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BM8 (Subject) / Produktionsplanung (Lesson)
Produktionsplanung; Auftragsproduktion; Marktproduktion; Fertigungstiefe; Make-or-Buy-Entscheidung; Lean Produktion; Werkstattfertigung; Fließfertigung; Organisationstypen
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- Charakteristik der industriellen Produktion Arbeitsteilung zwischen den Betrieben durch Spezialisierung Standardisierung und Automatisierung zur Erhöhung der technischen und ökonomischen Effizienz (Wirtschaftlichkeit)
- Entscheidungsfelder der Produktionsplanung Nenne 3 Aspekte Strategischer Aspekt Operativer Aspekt Beachtung der Anforderung an Produktqualität und Umweltschutz
- Nennen strategische Aspekte optimale Fertigungstiefe Wahl des Fertigungsverfahrens
- Nennen Sie operative Aspekte Terminplanung Reihenfolgeplanung
- Nennen Sie ein paar Punkte zur Auftragsproduktion Produktion wird erst gestartet, wenn der Kundenauftrag vorliegt. Typisch für Investitionsgüter (kundenspezifische Produkte verhindern Produktion auf Vorrat) und Dienstleistungen (uno-actu-Prinzip) Hohe Anforderungen an die Gestaltung der Produktionsabläufe.
- Nennen Sie ein paar Punkte zur Marktproduktion Produktion nach Vorgaben der Absatzplanung Verkauf erfolgt vom Fertigproduktlager
- Was hält die Absatzmenge im Zeitablauf konstant? Anpassung der betrieblichen Kapazität an die Absatzmenge Lagerhaltung nur für den eisernen Bestand
- Welche Absatzmenge weist Saisonschwankungen auf Anpassung der betrieblichen Kapazität an Spitzenbedarf (Synchronisationsprinzip): hohe Kapazitäts- aber geringe Aufbewahrungskosten Produktion auf "mittlerem" Beschäftigungsniveau (Emanzipationsprinzip): geringe Kapazitätskosten, aber hohe Aufbewahrungskosten Saisonglättung durch Diversifikation (Betrieb wählt diejenige Variante, bei der die gesamten Kosten für einen Saisonzyklus am geringsten sind).
- Was bestimmt die Fertigungstiefe? Die Fertigungstiefe bestimmt die Länge der betrieblichen Wertkette an: Es ist diejenige Fertigungstiefe zu finden, bei der der größte Gewinn erzielt wird.
- Worauf bezieht sich die Fertigungstiefe? wie viele der insgesamt im zu produzierenden Endprodukt notwendigen Bestandteile und Aktivitäten selbst erstellt werden (Eigenfertigung) bzw. wie viele von Zuliefererunternehmen bezogen werden (Fremdbezug).
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- Was bedeutet Make-or-Buy-Entscheidung? Es sind diejenigen Produktionsschritte und Vorprodukte im Endprodukt zu identifizieren, die selbst erstellten werden sollen. Alles andere wird vom Markt zugekauft (Outsourcing).
- Was bedeutet eine integrale Integration? Erweiterungsrichtungen der Fertigungstiefe
- Was versteht man unter einer Rückwärtsintegration? Bisher vom Zulieferer gekaufter Input wird selbst erstellt.
- Was bedeutet eine Vorwärtsintegration? Es werden Produktionsschritte übernommen, die bislang ein Weiterverarbeiter durchführte.
- Wieso ist ein Fremdbezug vorteilhaft? Ist vorteilhaft, wenn das betreffende Teil von einem Zulieferer zu einem geringeren Preis bezogen werden kann, als man in der eigenen Produktion an Kosten kalkulieren muss.
- Was gehört zu einer Make-or-Buy-Entscheidung Vergleich der eigenen Produktionskosten mit dem Verkaufspreis des Zulieferers zuzüglich Transaktionskosten (z.B. Information, Kommunikation, Qualitätsprüfung) Zulieferer hat möglicherweise Betriebsgrößenvorteile (Economies of Scale) oder niedrigere Lohnkosten. Zulieferer kann auch höheres Know-How besitzen.
- Argumente für einen Fremdbezug? Höhere produktionswirtschaftliche Flexibilität. Senkung der Komplexität des eigenen Fertigungsprogramms. Abbau von Fixkosten: Das Auslastungsrisiko trägt der Lieferant.
- Wo lohnt sich die Eigenfertigung? bei strategischen Teilen Dies sind Komponenten des Produkts, die eine große technologische Bedeutung besitzen und zur späteren "Unique Selling Proposition" (USP) wesentlich beitragen.
- Kriterien für die Make-or-Buy-Entscheidung Verhandlungsposition Marktstruktur und Kosten des Lieferantenwechsels
- Reduzierung der Fertigungstiefe Unternehmen beschränkt sich auf solche Produktionsschritte, bei denen es einen strategischen Wettbewerbsvorteil besitzt. Teile, Komponenten und Aktivitäten, für die dies icht erfüllt ist, werden an andere Betriebe weitergegeben. Fremdbezug erstreckt sich nicht mehr auf "einfache" Teile, sondern beinhaltet ganze Baugruppen oder Module. Systemlieferanten zunehmende Spezialisierung aller beteiligten Unternehmen im Wertschöpfungsprozess
- Vorteile einer Werkstattfertigung (gegenüber Fließfertigung) einfachere Produktionsumstellung auf neue Produkte Einrichtung neuer Arbeitsplätze bzw. Stilllegung von Arbeitsplätzen (flexible Kapazitäten durch flexiblen Personaleinsatz) ist leichter möglich. kein kompletter Produktionsausfall bei Störungen. vielseitigere Arbeitstätigkeiten für die Mitarbeiter.
- Nachteile der Werkstattfertigung lange Transportwege Notwendigkeit von Zwischenlager Layout-Planung muss Transport-, Standortwechsel- und Zwischenlagerkosten insgesamt möglichst klein halten.
- Vorteile der Fließfertigung (gegenüber Werkstattfertigung) Effizienz geringe Durchlaufzeiten hohe Produktivität genaue Bestellmengenplanung möglich exakt kontrollierbarer Materialfluss
- Nachteile der Fließfertigung Erzeugnisse müssen voll ausgereift sein (hohe Umstellkosten) Monotonie der Arbeit Hoher Kapitalbedarf Störungsanfälligkeit der Fertigungsstraße (eine Maschine legt den gesamten Fertigungsprozess lahm). Abschreibungs- und Zinsbelastung bleiben bei Beschäftigungsrückgang.
- Was sind alternative Organisationstypen? Gruppenfertigung (Inselfertigung, Fließinselfertigung) Baustellenfertigung
- Was versteht man unter Gruppenfertigung? Fertigungssegmentierung: Zusammenfassung des zu produzierenden Teilespektrums in Gruppen mit ähnlichen Fertigungsanforderungen. Einrichtung eines selbstständigen Fertigungsbereichs für jede Teilefamilie (Fließfertigung), Automatischer Transport der Teile zwischen den Fertigungssegmenten, Organisation als teilautonome Arbeitsgruppe möglich.
- Was versteht man unter Baustellenfertigung? Standortgebundenheit des zu erzeugenden Produkts, erforderliche Produktionsmittel müssen zur Baustelle geschafft werden.