Psychologie (Fach) / Testtheorie (Lektion)

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Diese Lektion wurde von FlorianMiehe erstellt.

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  • was ist eine nominalskala bzw. was unterscheidet sie? nenne ein beispiel: ist diskret/ kategorial, unterscheidet gleich oder ungleichz.b. geschlecht oder religion
  • was ist eine ordinalskala/ was unterscheidet sie? nenne den sonderfall unterscheidet ob größer/ kleiner, macht aber über die abstände keine Aussagez.b. schulnoten, dienstrangspezialfall: rangskala, hier kann jeder Rang nur einmal vergeben werdenz.b. siegertreppchen
  • was ist eine intervall skala? metrisch, die größe der abstände ist exakt bestimmbarund kein natürlicher nullpunktz.b. jahreszahlen, temparatur (celsius)
  • was ist eine rationalskala? metrisch, MIT natürlichem nullpunktmultiplikative transformation möglichz.b. gewicht, geld, temparatur (kelvin)
  • was ist erst ab einem metrischen skalenniveau sinnvoll/ möglich? (intervall-/ rationalskala) Differenz/ Summenbildung, mittelwert
  • was ist der Unterschied zwischen der intervall und der rationalskala? intervalskala hat KEINEN natürlichen Nullpunktdafür sind bei der rationalskala multiplikative transformationen möglich
  • was ist grundsätzlich bei allen skalen möglich? stichwort transformation Für alle Skalen gilt: In übergeordneten („höheren“) Skalen sind alle Transformationen in niedrigere Skalen möglich.
  • ordne zu: - Ordinal/Rangskala, Nominalskala, Metrische skalen (intervall, rational) und - Modalwert, arithmetisches Mittel, Ordinalskala Nominalskala -> Modalwert (häufigster wert)Ordinal/Rangskala -> Median (mittlerer wert)metrische skalen -> arithmetisches mittel
  • wie können häufigkeiten dargestellt werden? absolut = ganze (an)zahlenrelativ = zahlen zwischen 0 - 1 oder brüchekumulativ = summe inklusiv vorheriger häufigkeitein (asolut oder relativ)                  -> muss mindestens ordinalskaliert sein
  • nenne die wichtigsten lagemaße erwartungswert, arithmetisches mittel, median, modalwert, quantil
  • nenne die wichtigsten streuungsmaße varianz, standardabweichung, variationskoeffizient, interquartilabstand
  • nenne die wichtigsten zusammenhangsmaße kovarianz, korrelation (z.b. pearson, kendalls-tau, spearmans rho), partielles Eta- Quadrat
  • wie berechnet man die varianz? 1/ n-1 x Summe (xi - AM)2
  • wie berechnet man die standardabweichung? (nicht die formel gefragt) ich berechne die varianz und ziehe die Wurzel daraus
  • was ist die Population? die grundgesamtheit, also die menge aller potenziellen untersuchungsobjekte
  • was ist die stichprobe? eine teilmenge der population, die unterucht wird(in ausnahmefällen kann die stichprobe die population sein)
  • wie kann man den populationsparameter noch nennen? wahrer wert -> im allgemeinen nicht bekannt
  • wie schätzt man den unbekannten wahren wert der population? indem man den stichprobenparameter/ schätzer heranzieht z.B.: Erwartungswert μ geschätzt durch AMVarianz σ2 geschätzt durch σ^2 Korrelation ρXYgeschätzt durch rXY
  • wie sieht eine gerichtete statistische hypothese aus? H0: μ1 ≤ μ2 vs. H1: μ1 > μ2oderH0: ρXY ≤ 0 vs. H1: ρXY > 0
  • wie sieht eine ungerichtete statistische hypothese aus? H0: μ1 = μ2 vs. H1: μ1 ≠ μ2oderH0: ρXY = 0 vs. H1: ρXY ≠ 0
  • einseitige tests sind immer auch... gerichtete tests
  • wofür steht α ? Irrtumswahrscheinlichkeit/ wahrscheinlichkeit für fehler 1. Art= H0 verwerfen, obwohl sie wahr ist -> Gängige Konvention: α = .05 oder .01
  • was ist der beta- fehler? Fehler 2. Art: H0 beibehalten, obwohl H1 wahr ist)
  • für was steht der p-Wert beim hypothesentesten Unter Annahme, dass H0 gilt:-> Wahrscheinlichkeit eine Teststatistik zu erhalten, die gleich oder noch „extremer“ als die beobachtete Statistik ist NICHT: Wahrscheinlichkeit der DatenNICHT: Wahrscheinlichkeit der Gültigkeit der H0
  • wie muss der p-wert sein damit man von signifikanz spricht? Wenn p <α => signifikant => H0verwerfen also p muss kleiner sein als alpha
  • was ist der unterschied zwischen ein- und zweiseitigem testen? der annahme- bzw. ablehnungsbereich der H0z.b. alpha 5%-> einseitig: 5% von einer seite der verteilung abschneiden-> zweiseitig: 2,5% von beiden seiten der verteilung abschneiden
  • nenne die drei hauptgütekriterien objektivität, validität, reliabilität
  • in welche drei bereiche lässt sich die objektivität unterscheiden? –Durchführungsobjektivität (~Testleiterunabhängigkeit)–Auswertungsobjektivität (~Verrechnungssicherheit)–Interpretationsobjektivität (~Interpretationseindeutigkeit)
  • welche 4 arten der rliabilität lassen sich unterscheiden? –Retest-Reliabilität–Paralleltest -Reliabilität–Innere Konsistenz–[Testhalbierungs-(Split Half-) Reliabilität]
  • welche 4 arten der validität lassen sich unterscheiden? –Inhaltsvalidität–Augenscheinvalidität–Konstruktvalidität–Kriteriumsvalidität
  • welche nebengütekriterien gibt es? (7) SkalierungNormierungÖkonomieNützlichkeitZumutbarkeitUnverfälschbarkeitFairness
  • was bedeutet normierung? Umrechnung von Normwerten in andere Normwerte, wenn μ und σ bekannt sind:Umrechnung über z-Wert möglich!d.h: Normwerta-> z-Wert -> NormwertbUmrechnung von Normwert in Prozentrang:Wieder über z-Wert:d.h.: Normwert -> z-Wert -> PR (aus tabelle)
  • was muss bekannt sein um einen normwer in einen anderen zu überführen? μ und σ
  • welche normierung ist die nützlichste und warum? Prozentränge:Unabhängig von der NV; intuitiv interpretierbar;PR gibt an, welcher Prozentsatz der Normstichprobe eine gleich hohe oder kleinere Eigenschaftsausprägung aufweist. Umrechnung von Normwert in Prozentrang über z-Wert:d.h.: Normwert -> z-Wert -> PR
  • was ist ein axiom? Ein Grundsatz einer Theorie oder Wissenschaft, der innerhalb eines Systems begründet oder deduktiv abgeleitet wird (und nicht weiter überprüft werden kann)
  • nenne die drei axiome der KTT 1. existenzaxiom: ein wahrer wert existiert2.verknüpfungsaxiom: das messergebnis setzt sich aus dem wahren wert und dem messfehler    zusammen3. unabhängigkeitsaxiom: der wahre wert und der messfehler korrelieren nicht miteinander/ sind    unabhängig voneinander
  • was besagt das existenzaxiom? es existiert ein wahrer wert  E (xv,i) = T(tau)v,i
  • was besagt das verknüpfungsaxiom? die gemessene Leistung einer Person setztsich aus dem wahren Wert und demMessfehler zusammen Xv,i = T(tau)v,i + E(epsilon)v,i
  • was besagt das unabhängigkeitsaxiom? der wahre Wert einer Person und der beider Messung entstandene Messfehlerkorrelieren nicht miteinander p(rho)(T(tau)v,i, E(epsilon)v,i) = O
  • wofür steht das griechische T(tau)? true score/ wahrer wert
  • wofür steht das griechische E (epsilon)? Messfehler
  • wofür steht das griechische R, das aussieht wie ein p? (rho) korrelation/ zusammenhang
  • wann gilt das unabhängigkeitsaxiom? (stichworte: personen und tests) es wird unabhängigkeit angenommen zwischen:- den messfehlern derselben person bei unterschiedlichen tests- des messfelhlern unterschiedlicher personen beim selben test
  • was muss man tun, um trotz dem messfehler dem wahren wert nahe zu kommen? -> Unabhängigkeitsaxiom:Messfehler korrelieren nicht mit dem wahren Wert. Daher ist die Chance sehr hoch, dass sich die Messfehler bei mehrmaligen Messungen „rausmitteln“ )Aber Achtung: nicht mit demselben Instrument dieselbe Stichprobe untersuchen.
  • was kann aus dem unabhängigkeitsaxiom der KTT gefolgert werden? der erwartungswert des messfehlers ist 0 Eepsilon= 0 
  • was kann aus dem verknüfungsaxiom der KTT gefolgert werden? dass die Varianz des gemessenen Werts sich aus der Varianz der wahren Werte und der Varianz der Messfehler zusammensetzt v²(X) = v²(T/tau) + v²(E/epsilon)
  • was kann aus dem existenz- axiom und verknüpfungsaxiom der KTT gefolgert werden? dass die Kovarianz von gemessenen Werten der Kovarianz der wahren Werte entspricht. SD (XA,XB) = SD (T/tauA,T/tauB)
  • was ist die varianz des wahren werts? Die wahre Varianz bemisst diejenige Variation, welche durch die unterschiedlichen wahren Merkmalsausprägungen der Testpersonen hervorgerufen wird. z.b. wahre körpergröße der studierenden eines Kurses
  • was ist die KTT? Die KTT:Ist eine Messfehlertheorie und hat die Annahme, dass der Messwert einer Person in einem Test-Item immer aus der Komponente wahrer Wert und der Komponente zufälliger Messfehler besteht (Im Gegensatz zur IRT [wird erst später für uns noch interessant], welche latente Variablen zusätzlich noch mit einschließt)-> somit die Axiome der KTT: innerhalb dieses Systems ist alles in sich schlüssig, logisch und begründbar
  • wie sind äquivalente messungen möglich? (4) stichwort: reliabilität - replikation- parallelmessung (gleicher erwartungswert, gleiche fehlervarianz)- tau-äquivalente messungen (gleicher erwartungswert, unterschiedliche fehlervarianz)- essentiell tau-äquivalente messung (erwartungswerte zweier items unterscheiden sich systematisch um eine additive konstante)