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Emotionspsychologie (Subject) / Emo (Lesson)
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- Anwendungen der attributionalen Theorien K = Kontrollierbarkeit, V = Verantwortlichkeit, St = Stabilität, G = Globalität, L = Lokation 1. Reaktionen gegenüber Opfern (V) 2. Umgang mit Einsamkeit (St, G, K) 3. Gewalt in Ehe und Partnerschaft (L, K, St) 4. Konsumentenverhalten / Produktqualität (V, St) 5. Medikamenteneinnahme, z.B. Schlaflosigkeit, ADHS (K, L) 6. Drogenabhängigkeit (K, V, St, L) 7. Wahrnehmung von Kriminalität (K) 8. Entscheidungen bei Gerichtsprozessen und bei Bewährungsentscheidungen und -auflagen (St, G, K, V) 9. Erziehung und Unterricht (K) 10. Interaktionen von Lehrern und Schülern (K, V, St) + ... Vorgesetzten und Mitarbeitern (L)
- naive Handlungsanalyse von Heider (1958) Wollen + Sollen (Zielsetzung) >> Bemühen (Kontrollierbarkeit < persönl Zuschreibungen) >> Zielerreichung (Erfolg / Misserfolg) >> Hypothese: aus je unterschiedlichen Kombis von Sollen, Anstrengung, Zielerreichung resultieren je spezifische Moralische Emotionen
- Clusteranalyse zu Emotionen von Handelnden wie ähnlich sind sich best Emotionen: pos getrennt von neg Emotionen, ansonsten recht subtile Unterschiede
- wann werden moralische Emotionen gezeigt? Bsp: Stolz, Reue, Mitleid, Ärger Stolz: Bemühen hoch, Ziel erreicht Reue: Bemühen gering, Ziel nicht erreicht Mitleid: Bemühen hoch, Ziel nicht erreicht - ich leide mit jmd gemeinsam, Ressourcenverbrauch - sparsam Ärger: Bemühen hoch, neg Ziel erreicht - neg Fälle lösen immer starken Ärger aus - verschwenderisch
- Besteht die Theorie Heiders den Kindertest? - Idee, Paradigma, Altersgruppen Idee:Positives Ziel: Anstrengung - Ziel nicht erreicht >> MitleidNegatives Ziel: Anstrengung - Ziel nicht erreicht >> Schadenfreude Paradigma: Vorgabe von BildgeschichtenErfassung von Schadenfreude, Mitleid, und Hilfe-Intentionen versch Altersgruppen: 5 - 6,5 - 8 Jährige
- Ergebnisse des Kindertests - Moralische Emotionen Kinder zeigen sehr viel Mitleid, vor allem bei pos Absicht, auch bei neg, wobei 8-Jährige stärker differenzieren Schadenfreude (neg Signal, obwohl es sich gut anfühlt) - niedrige Werte bei pos Absicht, hohe bei neg in allen Altergruppen gleich Hilfsbereitschaft sehr hoch bei pos und neg Absicht, aber 8-Jährige: geringere Hilfsbereitschaft bei neg Absicht
- Fazit - Moralische Emotionen Einfache Kognitionen, die moralische Emotionen in erheblichem Maße determinieren, sind Wahrnehmungen von „Sollen“, „Bemühen“, und „Gelingen“ Bei selbstbezogenen moralischen Emotionen ist das Gelingen wichtiger als bei fremdbezogenen moral. Emotionen - Bei anderen Personen bestimmt Vorliegen einer Absicht die moral. Emotionen in höherem Maße als bei selbstbezogenen moralischen Emotionen kritischer Test = entwicklungspsychologische Kriterium – bereits 5Jährige Kinder kennen Schadenfreude und Mitleid und das Erleben dieser Emotionen ihr Verhalten beeinflusst Analysen von Werken der Weltliteratur bestätigen die naive Handlungsanalyse Heiders gut
- „Soziale Entwicklung“ und „Bindung“: zwei psychologische Denkweisen Konzept der Sozialisation... mit Schwerpunkt auf Umweltbedingungen und Lernprozessen = lebenslanger Prozess, in dem die Verhaltensmuster, Werte, Standards, Fähigkeiten, Einstellungen und Motive eines Individuums so geformt werden, dass sie mit denen übereinstimmen, die in einer bestimmten Gesellschaft als wünschenswert gelten Konzept der Bindung... mit Schwerpunkt auf angeborenen Dispositionen und der Interaktion mit (wichtigen anderen) Personen = emotionale Beziehung zwischen einem Kind und der Person, die regelmäßig für das Kind sorgt
- Soziale Entwicklung und Bindung: Schwerpunktsetzung zugunsten der „Bindungstradition“ widmet der emotionalen Entwicklung und den Emotionen mehr Aufmerksamkeit soziale Entwicklung beginnt unweigerlich mit der engen emotionalen Beziehung zwischen Kind und Mutter (auch: Kind und Eltern) Parallele: Bei zahlreichen Tierarten kennen wir das Konzept der Prägung; dieser Vorgang spricht für die enorme Bedeutung der frühkindlichen Beziehungen für die soziale und emotionale Entwicklung
- Mythen zum Thema Bindung Bindung = Nähe / angeboren / vererbt / Prägung: einmal für immer, immer dasselbe Bindung ist ein kindliches Merkmal (aber besteht zw mind 2 Personen) Bindungstypen = wichtig Bindung ist ein Zustand (aber ist Prozess, abh von Interaktion)
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- Wie kam es zur Entstehung einer „Bindungstheorie“? wichtige Forscher Harry Harlow ... ab 1931 Forschungsarbeiten zu Rhesus-Affen ... Affenbabys sind Nähe und Wärme wichtiger als Nahrung ... wenn sie ohne ihre natürliche Bezugsperson aufwachsen, so sind diese Tiere Zeit ihres Lebens gestört René Spitz... ab 1935 Forschungsarbeiten, unter anderem zu Findlingskindern und Kinderheimen ... trotz guter medizinischer Versorgung sind Kinder ohne Bezugsperson öfter chronisch krank und entwicklungsverzögert John Bowlby & Mary Ainsworth ... ab 1945 ... Verständnis der normalen kindlichen Entwicklung durch genaue Beobachtung und Kulturvergleich <> nicht gut in Einklang mit psychoanalytischer Lehrmeinung, betrifft vor allem die kindliche Unabhängigkeit >> Bericht über die seeliche Gesundheit heimatloser Kinder im Europa der Nachkriegszeit Filmarbeiten durch James Robertson: Dokumentation der Auswirkungen von Krankenhausaufenthalten von Kindern, die ohne Elternkontakt abliefen
- Prägung- Definition: „primitive“ Form des Lernens, bei der sich bestimmte Tierjunge dem ersten sich bewegenden Objekt folgen, das sie sehen oder hören, und eine Bindung an dieses Objekt entwickeln
- Arbeiten von Harry Harlow 1. Experimente mit Rhesusaffen, die von Geburt an von ihren Müttern getrennt, nur Zugang zu künstlichen Müttern hatten. 2. künstlichen Mütter variierten hinsichtlich einiger Merkmale: Einige solcher „Mütter“stellten die Nahrungsversorgung sicher, andere lieferten ansatzweise Mgl einer körperlichen Zuwendung Draht- vs Kuschelmutter
- Ergebnisse von Harlows Affen-Exp Rhesus-Affen-Babies verbringen mehr Zeit bei Kuschel- als bei Drahtmutter, selbst, wenn sie bei Drahtmutter Nahrung erhalten > entgegen Behaviorismus: Nahrungsversorgung verstärkt, dass Affe öfter dort hingeht wenn sie etwas ängstigt, dann suchen die Babies eher bei Kuschelmutter nach Schutz - wenn Kuschelmutter vorhanden, dann Exploration mgl (nicht mgl bei Abwesenheit) > Bindung nicht gleich Nähe Geborgenheit > Nahrung
- Soziale Entwicklung und Bindung: Schlussfolgerungen, Bindung =... 1. Bindung = dient Überleben, insbesondere bei Arten, die bei Geburt zunächst und womöglich auch für längere Lebensabschnitte hilflos 2. Bindung ist wahrscheinlich der Sicherstellung einer Grundversorgung sehr zuträglich. 3. Es gibt emotionale Bedürfnisse, die durch Bindung sichergestellt 4. Form des „emotionalen Lernens"
- Kraemer (1992) gibt einen Überblick zur Entwicklung von Babyaffen mit „Surrogatmüttern“ (Leihmütter) aus heutiger Sicht: 1. Solche Affen können im Erwachsenenalter oftmals nicht normal essen und trinken (Rückzug und extreme Ängstlichkeit). 2. apathisch, auto-aggressiv, zeigen stereotype Verhaltensabläufe. 3. Bei vielen kognitiven Aufgaben schneiden diese Affen extrem schlecht ab. 4. Umgang mit Artgenossen oftmals extrem gestört, schwankt zwischen unangemessener Unterwerfung und Aggression. 5. Nachweisbar sind gravierende neurobiologische Defizite (bzgl Neurotransmitter-Reaktionen des Gehirns)
- Leistungen der Bindung für das emotionale Lernen und soziale Beziehungen 1. Kontinuum zwischen Bindung (Suche nach Schutz und Zuwendung) und Exploration (Kennen-Lernen von neuen Dingen), Letzteres ist ohne Ersteres nicht möglich. 2. Exploration und Abwesenheit von Angst (etwa in fremder Umgebung) gibt nur in Anwesenheit einer „Bezugsperson“ (bei Säugetieren) 3. Bowlby: „Secure Base“ = Verdienst der Bindung für das Explorationsverhalten und die Bewältigung potentiell Angst-auslösender Situationen
- Befunde von Spitz und anderen: untersuchte Findel-und Heim-Kinder in mehreren Ländern: Infektionen der Atemwege, Fieberanfällen, deren Herkunft ungeklärt schwere emotionale und körperliche Störungen leiden (Ausbleiben einer Gewichtszunahme trotz sehr guter Ernährung) - Bsp: Reaktion auf Leid von Artgenossen mit Angst, körperlichem Angriff Sterblichkeitsrate weit über dem Durchschnitt von Altersgenossen, die in Familien aufwachsen
- frühkindliche Deprivation nach Bowlby Bindungslosigkeit Kind im Kinderheim > Wechsel der Bezugspersonen > Verlust, Enttäuschungen > keine neue Bindung aufbauen > egozentrisch, Wünsche auf materielle Gegenstände richten > keine Trauer bei Wechsel der Bezugsperson > oberflächliche soz Angepasstheit längsschnittliche/ retrospektive Daten: Drittel der Straftäter sind frühkindlich geschädigt, viele hatten mehrere Bezugspersonen pos Gegenbsp: SOS-Kinderdorf, konstante Ersatzmutter/ -familie als konstante Bezugsperson während gesamter Kindheit
- Welche VERHALTENSWEISEN sind aufschlussreich / charakteristisch für Bindung? - Bowlby und Ainsworth >> sichere, nicht enge, Bindung Differentielles Schreien, Lächeln, Vokalisation > bzgl Bezugspersonen Weinen, wenn die Mutter das Kind verlässt Visueller Kontakt und Blickkontakt mit der Mutter Sich zur Mutter hinwenden, ihr nachfolgen, Freude bei Begrüßung Das Gesicht in den Schoß der Mutter legen (insb. bei Angst) Umarmungen, Kuscheln, Küssen (Ausnahme: Uganda) Explorationsverhalten insbesondere in Anwesenheit der Mutter (gelernt von Harry Harlow) Flucht zur Mutter in Angst-auslösenden Situationen ...
- Welche INTERAKTIONEN sind wichtig für die Entstehung von Bindung? - Bowlby und Ainsworth Stillen des Säuglings frühe Interaktionen mit (a) Mutter/Vater (b) anderen Personen Balance zw Sicherheit und Exploration (Menschenkinder MÜSSEN viel lernen, ohne Exploration kein Lernen!) Übergang zu neuen Entwicklungsanforderungen (z.B. Kindergarten und/oder Schule) „Fremdeln“ in einer bestimmten Altersphase (NICHT von Geburt an, Differenzierung nach ca 1/2 Jahr) Konzept bestimmter sensibler Phasen der frühkindlichen Entwicklung
- John Bowlby‘s Bindungstheorie Ausgangspunkte 'System' Bindung = Konstrukt aus mehreren Elementen Je nach Entwicklungsphase sind verschiedene Elemente wichtiger Konkretes Bindungsverhalten insbesondere in kritischen Situationen aktiviert (z. B. wenn die Bezugsperson geht oder kommt, oder wenn Exploration misslingt) Gegenstück zur Bindung= Erkundungssystem, Exploration (ohne einander nicht denkbar) Gegenstück zum kindlichen Bindungsverhalten („attachment“) = Fürsorgeverhalten („bonding“) beide aufeinander bezogenen Verhaltensklassen („Systeme“) sind ethologisch fundiert (theoretisch wie empirisch) und funktional zweckgerichtet
- John Bowlby‘s Bindungstheorie Entwicklungsverlauf - 4Phasen 1. „Vorphase“ unmittelbar nach der Geburt (bis 6 Wochen): Allg Ansprechbarkeit des Kindes, ohne Unterschied der Person 2. „Phase der Personenunterscheidenden Ansprechbarkeit“ (bis 6-8 Monate): Kind sendet Signale bevorzugt an vertraute Personen; Repertoire der Bindungsverhaltensweisen ist erweitert - grenzt Zahl der Personen ein, die das Kind erfolgreich ansprechen können 3. „Phase der eigentlichen Bindung“(24-36 Monate): zunächst mit einfachsten Mitteln einer Person zuwenden/ sie aufsuchen, aktive Suche („Lokomotion“ - eigene Bew mgl) - Person vermissen (Objektpermanenz) 4. „Phase der Zielkorrigierten Partnerschaft“: (etwa ab 36 Monaten) andere Person und dessen Verhalten beeinflussen, in Abhängigkeit von situativen Gegebenheiten. (vermutlich: Entwicklung eines Empfindens für Kontrolle / Kontrollierbarkeit) - Fragephase
- Wie kann Bindung nun gemessen werden? - Probleme 1: Untersuchungen mit Kindern sind nicht leicht durchzuführen, aufwendig. 2: Repertoire an Untersuchungsmöglichkeiten ist auf Beobachtungsmethoden und weniger auf experimentelle Methoden angewiesen. 3: Obwohl es EIN grundlegendes Paradigma gibt, das beobachtungs-und experimentelle Methoden kombiniert, haben sich die Bindungsforscher keinen Gefallen getan, weil sie zu oft über Details der Untersuchungsmethode gestritten haben
- „Strange-Situation-Test“(„Fremde-Situation-Test“) Allgemeines von Harlow (1958), der das Erkundungsverhalten und die Rückkehr zur „Mutter“in kritischen Situationen untersuchte - zum Diagnostizieren von Bindung Anwendung: bei Kindern im Alter zwischen 12 und 24 Monaten, auch für ältere Kinder (bis 6) Bei Erwachsenen existieren zur Bindungsdiagnose auch Fragebogenverfahren Ausgangspunkt: Neue Situation (z. B. kindgerechter eingerichteter Laborraum) mit zahlreichen Spielgelegenheiten für das Kind in Anwesenheit der Mutter angenehme Situation wird „erschwert“ > Ereignisse, die für die Kinder eine Herausforderung darstellen (die sie im alltäglichen Leben auch zu bewältigen haben!)
- Auswertung des Fremde-Situation-Tests nach Ainsworth Verhalten des Kindes in Szenen 5 und 8 verwendet, auf vier siebenstufigen Skalen eingeschätzt Nähe-Suchen, Kontakt erhalten, Widerstand gegen Körperkontakt und Vermeidungsverhalten Aus Werten auf diesen Skalen und Gesamteindruck vom Kind in Testsituation wird Qualität der Bindung den Bindungsklassen A, B,C und ihren Unterklassen zugeordnet > oft Mischformen, über Zeit ist Wechseln des Typs mgl > Datenmuster + gewisses „Rauschen“, das auf eine Uneinigkeit der versch Bindungsforscher zurückgeht
- Ainsworth und Bowlby unterscheiden drei „Bindungstypen“ 1. Sichere Bindung, 2. Vermeidend-unsichere Bindung, 3. Ambivalent unsichere Bindung
- 1. Sichere Bindung („B-Kinder“) Bonding, secure bond Bei oder nach Belastungen suchen oder wahren die Kinder den Kontakt zu Mutter (Vater). Wenn sie allein gelassen werden, zeigen sie zunächst kaum Kummer. Es ist eher die Mutter, die wirkungsvoll Trost spenden können, nicht die fremde Person. freuen sich über die Rückkehr der Mutter und suchen Körperkontakt, der als positiv erlebt
- 2. Kinder mit vermeidend-unsicherer Bindung („A-Kinder“) avoided, "unabh" scheinende Kinder (aber mit größtem Stresshormonspiegel) ... zeigen wenig Kummer über das Weggehen der Mutter (des Vaters)... ignorieren die Mutter (den Vater) bei der Rückkehr.... vermeiden die Mutter ... entspannen sich nicht bei Körperkontakt
- 3. Kinder mit ambivalent-unsicherer Bindung („C-Kinder“) ... zeigen deutlich und lautstark ihren Kummer, und sind teilweise auch wütend/frustriert ... ... ausgeprägt ambivalentes Verhalten bei Rückkehr --diese Kinder suchen den Kontakt zur Mutter (Vater), aber ohne den körperlichen Kontakt zu dulden.
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- (4. Desorganisierte / hoch-unsichere Bindung („D-Kinder“) ... wird entwicklungspsychopathologisch diskutiert, kein persönlich bezogenes Bindungsverhalten, Verletzung der grundlegenden Organisation des Bindungssystems ... Nähe und Kontaktsuche zur Bindungsperson in belastenden, ängstigenden Situationen
- John Bowlby‘s Bindungstheorie Bindungstypen: Untersuchungen, die Cortisolspiegel im Speichel (Stress-Indikator) einbeziehen, widerlegen diesen Verdacht: Gerade A-Kinder stehen offensichtlich unter großem Stress etwa zwei Drittel zeigen eine sichere Bindung; unsichere Bindungstypen sind in verschiedenen Kulturen unterschiedlich häufig vertreten:USA, Westeuropa: wenn unsicher, dann meist vermeidend-unsicher Israel, Japan: wenn unsicher, dann ambivalent-unsicher > Sicher gebundene Kinder kommen im Kindergarten besser zurecht, können besser mit Konflikten umgehen, haben weniger Verhaltensprobleme
- Rauh und Mitarbeiterin - Zusammenhang zwischen Bindung, kritischen Lebensereignissen und Krippenbesuch Krippenbesuch ist für die sicher gebundenen Kinder kein kritisches Ereignis; nach anfänglichen Schwierigkeiten kommen sie gut mit der Situation zurecht Unsicher gebundene Kinder kaum Anfangsschwierigkeiten anzumerken, erleben Krippenbesuch im Laufe der Zeit als immer belastender.
- John Bowlby‘s Bindungstheorie - Weitere theoretische Überlegungen Kinder entwickeln in frühen Kindheit ein überdauerndes Arbeitsmodell („Working Model“) - kogn Schema bzgl soz Beziehungen = recht stabil, Abb der Beziehung zu wichtigsten Bezugspersonen: Konzepte wie Vertrauen und Erwartungen (Verhaltensweisen) an Bezugsperson, bestimmte Präferenzen für best Ursachenzuschreibungen
- erste empirische Überprüfung des „Working Models“ von Suess, Grossmann & Grossmann (1992) Längsschnitt-Untersuchung mit 3 Erhebunsgzeitpunkten: T(1):Alter = 12 Monate; Bindungsdiagnose nach Ainsworth T(2):Alter = 18 Monate; Bindungsdiagnose nach Ainsworth T(3):Alter = 60 Monate >> A. Spielverhalten, Kontaktverhalten, Konfliktverhalten, Verhaltensauffälligkeiten > B. Spielerischer Test zur sozialen Wahrnehmung; Erfassung von Attributionen auf Verantwortlichkeit / Böse Absicht (kindliche Ursachenzuschreibungen)
- erste empirische Überprüfung des „Working Models“ von Suess, Grossmann & Grossmann (1992) - Ergebnisse A. Soz Kompetenz der Kinder im Alter von 5 Jahren kovariiert mit Bindungsqualität zur Mutter im frühen Kindesalter. B. Im Sinne eines stabilen „Working Models“: Soz Wahrnehmungen und Attributionen im Alter von 5 Jahren kovariieren mit Bindungsqualität im frühen Kindesalter.> Unsicher gebundene Kinder zeigen in nicht eindeutigen Situationen signifikant häufiger Attributionen auf böse Absicht und Verantwortlichkeit
- Nachfolge-Untersuchung von Tittmann& Rudolph (2005) - zum working model - Fragestellung A. Zshang zw „Working Model“, bezogen auf Attributionen der Kinder, und dem sozialen Status (im Sinne von Beliebtheit versus Ablehnung) der Kinder? B. Zshang zw „Working Model“, brgl Attributionen, und den Emotionen, Verhalten der Kinder?
- Nachfolge-Untersuchung von Tittmann& Rudolph (2005) - zum Working Model Untersuchungsdesign 115 Kinder aus Chemnitzer Kindergärten im Alter von 5 und 6 Jahren ...Spiel, in dessen Verlauf sie unterschiedliche (bildlich dargestellte) Situationen beurteilen AVs: Soziometrischer Status, Urteil der Erzieherinnen zum Sozialverhalten, Entw einer Spielsituation, während derer die Attributionen, Ärger-Emotionen, Verhaltenstendenzen der Kinder erfasst
- Nachfolge-Untersuchung von Tittmann& Rudolph (2005) - zum Working Model Wie kann der soziale Status (Beliebtheit und Ablehnung der Kinder) erhoben werden? Methode von Moreno, die als Soziometrie bezeichnet Vorgehen:1 Wahl der beliebtesten Person(en) in einer Gruppe 2 Wahl der unbeliebtesten Personen in einer Gruppe 3 Bestimmung von „Wahlstatus“und „Ablehnungsstatus“ 4 Bestimmung des Gruppenklimas
- Nachfolge-Untersuchung von Tittmann& Rudolph (2005) - zum Working Model Befunde 1. Sozialer Status und „Working Model“ stehen in enger Beziehung (Kinder mit ungünstigen Attributionen haben einen geringeren Wahl-und höheren Ablehnungsstatus; r = .32/-.32) ... Zshang vermittelt durch die folgenden Moderatoren: 2. ... die Attributionen beeinflussen das Erleben und das Verhalten der Kinder 3. ... das Erleben beeinflusst zusätzlich das Verhalten, 4. ... das Verhalten determiniert den Sozialen (soziometrischen) Status > siehe vorletzte Seite Abb
- Rene Spitz ermittelte Entwicklungsquotienten - Ergebnisse aus seinen Studien EQ: Verhältnis zw Alter und Entwicklung Längs- und Querschnitte Soziales Mileu: EQ im Monat 1-4 (angeborene Entw.potentiale, Beindung scheint noch nicht wichtig) und im Monat 9-12 Akademiker: recht hohe Werte, kein Unterschied zwischen Messzeitpunkten Dorfbevölkerung: geringere Weerte, kein Unterschied Kinderheim (relativ stabile Betreuung durch wenige Ansprechpartner): ähnliche Werte wie Dorfbev, kein Unterschied Findelheim (3-Schichtsystem, keine engen Bezugspersonen): zunächst recht hohe Werte, extremer Abfall um 50 EQ-Punkte