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Entwicklungspsychologie (Subject) / Der kompetente Säugling (Lesson)
2.3. zu Grundlagen der Entwicklung
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- APGAR-Index Hautfärbung. Gleichmaß und Art der Atmung. Muskeltonus. Reflexauslösbarkeit. Herzschlag/Pulsfrequenz. (1,5,10 Min nach Geburt)
- kompetenter Säugling Physiologische Umstellung: Atmung, Kreislauf, Blutdruck, Wärmeregulation, Nahrungsaufnahme, Verdauung, Motorik.
- Frühe Verhaltensorganisation und erste Regulationsleistungen: Teilsysteme des Verhaltens (!) Brazelton, Als Autonomes System der physiologischen Funktionen (Atmung, Temperatur, Verdauung). Motorisches System (Tonusbalance, Weichheit des Bewegungsflusses, Koordination) System der Bewusstseins- und Erregungsniveaus (Übergänge zwischen Wachheit und Schlaf) System der kognitiven, interaktiven und sozialen Prozesse (aufmerksames Schauen und Lauschen).
- Neonatal Behavioral Assessment Scale NBAS als Feedback zum Beruhigen der Eltern. welche Kompetenzen hat ein Kind/nicht? Informationen für den individuell angepassten Umgang. bis vier Wochen nach der Geburt: Habituationspaket, motorisches Paket (Reflexprüfung), Ganz-Körper-Paket, Vestibuläres Paket (Gleichgewichtssinn), Sozial-interaktives Paket.
- Motorische Fähigkeiten Neugeborener allgemeine Bewegungen (Winden ohne Zielgerichtetheit, Geschmeidigkeit) Augenbewegungen (effektiv und lernempäfnglich) Kopfbewegungen (zur Hörquelle) Kombination von Saugbewegung, Suchbewegung Reflexe
- Reflex (!) Automatische Reaktion auf einen Stimulus. Gruppe von verhaltensweisen, die in den ersten Wochen gut zu beobachten sind, verschwinden und dann evtl wieder auftauchen. greifen kriechen schreiten Schwimmbewegungen Wenden des kopfes nach Berührung saugen Evolutionär sinnvoll ("Am Ernährer Dranbleiben"). Wichtiger Indikator für funktionierendes Nervensystem. Nicht Reflexe, sondern eingegrenzte komplexere Verhaltensmuster, die neuen Bewegungen vorangehen.
- Aktivitäten vom Abstand der Mahlzeiten abhängig. Saugen ist die kompetenteste Leistung von Neugeborenen - Saugfrequenz als Verhaltensindikator bei Untersuchungen zum Hören und Sehen. → Habituationsparadigma: Säuglinge saugen bei einem neuen Reiz intensiver und schneller (HAS = High amplitude sucking). Nach Gewöhnung wird das Saugen weniger intensiv und langsamer: Präsentation neuer Reiz → große Aufregung. Präsentation alter Reit → keine große Aufregung (gelernt).
- Sinnesrepertoire Nahsinne: Berührungs-, Gleichgewichts-, Geschmacks- und Geruchssinn sind gut ausgebildet. Fernsinne: Auditive Wahrnehmung: passives Hören (ab 24. Gest.Woche), Lauschen, Unterscheiden von Lauten (Stimme der Mutter), Geräuschen, Melodien und Rhythmen. visuelle Wahrnehmung: Bevorzugung von Mustern mit deutlichen Konturen, Formunterscheidungen, Präferenz für Gesichter (rund, gemuster, bewegt).
- Soziale Interaktion und Kommunikation Kinder können sich kurz nach der Geburt noch schwer selbst regulieren: Regulation erfolgt über die Interaktion, Kommunikation mit den Eltern. Grundlegende Fähigkeiten: Präferenz für menschl. Stimme, Gesicht, dynamische Stimuli. Veränderung ab 1-2 Monate: soziales Erwachen: erstes Wiederlächeln. Ding- vs. Personenwelt. Kontingente Interaktion wichtig. Erwartung aktiver Interaktion (still-face, wenn keine kontingente Interaktion) Nachahmung Milchtrinken beruhigt.
- Irritabilität und Schreikinder Kinder, die sich selbst schwer beruhigen können, die viel weinen → Eltern wollen besänftigen, sehen nicht mehr das Positive → reagieren intensiv → unsichere Bindung. Intervention: betonen was gut läuft. sensibilisieren für individuelle kindliche Bedürfnisse. verstehen und auflösen dysfunktionaler Kommunikation. Strategie: Kontingentes verhalten.
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- kontingentes Verhalten Die Kommunikation/Interaktion mit dem Kind sollte übereinstimmend und abwechselnd abgestimmt sein. Z.B.: Mutter nimmt Laute auf, beginnt so mit dem Kind zu kommunizieren, Kind lächelt, Mutter lächelt zurück, Nachahmung → eine Verweigerung hat dramatische Folgen.