Bio (Fach) / Vorlesung 11.1 (Lektion)

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Emotionen

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  • Biopsychologische Unterscheidung von Emotionen Untersuchung des Gehirnzustandes durch bildgebende verfahren Betrachtung vegetativer und Hormoneller Prozesse (Hautleitfähigkeit, Herzrate...) Messung motorischer Reaktionen (Gestik, Mimik
  • Psychophysiologische Verfahren Messen von: Hautleitfähigkeit Herzrate Pupillendilatation ...
  • Das Limbische System - aufbau Gyrus Cinguli Fornix Mammilarkörper Gyrus Parahippocampalis Hippocampus Amygdala Riechbahn Hypothalamische Kerne
  • Das Klüver-Bucy-Syndrom experimente an Makaken mit bilateraler Temporallappenläsion u.a. Amygdala und Hyppocampus Verhaltensänderungen:  - Reduzierte Angst und aggressivität  - Visuelle Agnosie - Erhöhtes orale Exploration - Hypersexualität Limbisches System wichtig für emotionale Ausdrucksweise
  • Furchtkonditionierung Assoziazionen Besondere Beteilitung der Amygdala
  • 2 Signalwege in die Amygdala kurzer: Vom Geniculatum mediale des Thalamus zur Amygdala zu den motorischen und neurovegetativen Regulationszentren Langer: Geniculatum Mediale des Thalamus  zum Akustischen cortex zur Amygdala zu den motorischen und neurovegetativen Regulationszentren   Schädigung des Kurzen (nicht des langen) Weges führt zu Beeinträchtigungen der Furchtkonditionierung 
  • Verarbeitung emotionaler Reize Breiter et al. FMRT-Studie  Gesunde Probanden sehen fröhliche, neutrale und ängstliche gesichter.  ängstliche Gesichter führen zu stärkerer Amygdalaaktivierung als neutrale Gesichter frühliche und neutrale Gesichter unterscheiden sich nihct hinsichtlich der Aktivierung 
  • Affective Blindsight Pegna et al. Untersuchung eines Patienten mit kortikaler Blindheit nach bilateraler Schädigung des visuellen Cortex Visuelle Formerkennung ist auf Zufallsniveau (z.B. Rechteck, Kreis) Aber Emotionen in Gesichtern werden noch häufigerkannt Verarbeitung über kurzen Weg
  • Urbach-Wiethe-Syndrom Seltene Krankheit Autosomal rezessiv  Verkalkung der Gefäße in der Amygdala Absterben der Amygdalaneuronen während Kindheit z.B. S.M.
  • Urbach Wiethe Syndrom Patientin S.M. Problem Furcht in Gesichtern zu erkennen S.M. schaut weniger auf Augenregion hinweise helfen
  • Rolle der Amygdala Auch ohne Amygdala können Gesichtsausdrücke erkannt werden. z.B. durch ventralen Pfad Amygdala aber wichtig für kurzen Weg - schnelle, automatische Aufmerksamkeitslenkung auf emotionale Stimuli in der Umgebbung.  Schädigung beenträchtigt furchtempfinden. 
  • Frühe Emotionstheorien Klassische Betrachtung voe 1900:: Körperprozesse sind unwichtige Begleiterscheinungen mentaler Vorgänge.  James und Lange stellen diese Idee auf den Kopf: James-Lange-Theorie: Das subjektive Erleben einer Emotion ist die Konsequenz der physiologischen Effekte der Emotion. Gedankenexperiment von James:  Stell dir vor, du bist sauer und beruhige deine physiologischen Reaktionen - ärger wird nicht aufrechterhalten
  • Frühe Emotionstheorien 2 Walter cannon und Bard 1927  - Cannon-Bard-Theorie: Periphere körperliche Reaktionen und subjektives Erleben einer Reaktion sind voneinander unabhängig  Thalamus generiert subjektiv erfahrbare Emotionen Fallbeispiele von Leuten, die Suubjektives Erleben nach Rückenmarkschädigungen hatten.
  • Emotionales Erleben nach Querschnittslähmung Hohmann Nach der James-Lang-Theorie müsste emotionale Erleben zurückgehen , weil weniger körperliches Feedback das Gehirn erreicht   Emotionsintensität ist bei höheren Läsionen des Rückenmarks stärker reduziert
  • Frühe Emotionstheorien James Lang und Cannon Bard Cannon-Bard: Erst Angstgefühl dann Audruck James-Lang  - umgekehrt
  • Peripherphysiologische Korrelate emotionaler Prozesse Körperliche Begleiterscheinungen emotionaler Prozesse können durch psychologische Verfahren gemessen werden:  - Elektrodermale Aktivität: EDA  = Hautleitfähigkeit  - Messung der Schweisdrüsenaktivität, nur sympathisch beeinflusst KadiovaskuläreAktivität: Herzrate, Herzratenvariabilität (sympathisch und parasympathisch beeinflusst) Pupillendilatation: (sympathisch und parasympathisch)
  • Peripherphysiologische Korrelate emotionaler Prozesse Allgemeines Vorgehen Messung eines Biosignals Gewinnung einer Numerischen Größe durch weitere Analyseschritte
  • SCR und Konditionierung skin conductance response Bechara et al.  visueller Reiz + aversiver Ton
  • Furchtgeneralisierung Bis zu einem gewissen Grad ist Generalisierung sinnvoll.  aber nicht zu viel Ebenfalls über Hautleitfähigkeit SCR messbar  Konditionieurng kann Kontextabhängig sein. Dabei ist der Hippocampus wichtig. 
  • Emotionales Gedächnis Emotionale Stimuli werden üblicherweise besser erinnert als neutrale Cahill et al. untersuchen das Gedächnis mit  inhalten einer kurzen Bildergeschichte über einen Jungen Der junge erlebt ein schreckliches Ding Gesunde Probanden erinnern den emotionalen Teil besser Patienten mit Urbach-Whiete-Syndrom zeigt diesen Effekt nicht.
  • Rolle der Amygdala Bei Amygdalachädigung erkennen von Gesichtsausdrücken durch andere areale Kurzer Weg funktioniert nciht mehr (Aufmerksamkeitslenkung auf Emotionale Stimuli) Reduziertes Furchtempfinden Defizite bei Abspeicherung emotionaler Komponenten von Erinnerungen