Spezifische Phobie
Entscheidendes Kriterium A Kriteriumm erst reizauslöser dann reaktion
Diagnostische Kriterien der spezifischen Phobie (7)
A Ausgeprägte Angst vor einem Objekt / einer Situation B enge stimulus reaktion verbindung: fast immer soforte angstreaktion C konsequenzen: vermeidung, aushalten unter starker angst D Angst unverhältnismäßig in Relation E Angst persistierend über 6 monate meist F Schweregrad: leiden oder beinträchtigung G nicht besse reklärbar durch andere störung
Typen SP (5)
Tiere natürliche Umgebung Blut-Injekitionen-Verletzungen Situativ (flugzeuge) andere
Geschlechterunterschiede spezifische Phobie
Frauenanteil abhängig vom Typus, mehr Tier ud naturbezogene und situationsbezogene, etwas weniger höhen- und injektionsphobie, aber immer mind 55%
Onset
meist bereits Kindheit, manchmal auch Mitte drittes Lebensjahrzehnt
Komorbidität spezifische Phobie
häufig mit anderen Angststörungen, va Panik mit Agoraphobie
Prädisponierende Faktoren spez Phobie
bedrohliche Ereignisse (zB angefallen werden von einem Tier), häufige Wahrnung überängstlicher Eltern
Agoraphobie (5)
Agora = Marktplatz griechisch Angst vor hroßen öffentlichen Plätzen und Menschenmengen Angst davor in Angstzustand zu geraten und die Kontrolle zu verlieren, nicht fliehen zu können bekannt was angst auslöst B kriterium besonders wichtig
Diagnostische Kriterien Agoraphobie (9)
A Angst vor / Vermeidung midn 2 der 5 Situationen B Befürchtugn dass Flucht schwierig, keine Hilfe erreichbar C enge stimulus reaktions bindung D mind 2 der 3 Folgen E Angst unverhältnismäßig in Relation F dauer größer gleich 6 M G schweregrad leiden H kein medizinischer Krankheitsfaktor I nicht besser durch anderes erklärbar
agoraphobie: Angstsituationen (5)
Öffis, offene Plätze, geschlossene Räume, Schlange stehen / menschenmenge, alleine außer Haus sein
Agoraphobie: Folgen (3)
aktive vermeidung situationen nur mit begleitpersonal unter intensiver angst durchstanden
Agoraphobie: Vorkommen
L- P: 5,2-5,3% 1 Jahres: 2,8 Frauen 2-4x
Onset Agoraphobie
später als bei spezifischen oder sozialen Phobien, meist 25- 30 oft in verbindung mit belastung, lebenseriegnissen
Problem Lernpsychologisches Erklärungsmodell der Phobie
kein traumat. Ereigniss zu Beginn Störung rekonstruierbar in allen Kulturen gleich häufig unabhängig von tatsächlicher bedrohung daher 2 faktoren theorie nicht ausreichend als erklärung
Erweiterung 2 Faktoren Theorie um weitere Komponenten: (5)
Modellernen und negative Erwartung Preparedness Angstsensitivität Angst vor der Angst Bewältigung frühkindlicher Furchtdisposition
Modellieren und negative Erwartungen (3)
Eine Forschergruppe um Mineka und Cook beobachtete bereits in den achtziger Jahren, dass im Labor aufgezogene Rhesusaffen erst dann Angst vor Schlangen zeigen, wenn sie die Angstreaktionen ihrer in der Wildnis aufgewachsenen Artgenossen beobachten konnten Kleinkinder entwickelten Furcht und Vermeidungsverhalten gegenüber Gummischlangen und spinnen, wenn Mama ängstlicher gesichtsausdruck Ankündigung / Erwartung aversiver Folgen: zB mehr Flugphobie nach 11.9.
Preparedness
leichter Angst auf entwicklungsbiologisch verbreitertere Reize bevorzugt auf natürlcihe Bedrohungen: gefährliche Tiere, Höhen, Naturgewalten Bedrohungen waren früher sehr bedeuteten und daher Angst von hohem Überlebenswert
Angstsensitivität: da sich bei vielen Phobien in der Vergangenheit keine traumatisches Ereignis finden lässt wird vermutet...
dass vergelichweise harmlose Ereignisse traumatisch verarbeitet wurden dass Großteil der Betroffenen vor allem die Konsequenzen der Angst fürchtet
Kognitive Aspekte der Angstsensitivität nach Beck (4)
sich für besonders empfindlich und verletzbar halten rasch Gefahren sehen und befürchten bestimmte Situationen für besonders kritisch halten Angstreaktion: Interpretation als körperliche Schwäche
Nach Goldstein und Chambliss: zwei Formen der Phobie
Furcht vor der Situation an sich (einfach) im Gegensatz zu Furcht vor der eigenen Angstreaktion (komplex) KP: potentielle interen Bedrohung > externe Bedrohung
Bewältigung kindlicher Furchtdisposition
Nach Poulton and Menzies: phobie wenn Kinder nicht dispositionelle Ängste bewältigen können Längsschnittstudie NZ: ernsthafte stürze vor 9. LJ: seltener Höhenphobie
3 Behandlungsansätze Phobie
systematische Desensibilisierung Reizkonforntation in sensu Reizkonfrontation in vivo
Systematische Desensibilisierung
wird in Gegenwart eines furchtauslösenden Reizes ein zur Furcht antagonistisches Verhalten gezeigt, kommt es zur Hemmung der Angstreaktion (kond. hemmung) gegenseitig inkomp. Verhaltensweisen die einander hemmen
kritik an systematischer Desensibilisierung
Studie Lang et al: je höher Herzrate während Konfrontation, desto besser Tierfolg r= 0,77 Hamm: für Therapieerfolg günstiger vegegative Konfrontationswelle zu aktivieren als zu hemmen -> kond. Hemmung nicht entscheidender Mechanismus
Konfrontation in sensu
ausreichend intensive vegetative Angstreaktion nötig, um Habituation/Extinktion/kognitive Umstrukturierung zu ermöglichen Imaginationsskripte so, dass vegetative Angstreaktion ausgelöst
Was muss Skript für Konfrontation in Sensu enthalten?
Beschreibung der Szene (semantisch) Reizeigenschaften (sensorisch) eigene Reaktionsanteile (motorisch)
Konfrontation in vivo
Reizkonfrontation mit angstauslösender Situation / Objekt Nach Hamm: 2-3h innerhalb einer Sitzung sehr effektiv, so lange bis Angstreaktion schwächer wird
3 Phasen der Konfrontation in vivo
kognitive Vorbereitung Exposition Maßnahmen zur Aufrechterhaltung
Vorbereitung auf Exposition
Erklaärungsmodell vermitteln, zugeschnitten auf individuelle Symptome, Verhaltensweisem Befürchutngen Was passiert bei Höhenangst wenn auf Fernsehturm Veränderungsmodell erarbeiten erwarteter und realistischer Verlauf der Angst besprechen
Verlauf von Angst
rascher Anstieg, langsamer Abfall, mit zunehmenden Therapien: Abflachung der Angstintensivität
4 Regeln Durchführung Expo
Patient stimmt zu, solange in der Situation zu bleiben wie nötig ermutigen, sich Situation / Objekt so weit wie möglich anzunähern und so lange bleiben bis nachlass angst wenn Nachlass: noch näher ran Erst dann beendet, wenn Angstniveau auf mindestens 50% des höchsten Niveaus gesunken oder ganz weg
Weitere Punkte Expo (7)
Teamarbeit, Therapeut kein Gegner Therapeut hat Modellfunktion beginnt erst wenn Patient ausdrücklich zustimmt Vermeidungsverhalten muss verhindert werden keine ablenkenden Gespräche Patient anleiten, Aufmerksamkeit ganz auf die auslösenden Reize zu richten, gefühl zuzulassen, ängstigende Gedanken auszusprechen symptomauslösende reize etc genau beschreiben
Wirkmechanismen Expo (4)
Habituation, abklingen der vegetat. AR 2 Prozess Modell Habituation Groves Thompson: umso schneller, je höher das tonische Erregungsniveau Organismus, und je intensiver und öfter reiz wiederholt aktive Hemmung = bewusster Verzicht auf Vermeidungsverhalten SWE erleben und Kontrollüberzeugung
Besonderheit Blut- Spritzen und Verletzungsphobie
Können zu Ohnmacht führen da es bei diesen Phobien zu Abfall Blutdruck und Rückgang Herzrate kommt
Behandlung BSVPhobie
Applied Tension Technik: Strategien zum Umgang mit Ohnmachtsanfällen -> physiologische Gegenregulation Patient erlent Anspannungstechnik, Dias mit auslösenden Bildern > bei ersten anzeichen anspannnen > transfer in reale Situation
Wirksamkeit Expositionstherapie bei spezifischen Phobien
in vielen Studien belegt Öst 2000: 12/21 publizierten RCTs waren behandelte besser massierte > graduierte, in sensu, system. Desnsibilisierung allerdings: geringere akzeptanz massierte als graduierte
BSV phobie: Behandlung
Expo in vivo + angewendette Entspannung 80% 2,0 H
Klaustrophobie: Behandlung
Expo in vivo, 80%, 3 h
Höhenphobie: Behandlung
Expo in vivo, 77% 3,5h
Metaanalyse Wolitzky Taylor et al
33 Studien expo am besten Mehr sitzungen vorteilhafter als eine Sitzung (46% nur eine) Nicht Expo haben Effekt, der vermutlich auf unspezifische Wirkfaktoren beruht