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Rechtsgeschichte (Subject) / Rechtsgeschichte II Steppan (Lesson)
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- Historische Entwicklungslinie des Erbrechts (Unterscheidung) Unterscheidung Verwandtenerbfolge (modern: gesetzliche Erbfolge) oder Erbfolge durch letztwillige Verfügung ("gewillkürte Erbfolge")
- Nach ABGB gibt es drei Berufungsgründe zur Erbschaft: Testament, Erbvertrag und Gesetz Diese Reihung lässt eine Bevorzugung des Willenselements erkennen.
- Wesentliches Kennzeichen der testamentarischen Erbfolge Formfreiheit
- Was ist ein Kodizill? eine letzwillige Verfügung ohne Erbeneinsetzung
- Wie nannte man das römische Privattestament noch? 7-Zeugen-Testament
- Was ist Merkmal der modernen einseitigen letztwilligen Verfügung? freie Widerruflichkeit
- Was besagt die Willenstheorie? Das Testamentsrecht wird von der Willenstheorie beherrscht, es kommt also allein auf den willen des Erblassers an. Das Testament ist wegen Willensmängeln anfechtbar (wesentlicher Irrtum, Zwang und List).
- Was besagt der sog "favor testamenti"? Diejenige Auslegung soll bevorzugt werden, welche das Testament aufrecht lässt.
- Was ist das Noterbenrecht? Das Noterbenrecht (=Pflichtteilsrecht) geht von der prinzipiellen Freiheit des Erblassers aus. Es kommt erst dann zum Tragen, wenn ein bestimmter Personenkreis im Testament übergangen oder grundlos enterbt wird.
- Nenne ein wesentliches Prinzip des modernen Testamentsrechtes! Testierfreiheit
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- Was ist die Testierfähigkeit? Die Fähigkeit, ein Testament rechtwirksam errichten zu können.
- Ab welchem Alter ist man testierfähig? 18 (früher zuerst 18, dann Frauen 18 Männer 20)
- Wer kann beeinträchtigt oder ausgeschlossen von der Testierfähigkeit sein? Geisteskranke, Ordenspersonen mit feierlichem Gelübde, entmündigte Personen
- Was besagt das materielle Noterbenrecht? Der Noterbe muss auf irgendeine Weise bedacht werden
- Bei der Frage des Inhalts des Testamentes unterscheidet das geltende Recht zwischen: Testament (mit Erbeinsetzung) und Kodizill (ohne Erbeinsetzung)
- Was kann in einem Testament außer der Erbeinsetzung noch enthalten sein? Eine Enterbung als Entzug des Pflichtteils durch letztwillige Anordnung, der ausdrückliche Widerruf eines früheren Testaments, die Einsetzung von Testamentsvollstreckern und unterschiedlcihe Bedingungen und Auflagen
- Welche Testamentsformen kennt das geltende Recht? An Testamentsformen kennt das geltende Recht das private Testament, das wiederum eigenhändig geschrieben, fremdhändig geschrieben, mündlch oder ein Nottestament sein kann. Das öffentliche Testament hingegen wird vor Gericht oder vor dem Notar errichtet.
- Wie kann ein formwidriges Testament trotzdem Geltung erlangen? durch die Anerkennung der Betroffenen (der gesetzlichen Erben) oder durch Verjährung
- Zweck der Testamentsform (Schriftlichkeit): Warnfunktion für den Testator Beweissicherung Kontrolle des Inhalts
- Welche Regeln gelten für Zeugen, die fast bei allen Testamentsformen beteiligt sind? keine Zufallszeugen keine Personen unter 18 Jahren keine Blinde, Tauben, Stumme keine im Testament bedachten Personen keine nahen Verwandten