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Wahrnehmungspsychologie (Subject) / Dinge, die ich mir ohne Karteikarten niemals merken kann (Lesson)
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- Colliculi Superiores Struktur des Tectum (obere beide Hügel). Sind beim Sehen an der Kontrolle der Augenbewegungen und weiterer Verhaltenskomponenten beteiligt
- Corpus Geniculatum Laterale (CGL) Struktur des Sehapparat, die dem Thalamus zugeordnet wird.
- Zapfen Einer der Sehzellentypen (photopisch) des menschlichen Sehapparats. Diese sind wiederum in drei Subtypen unterteilt, um Farbsehen zu ermöglichen. Besonders konzentriert sind Zapfen in der Fovea, dem Ort des schärfsten Sehens zu finden. Sind für (scharfes) Tagsehen verantwortlich.
- Hyperopie WeitsichtigkeitHierbei liegt das Netzhautbild hinter der Netzhaut. Korrektur erfolgt mit Hilfe einer konvexen Linse, um die Lichtstrahlen zu bündeln.
- Myopie KurzsichtigkeitHierbei ist die Brechkraft der Linse zu stark. Deswegen liegt das Abbild von Sehreizen vor der Netzhaut. Korrektur erfolgt mit Hilfe einer streuenden, konkaven Linse.
- Wahrnehmungsbereich des Augen (in nm) 400 - 700nm
- Stäbchen Verantwortlich für skotopisches Sehen im Dunkeln (Rhodopsin). Ermöglichen keine Farbwahrnehmung und besitzen eine ideale Empfindlichkeit bei 500nm (Purkinje-Phänomen). Sie sind mit Ausnahme der Fovea über die gesamte Retina verteilt, bieten allerdings weitaus weniger Sehschärfe (Summation von Signalen). Dunkeladaption nimmt in etwa 30 Minuten (Kohlrauschkurve/-knick) in Anspruch.
- Ganglienzellen (skotopisches Sehen) Eine Ganglienzelle erhält Informationen von mehreren Stäbchen und ein Stäbchen sendet Informationen an mehrere Ganglienzellen. Empfindlichkeit steigt, Sehschärfe sinkt (weil Ursprung eines Signals nicht mehr verfolgt werden kann).
- Laterale Inhibition Mechanismus der Kontrastverstärkung bei Wahrnehmung durch Stäbchen. Hierbei findet (selbst in der Fovea) durch Horizontalzellen Verrechnung der Signale benachbarter Zellen statt. Hemmung findet beispielsweise durch Hemmung der weiterleitenden Bipolarzelle statt, welche ein eigenes rezeptives Feld abdeckt. Während Signale im Zentrum dieses rezeptiven Felds für eine Erregung der Zelle sorgen, hemmen Signale, die das Umfeld treffen. Dieses Phänomen dient auch der Reduktion von weiterzuleitenden Signalen
- Magnozellulärer Schicht (CGL) Zwei evolutionsgeschichtlich ältere Schichten des CGL. Durch große dendritische Felder der Schirmzellen deutlich empfindlicher als Parvozellen, besonders kontrastsensitiv. Können keine Farbe erkennen, reagieren aber auch auf schnellen Flicker.
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- Parvozelluläre Schicht (CGL) Vier evolutionsgeschichtlich jüngere Schichten des CGL, die aus so genannten Zwergzellen bestehen. Deren kleine dendritische Felder liefern recht lineare (schlechte) Kontrastverarbeitung und sind farbopponent. Keine Empfindlichkeit gegenüber schnellem Flicker.
- Ventraler Pfad/Strom Was-Pfad (Objekterkennung), langsam und anpassungsfähig
- Dorsaler Pfad/Strom Wo-Pfad (Orientierung), schnell, egozentrisch
- Trichromatizität Farbe lässt sich durch die Erregungsmuster der drei Zapfentypen (drei Zahlen) beschreiben
- Univarianz Bei Absorption eines Photons (Erregung eines Rezeptors) geht die Information über dessen Wellenlänge verloren
- Metamer Farben, die als gleich wahrgenommen werden, obwohl Spektrum verschieden ist. (Bsp. Beleuchtungsabhängigkeit)
- Geschwindigkeitskonstanz Bei Bewegung Wahrnehmung der realen Geschwindigkeit, nicht der retinalen
- Reichhardt-Detektor Räumlicher Filter Zeitlicher Filter Multiplikator Durchschnitt Substraktion
- Reafferenzprinzip Informationen über Augen-/Kopfbewegungen werden als Referenz mit Bewegung, die wahrgenommen wird, verrechnet
- Okulomotorik Informationen, die sich aus Stand der Augen (Bsp. Konvergenz der Augen) und weitungsgrad der Pupille ergeben. Wird als Tiefenhinweis verwendet
- Monokulare Tiefenhinweise (Mindestens fünf von A, alle von B) Statisch: Verdeckung/SchattenGröße im BlickfeldRelative Höhe im Blickfeld (Orientierung am Horizont)Relative/Bekannte GrößeAtmosphärische Tiefe (Steigende Unschärfe/Nebligkeit bei großen Entfernungen)Lineare PerspektiveTexturgradientBeleuchtung und Schatten (Annahmen über übliche Lichtquellen) Dynamisch:BewegungsparallaxeAuf-/Zudecken
- Bewegungsparallaxe Annahme, dass sich Objekte abhängig von ihrer Entfernung in verschiedenen Geschwindigkeiten über die Netzhaut bewegen. (Nah = schneller) Funktioniert nicht nur bei Eigenbewegung von Gegenständen/Personen/Tieren in unserem Sichtfeld, sondern auch durch unsere Eigenbewegung, da wir unsere eigene Geschwindigkeit kennen.
- Binokulare Hinweisreize Querdisparation (Tiefeneindruck = Stereopsis)
- Horopter Kreis, der durch Fixierpunkt und Punkte in der Peripherie im Verhältnis zu uns entsteht. Alle Punkte auf dem Horopter scheinen gleich weit entfernt. Punkte auf dem Horopter erzeugen keine Querdisparität, da sie auf korrespondierende Netzhautpunkte fallen. Objekte hinter dem Horopter erzeugen ungekreuzte Disparität. Objekte, die vor dem Horopter liegen, erzeugen gekreuzte Disparität.
- Emmertsches Gesetz Wahrgenommene Größe = Konstante x (Größe des Netzhautbildes x Wahrgenommene Distanz)
- Gestaltgesätze PrägnanzNäheÄhnlichkeitGute FortführungGemeinsames Schicksal (Bsp. Gemeinsame Bewegung v. Vogelschwärmen)Bedeutsamkeit (Bsp. Gesichtsuchbild, da gemeinsam Bedeutsamkeit entsteht)
- Gesetz der Prägnanz Gruppierung von Formen nach "guter Gestalt" (Bedeutet eher Gruppierung zu Figuren als einzelne Betrachtung von Teilfiguren)
- Marrs Ansatz (Objekterkennung) Zunächst werden drei Ebenen unterschieden:Was ist Ziel der Berechnung?Wie kann diese Berechnung implementiert werden? (Algorithmus, Input, Output festlegen)Wie lässt sich dies physikalisch implementieren? Verarbeitung findet hierarchisch statt, hierbei werden niedrige Ortsfrequenzen bevorzugt, da weniger Information. Verarbeitung:Inputbild (Helligkeitswerte) → Primal Sketch (Extrahierung wichtiger Merkmale wie Kanten oder Ecken) → 2½D-Skizze (Tiefeninformation und blickwinkelabhängige Gruppierung) → 3D-Repräsentation (Hierarchiche Ordnung zu dreidimensionaler, blickwinkelunabhängiger Form)
- Merkmalsextraktion (Objekterkennung) Ansatz, der davon ausgeht, dass für spezifische Formen spezifische Erkennungsneurone (auch mit steigender Komplexität) existieren. Gilt als widerlegt, da ineffizient und fehleranfällig.
- Recognition by Components Zerlegung von dreidimensionalen Gegenstände in 36 Geone, Erkennung anhand von deren Anordnung. Probleme: Ansichtsvarianz, Nicht-Artefakte
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- Bildbasierte Erkennung Erkennung von Objekten anhand innerer "Schnappschüsse". Die beste Erkennung findet statt, wenn der Gegenstand in gelernter Perspektive präsentiert wird.
- Ortsfrequenzkanäle (Objekterkennung) Zerlegung von Bildern in verschiedene Sinus-/Ortsfrequenzkanäle. Unterschiedliche Empfindlichkeit für Ortsfrequenzen und Orientierung von Neuronen im Kortex durch verschieden breite rezeptive Felder. Problem: Keine Aussage über Objekterkennung
- Aufmerksamkeit Nach William James = Besitzergreifung des Geistes durch eine von vielen Möglichkeiten, Vernachlässigung bestimmter Stimuli, um andere besser verarbeiten zu können
- Aufmerksamkeitsorientierung Was? = Orte, Merkmale und ObjekteWarum? = Endogen oder ExogenWie? = Verdeckt oder Offen
- Scheinwerfertheorie der Aufmerksamkeit (Helmholtz) Aufmerksamkeit kann bei konstanter Fixation auf jeden Bereich gelegt werden
- Parallele Suche (Aufmerksamkeit) In einer Szenerie kann parallel an allen Orten gleichzeitig gesucht werden (wenn Objekt elementares Bildmerkmal enthält. keine Verlängerung der Suchzeit durch steigende Distraktorzahl)
- Serielle Suche Visuelle Suche muss wirklich jedes Objekt einzeln durchgehen (Komplexere Szenen, viele/gute Distraktoren)
- Elementare Bildmerkmale (Pop-Out) Farbe, Orientierung, Größe und Bewegung
- Neuronales Korrelat der Aufmerksamkeit Stärkeres Feuern der Neurone
- Mikrobewegungen des Auges Tremor, Mikrosakkaden und Drift Verhindern "Ausbleichen" des Bildes
- Vestibulo-Okulärer Reflex Sorgt bei Fixierung + Kopfbewegung für weiteres Fixieren des Objekts
- Optokinetischer Reflex Blick folgt (z.B im Zug) Bewegung und wird dann "zurückgesetzt"
- Sakkadische Suppression Kurze "Blindheit" während Blicksprüngen (Sakkaden). Dauert etwa 50ms und verhindert unnötige Information während Sakkade, weil diese viel zu unscharf wäre.
- Salienzmodell Eingehendes Signal wird in verschiedene Ebenen (z.B Farbe, Kontrast etc.) gesucht. Höchste Salienz auf jeder Ebene wird gesucht und schließlich generell höchst saliente Bildstelle ausgewählt Problem. Funktioniert nicht gut (60% WSK richtiger Vorhersage) Stattdessen: Besondere Salienz handlungsrelevanter Bildbestandteile
- Bewegungen ReflexeHaltungsbewegungenOrientierungsbewegungen
- Handlungen FortbewegungArttypisches Verhalten (Bsp. Essen) Gelernte Fähigkeiten (Bsp. Fahrradfahren)
- Geschlossener Regelkreis Handlungsprogramm, das ständig durch Wahrnehmungsfeedback korrigiert wird (Handlungen deswegen sehr langsam, aufwändig). Es ist permante Konzentration auf die Tätigkeit nötig.
- Offener Regelkreis Schnelle Handlung, bei der Wahrnehmung nur zu Beginn oder Ende wichtig ist. Besonders wichtig bei einfachen oder nicht besonders folgenschweren Handlungen (Bsp. Ballistische Handlungen wie Blickbewegung).
- Gesetz von Fitts Bewegungsdauer = Proportional zur nöt. Genauigkeit
- Neuronaler Regelkreis Zuhilfenahme von Wahrnehmungsinformation Planen und Initiieren der Handlung in Frontallappen Weiterleitung der Information über Rückenmark an z.B Handmuskulatur Motoneurone leiten Informationen an Hand weiter Rezeptoren signalisieren Berührung Weiterleitung sensorischer Informationen über Rückenmark zu Hirn Regulation von Kraft durch Basalganglien, ggf. Korrektur der Bewegung durch Cerebellum Sensorischer Kortex wird über Erfolg informiert