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Grundlagen Hebamme 1. Jahr (Subject) / Gesundheit-Krankheit, Berufsbild der Hebamme (Lesson)

-was gehört zum Beruf der Hebamme? -welche Ansichten haben Hebammen? usw.

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  • Kompetenzprofil einer diplomierten Hebamme beinhaltet... -Hebamme Fachfrau sein: Regelrichtigkeit, Regelabweichung, Regelwidrigkeit-Begleiten-Beraten-Gesundheit fördern-Zusammenarbeiten-Organsieren-Lernen und Forschen-Verantwortung übernehmen
  • Gesundheitswissenschaften/ public health ▶Gesundheit von Personen▶Gesundheit von Bevölkerungsgruppen▶Gesundheitliche Versorgung der Gesellschaft▶Mehrebenenbetrachtung:▶Makroebene▶Mesoebene▶Mikroebene▶Multidisziplinäres Vorgehen▶Multiprofessionelles Vorgehen
  • Definition "Gesundheitskompetenz": «Gesundheitskompetenz beinhaltet...von Menschen, relevante Gesundheitsinformationen in unterschiedlicher Form..., um im Alltag in den Domänen... Urteile zu fällen und Entscheidungen treffen zu können, die ihre Lebensqualität während des gesamten Lebenslaufs erhalten oder verbessern»  Wissen, Motivation und Kompetenzzu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden,Gesundheitsversorgung,Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung
  • Bedeutung von Gesundheitskompetenz: GK fördert das Individuum in ...und somit Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. → Entscheidungsteilhabe trägt zu einem höheren ...bei Selbstbestimmung, Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit Kohärenz- und Selbstwirksamkeits-gefühl
  • Folgen mangelnder GK: ▶geringeres Wissen über Gesundheit und Krankheit▶Verständnisprobleme bezügl. Informationen durch Gesundheitsfachpersonal▶Erschwerter Zugang zu hochwertiger Gesundheitsinformationen/-dienstleistungen▶enorme Kosten für Gesellschaft, Gesundheitssystem, Individuum
  • Gesundheitsstatus einer Bevölkerung: Bedingungsfaktoren personale Faktoren: -genetische Disposition-körperliche Konstitution-psychische Konstitution-Behinderungen-ethnische Herkunft Verhaltensfaktoren:-Essgewohnheiten-körperliche Aktivität-Spannungsregulation-Tabak- und Alkoholkonsum-Drogenkonsum-Sexualverhalten-Hygieneverhalten-Selbstvertrauen-Selbstwirksamkeitsüberzeugung-Bewältigungskompetenzen-Vorsorgeverhalten Verhältnisfaktoren:-sozioökonomischer Status-Bildungsangebote-wirtschaftliche Verhältnisse-Arbeitsbedingungen-politische Stabilität-Migrationsstatus-Wohnverhältnisse-Verkehrssicherheit-Luft-,Wasser- und Bodenqualität-Hygienebedingungen-Freizeitmöglichkeiten-Qualität der Versorgungsangebote
  • Gesundheit(sverhalten) zentrale Einflussfaktoren ▶Soziökonomischer Status/ soziale Ungleichheit▶Beruf▶Migration▶Soziale Lebensformen▶Lebensalter▶Geschlecht: Sex und Gender
  • Gesundheitsförderung Definition: «Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein ... zu ermöglichen und sie dadurch zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen». (WHO, 1986) «Gesundheitsförderung als Strategie der ... mit dem Ziel der Stärkung von persönlicher und sozialer Gesundheitskompetenz. Gesundheitsförderung berücksichtigt sowohl medizinische als auch ... Aspekte.» höheres Mass an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit Beeinflussung gesundheitsrelevanter Lebensbedingungen und Lebensweisenaller Bevölkerungsgruppen hygienische, psychische, psychiatrische, kulturelle, familiäre, soziale, rechtliche, edukative, ökonomische, architektonische und ökologische
  • Krankheitsprävention Eingriffshandlungen zur Vermeidung/Verringerung▶Des Eintretens von Krankheit oder▶Des Ausbreitens von Krankheit ▶Primäre PräventionZiele: Krankheitsverhütung Risikosenkung, Risikoeliminierung▶Sekundäre PräventionZiele: Krankheitsfrüherkennung▶Tertiäre PräventionZiele: Verhütung der Krankheitsverschlimmerung, Vermeidung von bleibendenFunktionsverlusten u eingeschränkten Aktivitäten bzw. verminderter Partizipation
  • Krankheitsprävention vs. Gesundheitsförderung Krankheitsprävention:-pathogenetische Dynamik-einer Krankheit zuvorkommen, Vermeidungsstrategie-Klassifikation der Risikofaktoren:   -genetische physiologische Dispositionen   -psychische Dispositionen   -behaviorale Dispositionen   -ökologische Dispositionen Gesundheitsförderung:-salutogenetische Dynamik-Gesundheitsentwicklung verbessern, Promotionsstrategie-Klassifikation der Schutzfaktoren:   -soziale und wirtschaftliche Faktoren   -Umweltfaktoren   -behaviorale und psychische Faktoren   -Zugang zu gesundheitsrelevanten Leistungen  
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  • Beispiele zu präventiver Hebammentätigkeit: ▶Information zu SID (plötzlicher Kindstod)▶Ernährungsberatung zu Eisenaufnahme in der Schwangerschaft▶Neugeborenen-Screening auf Stoffwechselkrankheiten▶Kontrolle des Blutzuckers bei Schwangeren mit Diabetes▶Kontrolle der Rückbildungsvorgänge der Gebärmutter im Wochenbett
  • Ottawa-Charta: 3 Aktionsstrategien ▶Interessen vertreten (advocacy)Anwaltschaft für Gesundheit, Aktives Eintreten für Gesundheit▶Befähigen und Ermöglichen (enable)Kompetenzförderung, Empowerment▶Vermitteln und Vernetzen (mediate)Aktive und dauerhafte Kooperation
  • Ottawa-Charta: 5 Handlungsfelder 1.Eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik entwickeln2.Gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen3.Gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen unterstützen4.Persönliche Kompetenzen entwickeln5.Die Gesundheitsdienste neu orientieren
  • Konzept "Advocacy" ▶Anwaltschaft: Vertretung und Durchsetzung gesundheitlicher Interessen▶Interessenvertretung von Betroffenengruppen▶Anwaltschaft zur Erreichung von Gesundheitszielen▶z.B. durch Nutzung von Massenmedien, Lobbying, Interessengemeinschaften
  • Konzept "Empowerment" ▶Befähigung zum selbstbestimmten Handeln▶Kontrolle über Entscheidungen und Handlungen gewinnen▶Individuelles und gemeinschaftsbezogenes Empowerment
  • Konzept "Partizipation" ▶Mitwirkung und Mitgestaltung▶Einbeziehung der Menschen in die Planung, Durchführung und Kontrolle der primärenGesundheitsversorgung
  • Konzept "Lebenswelt" (Setting) «Gesundheitsfördernde Lebenswelten …bieten Menschen ...und befähigen Menschen,... Gesundheitsfördernde Lebenswelten umfassen Orte, an denen Menschen... einschliesslich des Zugangs von Menschen zu Ressourcen für Gesundheit und von Möglichkeiten der Befähigung zu selbstbestimmtem Handeln (empowerment).« Schutz vor Gesundheitsgefahren  ihre Fähigkeiten auszuweiten und Selbstvertrauen im Bezug aufgesundheitliche Belange zu entwickeln.leben, die Gemeinde, ihr Zuhause, Orte, an denen sie arbeiten, spielen undihre Freizeit verbringen,
  • Gesundheitstheorie von Antonovsky Psychosoziale, physiche und biochemische Stressoren wirken auf unseren Spannungszustand. Eine erfolgreiche Spannungsbewältigung fördert den Kohärenzsinn, ein erfolgloser Versuch der Spannungsbewältigung löst einen Stresszustand aus. Durch andere Einflussfaktoren und unterschiedliche Bewältigung ist man nie am gleichen Ort beim Gesundheits-Krankheits-Kontinuum.
  • Der Kohärenzsinn Das SOC (sense of coherence, Kohärenzgefühl) ist eine globale Orientierung, die ausdrückt, ...., dass 1.die Stimuli, die sich im Verlauf des Lebens aus der inneren und äusseren Umgebung ergeben, ....sind (kognitiv) =Verstehbarkeit (comprehensibility) 2.einem ... zur Verfügung stehen, um den Anforderungen, die diese Stimuli stellen, zu begegnen (pragmatisch) = Handhabbarkeit (manageability) 3.dies Anforderungen und Herausforderungen sind, die Anstrengung und Engagement lohnen (emotional) =Sinnhaftigkeit (meaningfulness, Bedeutsamkeit) in welchem Ausmass man ein durchdringendes, andauerndes und dennoch dynamisches Gefühldes Vertrauens hat strukturiert, vorhersehbar und erklärbar die Ressourcen