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Psychologie (Subject) / Grundlagen der Aufmerksamkeit (Lesson)
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- Aufmerksamkeit Zuteilung kognitiver Ressourcen zu laufenden Prozessen
- Fragen der Aufmerksamkeitsforschung was bestimmt, worauf wir achten? wodurch konzentriert man sich auf bestimmte Reize? Modelle der Aufmerksamkeit
- Aufmerksamkeit ermöglicht Auswahl relevanter Informationen zum Zweck der effektiven Verarbeitung Ausblendung irrelevanter Informationen
- Selektive Aufmerksamkeit Auswahl relevanter/salienter Objektmerkmale Willentliche Aufmerksamkeit:exogen, top-down Refelxive Aufmerksamkeit:endogen, bottom-up
- Flaschenhals ohne Aufmerksamkeitsfokussierung parallel laufende Prozesse werden bei erhöhter Aufmerksamkeit seriell verarbeitet Wo ist der Flaschenhals? frühe Aufmerksamkeitsfilterung späte Aufmerksamkeitsfilterung Auswahl der Informationen anhand bestimmter Kriterien begrenzte Verarbeitungskapazität ab Filter mehrere Reize erfordern multiplexing (Hin- und Herschalten)
- Donald Broadbent "Perception and Communication" früher Flaschenhals großer Teil des unerwünschten Inputs wird abgeblockt Zwischenspeicher (Filter) für kurzzeitige Aufbewahrung Auswahl durch physikalische Merkmale erfolgt vor semantischer Verarbeitung
- Cherry Dichotisches Hören Shadowing-Aufgabe kaum Verarbeitung der Informationen des unterdrückten Kanals keine inhaltliche Angaben dazu möglich Selektion früh durch sensorische Merkmale ABER: Frage des Cocktailparty-Effekts!
- Studie von Gray & Wedderburn Dichotisches Hören Instruktion, bedeutungshaltige Inhalte nachzusprechen Wechsel zwischen Ohren kann gefolgt werden Beschattung nach Bedeutung!spricht für späteren Filter
- Studie von Treisman Dichotisches Hören Instruktion, ein Ohr zu beschatten Teilweise folgen Probanden dem semantisch-sinnvollen gegen der Instruktion kein "Alles-oder-Nichts-Phänomen" gradueller Vorgang
- Deutsch & Deutsch ungefilterte Verarbeitung der gesamten Information Begrenzung des Reaktionssystems Verschiedenen Informationen wahrgenommen, aber nur eine beschattet später Filter nach Analyse des verbalen Inhalts Erklärung der Befunde von Treisman bzw. Grays&Wedderburn: Auswahl der Reaktion erfolgt durch Selektionskriterium Kriterium kann semantisch oder physikalisch sein
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- Treisman Dämpfungstheorie Abdämpfung von Informationen wegen physikalischer Eigenschaften "mehr oder weniger" Semantische Verarbeitung unbeachteter Informationen möglich Filter wählt Information, welche beachtet werden soll
- Aufmerksamkeit und Performanz Ausführung mehrerer Aufgaben gleichzeitig Aufmerksamkeitsteilung Filtertheorien: Verarbeitung nach Filter strikt seriell parallele Durchführung nur durch multiplexing des Filters - Leistungseinbußen Psychologische Refraktärperiode:- Reaktionszeit auf 2. Reiz abhängig von zeitlicher Verzögerung zwischen 1. und 2. Reiz- zentraler Engpass der Kapazität
- Dual-Task-Paradigma Ausführungsleistung sinkt bei Ausführung zweier Aufgaben gleichzeitig Performanz abhängig von: Aufgabenähnlichkeit Übung Aufgabenschwierigkeit
- Wickens (Aufgabenähnlichkeit) Theorie multipler Ressourcen Interfernz bei zwei Aufgaben: gleiche Sinnesmodalität gleiche Verarbeitungsstadien gleiche Gedächtniscodes
- Übung bei Doppelaufgaben bei größerer Übung einer der beiden Aufgaben geringerer Leistungsabfall
- Kahneman (Aufgabenschwierigkeit) Theorie von Attention and Effort Aufmerksamkeit als limitierte, flexibel einsetzbare Ressource entweder konzentriert oder aufgeteilt je schwieriger eine Aufgabe, desto mehr der Ressource benötigt sie
- Performance-Operating-Characteristic-Kurve Wickens beide Aufgaben ressourcenlimitiert:Leistungserhöhung der einen Aufgabe führt zu Minderung der anderen Aufgabe wenn kein Einfluss durch Leistungserhöhung der einen Aufgabe, dann seperate Ressourcen!
- Automatische Verarbeitung keine Anforderung an zentrale Kapazität durch Übung -> Automatisierung Experiment von Spelke, Hirst & Neisser zwei-Prozess-Theorien
- Zwei-Prozess-Theorien Mentale Verarbeitung durch automatische oder kontrollierte Prozesse Posner & Snyder: automatisch: ohne Intention, ohne Bewusstsein, ohne Interferenz bewusst kontrolliert: beschränkte Kapazität Ausmaß des Einflusses bewusster Strategien / Intentionen auf Art der Informationsverarbeitung
- Stroop-Effekt inkongruente Bedingung: verzögerte Nennung der Farbe (offene Reaktion unterdrückt)Lesen des Wortes unproblematisch(Farbe ist weniger automatisiert als Wort) kongruente Bedingung Posner & Snyder: - automatische, parallele Verarbeitung bis kurz vor offener Reaktion- automatische Verarbeitung nicht verhindert- intentionaler Einsatz der bewussten Aufmerksamkeit zur Unterdrückung der automatischen Reaktion
- Schneider & Shiffrin Automatische Verarbeitung: rascher Ablauf keine Aufmerksamkeit unvermeidbar Bewusstsein nicht zugänglich Kontrollierte Verarbeitung: langsam braucht Ressourcen - führt zu Interferenz steuerbar bewusst Probleme bei Unterdrückung automatisierter Prozesse Unterdrückung benötigt Ressourcen!
- Norman & Shallice Supervisory Attentional System auch mit Übung steigen Reaktionszeiten noch leicht an keine einfache Dichotomie zwischen Automatisch und Kontrolliert Drei-Teilung: Willentliche Kontrolle (übergeordnet, flexibel in neuer Situation) Teilautomatische Prozesse (Konfliktregulation; ohne bewusste Kontrolle; schafft Vorrang für verfügbares Schema) Vollautomatische Prozesse (Handlungsschemata; durch Triggerstimuli)