Unternehmensführung (Fach) / Ablauforganisation (Lektion)
In dieser Lektion befinden sich 13 Karteikarten
Gliederung, Netzplantechnik, Analyse
Diese Lektion wurde von pattycat erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
- Abgrenzung Aufbau-/ Ablauforganisation (Prozessorganisation) Ablauforga regelt und gestaltet den Betriebsablauf baut auf den Ergebnissen der Aufbauorganisation auf, in dem sie die einzelnen Aufgaben und die zur ihrer Erfüllung notwendigen Verrichtungen verkettet. regelt den Ablauf nach den Kriterien Raum, Zeit oder Funktion zwischen Orga-Einheiten, Bereichen usw. Ziele: die vorhandenen Kapazitäten optimal nutzen die Bearbeitungszeiten zu minimieren die Bearbeitungs- und Durchlaufkosten zu minimieren, und die Arbeitsplätze human zu gestalten Aufbauorga regelt den Betriebsaufbau Sie beschreibt den vertikalen Informations- und Direktiven Fluss in einer Organisation, also wer welche Entscheidungen von wem bekommt und an wen weitergeben kann. Die Aufbauorganisation wird im sogenannten "Organigramm" formal dargestellt Organisationseinheiten (Stellen) Zuständigkeiten Ebenen (Hierarchien) Beziehungen zueinander mittels Stellenbeschreibungen und Organigrammen
- Die Ablauforganisation ist die zweckmäßige Zuordnung von Arbeitsabläufen in Ihrem räumlichen und zeitlichen Neben- und Nacheinander regelt das Zusammenwirken von Menschen und Betriebsmitteln zur Erfüllung der Aufgaben es geht um Planung, Gestaltung und Steuerung
- Ziele der Ablauforganisation Arbeitsdurchführung mit möglichst geringem Aufwand (Wirtschaftlichkeit, ökonomisches Prinzip) Optimierung der Durchlaufzeiten aller Abläufe (Kosten) Maximierung der Kapazitätsauslastung (Kosten) Minimierung der Zahl der Arbeitsfehler (Qualität) termingerechte Arbeitsdurchführung (Kundenzufriedenhet, Konventionalstrafen) human und ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze übersichtlich gestaltete Prozesse
- Gliederung und Prinzipien der Ablauforganisation Verrichtung = welche Tätigkeiten sind vorzunehmen Objekt = welche Produkte werden bearbeitet Phase = Planung, Umsetzung oder Kontrolle (Managementregelkreis) Zweckbeziehungen = Kern- oder unterstützender Prozess Hilfsmittel = welche Maschinen, Werkzeuge sind im Einsatz Zeit = Zeitpunkt, Zeitfolge und Dauer des Prozesses Raum = wo findet der Prozess statt Rang = leitende oder ausführende Tätigkeit
- Prozesstypen Kernprozesse F&E Produktion Marketing Vertrieb Supportprozesse unterstützende Prozesse Verwaltung, Buchhaltung, Kantine... Problem Parallelität der Prozesse macht die Planung kompliziert Prozesse bedingen sich teils gegenseitig
- Ziele raumorientierter Ablaufplanung möglichst geradliniger Ablauf der Arbeiten Entfernungen zwischen sachlich zusammenhängenden Arbeitsplätzen minimieren Transportzeiten und -kosten möglichst gering halten
- Projektmanagemet-Techniken -zum steuern und regeln von Abläufen- 1. Arbeitsablaufdiagramm für einfache Abläufe ohne Verzweigung Mischung aus Tabelle und Grafik 2. Flussdiagramm für einfache und parallele Abläufe Einfache Ablauffolge: strikt nacheinander ablaufende Einzelschritte Komplexe Ablauffolge: Schritte laufen nacheinander und parallel ab 3. To-Do-Liste - wo-was-wer-Schema für einfach Abläufe ohne Verzweigung 4. Balken (Gantt-) Diagramme für Projekte mit vielen, voneinander abhängigen Aufgaben für komplexe Abläufe - Meilenstein, muss unbedingt zeitlich erreicht werden, sonst ist das Projekt gefährdet 5. Netzplantechnik für Projekte mit hohem Termindruck und hoher Komplexität Kritischer Pfad, Vorgänge die die meiste Zeit in Anspruch nehmen, eine Überschreitung gefährdet das Projekt
- Gantt-Diagramm Vorteile sie sehen auf einen Blick welche verschiedenen Aktivitäten es gibt wann die Aktivität beginnen und enden welche Dauer für die Aktivitäten geplant ist wo sich Aktivitäten überschneiden und wie lange Start- und Enddatum des gesamten Projekts Nachteile hoher Aufwand bei der Erstellung setzt genaue Schätzungen der Zeitdauer voraus hoher Anpassungsaufwand (ständiger Ist/Soll-Vergleich)
- Netzplantechnik Vorteile logische Zusammenhänge erkennbar Zeitplan für alle Vorgänge kritischer Pfad zeigt Zeit- und Ressourcenengpässe ermöglicht ständige Termin- und Projektkontrolle Nachteile hoher Aufwand bei der Erstellung setzt genaue Schätzungen der Zeitdauer voraus hoher Anpassungsaufwand (ständiger Ist/Soll-Vergleich)
- Analysemethoden Kundenzufriedenheit das vom Kunden wahrgenommen Preis-Leistungs-Verhältnis Freundlichkeit der Mitarbeiter Wertanalyse Verbesserung von Produkten oder technischen Abläufen ohne Beeinträchtigung der Funktion bei günstigerer Produktion DIN EN 12973:2000 Qualität Lebensdauer Preise und Kosten Statistik Analyse der Ausgangssituation Zahlenmaterial erfassen Daten und Fakten aufbereiten Auswertung
- Arbeitsplan der Werteanalyse 6 Schritte 1. Projekt vorbereiten Produkte/Dienstleistungen auswählen (ABC-Analyse) Projektgruppe bilden Zeitplan 2. Ist-Zustand ermitteln was soll das Produkt leisten je nach Fragestellung Qualität, Wirtschaftlichkeit, Gebrauchs- oder Geltungsnutzen 3. Ist-Zustand prüfen überflüssige Features ? fehlende Features? (Achtung: an Kosten denken) 4. Lösungen ermitteln überflüssiges weglassen / Alternativen ? fehlende einbauen (Kosten) 5. Lösungen prüfen technisch machbar ? wirtschaftlich sinnvoll ? 6. Entscheidung Kosten? Nutzen? welche Lösung ist sinnvollerweise einzuführen?
- Werteanalyse Vorteile Nachteile Vorteile universell einsetzbar Zwang zu systematischem Vorgehen Nachteile Quasi Objektivität Möglichkeit der Manipulation (Auswahl der Kriterien, Gewichtung) hoher Arbeits- und Zeitaufwand
- Betriebsstatistik Beispiele entwicklung des Krankenstandes wirtschaftlichkeit Produktivität Rentabilität Umsatz Beschäftigtenzahl Lagerbestand Verbrauchsmengen
