauch bei körperlicher und geistiger Ruhe unter weniger strengen Bedingungen = Resting Energy Expenditure (REE)
- Was ist der Leistungsumsatz? jede über den Grundumsatz hinausgehende Beanspruchung von Körperfunktion bedeutet einen Mehrbedarf an Energie = Leistungsumsatz (Muskelarbeit + Regulierung der Körperfunkion)
- Was ist der PAL? = physical activity level =Maß für die körperliche Aktivität = abhängig vom Arbeits-und Freizeitverhalten
- 1. PAL von Studenten 2. PAL von gebrechlichen, Immobile Menschen 3. PAL von Leistungssportler 1. 1,6-1,7 2. 1,2-1,3 3. 2,0-2,4
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- Welchen durchschnittlichen PAl-Wert empfiehlt die DGE? Wie wird dieser erreicht? 1,7 bei 4-5 mal pro Woche mind. 30-60 Minuten körperlich bewegen (Treppen steigen, zügig zu Fuß,..)
- wie berechne ich den Gesamtenergiebedarf? Gesamtenergiebedarf = Ruheenergieverbrauch x PAL-Faktor
- Wie berechne ich den Leistungsumsatz? Leistungsumsatz = Gesamtenergieverbrauch - Ruheenergieverbrauch
- Was versteht man unter dem PAL-Wert? = körperliches Aktivitätsniveau -bestimmte körperliche Aktivitäten werden den jeweiligen PAL-Werten zugeordnet -dient als Grundlage zur Berechnung des Gesamtenergiebedarfs
- Nenne 2 Beispiele für einen 1.niedrigen PAL 2. hohen PAL 1. Bettlägrige, Büroangestellter 2. Bauarbeiter, Waldarbeiter
- Was passiert im Alter mit dem Gesamtenergiebedarf? Ursache? - ab 35. Lebensjahr verringert er sich pro Lebensjahrzehnt um 7% -Verlust an Muskelmasse bei gleichzeitiger Zunahme des Körperfettanteils wodurch der Grundumsatz sinkt -ältere Menschen bewegen sich meistens weniger als jüngere !! Gesamtenergieaufnahme dem tatsächlichen Bedarf anpassen!!
- Was ist die Nährstoffdichte? Wie wird sie berechnet? = das Mengenverhältnis eines bestimmten Nährstoffes (z.B, Fett, Eiweiß, KH, Vitamin A, Eisen) bezogen auf den Energiegehalt eines Lebensmittels (in kcal gemessen) Nährstoffdichte (g,mg,ug)= Nährstoffgehalt (g,mg,ug pro 100g) : Energiegehalt (kcal pro 100g)
- Was versteht man nach der Sicht der DGE unter einer gesunderhaltenden Kost? = vollwertige Ernährung = Mischkost = Vollkost
- Wie kann man die vollwertige Ernährung nach DGE definieren? 1. deckt den Bedarf an essenziellen Nährstoffen 2. berücksichtigt in ihrem Energiegehalt den Energiebedarf 3. berücksichtigt Erkenntnisse der Ernährnungsmedizin und der Prävention (Vorbeugung) ernährungsbedingter Krankheiten 4. ist in ihrer Zusammensetzung in den individuellen Ernährungsgewohnheiten weitestgehend angepasst, soweit die Punkte 1-3 nicht berührt werden
- Benenne einige Grundsätze einer vollwertigen Ernährung, wie du sie vermitteln würdest Sie soll: -den indivuduellen Energiebedarf berücksichtigen -den Nährstoffbedarf decken -abwechlungsreich, vielseitig und ausgewogen sein -qualitativ hochwertig, frische Lebensmittel in den Vordergrund stellen -nicht mit Ge- und Verboten verbunden sein -auch für Vegetarier geeignet sein
- Der vollwertigen Ernährung nach DGE liegen die D-A-Ch-Referenzwerte zugrunde. Welche Aspekte muss man bei der Anwendung dieser Werte in der Praxis berücksichtigen? Listen sie auf. -Referenzwerte sind für gesunde Menschen gedacht -die Empfehlungen setzen ein normales Körpergewicht und normale körperliche Aktivität voraus -Die empfohlene Menge beziehen sich auf Nährstoffmengen, die zum Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme im Lebensmittel vorhanden sind -Es wird davon ausgegangen, dass genügend Energie aufgenommen wird -Die empfohlene Menge enthalten Sicherheitszuschläge - sie übersteigen den Bedarf der meisten Menschen -Die empfohlene Menge sollten im Wochenmittel durchschnittlich aufgenommen werden -Bei Schwangeren, Stillenden, Säuglingen und Menschen über 65 Jahre gelten bei einigen Nährtsoffen andere Werte
- Vollwertig essen und trinken bedeutet: - bedarfsgerecht essen und ausreichend trinken - mit Spaß und Freude essen - einfache, praxisnahe Empfehlungen beachten - alles ist erlaubt - die Menge macht´s - genießen - Krankheiten vorbeugen - körpereigene Schutzsysteme fördern - die Behandling von Krankheiten unterstützen
- Zähle die 10 Regeln der DGE für vollwertiges Essen und Trinken auf 1. Die Lebensmittelvielfalt genießen 2. Reichlich Getreideprodukte sowie Kartoffeln 3. Gemüse und Obst - Nimm "5 am Tag" 4. Milch und Milchprdukte täglich, Fisch ein- bis zweimal die Woche, Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen 5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel 6. Zucker und Salz in Maßen 7. Reichlich Flüssigkeit 8. Schonend zubereiten 9. Sich Zeit nehmen und genießen 10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben
- Was kann zur Regel 1 "Lebensmittelvielfalt genießen" gesagt werden? - Entscheident sind Menge, Auswahl und Kombination der Lebensmittel - kein einzelnes Lebensmittel enthält alle lebensnotwendigen Nährstoffe in der richtigen Menge -besonderer Augenmerkt auf pflanzliche Lebensmittel wegen hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen -erhöhte Zufuhr von Vollkornprodukten senkt Cholesterinspiegel -Pflanzliche Lebensmittel aus Nachhaltigkeit bevorzugen -Hoch verarbeitete und zudem stark zucker- und/oder fetthaltige Lebensmittel einschränken -Vollwertige Ernährung = täglich aus allen 7 Lebensmittelgruppen des Lebenmittelkreises essen
- Was kann zur Regel 2 der DGE gesagt werden? (Reichlich Getreideprodukte sowie Kartoffeln) - Getreide in Form von Reis, Nudeln, Brot, Getreideflocken, Kartoffeln: kaum Fett und kein Cholesterin, Stärke, Eiweiß, Vitamine, Mengen- und Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe -Vollkornprodukte bevorzugen: Ballaststoffe und Stärke
- Was kann zur Regel 3 (Obst und Gemüse - nimm 5 am Tag) gesagt werden? - mind. eine Portion Gemüse oder Obst sollte Bestandteil jeder Hauptmahlzeit sein - für Zwischenmahlzeit gut geeignet -kalorienarm, reichlich Vitamine, Mengen- und Spurenelemente, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe -Eine Portion = 125-135 g (bei großstückigem Obst ist das eine Handvoll, bei kleinstückigen Obst zwei Handvoll - 5 Portionen auf täglich 3 Portionen Gemüse (davon mind. 25 % roh bzw. Salat) und 2 Portionen Obst - Gelegentlich kann eine Portion Obst bzw. Gemüse auch durch ein Glas Smoothie ersetzt werden -zu dieser Lebensmittelgruppe gehören auch Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen, Sojabohnen, Kichererbsen,...) --> Auf Fettgehalt von Nüssen und Samen achten - im Rahmen der regel 5 am Tag können 25 g Nüsse (1 Portion) eine Portion Obst ersetzen
- Was kann zur Regel 4 gesagt werden? - Milch und Milchprodukte enthalten hochwertiges Eiweiß --> Kalziumversorgung, Magensium, Jod und Vitamine -täglich ca. 1/4 l Milch alternativ Joghurt, Quark, Kefier und Buttermilch .fettärmere Prdukte bevorzugen! -Fleisch liefert hochwertiges Eiweiß, wichtige Vitamine (B1,6,12) und Mengen- und Spurenelemente, sowie große Menge an leicht verfügbarem Eisen sowie Zink und Selen -Nachteilig: hoher Anteil an gesättigen Fettsäuren und Inhaltsstoffe Cholesterin und Harnsäure -Wurst und Wurstwaren: Hohe Mengen an Kochsalz -pro Woche ca. nicht mehr als 300-600g Fleisch und Wurst -Weißes Fleisch (Geflügel) ist gesünder als rotes Fleisch (Rind, Schwein, Kalb und Lamm) -1-2 Seefischmahlzeiten pro Woche --> Nahrungsmittel mit höchsten Jod-und Selengehalt -Omega-3-fettsäuren vor allem in Hering, Lachs, Makarele, Thunfisch
- Was kann zur Regel 5 "weniger Fett und fettreiche Lebensmittel" gesagt werden? - Nahrungsfette sind hervorragende Energielieferanten und dienen als Bausubstrate für den Aufbau der Körperzellen, sind Träger der fettlöslichen Vitamine A,D,E,K und liefern essenzielle Fettsäuren -zu viel Fett: Übergewicht -Übernmaß an gesättigten Fettsäuren: erhöht Risiko von Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen - max. 60 g (frauen) und 80g (Männer) Fett pro Tag = 2/3 des durchschnittlichen Verzehrs in DE -Pflanzliche Fette sind wegen ihrer Fettsäurenzusammensetzung in der Regel tierischen Fetten vorzuziehen -Fettarme Zubereitung: Braten in beschichteten Pfannen, Dünsten von Gemüse ohne Fett, Abschöpfen des Fettes von Bratensoßen und fleischhaltigen Gemüsebrühen, Verwendung von Joghurt oder Dickmilch anstelle von Mayonnaise für Salatsoßen, nur selten Verzehr fritierter bzw. panierter Speisen) -Für Salate: Hochwertige Pflanzenöle (Raps-, Walnuss-, Oliven-, Soja-, Leinöl) -Achtung vor versteckten Fetten (Wurst,Käse) - etwa 15-30g Fett als Brotaufstrich - 10-15g Fett zur Zubereitung der Speisen, Pflanzenfett - etwa 35 g verstecktes Fett (Wurst, Käse, Eier, Nüsse,...) -je 1/3 aus gesättigen Fettsäurem (Wurst, Käse, Butter) -je 1/3 aus einfach ungesättigen Fettsäuren (Oliven- und Rapsöl) -je 1/3 aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Soja-, Walnussöl, Pflanzenmagarine)
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