Diagnostik (Fach) / Kart de Kartei de la Lern (Lektion)

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  • Demographische Standards Werden im Rahmen der Umfrageforschung je nach untersuchter Personengruppe angewandt, um Messfehler zu verringern. Es handelt sich hierbei um vorgefertigte Formulierungen und Vorgaben zu Antwortkategorien Bsp. Alter, Staatsangehörigkeit oder Ausbildungsgrad
  • Hauptgütekriterien Die wichtigsten Gütekriterien diagnostischer Verfahren. Sind hierarschich organisiert (Heißt: Ohne Objektivität keine Reliabilität usw.) Objektivität → Reliabilität → Validität
  • Objektivität (+ Aspekte) Bezeichnet ob die Ergebnisse unabhängig von ihren Erhebungsumständen sind. Kann in mehrere Untergruppen gegliedert werden: Durchführungsobjektivität = Testung aller VPn unter gleichen BedingungenAuswertungsobjektivität = Fehler, die bei Umsetzung der VP-Reaktionen in Zahlen auftreten könnenInterpretationsobjektivität = Befunde d. Verfahrens von versch. Diagnostikern gleich interpretiert Gefährdung der Interpretationsobjektivität durch Normen möglich. (Bsp. gleiche Wahl der Normtabellen? Wie kann Ergebnis an Normen orientiert überhaupt interpretiert werden?
  • Systematische Messfehler Werden auch als Bias bezeichnet und bedeuten, dass Antworten einer Person/einer Teilmenge in gleicher Weise fehlerhaft sind  Beispiele: Soziale Erwünschtheit, Antwortformat, Itemformulierung, Modus der Erhebung
  • Unsystematischer Messfehler Fehler fallen bei einzelnen Personen bspw. aufgrund der Erhebungssituation (Bsp. Unruhe) anders aus. 
  • Reliabilität Bezeichnet die Genauigkeit der Messmethode, also inwieweit beobachtbare Unterschiede auch auf wahre Unterschiede des Merkmals zurückzuführen sind. Reliabilität selbst schwankt in Konfidenzintervall.Zur Schätzung der Reliabilität sollten mehrere Methoden herangezoge werden. Auch ist nicht immer jede Methode sinnvoll. Messung: Retest-, Paralleltest-, Split-Half-Reliabilität + interne Konsistenz
  • Validität Ist gegeben, wenn die geplante Interpretation der Messwerte durch theoretische/empirische Belege gerechtfertigt sind. Zwar existiert nur eine Validität, jedoch kann diese durch verschiedene Strategien (Kontent-, Kriteriums- und Konstruktvalidität) geprüft werden. Diese sind nicht austauschbar → Daten valide, nicht Test
  • Inkrementelle Validität Grad um den Vorhersage d. Kriteriums durch weiteren Prädiktor verbessert wird
  • Konstruktvalidität Fragestellung: Ist der Schluss auf ein latentes Merkmal/Konstrukt (theoriebasierte Interpretation der Ergebnisse) möglich/valide? Prüfstrategien: Gruppenunterschiede (Bsp. Vergleich der Einstellung zu Kirche bei Kirchgängern/Nichtgängern) Korrelationen/Faktorladungen im Bezug auf konstruktnahe/-fremde Verfahren Interne Struktur-/Dimensionsanalysen - Wird theor. erwartete Datenstruktur gefunden? Veränderungen über Zeit (Bsp. zunehmende Intelligenz über Kindheit) Veränderungen durch experiment. Variation (Depression nach Therapie vs. vorher) Unersuchung v. Antwortprozessen
  • Kontentvalidität Ist der Schluss auf dem Testverhalten ähnliches testexternes Verhalten möglich? Inwieweit repräsentieren die Fragen des Erhebungsinstruments das Universum der Items und Fragen des Messgegenstands? Teilmengen: Itemuniversum + Menge der Testitems Prüfungsstrategien Prüfung der Herstellungsprozedur von Items Entwicklung kontentvalider Paralleltests Prüfung von Vorhersagen der Datenstruktur Prä-Post-Vergleich
  • Kriteriumsvalidität Inwieweit kann das Instrument ein Kriterium außerhalb des Tests vorhersagen? (Grad der Übereinstimmung der Verfahrensergebnisse mit empirisch erm. Außenkriterium)  Retrograd → Konkurrent → Prognostisch 
  • Einflussfaktoren auf Validität Reliabilität des PrädiktorsValidität + Reliabilität des KriteriumsGemeinsame (Methoden-)Varianz, Symmetrie/Konfundierung von Test + KriteriumUmfang + Merkmale der StichprobeVarianz der Stichprobe (Sinkt mit niedriger Varianz
  • Mutli-Trait-Multi-Method Kombination von Verfahren, die konvergente und diskriminante/divergente Validität messen.  → Erwünscht: Korrelation für dieselben Maße für unterschiedliche Traits niedriger als unterschiedliche Maße desselben Traits
  • Korrekturmethoden (Validitätskoeffizient) Bare Bones = Nur Stichprobenfehler korrigiert Operationale Validität = Keine Korrektur der Unreliabilität der Prädiktoren → Sowohl korrigierte als auch nicht korrigierte Werte müssen berichtet werden
  • Normierung Bezeichnet die gebräuchliche Angabe von Mittelwerten und Standardabweichungen versch. Untergruppen.Wichtige Faktoren: Normgruppengröße, Aktualität, Repräsentativität Problem: Normdifferenzierung (Konflikt Fairness - Aussagekraftverlust → Normen sinnvoll wenn Mittelwertsunterschied in Prädiktor, der nicht durch Kriterium erklärbar Größe: Niveau 1 (wichtige Entscheidung - indiv. Ebene) = 300+ Niveau 2 (weniger bedeutsam - indiv. Ebene) = 200 + Niveau 3 (Gruppenuntersuchung) = 100 +
  • Nebengütekriterien Akzeptanz Messung Augenscheinvalidität Verfälschbarkeit Ökonomie Nützlichkeit Fairness
  • Akzeptanz Summe der auf das indiv. Erleben/Bewerten disgnost. Verfahren gerichteter AspekteMessung: Psychometrisch befriedigendes, theoriegeleiteetes und mehrdimensionales Instrument Wechselwirkungen + Situatives + Personenfaktoren
  • Ist der Einsatz eines Lügendetektors rechtlich zulässig? Früher: Nein, weil Menschenwürde Aktuell: Heute keine Gefährdung der Menschenwürde, sofern Einverständnis
  • Rechtlich bedenkliche Aspekte diagnostischer Arbeit Eigenständigkeit diagnostizierter Person Diagnostik nicht immer auf Wunsch Berühren intime Sachverhalte Beeinflussung des Lebensrahmens der diagnostizierten Person
  • Grundgesetz (Relevante Stellen) Menschenwürde (→ Schutz vor unbefugter Ausforschung innerer Strukturen/Eigenschaften, Begrenzung des Informationsrechts der Auftraggeber)→ Diagnostik muss eindeutigen BEzug zu Fragestellung aufweisen, erforderlich, geeignet und zumutbar sein (Daten werden nur für spezifischen Zweck verwendet) Recht auf freie Entfaltung er Persönlichkeit Wahrung der Intimsphäre
  • Datenschutzgesetze (BDSG) + Allgemein + therapeutisch Regeln Umgang mit personenbezogenen (bestimmbaren) Daten Schließt Angaben über ethn. Herkunft, rel./pol. Orientierung, Gesundheit + Sex ein. Informationelle Selbstbestimmung als SchutzrichtungBei unbefugter Weitergabe, Einsicht, Nutzung, Erhebung → Strafe (Antragsdelikt)Bei Personalauswahl zwei Monate lang rechtliches Interesse an Aufbewahrung (sonst Einverst.) Therapiekontext: Einverständniserklärung für Übermittlung Behandlungsdaten/BefundeKeine unbefugte Weitergabe an Dritte 
  • Strafgesetzbuch Schweigepflicht schützt vor Verletzung der Vertraulichkeit→ Auch vor Schweigepflichtigen Personen  Offenbarungspflicht → Wenn man von abwendbaren, schweren Straftaten erfährt→ Voraussetzungen: Gefahr (für wichtiges Rechtsgut), gegenwärtig, nicht anders abwendbar, Güterabwägung Zeugnisverweigerungsrecht so lang keine Entbindung von Schweigepflicht vorliegt
  • Eignungsdiagnostik (rechtliches) NUR arbeitsplatzbezogene Merkmale (→ Kein allgemeiner Intelligenz-/Persönlichkeitstest) Mitbestimmung des Betriebsrats bei...Personalfragebögen (Alter, Geschlecht, Bildungsstand, etc. → Standardmäßig eingesetzt)Fragekataloge strukturierter InterviewsVorgehen, wo Auswahlentscheidung an Testergebnis geknüpft Außerdem Gleichstellungsbeauftragte + Schwerbehindertenvertretung
  • Internet-Recherche und Backgroundchecks erlaubt? Nur mittels Suchmaschine zugängliche Daten und Informationen in berufsorientierten Netzwerken → KEINE freizeitorientierten Datetn 
  • Unzulässige Fragebereiche (Eignungsdiagnostik) Familie (intime Beziehunge + Heiratsabsichten) Gesundheitszustand (außer bei beeinträchtigenden Krankheiten) Vermögensverhältnisse Vorstrafen (wenn nicht einschlägig genug) Religion, Partei oder Gewerkschaft (wenn nicht einschlägig genug) Schwangerschaft (nur wenn Arbeit Kindeswohl gefährden würden)
  • Variationsmöglichkeiten (Diagnostik) Verfahrensart (Test vs. AC) Verfahren (IST vs. Raven) Medium (Paper/Pencil vs. Computer) Erhebungsstrategie (Einzel- vs. Gruppentestung)
  • L-Daten (Catell) Wird auch als Live Data oder Verhaltensdaten bezeichnet.Steht für registrierbare Informationen aus dem Leben. Dies schließt sowohl Sachinformationen (objektiv) als auch persönliche Wertungen Anderer (subjektiv) mit ein.  Erfassung: Ohne Mithilfe/Beeinflussung betroffener Person
  • Q-Daten Informationen, die aus Selbstauskunft (psychometrisch konstruierte Fragebögen)
  • T-Daten (Catell) Werden durch objektive Tests/Experimente erhoben. (Bsp. Reaktionszeiten) Nach Catell auch "objektive Persönlichkeitstests" genannt
  • Trimodaler Ansatz der Personalpychologie (Schuler) Ansatz von Schuler, der sich damit beschäftigt, welche Traits sich am besten mit welcher Methode vorhersagen lassen. Verhalten → SimulationenEigenschaften → TestsErgebnisse → Biographie Anmerkung: Der Kersting findet den Ansatz jetzt nicht so schmupi
  • CUBE-2-1-a-System (Kersting) Systematik zur Einordnung von Verfahren anhand der drei Dimensionen Methode, Reaktion und Interpretation. Manche Kombinationen, die das Modell nahelegt, sind nicht möglich. Facetten Methode - Dokumentenanalyse, Mündliche Befragung, Fragebögen, Tests, psychiphysiol. Verfahren, Verhaltensbeobachtung/-beurteilung Reaktion - Willkürlich (frei), Willkürlich (standardisiert), Unwillkürlich Interpretation - Psychodynamisch, Behavioral, Eigenschaftsorientiert Anmerkung: Bis auf psychophysiologische Verfahren in DIN übernommen
  • Kriterien zur Auswahl von Verfahren (Allgemein)  Anforderungsbezug, emp. Evidenz, Verfahrensqualität, Zusatznutzen (bei mehreren Verfahren)
  • Kriterien zur Auswahl von Verfahren (Zielgruppen-/Anwendungsspezifische Aspekte) Zielgruppenmerkmale (Alter, Geschlecht, Bildung, etc.) Ggf. passende Normen Passende Items (Bildung, Situation, Kultur) Testerfahrung Verfälschungsabsicht
  • Erhebung via Computer Vorteile: Ökonomisch, Daten gespeichert/nutzbar, Durchführungs-, Auswertungs- und Interpretationsobjektivität, Individualisierung, mehr Feedbackmöglichkeiten, Nutzung für Itemgenerierung (KI) Nachteile: Akzeptanz-/Bedienungsprobleme, Benachteiligung audit. Typen, Unreflektierte Übernahme der Pen/Paper-Normen, oft nicht genug Hardware
  • DIN 33430 (Computerpasierte + internetgestützte Verfahrensdurchführung) Datenschutz, Frage der Verantwortlichkeit, Testqualität, technische Voraussetzungen sicherstellen Sicherstellen von Systemstabilität Ergebnis der Diagnostik darf nicht von eignungsirrelevanten Merkmalen abhängen (Bsp. Computerkenntnisse) Support für Nutzer muss vorliegen
  • Einzeltestung Vorteile: Möglichkeit zur Verhaltensbeobachtung ↑, Testangst ↓, Instruktionsverständnis wahrscheinlicher gesichert, manche Tests/Eigenschaften nur so erhebbar Nachteile: Wenig ökonomisch, Variation der Durchführungsbedingungen
  • Gruppentestung Vorteile: Ökonomisch, Versch. Personen unter ähnlichen Bedingungen erhoben Nachteile: Manchmal n. möglich, Abschreiben, Störungen, Angst vor Nachfragen
  • Gestaltung der Testsituation Pos. 1 → Person soll maximale Leistung/Persönlichkeit zeigen (keine Hemmnisse) Pos. 2 (Holzkamp) → Diagn. Situation repräsentativ für Bewährungssituation sein, kriteriale Bedingungen > Bedürfnisse der Testanden
  • Lange Tests Immer Frage der Zumutbarkeit zu stellen  Erkenntnisse: Kaum Einfluss auf Leistung mit längerer Testung (Information + Motivation wichtig)
  • Unbeaufsichtigte Testung (unproctored) Offen (z.B online frei zugängliche Tools)Kontrolliert - Niemand anwesend aber Zugangsbeschränkung Inkonsistente Testwerte zwischen beaufsichtigter/unbeaufsichtigter Testung (aber auch nicht immer). Ausmaß ist testabhängig. Kaum sign. Effekte.
  • Beaufsichtigte Testung Überwacht (supervised) - Testleiter anwesendÜberwacht (managed) - Testleiter anwesend + Testort festgelegt  Inkonsistente Testwerte zwischen beaufsichtigter/unbeaufsichtigter Testung (aber auch nicht immer). Ausmaß ist testabhängig. Kaum sign. Effekte.
  • Testschutz Schutz vor...- unkontrollierter Verbreitung- Verbreitung im Netz- Ausdruck über frei zugängliche Qualifikationsarbeiten (Bsp. Anhänge v. Bachelorarbeiten)- Zugang durch nicht qualifizierte/autorisierte Personen- Verletzung der Sicherheit v. Testmaterialien Ausnahme: "Open-Access"-Verfahren (Bsp. International Personality Item Pool)
  • Arten von Betrug/Verfälschung - Vorwissen zu Test nutzen - Erhalt von Expertenhilfe während des Tests - nicht authorisierte Testhilfen nutzen - Testteilnahme durch jemand Anderes  - Verfälschung bereits erhobener Daten/Auswertungsbogen - Abschreiben
  • Gefahren für Testschutz - Diebstahl von Testmaterialien (Booklets oder Testbögen) - Einzelne Fragen abfotografieren/kopieren - Aufzeichnung der gesamten Testung - Erinnerung von Testmaterial  - Fragen Aufzeichnen (verbal/schriftlich)  - Erhalt von Testmaterial durch korrupte Testmitarbeiter
  • Maßnahmen des Testschutzes Sicherheitsplan (-komitee) erstellen + implementieren + auf sicherheitslücken eingehen Registrierung der Testanden (+ Authentifikation) Test- und Itemdesign + Testentwicklung Zur Verfügung stellen/Veröffentlichen des Testmaterials hinterfragen Testaufsicht Scores Langzeitige Sammlung von Daten über Test + Testanden  Ideen: Re-Tests vermeiden, beschränkte Darbietung der Items, zufällige Reihenfolge von Testteilen, sichere Server, vertrauenswürdige Mitarbeiter, Verschlüsselung
  • Leistungstests Erfassen Indikatoren für Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Wissen (maximales Verhalten) → Fähigkeiten = Potenzial zum Fertigkeits- + Wissenserwerb
  • Testwiederholung (Effekte + Lösung) Neutral - Negativ: Automatisierung, Erinnerung, Erwerb Testfertigkeit, Pesudo-Effekte (wenn nur Teilgruppe wiederholt)Positiv: Reduktion Testängstlichkeit, Diff. Fähigkeitsentwicklung Lösung: Alle erhalten Übungsmaterial, einfache, kurze, klare Instruktionen, offenes FormatAnmerkung: Nicht zwangsl. Einfluss auf Validität durch erh. Mittelwerte, kann aber 
  • Kategorien (Leistungstests) Allgemeine Leistungstests Intelligenztests Funktions- und Eignungstests (Bsp. Postkörbe) Entwicklungstests Schultests
  • Kritik an Intelligenztests (Süß und Beauducel, 2001) Gegen Messen Gegen Zuschreiben einer Maßzahl als Indikator für Intelligenz Gegen Kulturabhängigkeit  Gegen mangelnde Testfairness ggü. sprachl. Minderheiten Gegen Dekontextualisierung der Aufgaben Kritik an Kriteriumsvaliditäten
  • Anmerkungen (Intelligenz) Verfahren mit höchster Aussagekraft (Kriteriumsvalidität etc.)  Andere Merkmale mit anderen Indikatoren besser erklärbar (Bsp. Gewissenhaftigkeit) Can-Do KEIN Will-Do-Kriteirum, außerdem Glück und Übung Auswahl sehr wichtig, besonders Bereich Hochbegabung viel Variabilität der Testergebnisse