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Förderschwerpunkt Lernen (Subject) / Effektivität von (Sonder-)Beschulung (Lesson)

PPP von Effektivität

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  • Zu welchen Befunden bezüglich der Effektivität der Sonderbeschulung bezüglich kognitiver Variablen und auch emotional- affektiven Variablen kommen einschlägige Einzelbefunde, Befundzusammenfassungen und Metaanalysen? besserer Lernerfolg bei Schülern, die in Regelschulen gefördert wurden, keine/geringe positive Effekte der Sonderbeschulung im kognitiven und affektiven Bereich
  • Zu welchen Befunden kommen Lindsay (2007) bzw. Hattie(2009) bezüglich der Auswirkungen von inklusiver Beschulung? positive Effekte von Inklusion in Pre-School bei kognitiven und sozialen Fähigkeiten, bei älteren Schülern bei der Leistung und der Aufmerksamkeit und für die inkludierten Schüler ansonsten sind die Effekte zwischen den Gruppen nicht verschieden
  • Gibt es aktuell Indizien dafür, dass Sonderpädagogen im Vergleich zu Regelschullehrern möglicherweise weniger über effektive Fördermethoden Bescheid wissen? Ja. Sonderschullehrer schätzen ihre Kenntnisse über relativ effektive Fördermethoden (direkte Instruktion, PC-gestützte Förderung) niedriger ein als Regelschullehrer ihre Kenntnisse über weniger effektive Methoden(Wahrnehmungstraining, Motoriktraining) schätzen sie vergleichsweise hoch ein generell werden die weniger effektiven Methoden überschätzt und die effektiven Methoden unterschätzt
  • Hält der Faktor "Geringere Klassengrößen" das, was man sich langläufig davon verspricht? Nein. praktisch keine Effekte bei Reduzierung der Klassengröße von 40 auf 30 oder 20 Schüler schwache Effekte bei 10 Schülern stärkste und praktisch relevante Effekte bei Größe von 1-5 Schülern
  • Wird in Förderschulen L bezüglich der Sozialformen des Lernens anders unterrichtet als in Regelschulen? Nein. keine signigikanten Mittelwertunterschiede zwischen gefährdeten Grundschülern und Diagnose-Förderklassen-Schülern gleiche Einschätzung der Schüler beider Beschulungsformen zur sozialen Integration
  • Wurde und wird im Förderbereich L bezüglich der Förderkonzepte und Ansätze (Psychomotorik) anders unterrichtet als in Regelschulen und wirkt sih das möchlicherweise aus? Ja, es wird anders unterrichtet. es werden psychomotorische Programme eingesetzt kleine/mittlere Effekte auf Motorik, Wahrnehmung und einige Kulturtechniken, Intelligenz, Verhalten keine Effekte auf Leseleistung --> kein Zusammenhang Lesen und Motorik
  • Sind die beliebtesten Methoden zur Förderung von Kindern mit Lernproblemen auch die effektivsten? Nein. bei Sonderpädagogen sind das tutorielle Lernen, der konstruktivistische Unterricht, das Wahrnehmungstraining und Motoriktraining sehr beliebt, allerdings haben diese Methoden nur eine sehr niedrige bis mäßige Effektivität
  • Skizzieren Sie die wichtigsten Befunde der Untersuchung von Hintz und Grünke(2009) bezüglich der Einschätzung von angehenden Lehrkräften was die Wirksamkeit von Interventionen für den Schriftspracherwerb angeht. es ist auffällig, dass Sonderpädagogen eher ineffektive Methoden in der Praxis anwenden würden als Regelschullehrer
  • Skizzieren Sie die wichtigsten Befunde bei Wilbert und Gerdes (2009) hinsichtlich der Bezugsnormwahl bei der Bewertung schulischer Leistungen durch angehende Lehrkräfte des Förderschwerpunkts L. 1. Studierende passen Wahl der Bezugsnorm an Bewertungsziel an: -Förderung eines Schülers: vermehrt individuelle Bezugsnorm, Heranführung leistungsschwächerer Schüler an Klassendurchschnitt: soz. Bezugsnorm 2. individuelle Bezugsnorm eher bei Leistungsschwachen Kindern 3. stärekere Effekte bei keinem konkreten Bewertungsziels: - Grundlage für Leistungsbeurteilung: Rang eines Schülers innerhalb der Klasse und das Leistungsniveau der Klasse;  individuelle Leistungsveränderung erreicht keine Signifikanz
  • Welche Bezugsnorm gibt es und welches Unterrichtsverhalten zeigen Lehrer mit unterschiedlicher Bezugsnormorientierung? Soziale Bezugsnorm: Lehrkraft erklärt mangelnde Leistung mit Begabung und der generellen Bereitschaft sich anzustrengen sie verteilt Lob und Tadel nach beendeter Arbeit uund lobt gute Schüler auch bei vergleichsweise geringer Leistung sie macht gleichen Unterricht für alle mit wenig Hilfen Individuelle Bezugsnorm: die Lehrkraft erklärt mangelnde Leistung mit ungünstigen Lernbedingungen sie verteilt Lob während der Arbeit, tadelt gute Schüler bei vergleichsweise geringen Leistungen und lobt auch bei durchschnittlichen Leistungen sie individualisiert Unterricht mit variierenden Aufgabenschwierigkeiten und individuellen Lösungshilfen
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  • Welche Förderkonzepte/Maßnahmen/Unterrichtsformen wirken sich bei Kinder bezüglich ihrer Lernfortschritte günstiger aus als andere (Hattie2009)? Tiefenmerkmale des Unterrichts tragen durchgägnig zur kognitiven Aktivierung der Schüler bei Oberflächenmerkmale erweisen sich als weitgehend unwirksam
  • Welche Fehlannahmen(Heward 2003) in der Lehrerschaft "behindern" möglicherweise ein effektiveres Unterrichten im Förderbereich? Bennenen Sie solche Annahmen ung erläutern Sie die Problematik. "Strukturierte Curricula behindern echtes Lernen" Voraussetzung des Lehrers als Tutor, der Kinder beim Lernen begleitet Kind ist freigestellt, welchen Zweck sie dem zu lernenden Inhalt zuweist Frage: Schließen sich Struktur und Freiheit/Kreativität aus`? 2. "Wiederholtes Üben produziert nur Auswendig-Gelerntes, verhindert ein tieferes Verständnis und wirkt abstumpfend" Wer sagt, dass gesamter Unterricht so ablaufen muss? in manchen Situationen ist Vorhandensein bestimmter Wissensbestände Voraussetzung 3. "Erfassen von Leistungsständen/-fortschritt ist unnötig" Vorenthalten von Fortschritten Möglichkeit Gründe für ausbleibenden Lernerfolg zu finden 4. "Jedes Kind lernt anders" andere Persönlichkeit, aber nicht einzigartige Weise zu lernen keine Gruppenbildung möglich und keine Anwendung allgemeinen Wissens über Unterrichtsmethoden und von Gesetzmäßigkeiten
  • Welche Aspekte von Beschulungsmaßnahmen werden in der Analyse von Hattie als tiefenstrukturelle Elemente und welche als oberflächensturkturelle bezeichnet? Welche Effekte auf die Schulleistung verursachen diese Elemente<? Tiefenstrukturelle Elemente: aufwendig zu beurteilen und sind kognitiv aktivierend, d.h. es sind aufgabenbezogene, elaborierende Tätigkeiten(Kleingruppenlernen, kooperatives Lernen, Concept Mapping) --> große Bedeutung, positive Effekte Oberflächenstrukturelle Elemente: objektiv und einfach zu beobachten, beziehen sich auf Rahmenbedingungen von Schule und Unterricht, stehen im Vordergrund bei bildungspolitischen Reformen (Klassenstärke, Schulstruktur) --> weitgehen irrelevant