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Schulpädagogik Examen (Subject) / 10 Merkmale guten Unterrichts (Lesson)
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- Indikatoren "Klare Strukturierung" Primär: verständliche Lehrer- und Schülersparche Klare Aufgabenstellung Klare Rolendefinition Markierung der einzelnen Unterrichtsschritte Klare Unterscheidung von lerher- und schüleraktiven Phasen Einhalten von Regeln, Rituale Sekundär: SuS halten sich an Regeln, können jederzeit erläutern, was sie tun und warum; geringe Störungen, Lärmpegel entpsricht Arbeitsform, ...
- Indikatoren "Transparente Leistungsbewertung" Absprache zwischen Lehrer und Schüler (Anforderungen) Leistungsrückmeldungen zügig und differenziert, in klaren nachvollziehbaren Worten Schüler arbeiten mit Lernmaterialien, die so gestaltet sind, dass sie den Schwierigkeitsgrad selber einschätzen können Einsetzen verschiedener Formen der Leistungskontrolle Klausuren und Tests werden angekündigt Schüler bringen eigene Vorschläge zur Leistungskontrolle mit
- Indikatoren "Intelligentes Üben" häufiges, aber kurzes Üben angenehme ruhige und konzentrierte Arbeitsathmosphäre nur wenig Unterrichtsstörungen ansprechende, sich selbst erklärende Übungsmaterialien differenzierte Arbeitsaufträge Materialien erlauben Kontrolle des Lernerfolgs HA werden kontrolliert und gewürdigt
- Indikatoren "Individuelles Fördern" SuS arbeiten an verschiedenen Aufgaben, kommen im Rahmen ihrer Möglichkeiten voran differenzierte Lehrmittel zusätzliche Hilfe für SuS mit Lernschwierigkeiten SuS sollen eigenen Lernfortschritt reflektieren Konzentrationsinsel: SuS mit motorischen oder affektiven Probleme können sich eine Auszeit nehmen SuS ist bewusst, dass es verschiedene Leistungsvermögen gibt, untertsützen sich gegenseitig Kontakt zu Jugendhilfe-Einrichtungen, Elterngespräche
- Indikatoren "Gute Ordnung im Klassenraum" gepflegt und augeräumt SuS identifizieren sich damit und sind stolz auf den Klassenraum Lärmpegel entspricht Arbeitsprozess SuS gehen behutsam mit den Materialien um SuS räumen ohne Aufforderung auf
- Indikatoren "Funktionale Einrichtung im Klassenraum" kein überflüssiges Rumgerenne geputzte Tafel L steht vorne, wenn er was zu sagen hat, zieht sich zurück, wenn er moderiert Funktionsecken sind klar zu erkennen ergonomische Gestaltung von Beleuchtung und Akustik, Belüftung
- Indikatoren "Brauchbares Lernwerkzeug im Klassenzimmer" täglich benötigt: übersichtlich und schnell greifbar haben festen Standort Arbeitsergebnisse werden in ästhetischer Form an Pinnwände angebracht
- Indikatoren "Sinnstiftende Kommunikation" Schüler... sind bei der Sache erleben das Lernen als lustvoll greifen von sich aus auf vorherige Themen auf und bauen sie ein geben Rückmeldung zum Lernfortschritt und zu Lernschwierigkeiten beziehen persönlich Stellung stellen kritische und weiterführende Fragen reflektieren über ihren Lernprozess Interessenbildung! enger Zusammenhang zu erbrachten Leistungen
- Indikatoren "Lernförderliches Klima" lehrer geht respektvoll mit SuS um SuS werdne nicht diskriminiert Rücksichtnahme und gegenseitiges Helfen kein agressives Verhalten, kein Schimpfen wenig Rivalitäten und Machtkämpfe klar definierte Klassenämter Schüler ermahnen sich selbst, die Regeln einzuhalten Humor
- Indikatoren "Inhaltliche Klarheit" informierende Unterrichtseinstiege Konzentration auf Themenstellung Umgang mit Wandtafel saubere Mitschriften und Protokolle Einsatz passender Medien Arbeit mit Modellen, Metaphern und Veranschaulichungen intelligenter Umgang mit Fehlern Wiederholungen und Zusammenfassung (möglichst durch Schüler)
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- Indikatoren "Hoher Anteil an echter Lernzeit" Mehrzahl der SuS ist aktiv bei der Sache SuS lassen sich nicht durch Kleinigkeiten ablenken keine Langeweile Wechsel von aktiven Lernphasen und erholsamen Pausen nur wenig Disziplinstörungen Lehrer schweift nicht ab Lehrer stört Schüler nicht beim Lernen
- Definition "Hoher Anteil an echter Lernzeit" Die "echte Lernzeit" (time on task) ist die vom Schüler tatsächlich aufgewendete Zeit für das Erreichen der angestrebten Ziele
- Definition "Inhaltliche Klarheit" Inhaltliche Klarheit liegt dann vor, wenn die Aufgabenstellung verständlich, der thematische Gang plausibel und die Ergebnissicherung klar und verbindlich gestaltet worden sind
- Definition "Intelligentes Üben" Beim Üben findet eine Anreicherung des Könnens statt, die nur zum Teil durch den vorausgegangenen Unterricht zu erklären ist und nur teilweise bewusstseinsfähig ist. Üben dient der Automatisierung des zuvor gelernten, der Qualitätssteigerung und dem Transfer
- Definition "Vorbereitete Umgebung" Bei der vorbereiteten Umgebung geht es um mehr als nur Räumlichkeiten Raum für die Entwicklung der Kinder schaffen (Montessori) Klassenraum ist das materialisierte Curriculum des Unterrichts
- Definition "Bildungsstandards" bildungspolitisch gewollte, anhand von landesweit oder auch international geeichten Messinstrumenten, kontrollierbare Kompetenzniveaus, die SuS auf der Grundlage eines differenzierten Bildungsangebots der Schule in einem bestimmten Alter erreicht haben sollen
- Definition "Individuelles Fördern" Individuelles Fördern heißt, jedem Schüler die Chance zu geben, sein motorisches, intellektuelles, emotionales und soziales Potential umfassend zu entwickeln und ihn duch geeignete Maßnahmen dabei zu unterstützen (durch die Gewährung ausreichender Lernzeit, durch spezifische Fördermethoden, durch angepasste Lernmittel und gegebenenfalls weitere Personen mit Spezialkompetenz)
- Definition "Lerngemeinschaft" (Bonson & Roff) Gemeinschaft von Personen, die begleitend zu ihrer professionellen Tätigkeit und in Zusammenarbeit mit anderen Personengruppen ihre eigenen Kompetenzen weiterentwickeln.
- Definition "Mthodenvielfalt" Methodenvielfalt liegt vor, wenn der Reichtum an verfühbaren Inszenierungstechniken genutzt wird, eine Vielfalt von Handlungsmustern eingesetzt wird, die Verlaufsformen von Unterricht variabel gestaltet werden und das Gewicht der Grundformen des Unterrichts ausbalanciert ist.
- Erhöhung der echten Lernzeit durch... gute Vorbereitung des Lehrer und der SChüler Pünktlichkeit Auslagerung von Organisation und Konflikten klare Strukturierung der Unterrichtsverläufe geschickte Rhythmisierung Konzentrationsübungen, Warming-Ups und Cooling-Downs
- Effekte von Intelligentem Üben Festigen des Fachwissens und Transfer im nachfolgenden Unterricht Könnenserfahren und Erfolgserlebnisse Entwickeln und einsetzen von Lernstrategien Entwickeln metakognitiver Kompetenzen
- Inhaltliche Klarheit Verständlichkeit der Aufgabenstellung = Bünderlung von Ziel-, Inhalts- und Methodenentscheidungen Plausibilität des thematischen Gangs Klarheit der Ergebnissicherung Verbindlichkeit der Ergebnissicherung
- Klare Strukturierung des Unterrichts Stimmigkeit von Zielen, Inhalten und Methoden Folgerichtigkeit des methodischen Gangs, methodische Linienführung Methodischer Grundrhythmus Aufgabenklarheit Regelklarheit Rollenklarheit
- Klassen- und Fachräume sind "vorbereitete Umgebung", wenn sie... eine gute Ordnung bereithalten eine funktionale Einrichtung bereithalten brauchbares Lernwerkzeug bereithalten (v.a. bei offenem Unterricht!)
- Lernförderliches Klima ist gekennzeichnet durch... Gegenseitigen Respekt, gegenseitige Höflichkeit Eingehaltene Regeln - Verlässlichkeit der Arbeitsbeziehungen Professionalität des Lehrers Geteilte Verantwortung Gerechtigkeit des Lehrers Fürsorge des Lehrers für die Schüler und der Schüler untereinander
- Ratschläge für individuelles Fördern Inneres Differenzieren = alle Formen befristeter/dauerhafter Aufteilung eines Lernverbandes in arbeitsfähige Teilgruppen Integration = Herstellung einer neuer Ganzheit, in der das, was integriert wird, nicht verloren geht, sondern lebendig und vielfältig aufgehoben wird pädagogischer Schwerpunkt: SuS können lernen, ihre eigenen Schwerpunkte zu erkennen und weiterzuentwickeln ethischer Grundsatz: Recht auf Gleichheit - Recht auf Differenz
- Ratschläge für mehr Klarheit im Unterricht Intelligente Unterrichtsvorbereitung Informierender Unterrichtseinstieg Entroutinisierung der Fragetechniken Arbeit mit Unterrichtsritualen Freiräume - je offener Unterricht, desto mehr Strukturierung notwendig
- Ratschläge für Transparente Leistungsanforderungen Beurteilungen sollen gerecht und förderorientiert sein Trennen der Phasen der Leistungskontrolle und reine Lern- und Arbeitsphasen Nutzen von vielfältigen Formen der alternativen Leistungsdokumentation und -kontrolle (Lernentwicklungsberichte, Bewertungsgespräche, Beobachtungsbögen/Diagnosebögen, Arbeit mit Portfolios)
- Ratschläge zum "Sinnstiftenden Kommunizieren" Planungsgespräche und Partizipation Sinnkonferenzen Unterricht über Unterricht (abschließende Reflexion) Lernjournal/Lerntagebuch Schülerfeedback aber immer: subjektive Urteile; Feedback muss kontinuierlich sein; abbrechen, wenn Feedback nicht ehrlich
- Wodurch entsteht Transparenz bei der Leistungsbewertung? Lernangebot machen, das den gültigen Richtlinien oder Bildungsstandards entspricht und an Leistungsvermögenangepasst ist Lernangebot verständlich kommunizieren und zum gegenstand eines Arbeitsbündnisses machen Rückmeldung zum Leistungsfortschritt, die zügig nach formellen oder informellenLeistungskontrollen erfolgen
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- Definition "Klare Strukturierung" Unterricht ist dann klar strukturiert, wenn das Unterrichtsmanagement funktioniert und wenn sich für Lehrer und Schüler gleichermaßen ein gut erkennbarer Roter Faden durch die Stunde zieht
- Definition "Lernförderliches Klima" Unterrichtsklima meint die humane Qualität der Schüler-Lehrer- und Schüler-Schüler-Beziehungen
- Definition "Sinnstiftendes Kommunizieren" Sinnstiftendes Kommunizieren bezeichnet den Prozess, in dem die Schüler im Austaisch mit ihren Lehrern dem Lehr-Lern-Prozess und seinen Ergebnissen eine persönliche Bedeutung geben