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Transkulturelle Kommunikation (Fach) / Fragenkatalog (Lektion)
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- Was sagte Luise Pusch? Jeder erlebt seine Menstruation auf andere Art
- Was sind die Genderfragen der TKK? Sprache zwischen Menschen Kommunikation Wahrnehmung von der Welt Sprachen kulturell und gesellschaftlich geprägt Sprachveränderungen in Abhängigkeit von sozialen und politischen Gegebenheiten Sprachveränderungen durch Veränderungen der sozialen „Wirklichkeiten“ Sprachveränderungen und Machtstrukturen Veränderung des sprachlichen Ungleichverhältnisses schwierig Infragestellung vorherrschender Machtverhältnisse
- Wie werden poltische Framings vermittelt? Beispiel 1: Angela Merkel „Wir schaffen das“ „Wir“-Botschaft Spricht nicht als politische Führungsfigur Bezieht Nation mit ein Gefühl von Gemeinschaft und Kooperation Beispiel 2: Österreichisch-slowenische Grenze, Herbst 2016 Grenzzaun –Werner Faymann: Türl mit Seitenteilen“ technische Sicherheitsmaßnahme, die Österreich nicht einkastelt“ - Verneinung und Abwehr: Aufmerksamkeit Verstärkung des Frames
- Was sind Konservative und Progressive Framings? Konservative Framings: soziale Hängematte Modernisierungsverlierer, etc. Progressive Framings: sauberere Energie
- politisches Framing: Flüchtlingsstrom? Wassermassen, Naturgewalt Hoffnungen und Ängste? Ursachen ausgeblendet o moralisches Szenario: Flut als Bedrohung o subtile Botschaften
- Was ist politisches Framing? Elisabeth Wehling 2016=Sprachbilder, die Denken nachhaltig beeinflussen
- Wie sehen Gesellschaften das "Andere, Fremde, Selbst?" Gesellschaften in Geschichte bemüht, den Fremden aufzunehmen modernes Individuum“: Tendenz, nationale und ethnische Differenz zu wahren
- Was sagt Juliva Kristerva 1984? Das Andere ist die verborgene Seite unserer Identität Fremde wird somit tolerierbar alle sind „kulturelle Mestizen“
- Was ist die Beziehung Fremdes-Eigenes? Beziehung Fremdes –Eigenes: Existenzialistische Fragen: dialektische Beziehungen: relationale Betrachtungsweise; essentialistisch konstruktivistische Betrachtungsweise- Das Eigene ist durch das Andere „konstruiert“.- Das ICH existiert erst durch die Sicht auf das ANDERE
- Was ist das Andere? Definieren wir uns selbst über das Andere? Sind wir nicht erst WIR, wenn wir uns vom ANDEREN unterscheiden? Sind wir immer WIR? Bedeutung des „Anderen“ in der Übersetzung
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- Was ist die nationalistische Definition eines Fremden? Das Fremde ist derjenige, der nicht zu dem Staat gehört, in dem wir sind, ist der, der nichtdie gleiche Nationalität hat.
- Beispiele für das "Fremde"? Nicht-Grieche: „Barbar“ Louis-Jean Calvet, Die Sprachenfresser(1974): Slawen: Deutsche = „Nemjets“ (= „stumm“) Mali: Name des Volkes Bobo auf Bambara = „der Stumme“; Gallier: von angelsächsischen Eroberern „Welsh“ („Fremde“) genannt Seit Französischer Revolution: fremd ist, wer nicht zu Staat und Nation gehört.
- Wie wird man fremd? „unbekanntes Wesen“ Mobilität: Diplomatennetzwerke, Pilgerreisen, Handelsreisen, Ausbau von Straßen, Kolonisierung Begegnungen mit Fremden enormes Wissen über den Fremden Heute: „Fremdes“ prall gefüllt mit Inhalten
- Beispiel für Andere/Fremde/Selbst? Hans Magnus Enzensberger (1994) Die große Wanderung Eisenbahnabteil: „transitorischer Aufenthalt“ = Übergang zwischen „Fremdem“ und „Eigenem“ flüchtige Bleibe“ = Zustand zwischen zwei Bewegungen Passagier als Negation des Seßhaften“ = EmigrantInbzw. MigrantIn
- . Welche Konzepte gibt es zur Erfassung des "Fremden"? Verflechtungen (u.a. Migration) Notwendigkeit bzw. Forderung nach partnerschaftlichem Umgang mit dem Fremden die Forderung nach „politicalcorrectness“ Neuinterpretation von historischen Geschehnissen (Orientalismus)
- Was ist die Kommunikationswissenschaftliche Perspektive nach Burkhart? Soziales Verhalten kommunikatives Potenzial, nicht alles kann als Verhalten gedacht sein Soziales Handeln intentionales Verhalten, Motivation; Handeln auf andere Person bezogen Soziale Interaktion man agiert in einem bestimmten Umfeld (Gesellschaft und Sprache) Vermittelter Prozess primäre Medien sind Medien des menschlichen Elementarkontakts (Sprache); sekundäre Medien sind Medien die auf der Produktionsseite etwas Technisches brauchen; bei tertiäre Medien braucht man auf beiden Seiten etwas (Telefonieren, Schreiben) Ziele des kommunikativen Handelns ist Verständigung Durch Feedback wird bestätigt, dass die Aussage angekommen ist
- Was ist verbale + nonverbale Kommunikation? NVK =permanentes Senden von Informationen Bewusst (=kommunikativ) oder unbewusst unabhängig von Sprecherintention als kommunikativ oder nicht kommunikativ aufgefasst nicht jedes NV Verhalten wird als Kommunikation interpretiert, daher potenziell perma-nente Kommunikation z. Bsp.: alltagspraktische Handlungen: im Allgemeinen nicht kommunikativ, jedoch potenziell kommunikativ
- Was ist die paraverbale Dimension? Intonation / Tonfall wie stellt man eine Frage Lautstärke kann verschieden aufgefasst werden, laute und leise Sprachen/Kulturen; bei leisen Kulturen kann lautes Sprechen als eine Beleidigung gesehen werden; umgekehrt auch bei lauten Kulturen Sprechgeschwindigkeit --> schnell ist italienisch, spanisch; finnische Sprache ist langsam Sprechpausen und Schweigen Pause kann nachdenken sein, Respekt zeigen; wenn man das aber nicht weiß, kann es zu Problemen kommen; asiatische Kulturen haben das Schweigen als Kennzeichen, Schweigen kann als höflich empfunden werden Sprecherwechsel (Turn-taking) --> mit bestimmten Mitteln signalisiert man das Ende eines Gesprächs
- Warum lächelt Mona Lisa? Strittig: universell vs. kulturell determiniert internalisiert verinnerlicht, Teil des Sprechverhaltens neuro-kulturelle Theorie der Mimik Beispiele Lachen: freudige Emotion vs. verbergen negativer Gefühle Witz/Fröhlichkeit vs. Anzeichen von Verwirrung sind anerzogene Verhaltensmuster
- Blickkontakt- was sagt er in der Kommunikation aus? „Schau mich an, wenn ich mit dir spreche!?“ physiologische Universalität (durch den Körper ermöglicht) vs. kulturelle Bestimmtheit (Ge-schlechterrolle) expressive Funktion, Appellfunktion, phatische Funktion (ein Gespräch herstellen) großer Bereich unerforscht Beispiele- Respektsbezeugung vs. Respektlosigkeit- Ehrlichkeit vs. Verschlagenheit- Ehrlichkeit vs. Bedrohung
- Was weiß man über die Kinesik? Unterschied Gestik und Körpersprache?- Gestik mit den Händen und Körpersprache entspricht dem Rest Körperhaltung/Bewegung: (schwach) kommunikatives Potenzial Bsp.: Ausmaß von Gestikulieren von Land zu Land anders manche mehr, manche weniger Bedeutung von bestimmten Gesten --> nicht einheitlich
- Körperkontakt: Bitte nicht berühren? Kann kommunikative Funktion haben, muss es aber nicht Soziokulturelle Konventionen: Ausmaß und Akzeptanz von Berührungen variieren es gibt hier gewisse Regeln, die sich von Kultur zu Kultur unterscheiden „Kontaktkulturen“ Kulturen, die sehr viel Körperkontakt pflegen Toleranzgrenzen für physischen Kontakt- sind von dem bestimmt, was wir gewohnt sind und die Toleranzgrenzen hängen auch von der Situation ab- Wenn Toleranzgrenze überschritten werden, dann fällt es einem auf, vor allem, wenn es anders ist, als man es gewohnt ist Mit professionellen Berührungen hat man weniger ein Problem, z. B. beim Arzt oderFrisör Bsp.: Berührungen zur Begrüßung Zu starker vs. fehlender Körperkontakt
- Was sagt das Raum- und Distanzverhalten (Proxemik) aus? nach Hall Bei jeder Kommunikationssituation haltet man einen bestimmten Abstand zu den anderen, die mit im Raum sind = Proxemik Territorialverhalten (haben nicht nur Tiere, sondern auch Menschen) und Verteidigungsstrategien öffentliche Territorien (z. B. große Plätze) Heimatterritorium: „relativ frei zugängig, wird aber von einer bestimmten Gruppe verwaltet“, z. B. Restaurant, Uni, WG man kann sich relativ frei bewegen, aber man muss trotzdem bestimmten Regeln folgen Interaktionsterritorium: da ist nur ein vorrübergehender Kontakt erlaubt, z. B. Bus,Frisör Persönlicher Raum des Individuums: mein eigener Bereich, den ich selbst wahre um mein persönliches Territorium zu verteidigen verwende ich Zeichen oder andere Gegenstände und man hat bestimmte Strategien, wie man sein eigenes Territorium verteidigt Interaktionsdistanz = der Abstand, den ich in einer Situation als angemessen empfinde abhängig von Situation und Personen ist stark kulturell abhängig Distanzzonen (Hall): gelten vor allem für die westliche Welt (USA)-Intimate distance (intime Distanz): bei Partnern, Familie, Mutter-Kind- Personal distance (persönliche Distanz): sehr gute Kontakte, z. B. mit Freunden- Social distance (soziale Distanz): im täglichen Leben, z. B. im Supermarkt- Public distance (öffentliche Distanz): vortragsmäßig vor größeren Ansammlungenvon Zuhörern
- Welche Begriffe prägen die transkulturelle Kommunikation? Interkulturell Multikulturell Transkulturell
- Was bedeutet Interkulturalität? Kultur- klar abgrenzbar- wie eine Insel abgeschottet abgregrente Ränder Interkultureller Austausch
- Was bedeutet Multikulturalität? der Begriff wird für Kulturen in ein- und derselben Ges. verwendet. zB: Ghetto- viele Kulturen nebeneinander Grüppchenbildung: Gruppe mit speziellen Eigenschaften lt. Welsch gibt es in der globalen Welt kein Abgrenzungen
- Was bedetutet Transkulturalität? Vernetzung-Globalisierung-übergreifende Kommunikation Lebensformen grenzen sich nicht mehr voneinander ab es gibt eine Überschneidung- pos. lt. Welsch eine Kultur hat grenzüberschreitende Kulturen-Hybridenkultur Verschmelzung der Kulturen
- Was heisst Dolmetschen? Was ist der Unterschied zu Übersetzungen? Es ist eine kreative Tätigkeit, weil man neue Wörter in der anderen Sprache für etwasGesagtes finden muss, aber auch rekreativ, weil man an das Gesagte des anderen gebundenist. „Korrigierbarkeit“ ist ein Kriterium, was das Dolmetschen vom Übersetzenunterscheidet, weil beim Dolmetschen gibt es wenig Korrigierbarkeit bis hin zu gar keiner,weil ich sofort agiere. Beim Übersetzen hingegen, kann ich den Ausgangstext mehrmalsdurchlesen und auch den selbst verfassten Zieltext mehrmals korrigieren und durchlesen. Ein weiterer Unterschied ist natürlich, dass Dolmetschen mündlich und Übersetzenschriftlich ist. Beim Dolmetschen kann man nur im Nachhinein korrigieren und ist sehraugenscheinlich.
- Welche Arten des Dolmetschen gibt es? Nach ÖNOM 1202: Simultandolmetschen: technisch vermittelndes Simultandolmetschen= Kabinendolmetschen über Kopfhörer und einer technischen Anlage- es gibt Richtlinen, wie die Kabine aussehen muss. Simultandolmetschen ist sehr anstrengend für den Dolmetsch da er nur für kurze Zeit hohe Qualität beim Übersetzen hat. nicht technisch vermittelndes Simultandolmetschen: Flüsterdolmetschen,Vom Blatt dolmetschen, ins Ohr-Simultandolmetschen immer zeitversetzt Konsetivdolmetschen: Sprecher spricht- Pause- Dolmetsch gibt das Gesagte wieder. Der Dolmetsch hat seine eigene Notiztechnik: Symbole, Wörter, individuelle Notizen
- Welche Gesprächssituationen gibt es beim Dolmetschen? Direkte Gesprächssituationen: oft konsekutiv, weil nicht immer volle längere Reden wiedergegeben werden- Gesprächsdolmetschen, Verhandlungsdolmetschen, Community Interpreting) Konferenzähnliches Setting (Konferenzdolmetschen) Kommunikation in öffentlichem Medium (Mediendolmetschen, TV-Dolmetschen) Räumlich getrennte Gesprächsteilnehmer (Telefondolmetschen, Videokonferenzdolmetschen) Begleitung der Gesprächsteilnehmer durch Dolmetscher (Begleitdolmetschen)
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- Welche Einteilung für Arbeitssprachen gibt es? A-Sprache- Native Speaker B-Sprache-Muttersprachenähnlichse Verhältnis C-Sprache-passives Verständnis für Sprache
- WIe ist das Kompetenzprofil eines Dolmetsch? Sprach- und Textkompetenz Kulturkompetenz Dolmetschkompetenz das Beherrschen der verschiedenen Dolmetschtechniken und das Wissen, welche Technik ich in welcher Situation einsetzen sollte Psychosoziale Kompetenz man soll auch das Wissen haben, wie man mit schwierigen Situationen umgeht und erkennen, dass ich mich in einer schwierigen Situation befinde- Dolmetscher können einer sekundären Traumatisierung erleiden und damit dasnicht passiert, braucht man diese Strategie- Vor allem im Community Interpreting oder auch Verhandlungsdolmetschen. Sach- und Recherchierkompetenz: man braucht Vorwissen über das Thema- man muss sich auf die spezifische Situation vorbereiten
- Welche Berfufsverbände für Dolmetsch gibt es? National: Universitas, Österreichischer Verband der Gerichtsdolmetscher, ÖsterreichischerGebärdensprachdolmetscherInnen-Verband
- Welche Kodizes gibt es für Dolmetscher? Berufs- und Ehrenkodizes, Normierung (z. B. in Österreich die ÖNORM)
- Welche Arbeitsfelder gibt es beim Konferenzdolmetschen? Simultanes Konferenzdolmetschen Konsekutives Dolmetschen Konferenzdolmetscheb bei internationalen Organisationen Dolmetsch können freiberuflich oder Angestellt sein
- Was für Merkmale hat das Gerichtsdolmetschen? Allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Dolmetscher Beglaubigte Übersetzungen, können nur sie ausstellen (Stempel kommt drauf) Prüfungsverfahren muss Prüfung vor Kommission ablegen Berufsschutz, d.h., dass das nicht einfach jeder machen kann, sondern sein Können nachweisen muss Sachverständigen- und Dolmetschergesetz und Gebührenanspruchsgesetz Österreichischer Verband der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Dolmetscher Es ist gerichtlich festgelegt, dass ein Dolmetscher hinzugezogen werden muss, sonst hat man kein Recht auf einen Dolmetscher
- Was ist das Communitiy Interpreting? Das ist das Dolmetschen für verschiedene Behörden für Randgruppen (Flüchtlinge,Asylwerber z. B.). Professionelles Dolmetschen gibt es hier eher selten, sondern esdolmetscht einfach der, der behauptet, dass er die Sprache beherrscht.
- Was ist Mediendolmetschen? Dolmetschen vor Publikum TV oder Hörfunk hohes Qualitätskriteium "perfekte Texte" Live-Dolmetschen voice methoing, voice-over, Untertitelungen, Synchronisation Kurzfristigkeit belastende Arbeitszeiten Störfaktoren: akkustisch/visuell
- Was für Arbeitsfelder gibt es beim Übersetzen? Übersetzungen sind omnipräsent sind fast immer im Hintergrund z. B. technische Dokumentation, Lokalisierung, Terminologiemanagement Übersetzen ist jederzeit kontrollierbar und korrigierbar Unterschied zum Dolmetschen. Auch beim Übersetzen brauche ich Kenntnisse über die Kultur
- Was macht Gestik und Körpersprache? Unterschied- Gestik mit Händen, Körpersprache entspricht dem Rest Körperhaltung/Bewegung: Schwach kommunikatives Potential Ausmaß von Gestikulation: von Land zu Land anders, manche mehr, manche weniger Bedeutung von bestimmten Gesten ist nicht einheitlich in jedem Land