Komponenten und Aufbau von FIS
Die Komponenten und der Aufbau von FIS werden sowohl durch die spezifischen Anwendungsgebiete als auch durch die verwendeten Datenquellen bestimmt. Da FIS in hohem Ausmaß an die speziellen Anforderungen eines Unternehmens angepasst sein müssen, werden entsprechende Systeme i.d.R. individuell entwickelt. Gundsätzlich basieren FIS dabei auf mehreren Datenbanken, die neben FIS-spezifischen Daten für die strategische Planung z.B. auch historische Daten aus den operativen Anwendungssystemen enthalten.
Grundlagen der Projektplanung
Die Projektplanung ist ein zukunftsorientierter Prozess, der darauf abzielt, die Auswirkungen von Handlungen zu ermitteln und darauf basierend unterschiedliche Handlungsalternatigen, auch im Hinblick auf ihre Folgen, zu bewerten. Das Vorhandensein eines Projektziels ist unabdingbar für die Projektplanung. Die Zielfindung muss also vor dem Planungsbeginn abgeschlossen sein und schlägt sich, wie bereits erklärt, im Projektauftrag wieder. Die in der Projektplanung fegelegten Schritte beinhalten Aspekte, wie die Untergliederung des Projekts in Teilprojekte und die 'Definition von unterschliedlichen Projektphasen und Arbeitspaketen.
Mittelmanagement, operatives Management
Das Mittelmanagement befasst sich mit der Unterstützung der langfristigen strategischen Ziele in mittel und kurzfristige taktische Maßnahmen. Typische Entscheidungen betreffen den Mitteleinsatz für Werbekampagnen oder Preissetzungsentscheidungen. Der Informationsbedarf ist hier stärker auf spezifische Objekte wie Kundengruppen oder Absatzgebiete ausgerichtet. Aufgabe des operativen Management ist die Umsetzung der taktischen Vorgaben des Mittelmanagment auf Ebene der Abteilung und einzelner Funktionsgruppen. Entscheidungen in dieser Kategorie betreffen operative Prozesse im Tagesgeschäft wie z.B. Materialbestellmengen.
Stabsprojektorganisation
Die Stabsprojektorganisation, welche auch als Einflusprojektorganisation bekannt ist, zeichnet sich durch einen Projektleiter aus, welcher der betrieblichen Organisationsstruktur eine Stabsstelle einnimmt und mit der Projektleitung nebenamtlich betraut ist. Die Projektleitung übernimmt in dieser Organisationsform hauptsächlich moderierende und Koordinierende Aufgaben, da sie weder über disziplinarische noch über fachliche Weisungsbefungnis verfügt. Vorteil: Keine organisatorische Neuordnung notwendig. Nachteil: Weder Projektteam noch Projektleitung fühlen sich für das Projekt voll verantwortlich.
Bericht- und Kontrollsysteme (BuK)
BuK setzen auf der operativen Ebene der betrieblichen Datenverarbeitung an. Sie übernehmen Daten aus den operativen Systemen und bereiten diese in Form von Berichten auf. Die Berichte sollen den Erfolg der geschäftlichen Aktivitäten in den verschiedenen Unternehmensbereichen verdeutlichen und Hinweise auf unerwünschte Entwicklungen geben. BuK sind somit typischerweise in der Systemlandschaft auf der operativen Managementebene eingebunden und unterstützen spezifische und strukturierte und regelmäßig anstehende Entscheidungsprozesse.
Informationsbedarf
Unter Informationsbedarf wird die Art, Menge und Beschaffenheit von Informationen verstanden, die im Rahmen von des Profils eines Entscheiders oder einer Gruppe von Entscheidern benötigt werden, um eine Aufgabe zu erfüllen. Das Medium, über das die Information zeitgerecht und am richtigen Ort zur Ferfügung gestellt werden, ist ein Bestandteil der Definition des Informationsbedarfs (in Anlehnung an Baumöl)
Managementunterstützungssysteme (MUS)
Unter dem Begriff MUS werden betriebliche Anwendungssysteme zusammengefasst, die der Unterstützung von Planungs- und Kontrollaufgaben dienen und die Entscheidungsfindung in Unternehmen erleichtern und verbessern sollen. Entsprechend bezeichnet MUS eine Vielzahl von Anwendungssystemen, die für das Management eine adäquate Informationsversorgnungund Entscheidungsuntersützung bieten.
Datengestützte EUS
Im Gegensatz zu modellgestützen EUS, die i.d.R. kleine Mengen an Unternehmensdaten nutzen, dienen datengestütze EUS der Extraktion von für die Entscheidungsfindung relevanten Informationen aus großen Datenbeständen. Eine typische Abfrage ist beispielsweise "Wie viele Einheiten eines Produkts X wurden im Quartal 2 2014 im Markt Y verkauft". Häufig kommen dabei Analysemethoden wie das Online Analytical Processing (OLAP) oder Data-Mining-Verfahren zum Einsatz.
Informatik-Controlling
Das IT-Controlling ist eine Vorgehensweise zur Planung, Steuerung und Überwachung der Bereitstellung, des Betriebs und des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechniken und damit der Informatik in einem Unternehmen. Die Disziplin des IT-Controlling kann in das strategische IT-Controlling und das operative IT-Controlling unterteilt werden. Das strategische IT-Controlling verfolgt das Ziel, die Effektivität und Effizients eines Unternehmens zu sichern, in dem die Informatik als Wettbewerbsfaktor angesehen wird. Das operative IT-Controlling stellt dem strategischen Maßnahmen zur Verfügung.
Management der Informatik
Während die Informationslogistik die fachlichen Ziele und Aufgaben des Informationsmanagement abdeckt, ist ein weiterer wichtiger Bestandteil das Management der Informatik. Dieser Aufgabenbereich hat zum Ziel, eine angemessene technische und organisatorische Infrastruktur für die Informationslogistik zu planen und zur Verfügung zu stellen. Die Gestaltungsobjekte der Informationslogistik sind also die Informationen und Informationsflüsse, die Gestalungsobjekte des Managements der Informatik die technische Infrastruktur und die Organisationseinheit "informatik".
Matrixprojektorganisation
Diese Organisationsform ähnelt der Stabsprojektorganisation, mit dem Unterschied, dass die Projektleitutng mit fachlicher Weisungsbefugnis in Bezug auf die Fachabteilung ausgestattet ist. Weiterhin besitzt die Projektleitung in Projektangelegenheiten Entescheidungskompetenzen und ist nicht auf Moderations- und Koordinationsaufgaben beschränkt. Die höheren Kompetenzen der Projektleitung haben zur Folge, dass Informations- und Entscheidungswege innerhalb der Hirarchie verkürzt werden. Mitarbeiter flexibel eingesetzt werden können und ein höheres Verantwortungsbewusstsein erreicht wird.
Trends und Prognosen von FIS
FIS bieten zudem die Möglichkeit, Trends zu analysieren, zu vergleichen und darauf basierend Prognosen zu erstellen. Somit bieten FIS eine Frühwarnfunktion und helfenkritische Situationen wie z.B. einem Anstieg der Beschaffungspreise oder die Entwicklung neuer Konkurrenzprodukte frühzeitig zu erkennen. Schließlich stellen FIS auch vorab nicht definierte Informationen wie subjektie Bewertungen oder Mutmaßungen aus externen Quellen bereit und bedienen damit den Bedarf des Topmanagement an Informationen.
Trends, die für die Entscheidung von BI-Konzepten und -Systemen ausschlaggeben sind.
Das Volument der weltweit verfügbaren Daten ist in den vergangenen Jahrzehnten exponentiell gewachsen. Mittlerweile verdoppelt sich das globale Volumen digital verfügbarer Daten alle zwei Jahre ungefähr. Die Heterogenität der verfügbaren Daten hat deutlich zugenommen und damit auch die Komplexität der Datenanalysen. Die zunehmende Globalisierung und Dynamisierung der Märkte erfordern Managemententscheidungen in immer kürzeren Zeitspannen.
Stufe 1: Datenquellen (BI-Systemarchitektur)
Interne und externe Datenquellen bilden die Ausgangsbasis für ein BI-System. Diese Datenquellen liegen außerhalb des Data Warehouse und können aus Sicht des BI-Systems in Bezug auf Format und Inhalt üblicherweise nur zu einem geringen Umfang beeinflusst werden. zu den internen Quellen kommen verschiedene externe Datenquellen. Entsprechend sind die zu verarbeitenden Daten häufig auf verschiedenen Systemen verteilt, liegen in unterschiedlichern Formaten vor und sind nach unterschiedlichen Datenmodellen strukturiert. Danach Standardisierung durch ein multidimensionales Datenmodell.
Data Warehouse
Ein Data Warehuse ist eine unternehmensweite Datenbank, die als zentraler Speicher eine einheitliche und konsistente Datenbasis zur Entscheidungsunterstützung aller Bereiche und Ebenen im Unternehmen bietet und unabhängig von operativen Anwendungssystemen betrieben wird. Im Data Warehouse werden alle für ein Unternehmen relevanten internen und externen Daten zusammengeführt und für verschiedenartige Auswertungen und Analysen für länge Zeiträume gespeichert.
Business Intelligence (BI)
Bi beschreibt einen ganzheitlichen Ansatz, um dem Informationsbedarf von Entscheidungsträgern zu begegnen. Entscheidungsrelevante Informationen werden durch die Erfassung, Integration, Speicherung, Auswertung und Interpretation von Daten aus vielen verschiedenen Quellen generiert.
Fachliche Anforderung
Als fachliche Anforderungen werden Anforderungen bezeichnet, wenn sie aus Perspektive von Fachexterten formuliert sind. Synonym wird auch von Anforderungen prospektiver Anwender oder Benutzeranforderungen gesprochen, obgleich die Formulierung von fachlichen Anforderunge an das zu entwickelnde Informationssystem auch aus der Perspektive anderer Akteure erfolgen kann, etwa aus Perspektive derjenigen Entscheider, die die Systementwicklung beauftragen und letztlich für die Systemabnahme verantworlich zeichnen.
Anforderungen (Systementwicklung)
Expliziete Anforderungen lassen sich als Konkretisierung übergeordneter Ziele der Systementwicklung auffassen - mithin als nachgeordnete Ziele. So werden Aspekte z.B. des Wirtschaftlichkeitsziels über Anforderungen an Flexibilität, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit des zu entwickelnden Informationssystems operationalisiert. Insofern kommt Anforderungen an dass zu entwickelnde Informationssystem für die praktische Durchführung der Systementwicklungsaufgabe eine zentrale Bedeutung zu.
Formalziele der Systementwicklung
Das Wirtschaftlichkeitsziel der Systementwicklung ist allgemeint auf die Einhaltung von Vorgaben hinsichtlich des Verhältnisses von Kosten und Nutzen während der Durchführung der Systementwicklungsaufgabe gerichtet. Das Wirtschaftlichkeitsziel wird der Systementwicklung als Zentrale Ordnung zugrunde gelegt. Das Zeitziel ist auf die Einhaltung von Vorgaben hinsichtlich der Dauer der Systementwicklungsaufgabe insgesamt un der Dauer einzelner Teilaufgaben gerichtet. Das Qualtitätsziel ist auf die Einhaltung von Vorgaben hinsichtlich der Qualität des zu entwickelnden Informationssystems gerichtet.
Serviceorientierte Architektur (SOA) als beondere Form der Applikationsarchitektur
Die SOA ist eine Applikationsarchitekturform, welchee Applikationen als eine Sammlung unabhängiger, miteinander gekoppelter Services betrachtet. Dabei stehen die Flexibilität und die Wiederverwendbarkeit des Services im Vordergrund. In diesem Kontext bezeichnet der Begriff Service eine Softwarekomponente mit geschäftlicher Funktionalität. Die SOA verbindet die Geschäftsprozessachitektur mit der Applikationsarchitektur und sorgt dafür, dass beide lose miteinander gekoppelt sind. Die SOA setzt sich aus vier Komponenten zusammen: Applikationsfrontend,Service, Service Repository, Service-Bus.
Merkmale von FIS
Aufgabe: Untersützung von strategischen Entscheidungsprozessen des Topmanagement sowie Kontrolle der eingeleiteten Maßnahmen, Herausfilterung relevanter Daten zur frühzeitigen Erkennung und Darstellung von geschäftspoitisch bedeutsamen Entwicklungen. Eingabe: Aggregierte interne und externe Daten Auswertung: Nutzung von flexiblen Selektions- Verdichtungs- und Auswertemethoden. Ausgabe: Grafisch aufbereitete Managementberichte, Kennzahlen und themenspezifische Datenanalyse
Systementwicklung als Aufgabe
Die Systementwicklung bezeichnet eine Aufgabe die aus einer Menge von Teilaufgaben steht und arbeitsteilig durchgeführt wird. An der Systementwicklungsaufgabe sind i.d.R. eine Vielzahl von Aktueren in verschiedenen Rollen beteiligt, wobei zwischen den Gruppen Fachexperten (Domänenexperten) und IT-Experten und den Rollen "Auftraggeber" und "Auftragnehmer" unterschieden wird. Besonderes Kennzeichen der Systementwicklung ist die hohe Komplexität der Gesamtaufgabe, die auf die Menge an Teilaufgaben und ihre Interdependenzen zurückzuführen ist.
Strategische Ziele
Die strategischen Ziele der Informatik und der Informationslogistik können, je nach Branche und Unternehmen sehr unterschiedlich sein. Darum werden im folgenden nur Formalziele, die unabhängig vom spezifischen Unternehmen und der dort etablierten Informationssysteme sind, genannt: Sicherheit der Informatik und Informationsstruktur Produktivität der Informatik und Informationsstruktur Wirschaftlichkeit der Informatik und Informationsstruktur Anpassung an Änderungen der Informationsfunktion Unternehmensweite Durchdringung der Informationsfunktion Wirksamkeit der Informatik und Informationsinfrastruktur
Systembetrieb (Systementwicklung)
Aktivitäten des Systembetriebs: Der Systembetrieb ist aus Sicht der Systemanwender durch ihre Benutzerinteraktion mit dem entwickelten Informationssystem geprägt, die zur Durchführung von betriewblichen Handlungen, Entscheidungen und Abläufen erfolgen. Im laufenden Systembetrieb fallen Administrationsaktivitäten an, die u.a. laufdene Aktivitäten wie das Erstellen von Sicherungen ("Backup") und die technische Überwachung der eingesetzten Hardware umfassen.
Implementierungsaktivitäten
Implementierungsaktivitäten sind darauf gerichtet, die Systemanforderungen auf der Grundlage des Softwareentwurfs mit den festgelegten Implementierungssprachen softwaretechnisch zu realisieren. Zentrale Aktivitäten sind die Spezifikation von Programmen mittels Programmiersprachen im Quelltext, das Testen der Programme auf Fehler, die Fehlerbehebung sowie die Integration von getesteten Programmen mit anderen Subsystemen. Ebenfalls zu den Implementierungsaufgaben zählt die Implementierung der Datenhaltung.
Fachentwurf
Die als Fachentwurf bezeichneten Artefakte beschreiben präzise alle nicht-trivialen Systemfunktionen, die von ihnen verarbeiteten Daten und ihr Zusammenwirken sowie die Benutzungsschnitstellen des Informationssystems. Dazu werden die vorliegenden natürlichsprachlichen Beschreibungen und konzeptionelle Modelle sukzessive ergänzt und präzisiert. Nicht funktionsale Anforderungen werden ebenfalls sukzessiv konkretisiert und idealerweise so detailliert spezifiziert, deas Interpretationsspielräume weitestgehend ausgeschlossen sind.
Entwurfsaktivitäten
Entwurfsaktivitäten sind darauf gerichtet, die fachlichen Anforderungen in Systemanforderungen zu überführen und darauf aufbauend das Softwaresystem zu entwerfen. Dazu werden informal und semiformal formulierte fachliche Anforderungen an das zu entwickelnde Informationssystem sukzessive mit formalen Beschreibungsverfahren rekonstruiert und soweit sinnvoll möglich, so detailliert spezifizziert, dass Interpretationsspielräume weitgehend asugeschlossen sind. Zudem werden die technischen Rahmenbedingungen der Systemimplementierung festgelegt.
Lastenheft (Planungsaktivitäten, Systementwicklung)
Der Projektvorschlag enthält ein Lastenheft, in dem auf hohem Abstraktionsniveau alle entscheidungsrelevanten, fachlichen Anforderungen an das zu entwickelnde Informationssystem angeführt und unter Verweis auf fachliche Bedarfe begründet werden. Anhand des Lastenheft wird die prinzipielle technische Durchführbarkeit des Vorhabens eruiert und eine Einschätung der Machbarkeit vorgenommen. Dabei werden u.a. die Gegenwärtig in der Organisation eingesetzten Hard- und Software und bereits absehbarer technischer Wandel berücksichtigt.
Definition Softwaremetrik
Als Softwaremetrik bzw. Metrik in der Softwareentwicklung wird eine Abbildung auf eine skalare Größe bezeichnet, die quantitativ eine bestimmte Eigenschaft von (Teilen von) Softwaresystemen oder Realisierungen der Systementwicklungsaufgabe abbildet. Die mithilfe einer Softwaremetrik ermittelte skalaren Größen werden Maßzahlen genannt.
Planungsaktivitäten (Systementwicklung)
Die Systementwicklung bindet Ressourchen einer Organisation und bedarf daher einer betriebswirtschaftlichen Rechtfertigung. Die Planungsaktivitäten gehen der (Investions-)Entscheidung voraus, ein Entwicklungsvorhaben (nicht) durchzuführen. Grundlage der Entscheidung ist der Projektvorschlag, in dem der Unterstützungsbedarf durch das Informationssystem begründet und in der Fachsprache der jeweiligen Anwendungsdomänen so formiert wird, dass die addressierten Entscheider nachvollziehen können, welche Ziele erreicht werden sollen.
Schwergewichtige vs. leichtgewichtige Vorgehensmodelle
Das V-Modell XT und die früheren Revisionen des V-Modells werden als sog. "schwergewichtige" Vorgehensmodelle bezeichnet. Diese Bezeichnung wird für Vorgehensmodelle verwendet, die sich u.a. durch einen erheblichen Umfang der Spezifikationen und damit verbunden- eine hohe Komplexität sowie ein hohes Maß an bürokratischen Aktivitäten auszeichnen. Sie werden "leichtgewichtigen" Vorgehensmodellen gegenübergestellt.
Projektorganisation (Systementwicklung)
Als Organisationsform wird für die Systementwicklung i.d.R. das Projekt gewählt. Das Projektmanagement stellt eine, die Systementwicklung begleitende Managementaufgabe dar. Auf die Systementwicklungsaufgabe bezogen wird entsprechend vom Entwurfsprojekt gesprochen. Eng mit dem Projektmanagment verkünft ist die Aufgabe des Qualitätsmanagements. Sie erstreckt sich sowohl auf die Durchführung der Systementwicklungsaufgabe als auch auf die dabei erstellten Artefakte.
Transaktionssysteme
Betriebliche Anwendungssysteme können nach der Art der Datenverarbeitung klassifiziert werden. Dabei wird grundsätzlich zwischen Transaktionsverarbeitung und Entscheidungsunterstützung unterschieden. Transaktionssysteme sind operative Anwendungssysteme, die zur Abwicklung und Unterstützung von Transaktionen genutzt werden. Sie unterstützen die alltäglichen operativen betrieblichen Geschäftsprozesse.
Pflichtenheft (Analyseaktivitäten)
Die Ergebnisse der Analyseaktiviten werden idealtypisch in einem Pflichtenheft dokumentiert, das eine möglichst vollständige Spezifikation aller fachlichen Anforderungen enthalten soll. Dazu sind insbesondere alle funktionalen Anforderungen an das zu entwicklende Informationssystem bis auf die Ebene fachlich begründeter Systemfunktionen zu spezifizieren. Die Beschreibung funktionaler Anforderungen erfolgt i.d.R. natürlichsprachlich unter Rückgriff auf konzeptionelle Modelle des betrieblichen Informationssystems.
Kritik an der Lebenszyklusmetapher
Die durch die Lebenszyklusmetapher hervorgerufene Assoziation legt nahe, sich die Systementwicklung so vorzustellen, dass auf die Ablösung eines Altsystems die Einführung eines Neusystems folgt. Der damit einhergehende Biologismus ist allerdings irreführend. Weder folgt die Systementwicklung alleine Gesetzmäßigkeiten, wie wir sie in der Naturwissenschaft zu beobachten glauben, noch ist von einem Determinismus in anderer Hinsicht auszugehen.
Online Analytical Processing (OLAP)
OLAP ist ein Ansatz, um Daten eines Data Warehouse nach mehren Dimensionen zu analysieren. "Online" steht dabei für eine Just-in-time-Bereitstellung der Daten. Im Gegensatzu zu den in MUS verwendeten Methoden und Verfahren ist OLAP auf die Analyse sehr großer Datenvolumina ausgerichtet. Eine weitere Eigenschaft ist die Unterstützung der parallelen Auswertung einer Datenbasis durch mehrere Anwender. Die verschiedenen Dimensionen von Daten werden in einem Datenwürfel abgebildet.
Long Tail (Erfolgsfaktor des E-Commerce)
Der Long Tail, 2004 vom Chefredatuer des amerikanischen Wire-Magazin Chris Anderson geprägt, beschreibt eine für das E-Commerce typische Verkaufskurve. Der Erfolg im online-Handel beruht dabei im Vergleich zum traditionellen Handel auf dem Angebot einer großen Anzahl an Nischenprodukten, die den langen Schwanz bei der Verkaufsdistribution darstellen. Diese Produkte werden seltener verkauft und tragen jeweils nur einen geringen Teil zum Umsatz bei. Während das Anbieten dieser Produkte für traditionelle Händler häufig zu teuer ist, erzielen online-Händler durch die sehr große Anzahl an Nischenprodukten in ihrem Sortiment einen bedeutenden Anteil ihres Gesamtumsatzes.
Anforderungen an die bereitzustellenden Informationen
Relevant, d.h. sachliche Notwendigkeit und problembezogene Eignung der Information Zeitbezug, d.d. inhaltliche Aktivität und Rechzeitigkeit der Bereitstellung der Informationen. Verwendungsbereitschaft, d.h. Verfügbarkeit und Zugänglichkeit der Informationen Wahrheitsgehalt, d.h. sachliche Richtigkeit und Zuverlässigkeit der Informationen Präzision, d.h. Detailiertheit, Genauigkeit und Eindeutigkeit der Information Verständlichkeit, d.h. Bereitstellen aller relevanter Informationen im Bezug auf eine Entscheidung.
Analyseaktivitäten
Analyseaktivitäten sind darauf gerichtet, ein gemeinsames Verständnis der am Projekt beteiligten Akteure hinsichtlich aller fachlichen Anforderungen zu entwickeln. Insbesondere ist dieses Verständnis für die beteiligten IT-Experten von Bedeutung, die sich i.d.R. in der jeweiligen betrieblichen Anwendungsdomaine nicht vertieft auskennen. Die Durchführung von Analyseaktivitenten setzt daher die Zusammenarbeit von Fachexperten und IT-Experten voraus.
Merkmale von Berichts- und Kontrollsystemen (BuK)
Aufgabe: Die häufig periodische Bereitstellung von aufbereiteten, aus den operativen Systemen entnommenen Daten für Kontroll- und Berichtszwecke sowie laufende Überwachung relevanter Kennzahlen aufgewählter Unternehmensprozesse. Eingabe: Daten aus operativen Systemen Auswertung: Verwendung von einfachten Methoden und Verfahren zur Datenaufbereitung und Berichterstellung. Ausgabe: Gegenüberstellung von vergangenheitsbezogenen Ist-Daten und Plan-Daten sowie Berichte für interne und externe Intneressensgruppen.
Unterschied Transaktionssysteme und Managementunterstützungssysteme
Transaktionssysteme und Managementunterstützungssysteme unterscheiden sich wesentlich im zeitlichen Bezug sowie im Umfang der verwendeten Daten. Transaktionssysteme realisieren das Prinzip des Online Transaction Processing (OLTP), d.h. die Transaktionen werden in Echtzeit erfasst und verarbeitet. OLTP dient der Abwicklung des operativen Tagesgeschäft in Unternehmen und wird durch entsprechend viele Anwender genutzt. Managementunterstützungssysteme basieren dagegen auf dem Prinzip des Online Analytical Processing (OLAP)
Führungsinformationssysteme (FIS)
FIS sind einfach zu bedienende Abfrage- und Berichtssysteme, die dem Topmanagement in übersichtlicher, häufig grafisch aufbereiteter Form Informationen für die Entscheidungsfindung liefern. Durch die Kombination von Daten aus internen und externen Quellen helfen FIS die Leistung des Unternehmens und die der Wettbewerber sowie Markttrends zu identifizieren und entsprechend darauf zu reagieren. FIS dienen vor allem der Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen aus allen Bereichen eines Unternehmens für die strategische Unternehmenssteuerung.
Architeturbegriff
Die Architektur des Informationssystems ist in der Regel im an den spezifischen Elementen des Informationssystems orientierter Bebauungsplan, der die einzelnen Objekte darstellt und in Beziehung stellt. "Als Architektur werden die Komponenten eines Systems (z.B. Informationssystem) und ihre Beziehungen zueinander bezeichnet. Es gibt Konstruktionsregeln die vorgeben, wie die Komponenten mit Blick auf die angestrebten Eigenschaften der Architektur miteinander in Bezug zu setzen sind.
Akteure und Kooperationsformen im E-Commerce
Bei den Akteuren werden Unternehmen (Business), Kunden (Consumers) sowie Behörden (Government) unterschieden. Durch Kombination dieser Ateure ergeben sich u.a. folgende Kooperationsformen "Business to Consumer" (B2C), "Consumer to Business" (C2B), "Business to Business" (B2B), "Consumer to Consumer" (C2C), "Business to Government" (B2G) und "Consumer to Government" (C2G)
Handlungsfelder des operativen Informationsmangement
Nach Heinrich und Lehner beschäftigt sich das operative Informationsmanagement mit der Frage, wie Nutzer Informationen produzieren, verbreiten und aufnehmen. Sie betrachten insbesondere drei Handlungsfelder, die für das operative Informationsmangement eine wichtige Bedeutung haben: Betreuung von Kunden und Nutzern Die Sicherstellung der Verfügungbarkeit von Informationssystemen sowie von deren Anwedungung, um Infos produzieren zu können. Das Erkennen und Beheben von FEhlern und Störungen des Produktionsbetriebes.
Hub und Spoke- Architektur
Die Hub and Spoke-Architektur ist dadurch gekennnzeichnet, dass sie verschiedene Anwendungen über einen zentralen Knotenpunkt, das Hub, miteinander verbindet. Diese Architeturform ist insbesondere für die datenflussorientierte Funktionsintegration geeignet, bei der das Hub als Datenübertragungs- und Kommunikationsschnitstelle zwischen den einzelnen Anwendungen dient. Die Sterntopologie deser Architetur weist im Vergleich zu einer Punkt-zu-Punkt Verbindung eine wesentlich geringere Schnittstellenanzahl auf und besitzt somit eine geringe Komplexität.
Applikationsbegriff
Applikation bezeichnet eine Software, "die unmittelbar durch die Benutzer verwendet wird und die Aufgabenerfüllung unterstützt." Daher kann es sich u m Standardsoftware handeln oder aber um speziell für die Anforderungen des Unternehmens entwickelte Individualsoftware. Unternehmen setzen im täglichen Geschäft häufig sehr viele unterschiedliche Anwendungen ein. Die Applikationsarchitektur bildet alle verwendeten Applikationen ab und zeigt ebenso die zwischen den Applikationen bestehenden Zusammenhänge auf.
Itegrationsbegriff
Itegration im Rahmen der Wirtschaftsinformatik berücksichtigt zwei unterschiedliche Aspekte, zum einen technische, wie z.B. die Infrastruktur und zum anderen fachliche Aspekte wie z.B. Geschäftsprozesse. "Integration bedeutet das Herstellen oder Wiederherstellen von Objekten oder funktionalen Eigenschaften durch Verbindung oder Zusammenführung". Der Itegration von Informationssystemen bietet unterschiedliche Betrachtungsdimensionen.
Mobile Commerce
Grundsätzlich ist M-Commerce als ortsungebundenes und ständig verfügbare E-Commerce aufzufassen. Im Gegensatz zu E-Commerce wird im M-Commerce die hohe Verbreitung mobiler Endgeräte sowie die ständige Verfügbarkeit des mobilen Internet ausgenutzt. In Verbindung mit immer schneller und stabiler werdenen Übertragungstechnologien für das mobile Internet führt dies zu einer nahezu dauerhaften Ereichbarkeit zwischen Kunden und Unternehmen. Die zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten von M-Commerce im Vergleich zu E-Commerce ergeben sich dabei vor allem aus lokalisierungsmöglichkeiten und der ständigen Interaktion mit der Umgebung.
Netzplantechnik als Instrument der Projektplanung
Mit Hilfe der Netzplantechnik können anschließend die einzelonen Termine festgelegt werden. Die Netzplantechnik ist ein Verfahren zur visuellen Darstellung der, im chronologischer Reinfolge angeordneten, Vorgänge und deren zeitliche Abhängigkeiten. Es können unterschiedliche Formen der Netzplantechnik gefunden werden. Dazu gehören Verfahren wie "critical path method" (CPM) "Metra-Potential-Methode" (MPM) und "Program evaluation and review technque" (PERT). Die einzelnen Methoden grenzen sich in ihrer Darstellungsform und den angewendenten Verfahren zur Zeiteinschätzung voneinander ab.