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Senioren (Subject) / letzte Infos (Lesson)

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  • Zu den Theorien, die für den Alterungsprozess derzeit diskutiert werden, gehört die „Radikaltheorie des Alterns“. Erklären Sie diese Theorie. -   Im Alter kommt es zunehmend zur Bildung von Radikalen vor allem zur Bildung von radikalen Sauerstoffspezies (ROS) o   bedingt durch endogene Faktoren, wie eine vermehrte mitochondriale Dysfunktion und gestörte Energiegewinnung (bei der Atmungskette entsteht das Superoxid-Anion-Radikal) o   Bedingt durch exogene Faktoren, wie UV Strahlung und Rauchen -   Durch die ROS Bildung kommt es zu vermehrten Schäden von Zellen und ihren Komponenten o   Es kommt zum Funktionsverlust o   Und final zur Apoptose -   Außerdem sind die Reparaturkapazitäten im Alter verringert (weniger Antioxidantien) -   Bei zuvielen Schäden, kommt es zu „Chaos“ im Körper und vermehrten Gewebe-und Funktionsverlusten o   Tragen dann zum Alterungsprozess und zum Entstehen von Krankheiten bei 
  • Nennen Sie zwei allgemeine oxidative Proteinmodifikationen. -   Addukte zwischen Proteinen und reduzierten Zuckern (AGEs) -   Bildung von Dimeren, H-Abstraktion
  • Erklären Sie, welche zellulären Reaktionen einer oxidativen Proteinmodifikation folgen – bitte beachten Sie dabei, welchen Einfluss der Grad der Proteinaggregation hat. Natives Protein mit intakter Tertiärstruktur verliert durch oxidative Angriffe ihre Tertiärstruktur, also Entfaltung des Proteins. --> Anstieg der oxidativen Modifkation!! 1. sehr leichte bis leichte oxidative Veränderungen mit ersten Strukturveränderungen und evtl. Aktivitätsreduktionen--> von Proteosomen angreifbar 2. mittelmäßige oxidative Veränderungen mit vollständiger Entfaltung des Proteins und hydrophoben Strukturen--> von Proteosomen angreifbar 3. Hydrophobe Proteinaggregate ohne Vernetzungen--> damit noch von Proteasen angreifbar 4. Im weiteren Verlauf entstehen stark oxidierte und vernetzte Proteinaggregate (Lipofuscin), welche dann nicht mehr von den zelleigenen Proteasen abgebaut werden können.
  • Nennen Sie Ursachen für die Verminderung der Muskelmasse/Muskelkraft im Alter. -   Ändernde Konzentrationen von Hormonen und Wachstumsfaktoren -   altersbedingte Mangelernährung -   Altersbedingte Schädigung der Mitochondrien und anderer Zellkomponenten (bzw. verminderte Reparaturmechanisem) -   Oxidative Schäden der Motoneuronen und Degeneration von Muskelnervenfasern -   Poinflammatorische Zytokine↑ -   Proteinsynthese ↓ & Proteolyse ↑ -   sitzende/liegende Lebensweise ↑
  • Definieren Sie den Begriff „Sarkopenie“. ein durch einen progredienten und generalisierten Verlust an Masse und Kraft der Skelettmuskulatur gekennzeichnetes Syndrom, das mit einem erhöhten Risiko für Langzeitfolgen, wie körperliche Beeinträchtigung, geringe Lebensqualität, und Tod, einhergeht.
  • Welche Funktion hat die Langerhanszelle in der Haut? Was kann bei einer altersbedingten Abnahme in der Haut geschehen? Die Langerhanszelle ist eine dentritische Zelle in der Immunbarriere Haut à Phagozytose eingedrungener MO und Antigenpräsentation ; durch die reduzierte Immunabwehr im Alter werden Entzündungen in der Haut, v. a. bei nicht intakter Hautbarriere gefördert (z. B. Dekubitus = Wundliegen)
  • Nennen Sie drei funktionellen Veränderungen der Niere im Alter. -   Zahl der Nephrone ↓ -   Glomeruläre Filtrationsrate ↓ -   Tubuläre Atrophie à Abnahme der Konzentrations- und Verdünnungskapazität
  • Was sind die Ursachen für die Störungen der Blasenentleerung bei Männern und Frauen? bei Männern: Entleerungshemmnisse durch eine vergrößerte Prostata (Prostata umschließt die Harnröhre und verengt diese bei Vergrößerung) häufiger Harndrang durch Überaktivität des Blasenmuskels -> erhöhte Muskelspannung in der Blase Sphinkterinkontinenz bei Frauen: hormonelle Veränderungen: Wechseljahre, Östrogen sinkt --> Schleimhäute der Blase und Harnleiter werden schlechter durchblutet Erhöhter Druck auf die Blase durch Gebärmutterabsenkung kommen Sphinkterschwäche --> Inkontinenz (Veränderte neuronale Sphinkterkontrolle, Nachlassende Funktionsfähigkeit des Sphinkters, Kontrolle der Beckenbodenmuskulatur ↓)
  • Welche Veränderungen im Alter führen zu einer verlängerten Transitzeit im Dickdarm? -      Abnahme der Neuronen des Darmnervensystems -      Veränderungen von Proteinen in der Dickdarmmucosa -      Verringerte Elastizität der Darmwände -      Verringerte Motilität
  • Woraus besteht Knorpel? Knorpel ist ein Produkt der Chondrocyten (Bindegewebszellen) und  besteht aus gallertartigen, elastischen Masse (hauptsächlich Hyaluran). Einige Knorpelarten enthalten Kollagenfasern: -   hyaliner Knorpel (z. B. in den Epiphysenfugen und dem Gallertkern in der Bandscheibe) -   elastischer Knorpel (z. B. in der Ohrmuschel) Faserknorpel (z. B. in den peripheren Teilen der Bandscheiben)
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  • Welche Mechanismen der zugrundeliegenden altersabhängigen Veränderungen der Haare sind bekannt? o   Veränderungen in den Wachstumszyklen §  Verringerung der Konzentration der Wachstumsfaktoren §  Regenerationsfähigkeit der Melanocytenpopulation stoppt §  Seneszenz der Stammzellen   o   Oxidativer Stress (ROS) §  durch UV-Strahlung gesteigert §  bei Melaninproduktion entstehen vermehrt ROS ·         Seneszenz der Zellen nach jedem Zyklus §  Verlust von ROS-abbauenden Enzymen (z.B. Katalase; Methioninsulfoxid-Reduktase) -->   Ausbleichen des Melanins!!
  • Beschreiben Sie die allgemeinen Funktionen der Sinnesorgane des Menschen. -   Das Auge reagiert auf Licht (elektromagnetische Wellen) und vermittelt Lichtintensität, Farbe, räumliche Strukturen und Bewegungsgeschwindigkeit -   Das Ohr reagiert auf Mechanische (Luftdruck-) Wellen und vermittelt Schallintensität, Schallfrequenzen und Tonqualitäten -   Die Nasenschleimhaut reagiert auf molekulare Eigenschaften von Substanzen und vermittelt Düfte und deren Intensität -   Die Zunge reagiert auf molekulare Eigenschaften von Substanzen und vermittelt die fünf Geschmacksqualitäten  (salzig, sauer, süß, bitter, umami)
  • Nennen Sie die Auswirkungen von erhöhtem oxidativen Stress auf die Leber! -       Abnahme der Hepatozyten und Verringerung des Lebergewichts um ca. 25% zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr -       DNA-Läsionen wie oxidierte Basen oder Chromosomenbrüche -       Erniedrigter NAD+-Gehalt und verminderte antioxidative Kapazität
  • Beschreiben Sie die Ernährungssituation von jungen Senioren (65+), die weitgehend selbstständig in Privathaushalten leben im Vergleich zu pflegebedürftigen Senioren, die in stationären Einrichtungen versorgt werden. selbstständig lebende Senioren- nur sehr selten Untergewicht, meistens eher Übergewicht, einige adipös- MNA : Mangelernährung 0-6%, aber qualitative Mangelernährung- subjektive Erhebungsmethoden: Kaubeschwerden & Appetitlosigkeit rund 20%, niemand benötigt Hilfe beim Essen Pflegebedürftige Senioren in Altenheimen - bis zu 20% sind untergewichtig, aber auch Übergewicht kann eine Rolle spielen- MNA: Mangelernährung 38%, Risiko für Mangelernährung 70%, defizitäre Mikronährstoffaufnahme- subjektive Erhebungsmethoden: Appetitlosigkeit bis zu 60 %, Hilfbe beim Essen 50-70%
  • Welche positiven Wirkungen werden der Fettsäure Docosahexaensäure bezüglich des Aufbaus und der physiologischen Funktionen des Gehirns zugesprochen? Funktion- Membranfluidität- Neuroplastizität- Signaltransduktion- Regulation der Genexpression Durchblutung- Erhöhung durch Synthese von NO Struktur- Pränatale Entwicklung- Reifung- Hirnvolum- Synapsenzahl
  • Warum ist die von der DGE ausgesprochene Proteinempfehlung von 0,8 g/kg Körpergewicht/Tag für Personen über 65 Jahre kritisch zu beurteilen? Vieles weißt darauf hin, dass diese Proteinmenge im Alter nicht ausreicht. Ältere Menschen benötigen mehr Protein aufgrund von -   anabolischen Resistenzen/ Verminderung der Proteinausnutzung (z.B. Insulinresistenz oder Immobilität -   konsumierenden Erkrankungen (z.B. entzündlichen Erkrankungen) -   inadäquater Proteinaufnahme (z.B. Appetitverlust, Finanzielle Aspekte …) Die Empfehlung liegt deshalb bei 1-1,2 (1,5) g/kg KG/Tag, um einem Funktionsverlust (Muskulatur, Knochen, Immunsystem) entgegenzuwirken.
  • Demenz ist mit einem Verlust geistiger und körperlicher Fähigkeiten verbunden, die auch für die Nahrungsaufnahme notwendig sind. Bitte nennen Sie mögliche Maßnahmen, um die Nahrungsaufnahme bei Dementen zu optimieren. -   Angenehme und ruhige Essatmosphäre -   Bedürfnisgerechte Speisen anbieten (angereichert oder konsistenzmodifiziert) -   Beteiligung an der Vor- und Zubereitung der Nahrung -   Energiereiche Zwischenmahlzeiten anbieten (bei Unruhe u. Bewegungsdrang) à Eat by Walking, Fingerfood -   Ess- und Trinkbiografie berücksichtigen -   Kräftige Farben zur leichteren Erkennung -   Süßen von Speisen -   Supplementierung (oral oder Sonden)  
  • Die Konsistenz der Speisen wird dem Schweregrad der Kau- und Schluckstörungen und den individuellen Fähigkeiten angepasst. Nennen Sie die Stufen und beschreiben Sie die Konsistenz der Speisen für die einzelnen Stufen. -   Stufe 0: Nahrungskarenz o    Sondennahrung oder parenterale Ernährung -   Stufe 1: passierte dickflüssige Kost o    Ausschließlich faserfreie und glatte Kost in feinstpassierter, homogener Form   -   Stufe 2: pürierte Kost o    Breikost o    Konsistenz lässt sich im Mund leicht zerdrücken o    Weiches Brot ohne Rinde, Getreidebrei, weiches Gemüse -   Stufe 3: teilpürierte/ weiche Kost o   Verzicht auf besonders harte Lebensmittel o   Weiches Rührei, Gemüse weich gekocht -   Stufe 4: adaptierte/weiche Kost, nicht püriert o    Überwiegend feste Speisen o    Weiche Aufläufe, Hackfleisch -   Stufe 5: Normalkost o    Lebensmittelangebot entspricht der Konsistenz einer Vollkost
  • Kau- und Schluckstörungen sind ein häufiges Problem im fortgeschrittenen Alter. Nennen Sie Ursachen (4) für Kaustörungen sowie damit verbundene Maßnahmen die zur Behebung der Kaustörungen durchgeführt werden können -   Zahn-/ Gebissprobleme --> Maßnahme: Zahnmedizinische Behandlung -   Entzündungen (Aphten, Zahnfleischentzündungen) --> Maßnahme: Zahn- und Mundhygiene -   Mundtrockenheit (reduzierte Speichelbildung) --> Maßnahme: Anregen des Speichelflusses durch Trinken oder Lutschen von sauren Drops -   Neurologische Störungen (Lähmung nach Schlaganfall) --> Maßnahme: Anpassen der Nahrungskonsistenz (keine harten Lebensmittel oder –teile (Brotrinde), Lebensmittel mixen, dickflüssige Speisen)
  • Erklären Sie die Folsäure/Folatabsorption in groben Zügen. Formen in der Nahrung: PteroylpolyglutaminsäurePteroylmonoglutaminsäureOrt der Absorption: Duodenum, proximales Jejunum > IleumAbsorptionsform: Folsäure(Enzym: γ-Glutamylcarboxypeptidase)Absorptionsmechanismen:I. aktiver Na+-, Glucose-abh. Carrierprozess mit SättigungskinetikII. passive Diffusion (ca. 20-30% unabh. von der Folatkonzentration)Transport im Blut:Bindung an Albumin & Transferrin:- Tetrahydrofolsäure- 10-Formyl-Tetrahydrofolsäure- 5-Methyl-TetrahydrofolsäureKörperbestand: 5-10 mg (auf alle Gewebe verteilt: 50% in der Leber)Reservekapazität: 3-4 Wochen
  • Welche Funktionen haben Tetrahydrofolsäure und seine Derivate? C1 Gruppen Donator für -   Synthese der Purin- und Pyrimidinbasen der Nukleoside -   Synthese von Methionin aus der Vorstufe Homocystein -   Neurotransmittersynthese (z.B. Serotonin) -   Myelin- und Phospholipidsynthese --> Insbesondere an Prozessen der Zellteilung und damit der Zellneubildung beteiligt
  • Erklären Sie den Mechanismus der Cobalaminabsorption (inkl. Absorptionsort) Formen in der Nahrung: proteingebundenes CobalaminMagen: Freisetzung von Cobalamin (HCl, Pepsin)Bindung an R-Protein/HaptocorrinDuodenum: Freisetzung des R-Cobalamin-Komplexes(Trypsin) & Bindung an den Intrinsic-Factor (IF)Ort der Absorption: IleumAbsorptionsmechanismen:I. aktiver Mechanismus: Bindung des IF-B12-Komplexesan spezifische Rezeptoren (Cubilin)--> ein Releasing-Faktor führt Ca2+- und energieabhängig(ATP) zum Freisetzen des Cobalamins--> EndozytoseII. passive Diffusion(bei sehr hohem Angebot: 1% der Menge)
  • Welche Funktionen hat Vitamin E? -    Antioxidative Wirkung in Geweben und Membranen (Schutz UFA und Carotinoide) -    Beeinflussung der Blutgerinnung -    Beeinflussung der Enzymaktivitäten -    Direkte stabilisierende Wirkung auf biologische Membranen -    Regulierung des Arachidonsäuremetabolismus (entzündungshemmende Eigenschaften) -    Unterstützung des Immunsystems (TNFα und IL Freisetzung)
  • Nennen Sie drei Funktionen von Magnesium. -   Aktivierung von Enzymreaktionen -   Beteiligung an Mineralisation und Wachstum des Knochens -   Regulation der Zellmembranpermeabilität und –stabilität
  • Magnesium komplexiert bevorzugt mit größeren organischen Verbindungen (sogenannte Chelatoren). Nennen Sie drei Beispiele für solche Komplexe und deren Funktionen. -   ATP --> Energieträger -   Phospholipide --> Bestandteil der Zellmembran (Fluidität) -   Nukleinsäuren --> Bestandteil der DNA (Stabilisierung)
  • Erklären Sie in groben Zügen den Eisenzyklus im Organismus -     Über die Enterozyten der Darmmukosa wird täglich 1-2 mg Eisen absorbiert und an Transferrin gebunden ins Blut abgegeben -     Wird dann über das Blut an das Knochenmark an die Leberzellen weitergegeben -     In der Leber wird es an Ferritin gebunden gespeichert Ist Speicher voll, so schüttet Leber das Hormon Hepcidin aus, welches sowohl die Absorption über die Enterozyten als auch die Zersetzung der Erythrozyten hemmt Fehlt Eisen im Blut, wird es aus dem Speicher wieder an Transferrin gebunden abgegeben -     Im Knochenmark wird Eisen durch Hämoglobin an die Erythrozyten gebunden Nach 120 Tagen werden Erythrozyten durch retikuloendotheliale Makrophagen zersetzt, das Eisen wieder freigegeben (25mg/Tag) und an Transferrin gebunden -     Enterozyten werden abschilfert und somit das darin enthaltende Eisen abgegeben
  • Welche biochemischen Funktionen hat Eisen? Transport und Speicherung von SauerstoffHämoglobin, Myoglobin Elektronentransport/Energiegewinnung über die AtmungsketteCytochrome Enzymatische ReaktionenKatalasen, Peroxidasen
  • Welches sind die Ziele von Ernährungsmaßnahmen bei älteren Menschen? Welches dieser Ernährungsziele hat die oberste Priorität bei geriatrischen Patienten? -     Bereitstellung ausreichender Mengen an Energie, Protein, Mikronährstoffen und Flüssigkeit, um den Bedarf zu decken und den Ernährungszustand zu erhalten und zu verbessern. -     ZIELE: §  !!! Erhalt oder Verbesserung von Funktionen, Aktivität, Rehabilitationspotenzial und der Lebensqualität §  Reduktion der Morbidität und Mortalität