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Faszien (Subject) / Faszien (Lesson)

Faszien

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  • Anatomie und Physiologie der Faszien - ein durchgängiges Netz aus Bindegewebe (mehrere, sich überlappende und ineinander verwobene Schichten - festes, weiß schimmerndes Gewebe - leicht dehnbar - umgeben und druchdringen alle Musklen, Knochen und Organe
  • grobe Einteilung der Faszien oberflächliche und tiefe/innere Faszien
  • Oberflächliche Faszien im allgemeinen - trennen Muskeln von der Haut und den darunter liegenden Strukturen - dienen als Isolationsschicht: verringern Wärmeverlust und polstern Muskel z. B. gegen Quetschungen ab - sind durchlaufen von Lymphbahnen, Nerven und Blutgefäßen
  • tiefe Faszien im allgemeinen umgeben und durchdringen  Muskeln, Bänder, Sehnen, Gelenkkapseln, Periost und Knochen, Nerven, Blutgefäße
  • Aufgaben einzelner Faszien - schützen und stabilisieren Gelenke und Organe - Trennen funktionell verbundene Körperteile - umhüllen und verbinden Muskeln und Muskelgruppen, Nerven, Gefäße und Organe - durch Bildung von Kompartimenten (abgetrennte Räume) Verhinderung von Infektionsverbreitung - geben dem Körper Halt und Gestalt - durch Propriozeption beteiligt an Organisation der Körperhaltung - Übertragen Bewegungsimpulse von Herzschlag, Atmung und PAM (primärer Atmungsmechanismus) - Regeln Spannungsgleichgewicht und Flexibilität der Geweben - Transportmilieu für Öymphflüssigkeit - Ansatzstelle für Muskelfasern - Unterstützen Muskelbewegungen - dienen der reibungslosen Verschieblichkeit einzelner Musklen gegeneinander - 
  • Aufgaben von Faszienketten - Bewegungsübertragung auf den Körper - Spannungsaufnahme und -übertragung auf andere Körperregionen - Kraftübertragung - Bewegungskoordination: Zusammenspiel von longitudinalen, transversalen und diagonalen Fasern ermöglicht Bewegungsachsen - Stoßdämpfung: starke äußere Krafteinwirkung wird verteilt
  • Fasziale Stoßdämpfer - auch fasziale Gürtel genannt - Kreuzungspunkte im Verlauf der Faszienketten (8 Stück im Pferd) - wirken wie Pufferzonen - nehmen zusammentreffende Kräfte auf und verteilen sie 1. Tentorium cerebelli-Gürtel -  Das Tentorium cerebelli ist eine Haut im Gehirn und grenzt die hintere Schädelgrube (Fossa cranii posterior) von der mittleren Schädelgrube .. 2. Zungenbein-Gürtel 3. Brusteingangs-Gürtel 4. Brust/Herz-Gürtel 5. Diaphragma-Gürtel 6. Nabel-Gürtel 7. Perinel-Gürtel - Dammgürtel
  • Verletzte/verklebte Faszien - durch Überbeanspruchung oder Beschädigung - Flexibilität und Elastizität verringert - Beeinträchtigung des Zellstoffwechsels, Lymphflusses, Immunsystems - beschädigter Teil kann Einfluss auf weit entfernte Gewebe der selben Kette haben - Symktome wie Steifheit und Bewegungseinschränkungen
  • Multiple Strains - multiple Gewebeverhärtungen - häufen sich im Laufe des Lebens an - Strains verbrauchen Kraft und verursachen so Spannung in den Faszien - stärkster Strain = stärkster Einfluss auf den Körper - Lösen des stärksten Strains = größter Effekt auf den Körper
  • Narben - verklebtes Narbengewebe kann sich störend auf die Beweglichkeit von Gewebestrukturen auswirken - durch ein Traume bilden sich Entzündungsstoffe: - Verklebung zwichen Haut und Faszie / Faszie und Muskle - Fibroblastenbildung (Hauptzellen des Bindegewebes) - Verminderung der Elastizität - Verhärtung des Gewebes
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  • Einteilung der Narben physiologische Narbe: (kein Behandlungsbedarf) - vollständig verheilt und dümm - Cutis, Subcutis und Faszien sind nicht miteinander verklebt und nicht in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt behandelt werden sollten: - sklerotisch (verhärtete) Narben: - eingezogene Narben - hypertrophe Narben (überschießende, den Wundrand nicht überschreitende Narben) - Narbenkeloide (überschießende, den Wundrand überschreitende Narben)
  • Faszientechniken allgemein Manipulation tief sitzender Restriktionen (Einschränkungen) des Bindegewebes - Behandlung der Faszien - Behandlung ganzer Faszienketten - Myofasziel Release (Therapiemethode zur Stimulation von Bindegewebsfasern)
  • Wirkung Faszientechnik - Lösen verklebter Strukturen - Verbesserung des Bewegungsausmaßes - Verbesserung des Flüssigkeitsaustausches - Verbesserung des Stoffwechsels
  • Reaktionen Faszientechnik - lockeres Gewebe - warmes Gewebe - Entspannung und/oder Müdigkeit - leichter Schmerz (Kontusion)
  • Indikation Faszientechnik - einseitige Training - zu hartes Training - einseitige Belastung - eingeschränkte Beweglichkeit - Schmerzen, welche nicht auf andere Behandlungstechniken reagieren - Lymphablussstörungen - chronische Organprobleme
  • Kontraindikation Faszientechnik  - Entzündungen - Infektionen - offene Wunden / akute Verletzungen - Arteriosklerose (Arterienverstopfung) / Krampfadern - Ödeme - Tumore - Trächtigkeit - 6 Wochen nach Kortisongabe (Pergamenthaut)
  • Befundung Faszientechnik - Anamnese - Inspektion - Palpation - Ganganalyse - Gelenkbefundung - General Listening - Inhibition
  • General Listening Gibt Auskunft über Lokalisation des Problems: Faszienzug in Richtung der größten Spannung/Dysfunktion - Mobilität der Faszien basiert auf dem PAM (primärer Atmungsmechanismus) Therapeut sollte: - neutral sein und nichts erwarten - Handflächen mit leichte Druck auflegen - langsam in das Gewebe eintauchen Durchführunge an Schweif, Kopf und Ohren Richtungsvektoren: lateral - Gliedmaßen / Rippen ventral - Visceral craniodorsal - Wirbelsäule innen - Dura (Hirnhaut)
  • Inhibition nachdem der Richtungsvektor erkannt ist, zur Ortung der genauen Struktur, in welcher der Strain liegt
  • Vorbereitung Faszientechnik - Wärme - sanfte Massage
  • Nachbereitung Faszientechnik - Wärme - leichte Bewegung (Laufen lassen oder Führen)
  • Faszienbehandlung Durchführung Faszienmassage: Behandlung einzelner Faszien, lösen oberflächlicher Muskelfaszien - Trennung der Muskelschichten (Flüssigkeitsaustausch in den Zwischenräumen, gemeinsame Kantraktion und Verlängerung von Muskel und Faszie) - gesamter Muskel wird sehr langsam und tief ind Faserrichtung gedehnt und massiert (Richtung Herz), tritt Widerstand auf, diese Stelle noch langsamer und tiefer wiederholend massieren Faszien-/Geweberolle: Behandlung einzelner Faszien, lösen oberflächlicher Muskelfaszien - Mobilisierung des Gewebes, Lösen von Verklebungen von Haut und Bindegewebe - Verschiebung längs oder quer zum Geweben, oder Rollen des Gewebes Fasziendehnung: Dehnung ganze Körperregionen, Lösen einzelner Faszien und ganzer Faszienketten - Verbesserung von Beweglichkeit, Linderung extremer Schiefe - gleichzeitiger und kontinuierlicher Schub beider Hände auseinander bis zum Relaese - Gefühl der Verlängerung des Behandelten Körperregion Myofaszial Release: sehr sanfte, kraniosakrale Technik zum Lösen der Muskelfaszien, Gleichzeitig Befundung und Behandlung - Gewebe befreien, Mobilität und Motilität wiedergeben - Variante 1: Fingerkuppen sanft in das Gewebe, Warten bis Widerstand nachlässt und Finger weiter in das Geweben einsinken lassen - Variante 2: direkte Methode: Handfläche drinft sanft in das Gewebe ein und testet alle Bewegungsrichtungen, Halten im Restriktionsbereich und Twist in Richtung der Restriktion - Variante 3: indirekte Methode: wie Variante 2, allerdings in Richtung der Entspannung
  • Dehnen der Lendenfaszie Indikation: eingeschränkte Bewegung der Hinterhand, eingeschränkte Latfelx der LWS Durchführung: craniale Hand Tuber coxae, caudale Hand letzte Rippe Aufmerksamkeit richtet sich auf die Lendenmuskulatur in der Tiefe (M. quadratus lumborum, M. iliacus und Mm. psoas)
  • Dehnen einer ganzen Körperseite Indikation: Probleme bei lateraler Biegung, extreme Schiefe Durchführung Variante 1: craniale Hand Margo caudalis scapulae, caudale Hand Tuber coxae Aufmerksamkeit auf laterodorsale Faszienkette Variante 2: craniale Hand caudal am Buggelenk, caudale Hand an Tuber coxae
  • Behandlung Cervicothorakaler Übergang Indikation: eingeschränkte Flex und Latflex der HWS, kurze tritte der Vorhand Durchführung: an der unteren 1/2 der Margo cranialis scapulae, Myofaszial Release
  • Behandlung Brustmuskulatur Indikation:  kurze Tritte der Vorhand geringe Vorhandtätigkeit Blockierung des Sternums Vordergliedmaße zeheneng eine Brusthälfte erscheint höher und/oder enger Durchführung: seitlich Sternum Myofaszial Release  M. pectoralis descendens und transversus
  • Behandlung Brusteingang Gürtel Indikation: unklare Lahmheit der VH Steife VH und HWS eingeschränkte Scapula und Karpalgelenksbeweglichkeit  Neigung zu Sehnenproblemen der VH Läsionen der HWS Hypertone/druckdolente Mm. um GHG Craniomandibuläre Dysfunktion kalte Extremitäten Schwierigkeite Kopf zu heben oder zu senken prall gefüllte Venden der VH Durchführung: craniale Hand Manubrium sterni, caudale Hand vor Widerrist auf Höhe C5-7, Druck der cranialen Hand Richtung Widerrist
  • Behandlung Diaphragma Indikation; Schluckstörungen/Schlundverstopfung Verdauungsstörungen/Magenerkrankungen geringes Atemvolumen/Atemstörungen/COPD-Husten beim Anreiten Gurtzwang Sehstörungen Lymphabflussstörungen Verspannung der Halsmuskulatur (N. phrenicus, Zwerchfellnerv) Schmerzen im CTÜ Durchführung: caudale Hand TLÜ, craniale Hand auf Proc. xyphoideus craniale Hand mit leichtem Druck Richtung TLÜ
  • Behandlung M. psoas Indikation: hypertoner Muskel: zu starke Flex im Hüftgelenk, Sacrum in Nutation, Becken nach anterior rotiert hypotoner Muskel: schwache Hüfte, wenig Schub aus HH, Sacrum in Kontranutation, Becken nach posterior rotiert nur der Muskelansatz kann palpiert werden Durchführung: Variante 1: flache Hand gleitet medial am Femur nach proximal bis zum Widerstand, Myofasziel Release Variante 2: aufgehobene HH in Extension bis zum Release