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Transkulturelle Kommunikation (Fach) / Fragenkatalog (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Oellah erstellt.

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  • Wie waren die Kulturkonzepte der Aufklärung? 18. Jh. wissenschaftliche Theorien wurden aufgestellt wie man Kultur erforschen kann Kontakt mit anderen Kulturen verstärkt (Pilgern, Reisen, Kolonialismus), Frage entstand: „Wie kann man Kulturvergleiche mithilfe der Wissenschaft vergleichen?“ Fortschrittsgedanke war sehr zentral und nicht die momentane Befindlichkeit Kulturen unterscheiden sich nicht aufgrund der angeborenen Fähigkeiten, sondern Kulturen sind immer der Ausdruck von unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Entwicklung: zurückzuführen auf Prinzip der rationalen Erkenntnis (René Descartes 1596-1650) Aufklärung: zur Erkenntnis, Wissen zu bekommen durch Lektüre, Schule, Kultur,… Rene Descartes: am Beginn haben alle Menschen in einem unzivilisierten Zustand gelebt (ohne Pflanzenbau, ohne Gesetze, ohne Regierung,..), Vernunft tritt immer stärker auf im menschlichen Zusammenleben, um sich gegen den Feind wehren zu können, braucht man eine Organisation -> man entwickelt Strategien (vernunftsmäßige Entwicklungen), deswegen verließen Menschen den Zustand der Natur und erreichten den Zustand der aufgeklärten Zivilisation (Fortschritt) Adam Smith: 1776 Wealth of Nations, Geburtsstunde der Nationalökonomie, nationales Reichtum gründet auf der Leistung/ Arbeit des Volkes, der Wert einer Ware wird von der aufgewendeten Arbeit in der Produktion bestimmt, je mehr investiert wird, desto wertvoller ist das Produkt (damals Revolution), Karl Marx entwickelt den Gedanken weiter, Kultur wird mit der Schaffung von Reichtum durch Arbeit in Verbindung gebracht, Wertschätzung der Produktion!, Kultur in Verbindung mit Nationalökonomie
  • Was ist der Evolutionismus? • Theorie von der kulturellen Evolution hat alle Kulturtheorien beherrscht, beruht auf der Annahme das Kulturen immer verschiedene Stadien der Entwicklung durchlaufen, der Endpunkt dieser Entwicklung ist der stillschweigend akzeptierte euro-amerikanische Lebensstil (westliche Lebensstil)
  • Vertreter Evolutionismus? Friedrich Hegel 1770-1831These: Entwicklungsstadien der Menschen: Tyrann- nur er hatte die Macht griechischer Stadtstaat- einige Menschen waren frei europäische konstitiunelle Monarchie- alle Menschen waren frei- Problem: Nicht alle waren frei, zB. Sklaven, Frauen, Nicht-Adelige etc... Was bedeutet überhaupt "frei-sein"? Status: Sklaven, Adelige, Gemeine Der Evolutoinismus entwickelte sich hin zu einem Vertrag zw. Arbeitgeber und Nehmer
  • Was ist der Sozialdarwinismus? Alle Entwicklungsmodelle gehen von der Annahme aus, dass sich Kulturen nur verändern,wenn sie in Verbindung mit der biologischen Evolution des Menschen stehen. Endpunktsollte die moderne europäische/nordamerikanische Gesellschaft sein, aber nur die weißeSchicht/Rasse und auch nur die männliche Hälfte davon. 19 JH Anpassung als Parameter zum Erfolg Bevölkerungswachstum: Kampf ums Dasein Anpassung des Menschen an die Umwelt und umgekehrt Überlegung des biologisch tauglichsten Menschen Der Fortschritt ist abhängig vom freien Spiel der rivalisierenden Kräfte Kampf von Individuen, Nationen und Rassen Sozialdarwinismus hat nichts mit sozial zu tun sondern mit gesellschaftlich Grund dafür, dass man an das Monopol des freien Unternehmertums denkt Der Sozialdarwinismus wurde zur Voraussetzung für den radikalen Kapitalismus und den heutigen Neoliberalismus. Die Kultur wird an den biologischen Fortschritt geknüpft und das zieht sich durch das gesamte 20. Jahrhundert. Es kommt zu stärkerer Monopolisierung des Westens durch das Finanzieren von Kriegen, Fall der Mauer, usw. Dadurch entstandein neues Feindbild.
  • Wer war Charles Darwin? 1809-1882Von ihm stammt die Evolutionstheorie (1828). Sie legt die Grundlagen zum Verständnis voneiner Anpassung an den Lebensraum durch Variation und durch natürliche Selektion. DurchAnpassung und Selektion kommt es zu einer starken Differenzierung in den Arten àbiologischer Zugang zur Kulturtheorie. Er prägt Kultur nachhaltig, weil Biologie mit Kulturverbunden ist. Die Evolutionstheorie wird immer Darwin allein zugeschrieben, aber vor ihmwar schon Malthus nahe dran.
  • Wer war Thomas Mathus? 1766-1834Laut ihm hat in der Gesellschaft der am meisten Erfolg, der am meisten angepasst ist à„Essay on population“.Hier ist das Bevölkerungswachstum ein entscheidender Faktor in der Gestaltung vonGesellschaften. Kriege sind verantwortlich für Bevölkerungswachstum, denn oft werden 2/3der männlichen Bevölkerung dadurch getötet und Frauen werden verschleppt oderversklavt. Seuchen behindern auch das Bevölkerungswachstum, z. B. die Pest im Mittelalter.Durch solche Reduzierungen der Bevölkerung kommt das kulturelle Geschehen zum Erliegen und es muss neu aufgebaut werden. Dadurch wird dem Evolutionsgedanken Vorschub geleistet, weil man nach Fortschritt strebt, z. B. Bekämpfung von Krankheiten, Erreichen eines Wachstums.Man kann bei der Instrumentalisierung von Kriegen nie über etwas Linearem sprechen,denn man kann sie nie eindeutig zuordnen. Bevölkerungswachstum führt laut Malthus zumKampf ums Dasein, z. B. um Ressourcen (z. B. Land à ohne Land gibt es Konflikte). DerMensch muss sich hier an seine Umwelt anpassen und die Umwelt muss sich aber auch anden Menschen anpassen
  • Was ist der Marxistische Evolutionismus? 19. JHIst dem Darwinismus genau gegenüber gesetzt, weil es nicht biologisch ist. Es gibt keinenKampf um Dasein, sondern Zusammenarbeit-/Leben. Der Fokus ist im gesellschaftlichen.Vertreter: Karl Marx 1818-1883These: Alle Kulturen durchlaufen verschiedene Phasen, das ist universitalistisch, dh. überallanwendbar. Phasen: Phase: klassenfreie Urgesellschaft Phase: Sklavenhaltergesellschaft Phase: Feudalgesellschaft Phase: Kapitalismus mit kapitalistischen Unternehmertum Phase: Proletariat- es entsteht eine neue Klasse Phase: Sozialismus/Kommunismus: alles Eigentum wird verstaatlichtDiktaturdes Proletariat
  • Was ist der Kulturrelativismus? Gegenposition des Darwinismus Franz Boas (1858-1942) USA, jede Kultur hat ihre eigene und einzigartige Geschichte, jede Kultur soll für sich selbst gesehen werden und nicht im Vergleich oder im Maßstab zu anderen, alle Kulturen sollen als gleichwertig angesehen werden um eine bestimmte Kultur beschreiben zu können, sollte man den besonderen Weg einer Kultur rekonstruieren, warum so eine radikale Gegenposition? eine universelle Kulturwissenschaft kann es nicht geben, weil jede Kultur für sich einzigartig ist es gibt keine höheren und keine niederen Kulturformen, „Wildheit“, „Unzivilisiertheit“, Ethnozentrismus der Forscher kommt dadurch zum Ausdruck (immer wertend)
  • Was ist der Britische Funktionalismus? in Großbritannien, Ende der 30er bis 50er Jahre, erfolgreichste Kulturtheorie Bronislaw Malinowski (1884-1942): bekanntester Anthropologe des 20. Jahrhundert -> Erfinder der Feldforschung, um zu verstehen wie eine andere Kultur funktioniert, muss man in dieser Kultur leben/beobachten, darüber schreiben und mit eigener Kultur vergleichen, mehrere Monographien über seine Forschung (ähnelt einem Tagebuch) Gesellschaft als systematische Ganzheit: -Grundsatz: Eine Gesellschaft muss eine organisierte, eine systematische, eine integrale Ganzheit darstellen. Jedes Individuum hat bestimmte Funktion -> im Zusammenspiel machen sie diese integrale Ganzheit aus, diese Individuen sind funktional mit einander verbunden, Gesellschaften, Systeme zwischen deren Einzelelementen bestehen notwendige Beziehungen. für Weiterentwicklung ist dieses funktionale Zusammenspiel notwendig
  • Was ist Cultural Antropology? Clifford Geertz (1922-2006) Teilbereich der Anthropologie (in den USA entwickelt) befasst sich mit kulturellen Variationen, die unter Menschen der ganzen Welt festgestellt werden. Interpretative Anthropologie -> „Interpretative Culture“ Abstraktionen, Symbolen, Praktiken: man spricht nicht mehr von Menschen, Personen, sondern von Einheiten, symbolische Handlugen,…. Kultur: geschlossenes Bedeutungssystem, ein System von vielen Bedeutungen, die in einer Kultur kursieren und eine Kultur ausmachen, Kulturen können nie von sich aus definiert werden, sie verändert sich immer wieder (er hat gesehen, wie eine Kriegssituation eine Kultur verändern kann), Netzwerke Kultur als Text: Kultur lesen sich wie ein Text, wenn man sie beobachtet, zuerst Kultur als ein Gewebe, Interpretationen einer Kultur als Text sind immer wieder erneuerbar und gehen nicht aus, Kultur: dynamischer Begriff
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  • Was ist die postkolionale Kulturtheorie? Dieses Konzept beeinflusst ganz stark unser heutiges Denken. Den Begriff „postkolonial“ gibt es eigentlich nicht, weil es immer noch koloniale Zustände gibt (z. B. die Präsenz Frankreichs in Afrika) und es gibt den Begriff auch nicht, weil es zig Kolonien gab und jede davon wann anders zu Ende war. Aufgrund dessen, dass Kolonien in die Selbstständigkeit entlassen worden sind und dadurch Probleme entstanden sind, kam es zu gesellschaftlicher Destabilisierung, weil sie in ihren Kolonien abgehen bzw. in ihrem Mutterland. Es gibt eine große Schicht in den ehemaligen Kolonien, wo es zu starkem Wohlstand gegen die Vereinnahmung der Kolonien durch dasMutterland gekommen ist, v. a. durch Intellektuelle. In den 80ern haben sich post-colonial studies entwickelt. Sie versuchen, von wissenschaftlicher Seite her die hierarchischen Unebenheiten zu reflektieren und miteinander in Beziehung zu setzen. Macht steht dabei im Mittelpunkt à eurozentrisches Denken wird in 1. Linie angeprangert.
  • Welche Thesen haben Spivak, Bhabla und Said vertreten? Vertreter der postkolonialen Kulturtheorie Spivak *1942: beschäftigte sich v.a. mit Frauenfragen und feministischen Theorien Bhabha *1949: Hat sich Wandel von Kulturkonzepten im Zeitalter von globaler Mitgration angesehen- Migration: es kommt zu einer starken Verwobenheit mit Kulturen= Hybride Kulturen. Hybridität steht daher für ihn im Vordergrund und Kultur ist immer ein Produkt der Übersetzung. Dadurch entsteht Kultur immer neu, weil es immer wieder neue Interaktionen gibt und alles immer wieder übersetzt wird à außergewöhnlich dynamisch. Kreierte auch Konzept des dritten Raumes: wenn 2 verschiedene Kulturen aufeinandertreffen entstehen 3 Räume. Jede Kultur hat seinen eigenen Raum und im 3. Raum finden die Umdeutungen statt. Der Inhalt des 3. Raumes ist immer etwas vorher nicht Dagewesenes, weil immer verschiedene Elemente im Raum zusammengesetzt werden. Said 1935-2003: Er schrieb das Buch „Orientalism“ oder „Orientalismus“. Darin hat er nachgewiesen, wie durch Malerei, Literatur, etc. ein Bild vom Orient geschaffen worden ist, was es dem Westen erleichtert hat, diesen Orient zu unterwerfen, wegen ausbeuterischer, frauenfeindlicher, usw. Lebensweisen. Said macht Untersuchungen, wie die Mechanismen der Exotisierung und der gezielten Fälschung über die Jahrhunderte vorangegangen sind. Es kommt zu Dichotomie zwischen aufgeklärtem Westen und mysteriösem exotischem Orient. Daraus resultiert die Feindseligkeit gegenüber dem Islam.
  • Kultur als Übersetzung? baut auf den postkolonialen Theorien und deren Fortsetzungen auf. holistische Kulturverständnis hiermit endgültig überwunden. Hol. Kulturverstä. immer etwas, was man ganzheitlich erklären kann, z. B. „Identität leitet sich von Kultur und Sprache ab“ (wäre holistisch und stimmt überhaupt nicht). Es wird die Pluralisierung von Kulturen berücksichtigt. . Man schaut also auf das, was ständig entsteht --> auf die Übersetzung kultureller Elemente. Man schaut auf Komplexität von Kulturen und darauf, wo ich mich in dieser Kultur befinde und wie ich mich darin verändere Kultur ist immer das Produkt dieser Übersetzungen. Doris Bachmann-Medick:- Sie ist hier die zentrale Person und sie baut auf Baba auf.- Sie geht davon aus, dass es zwischen Kulturen immer Aushandlungsprozesse gibt.- Manches wird dann angenommen, manches nicht und das nicht nur verbal.- Daraus resultiert, dass Kultur nicht an nationaler Grenze aufhört, denn es gibt keine Grenzen oder Überpappungen, v.a. in den Migrationsgesellschaften Menschen übersetzen immer sich selbst, aber werden auch ständig übersetzt. Das eine istvon mir aus aktiver Vorgang und das andere von mir aus passiver VorgangDie Frage ist nun was passiert, wenn irgendwann alles nur mehr Übersetzung ist. Brauchenwir dann wieder eine neue Denkenstheorie?
  • Was ist die Handlungstheoretische Semantik von Grice? intentionales Modell„Make your contribution such as is required, at the stage at which it occurs, by the accepted purpose or direction of talk exchange in which you are engaged.“ (1975)  „Wie kann Kommunikation gelingen?“ wir gehen von bestimmten Normalitätserwartungen in bestimmten Situationen aus Kommunikation ist intentionales und rationales (vernünftiger Mensch kommuniziert) Handeln Ziel: maximaler Austausch von Information Kommunikation findet nicht statt wenn kein aktives Interesse vorhanden ist Kooperationsprinzipien: Darstellung sehr eurozentristisch, in anderen Sprachen problematisch, nicht universell anwendbar 1.     Principle of quantity – Maxime der Quantität- nötiger Informationsgehalt wird übermittelt- Submaxime: überflüssiges Gerede vermeiden- Bsp: Sprecher aus westlichen Umfeld = detaillierter, Sprache aus östlichen Umfeld          findet dies unnötig 2.      Principle of quality – Maxime der QualitätKern -> möglichst nur wahre Informationen, nichts sagen wofür man keine Beweise hatBsp Notlüge, Witze, Ironie, 3.      Principle of relation – Maxime der Relevanznur Informationen vermitteln die zum Thema gehören, die relevant sind, 4.      Principle of manner -  Maxime der Klarheitsei klar, Unklarheiten und Wagheiten vermeiden, an einer gewissen Logik orientierenWitze spielen mit dieser Maxime der Wahrheit oder Sarkasmus
  • Was und von wem ist das high-context vs. low-context Modell? betrifft die Maxime der Quantität aber auch die der Relevanz behandelt die Direktheit von Aussagen starke Kulturspezifik erkennbar Kulturen unterscheiden sich durch die Direktheit der Aussagen high-context-Kulturen: kommunizieren Inhalte weniger direkt als low-context-Kulturen, bei high-context entnehme ich schon viel aus dem Kontext aus dem Umfeld, es wird oftmals anders verpackt low-context: mehr Informationen über des expliziten Code kommuniziere, direkt ansprechen,Beispiel: Verträge -> in low-context-Kulturen ist ganz vieles vertraglich geregelt (alles muss explizit schriftlich geregelt werden), in high-context-Kultur ist dies nicht sehr zentral (mündlich, Handschlag gilt)
  • Kulturvergleichende Modelle & Zugänge? Auswahl nach Bekanntheitsgrad und Einfluss: Hall: „Silent Language“ (Eisberg-Modell) Kluckhohn/Strodtbeck: Wertorientierungen Hofstede: Zwiebelmodell Hofstede: Kulturdimensionen GLOBE-Studie European Values Studies (EVS) Maletzke: Strukturmerkmale
  • Gert Hofstede: „Kulturdimensionen“ Ergebnisse? 5 Dimensionen:  Machtdistanz Kollektivismus vs Individualismus Maskulinität vs. Feminität Unsicherheitsvermeidung langftistige vs. kurzfristige Orientierung
  • Globe Studie? Verhalten in Organisationen, im ManagementFührung und Verhalten in UnternehmenKulturdimensionen: Ungewissheitsvermeidung Machtdistanz Institutioneller Kollektivismus Gruppen- und Familienkollektivismus Geschlechtergleichheit Durchsetzungsfähigkeit Zukunftsorientierung Leistungsorientierung Zwischenmenschliches Verhalten
  • European Values Study & World Values Survey? Langzeitstudien -> über mehrere Jahre EVS-Stiftung Atlas der europäischen Werte Vogelperspektive, bipolar praxisrelevant, je mehr man in die Tiefe geht -> desto mehr Unterschiede
  • Was ist die Kommunikationspsychologische Perspektive und die Axoime der menschlichen Kommunikation? Axiome (Grundsätze) der menschlichen Kommunikation -> Watzlawick/Beavin/Jackson (1969/2000) Störungen der Kommunikation (Konflikte zwischen Personen) Dialogmodell: dialogische und Austausch steht im Vordergrund 5 Grundsätze: Man kann nicht nicht kommunizieren.:Man kommuniziert immer, weil man auch non-verbal kommunizieren und dies nicht ausschalten kann. Selbst wenn ich den Menschen nicht sehen würde. (paraverbale Kommunikation) Inhalts- und Beziehungsaspekt:Beziehungsaspekt bestimmt den Inhaltsaspekt und ist übergeordnet, Beziehungsaspekt ist eine Metakommunikation -> Kommunikation über KommunikationInhaltsebene -> was ich kommuniziere? Bedeutung, InformationBeziehungsebene -> geben darüber Auskunft wie die Informationen zu verstehen sind, wie sie gemeint sindKongruenz vs. InkongruenzInkongruenz -> Verständnis schwerer zu erzielen Interpunktion der Kommunikationsabläufe (Sequenzierung)eine Reaktion/Redebeitrag führt zur nächsten Reaktionetwas Zirkuläres, schwer zu definieren, wo Beginn des Verhaltens ist Digitale vs. analoge ModalitätenKommunikation durch Körpersprache -> analogKommunikation durch Worte -> digital erlaubt mehr Ausdrucksweisen, mehr Feinheitsie ergänzen sich in einer Situation Symmetrie vs. KomplementaritätZentrum: wie ist das Beziehungsgefüge zwischen den kommunizierenden Parteien?symmetrisch: beide sind auf der gleichen Ebenekomplementär: eine Partei ist übergeordnet und hat mehr Handlungsfreiheit (Situation im Gericht beispielsweise)
  • Was sind in der Kommunikationspsyhologieschen Perspektive die 4 Seiten einer Nachricht? Der Inhalt muss gewisse Anforderungen erfüllen. Es gibt 4 Sichtweisen: Sachinformation Selbstoffenbarung- intendiert u. unfreiwillig Definition Beziehung zw. Sender und Empfänger Apell, mit dem auf den Empfänger Einfluss genommen wird Wenn die 4 Seiten passen, ist das kein Problem, aber sobald eine Seite nicht in Ordnung ist,gibt es ein Kommunikationsproblem.
  • Was sind die Schlussfolgerungen der TLW? Übersetzen ist Produktion, nicht Re-produktion Übersetzen bedeutet Ausüben von Macht Hinterfragung von Begriffen wie Autorität, Identität etc. ÜBernahme von Verantwortung für unser Tun und Handeln Übersetzen und Dolmetschen: frauenpolitisches Handeln –nicht nur durch Sprache, auch durch Argumentation es sollte Bewusstseinsarbeit gemacht werden Sprache verändert unser Bewusstsein
  • Was sind die Themenbereich der feministischen TLW? Wiederentdecken "verlorener" Übersetzerinnen und Dolmetscherinnen Feminisische Übersetzungskritik: Rereading, Rewriting,Übersetzungsvergleich Überstezen experiementeller feministischer Literatur
  • Was ist die Motivation für den Eingriff in den Text der Feministinnen? Patriarchskritik: Kritig gegen das System, nicht gegen das Geschlecht Auf bestehende Diskriminierungen in der Gesellschaft durch Sprache zum Ausdruck gebracht: verweisen und abbauen Sprache: Schlüsselinstrument für die gesellschaftliche Veränderung
  • Was sind die Strategien der feministischen TLW? Auf Sprachoberfläche: kosmetische Eingriffe wie das Binnen-I Bewusstwerdung über Diskurse: wie wird geprochen? feministische Strategien auf Wort-, Satz- und Diskursebene wie sehr normativ
  • Was sagt Barbara Godard? Womanhandling= Strategien feministischer Übersetzung: bezieht sich auf die Terminisierungdes Textes und auf den Rythmus: "die Kunst des Übersetzens besteht darin, dass man etwassagt und trotzdem dosiert"
  • Wie agiert eine feministische Translatorin? Will TranslatorInvorherrschende Diskurse annehmen und weiterführen / reproduzieren? Will TranslatorIneinen gesellschaftspolitischen Auftrag erfüllen und –damit normative Strategien in Frage stellend – durch feministische Translationsstrategien zu einer bewusstseinsbildenden Diskussion beitragen?
  • . Was ist der Unterschied bei traditionellen und feministischen Übersetzungen? traditionelle Übersetzung: Sexismus und patriarchalische Strukturen nicht korrigiert- abhängig vom Kontext feministische Übersetzung: Eingriff in den Text
  • Was gibt es zur Zweisprachigkeit in der feminischen TLW zu sagen? Québec: „écritureau féminin“: Sensibilisierung für Thema durch politische Umstände: Zweisprachigkeit undKampf um Erhaltung feministische Bewegung versucht Geschlecht zu rekonstruieren AutorInnen bilden eine Gruppe Gründung/Anfänge von feministischen Übersetzungen/Herausforderung
  • Was sagen Feministinnen in der Translationswissenschaft? Vertreterin: Susanne de Lotbinère-Harwood (1991) Re-Belle et Infidèle. The Body Bilingual: 2-sprachiger Körper Übersetzen ist nie neutral- unterstützt etwas, geht in eine bestimmte Richtung Übersetzung = Ort der Macht Übersetzung: entweder schön=untreu, fragt nicht nach dem Original, oder die Übersetzung ist nicht schön=treu
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  • Wie spiegelt sich die feministische Linguistik in der Translationswissenschaft? Was haben Feministinnen und Übersetzerinnen gemeinsam? Sprache im Zentrum der Arbeit v. TranslatorInnen Veränderungen passieren in der Sprache Ist Übersetzen weiblich? Identitä der Frau als Übersetzerin- auf alle Fälle weiblich= Berufsbild Sichtbarkeit: Durch verschiedene Strategien
  • Was gibt es allgemein zur Feministischen Lingusitik zu sagen? Vorsichtige Verallgemeinerung: Frauen haben weiterhin größere Nachteile in beruflichen Aufstiegschancen (gläserne Decke) Arbeitswelt in weiten Teilen der Welt hierarchisch strukturiert --> prototypisch maskuliner Stil mit kompetitiven Kommunikationsstrategien weiterhin bevorzugt
  • Was heisst doing gender in der konstruktivistischen Hypothese? Geschlecht wird immer neu verhandelt- ständiger Prozess Chance: fehlende Fixierung auf markiertes Merkmalsbündel: Veränderungvon Verhalten denkbar- man muss sich nicht immer zugehörig fühlen Problem: Einzelerscheinungen, die das Geschlecht prägen sind nicht beschreibbar
  • Was sagt die konstruktivistische Hypothese aus? = Dekonstruktion von Geschlecht Sprechen ist in entscheidendem Maßgeprägt: von Wertvorstellungen und Einstellungen von der sozialen Konstellation der Sprechenden von der realen Kommunikationssituation von der Rollenprägung der Beteiligten entsteht während der Interaktion Kategorie „Geschlecht“ nicht essentialistisch Geschlecht ist Konstruktion
  • Was sagt die Registerhypothese aus? Sprecherische Besonderheiten nicht linear Frauen oder Männern zuzuordnen weiblicher Stil“ und „männlicher Stil“ = „female or male register“ keine Normen der Sprache, die an Männer und Frauen gebunden sind
  • Was sagt die Differenzhypothese aus? Relation des „anders als“ zu hinterfragen: männliches und weibliches Verhalten von verschiedenen sozialen Orientierungen bestimmt Frauensprechen ist nicht defizitäre Variante des Männersprechens davon losgelöstes Differentes Unterschiede zwischen Mann und Frau als gegeben vorausgesetzt
  • Was sagt die Defizithypothese aus? Robin Lakoff Frauen gehen stark von Vergleichen aus z.B. „weniger als“, „nicht so viel wie“ oder „mehr als“ Das „Vorhandene“ (männlich dominante) wird zur allgemeinen Norm erhoben daran ist das Besondere, der „Normverstoß“ (= Gesprächsverhalten von Frauen) zu messen
  • Was sind die Thesen des geschlechterspezifischen Verhaltens? Frauen in Sprache und Wirklichkeit unterrepräsentiert 4 Hypothesen spiegeln die Entwicklungen in der einschlägigen Forschung wieder zum Großteil noch heute gültig Differenzhypothese Defizithypothese Registerhypothese Kontruktivistische Hypothese
  • Wie unterscheidet sich der weibliche vom männlichen Gesprächsstil? Weiblicher Gesprächsstil: unterstützende Rückmeldungen indirekte (implizite) Äußerungen versöhnende/vermittelnde Sprechweise Kooperation betonend personenorientiert beziehungsorientiert Männlicher Gesprächsstil: aggressive Unterbrechungen direkte (explizite) Äußerungen konfrontierende/kompetitive Sprechweise Autonomie betonend Ziel-bzw. resultatorientiert sachorientiert
  • Wie unterscheiden sich weibliche von männlichen Gesprächsanalysen? Gesprächsanalysen: Senta Tröml-Plötz Asymmetrie von Rechten und Pflichten für Frauen und Männer in Gesprächen Frauen: schweigen oft, werden häufig unterbrochen, weniger Erfolg beim Durchsetzen eines Themas, müssen kämpfen, um zu Wort zu kommen bzw. am Wort zu bleiben Männer: eher kompetitiv
  • Welche eingebürgerten maskulinen Ausdrücke gibt es im Sprachverlauf? Gefrorene Ausdrücke: Adam und Eva Männer und Frauen Brüder und Schwestern Alltagsmetaphern: Sich auf den Schlips getreten fühlen eines Problems Herr werden der Bart ist ab o Milchmädchenrechnung Otto Normalverbraucher Vater Staat
  • Wie wirkt sich die feministische Linguistik im Sprachsystem aus? Aufwertung der Frau durch Maskulinum Vera ist ein zweiter Mozart Sie steht ihren Mann Abwertung des Mannes durch Femininum heulen wie ein Weib
  • Was ist die feministische Linguistik? Semantische Asymmetrie maskuliner und feminer Ausdrücke361. Master-Meister Mistress-Frau/Geliebte362. Gouverner-Staatsmann Gouvernante-Kindermädchen363. filosofo-Philosoph filosofessa-Plaudertasche364. Maestro-Meister maestra-VS-Lehrerin365. niedriger Rang im Feminimum
  • Was sagt der Poststrukturalismus über Sexus und Genus? Poststrukturalismus: Trennung aufgegeben Sex ist selbst „konstruiert“ = ein Effekt kultureller Diskurse Simone de Beauvoir: „Insofern es für sich existiert, vermag das Kindsich als sexuell undifferenziert aufzufassen Bei Mädchen und Knaben ist der Körperzunächst die Ausstrahlung einer Ichheit, das Werkzeug, das die Erfassung der Welt vollzieht Mittels der Augen, der Hände und nichtmittels der Geschlechtsteilebegreifen sie das Universum.“
  • Welche Definitionen von Sexus und Genus gibt es noch? Symmetrische Verteilung des „Gemeintseins“ nicht mit gemeint statusniedrige Zuschreibung Bsp.: „A lawyer must frequently argue his cas eout of court“: 87 % sagt, es kann sich nur auf einen Mann beziehen. Sprachpolitische Maßnahmen Geschlechtsspezifische Wahrnehmung in der Gesellschaft
  • Was ist Sexus und Genus? SEXUS: biologisch-natürliches Geschlecht unveränderbar (durch Erziehung oder soziale Entwicklung) GENUS: grammatisches Geschlecht soziales Geschlecht soziale oder kulturelle Geschlechtsidentität = „männlich“ oder „weiblich“ veränderbar Beispiel: „Burrnesha“ in Albanien Grammatisches Genus: Herrschaft des maskulinen über das feminine Genus: 49 Zuhörer und 1 Zuhörerin Zuhörer“ Maskulina sind mehrdeutig? Unsichtbarkeit von Frauen und ihrer Leistungen
  • Was macht die feministische Wissenschaft? Es geht nicht um: Erklärung von Verhaltensweisen durch gute oder schlechte Absichten vorwissenschaftlich, subjektiv Es geht darum: Theorien finden, dieErklärungen geben für Unterdrückung zwischen Individuum & Gesellschaft
  • Was ist der Ausgangspunkt und das Ziel des Feminismus? Ausgangspunkt: patriarchalische Struktur Norm: männlich dominiert Sprache Rollenzuschreibung durch Gesellschaft Erwartungen auf Arbeitsmarkt Ziel: Emanzipation –„Befreiung“
  • Wie wirken Machtverhältnisse im Feminismus? Familie Politik Erziehung Kultur Bildung Freizeit … Arbeitswelt
  • Was bedeutet Feminismus? Feminismus ist Politik, eine Politik, die auf Veränderung der realen gesellschaftlichenMachtverhältnisse zwischen Männern und Frauen abzielt.