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vl. 6 (Subject) / vl. 6 (Lesson)
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- Paradigmenwechsel von .. Steuerung zu Governance
- semantische Verschiebungen - Seit Beginn d. 1990er J.: Auftauchen d. anglo-amerikanischen Begriffs "Governance" - Wandel d. Semantik (Begriffsstrategie) rasche Ausbreitung d. Governance-Begriffs der schrittweise den Begriff "politische Steuerung" ersetzt bzw. überlagert - These: Indiz für tiefgreifenden sozio-strukturellen Wandel - Vgl. den Megatrend in Powi Diskursen -> Wandel d. Staatlichkeit doppelter Veränderungsprozess: 1) Wahrnehmung 2) d. empirisch-gesell. Entwicklung
- doppelte Dynamik: theorieintern u. theoriextern theorieinterne Dynamik: - Vgl. Thematisierung d. Grenze von Steuerung in verschd. Steuerungstheorien - gesell. Entwicklungsdynamik
- technikgetriebener Globalisierungsprozess führt zur Erosion d. Grenzen des: 1. nach innen (-> Kooperativer Staat) 2. und nach außen souveränen Nationalstaats (-> Regieren "jenseits" d. Nationalstaats) d.h. Auflösung d. erscheinungen d. Leviathans
- Begriff u. Kern d. Globalisierung Globalisierung ist d. Prozess d. zunehmenden internationalen Verflechtung zw. staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren in allen Bereichen der durch den technischen Fortschritt (insbesondere neuen Informations-und Kommunikations sowie Transporttechnologien) vorangetrieben wird. -> Veränderung d. Raum-Zeit- Verhältnisse
- Dimensionen d. Globalisierung 1. Wirtschaftliche Sphäre: -> Globalisierung d. Wettbewerbs a. quantitativ: Zunahme weltweiter Interaktionen (Erweiterung d. Feldes d. Möglichkeiten) b. qualitativ: Globalisierung von Entscheidungshorizonten (= Wandel d. vertrauten Alternativen) 2. Kulturelle Sphäre: -> Gloalisierung d. Kommunikationsströme a. einerseits: Zunahme d. kulturellen Vielfalt d. Welt (= wachsendes Alternativen bewusstsein) b. anderersseits: Ausbreitung von Gloalen Egalisierungstendenzen (=vereinheitlichungstendenzen) 3. politische Sphäre: (= Problem: "Hinterherhinken" der pol. Globalisierung a. globale Wirkungszusammenhänge b. national begrenzte pol. Handlungs(un)fähigkeit
- 1. Folge politischer Sphäre: 2. negative u. positve Globalisierung Strukturelle Entmachtung d Politik: negative u. positive Globalisierung: negative Globalisierung (überwiegend in der gegenwärtigen Phase) -> Abbau bisher wirksamer nationaler Grenzen u. Regelungen Probleme: politische Regulierungslücke u. demokratisches legitimationsdefizit positive Globalisierung: (Zukunftsperspektive) = Aufbau neuer politischer Gestalutngsinstrumente, die dem globalen Wirkungshorizont angemessen sind: "Global Governance".
- Das Label Governance unterstreicht: die Neuartigkeit pol. Regulierungsmodi in der komplexer gewordenen Welt d. 21. Jhd.
- steile Karriere eines Begriffs a. Sozialindikator für neue emprirische Problemlagen b. hinreichende Diffusität d. Begriffs -> ermöglichkt seine Verwendung in unterschdl. Kontexten
- Begriffsgeschcihtliche Aspekte (Herkunft) im Englischen: - lange Zeit synonym verwandt zu politische Steuerung, später ausweitung d. Begriffs In d. Ökonomie: Prägung d. wissenschaftlichen Begriffs - Untersuchung v. Institutionellen Regelungen in Unternehmen - In der Institutionenökonomie: Übertragung auf Makroebene -> Änderung d. Bildes v. Markt 1. von "freiem Markt" zu Markt als eingebettet in System v. Regeln die durch Politik bestimmt werden
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- In d. Wirtschaftswissenschaft wird mit dem Governance-Begriff erfasst: 1. die Existenz v. Regeln 2. die Art u. weise d. Regeldurchsetzung im Wirtschaftsprozess
- Begriffsverständniss in Sozial-und Politikwissenschaft von Good Governance Befund: in d. polit. Praxis, Governance-Begriff ab Mitte d. 80er J. zunächst deutlich normativ akzentuierte Begriffsverwendung "good Governance" Zwei praxeologische Kontexte von Good Governance: 1. Programm z. Verbesserung d. Regierens in nationalen u. internationalen Kontexten 2. Konzept zum Abbau staatlicher Steuerung u. Leistungen zugunsten privatwirtschaftlicher u. zivilgesellschaftlicher Akteure
- enges Verständnis: Government v. Governance Kontext: Good Governance zunächst v. Weltbank benutzt als Modellvorstellung für erfolgreiche Entwicklungspolitik (= nicht-hierarchisch) Später Ausweitung auf transnationale Problemlösung Plädoyer für Formen zivilgesellschaftlicher Beteiligung an Prozessen politischer Problemlösung auf allen territorialen Ebenen a. Government: autonome Tätigkeit einer Regierung b. Governance: netzwerkartige Strukturen des Zusammenwirkens staatlicher u. nicht-staatlicher (privater) Akteure
- weites Verständnis: Regelungsstruktur: Kontext: von neoliberalen Regierungen verwandt, die nicht-staatliche Formen d. Erfüllung öffentlicher Aufgaben propagierten (Privatisierung, NPM)
- Bedeutung (Good Governance) Good Governance als soziale Handlungskoordinierung sowie als Regelungsaspekt in komplexen Strukturen Formen: -Public-Private Partnerships - Selbstregulierung privater Akteure - Koordination über Marktprozesse - Hierarchische Koordination
- Netzwerke Governanceformen als Kontinuum v. institutionellen Strukturen Zwischen zwei Polen v. Regulierungsmechanismen = Netzwerkkonfigurationen= Drittes Modell: jenseits v. Markt u. Staat Grenzfälle: - rein staatlich.hierarchische Modi = exkludiert beim engen Begriff - rein marktwirtschaftliche Modi = exkludiert zb. von Mayntz
- Vorteile v. Netzwerken - dynamische Netzwerkbildung: funktionale Bestimmung d. Zugehörigkeit (Problemlösungsbeitrag) - Variable Grenze gegenüber Umwelt: mehr Raum für Abstimmungsprozesse zw. konfligierenden Ansprüchen - Hoffnung auf Begegnung unterschiedlicher Wissensressourcen - Verbindlichkeit (interaktionsregeln) + Flexibiliät (Dynamik) Fazit: Netzwerk= Chiffre zur Bewältigung d. gestiegenen Kontingenzen in einer sich globalisierenden Welt
- Schlussüberlegung Rolle d. Staates = Interdependenzmanager d.h. Koordinationsaufgaben im Netzwerk Netzwerk als antagonistische Kooperationen = Mischung aus gegensätzlichen u. gemeinsamen Orientierungen Governance zielt ab nicht nur auf Regeln setzende Instanzen, sondern auch auf dadruch begründete Institutionen
- potentielle Schwächen Governance - Entscheidungsblockaden - suboptimale Kompromisslösungen - Einigung auf Kosten Dritter - Gefahr fehlender Bindungswirkungen d. Normen - Dominanz privilegierter Interessen
- Förderliche Faktoren großer Problemdruck (bei geteilter Problemdefinition) bestimmte Formen v. Ungewissheit (über Kostenverteilung)
- Stärke d. Governance-Konzeptes: - Offen f. unterschiedliche Theorien -> Erfordernis d. Kontextualisierung d. abstrakten Begriffs
- Bilanzierung v. Merkmalen d. Governancekonzeptes Governance = neue Modi d. Regulierung - Normatives u. empirisch-analytisches Konzept - politikwissenschaftlicher Fokus - Kooperation von Staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren zum Zweck d. Erbringung öffentlicher Aufgaben Hintergrund: steigende Interdependenzen (zw. Sektoren, zw. Staaten usw. ) wichtig für Problemlösung: effektive Institutionen Aufwertung von : Politiknetwerken, Verhandlungen, Informalität, Wissen, gesellschaftlicher Selbstorganisation, Kooperation, Problemlösung