Das Limbische System - aufbau
Gyrus Cinguli Fornix Mammilarkörper Gyrus Parahippocampalis Hippocampus Amygdala Riechbahn Hypothalamische Kerne
Das Klüver-Bucy-Syndrom
experimente an Makaken mit bilateraler Temporallappenläsion u.a. Amygdala und Hyppocampus Verhaltensänderungen: - Reduzierte Angst und aggressivität - Visuelle Agnosie - Erhöhtes orale Exploration - Hypersexualität Limbisches System wichtig für emotionale Ausdrucksweise
Furchtkonditionierung
Assoziazionen Besondere Beteilitung der Amygdala
2 Signalwege in die Amygdala
kurzer: Vom Geniculatum mediale des Thalamus zur Amygdala zu den motorischen und neurovegetativen Regulationszentren Langer: Geniculatum Mediale des Thalamus zum Akustischen cortex zur Amygdala zu den motorischen und neurovegetativen Regulationszentren Schädigung des Kurzen (nicht des langen) Weges führt zu Beeinträchtigungen der Furchtkonditionierung
Verarbeitung emotionaler Reize
Breiter et al. FMRT-Studie Gesunde Probanden sehen fröhliche, neutrale und ängstliche gesichter. ängstliche Gesichter führen zu stärkerer Amygdalaaktivierung als neutrale Gesichter frühliche und neutrale Gesichter unterscheiden sich nihct hinsichtlich der Aktivierung
Affective Blindsight
Pegna et al. Untersuchung eines Patienten mit kortikaler Blindheit nach bilateraler Schädigung des visuellen Cortex Visuelle Formerkennung ist auf Zufallsniveau (z.B. Rechteck, Kreis) Aber Emotionen in Gesichtern werden noch häufigerkannt Verarbeitung über kurzen Weg
Urbach-Wiethe-Syndrom
Seltene Krankheit Autosomal rezessiv Verkalkung der Gefäße in der Amygdala Absterben der Amygdalaneuronen während Kindheit z.B. S.M.
Urbach Wiethe Syndrom
Patientin S.M.
Problem Furcht in Gesichtern zu erkennen S.M. schaut weniger auf Augenregion hinweise helfen
Rolle der Amygdala
Auch ohne Amygdala können Gesichtsausdrücke erkannt werden. z.B. durch ventralen Pfad Amygdala aber wichtig für kurzen Weg - schnelle, automatische Aufmerksamkeitslenkung auf emotionale Stimuli in der Umgebbung. Schädigung beenträchtigt furchtempfinden.
Frühe Emotionstheorien
Klassische Betrachtung voe 1900:: Körperprozesse sind unwichtige Begleiterscheinungen mentaler Vorgänge. James und Lange stellen diese Idee auf den Kopf: James-Lange-Theorie: Das subjektive Erleben einer Emotion ist die Konsequenz der physiologischen Effekte der Emotion. Gedankenexperiment von James: Stell dir vor, du bist sauer und beruhige deine physiologischen Reaktionen - ärger wird nicht aufrechterhalten
Frühe Emotionstheorien 2
Walter cannon und Bard 1927 - Cannon-Bard-Theorie: Periphere körperliche Reaktionen und subjektives Erleben einer Reaktion sind voneinander unabhängig Thalamus generiert subjektiv erfahrbare Emotionen Fallbeispiele von Leuten, die Suubjektives Erleben nach Rückenmarkschädigungen hatten.
Emotionales Erleben nach Querschnittslähmung
Hohmann Nach der James-Lang-Theorie müsste emotionale Erleben zurückgehen , weil weniger körperliches Feedback das Gehirn erreicht Emotionsintensität ist bei höheren Läsionen des Rückenmarks stärker reduziert
Frühe Emotionstheorien
James Lang und Cannon Bard
Cannon-Bard: Erst Angstgefühl dann Audruck James-Lang - umgekehrt
Peripherphysiologische Korrelate emotionaler Prozesse
Körperliche Begleiterscheinungen emotionaler Prozesse können durch psychologische Verfahren gemessen werden: - Elektrodermale Aktivität: EDA = Hautleitfähigkeit - Messung der Schweisdrüsenaktivität, nur sympathisch beeinflusst KadiovaskuläreAktivität: Herzrate, Herzratenvariabilität (sympathisch und parasympathisch beeinflusst) Pupillendilatation: (sympathisch und parasympathisch)
Peripherphysiologische Korrelate emotionaler Prozesse
Allgemeines Vorgehen
Messung eines Biosignals Gewinnung einer Numerischen Größe durch weitere Analyseschritte
SCR und Konditionierung
skin conductance response
Bechara et al. visueller Reiz + aversiver Ton
Furchtgeneralisierung
Bis zu einem gewissen Grad ist Generalisierung sinnvoll. aber nicht zu viel Ebenfalls über Hautleitfähigkeit SCR messbar Konditionieurng kann Kontextabhängig sein. Dabei ist der Hippocampus wichtig.
Emotionales Gedächnis
Emotionale Stimuli werden üblicherweise besser erinnert als neutrale Cahill et al. untersuchen das Gedächnis mit inhalten einer kurzen Bildergeschichte über einen Jungen Der junge erlebt ein schreckliches Ding Gesunde Probanden erinnern den emotionalen Teil besser Patienten mit Urbach-Whiete-Syndrom zeigt diesen Effekt nicht.
Rolle der Amygdala
Bei Amygdalachädigung
erkennen von Gesichtsausdrücken durch andere areale Kurzer Weg funktioniert nciht mehr (Aufmerksamkeitslenkung auf Emotionale Stimuli) Reduziertes Furchtempfinden Defizite bei Abspeicherung emotionaler Komponenten von Erinnerungen