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Geschichte (Subject) / Historisches Lernen (Lesson)

Lernen und Entwicklung bzw. Reifung

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  • Lernen Lehren Unterricht Erziehung Reifung Entwicklung Sozialisation - Gudjons: "Änderung menschlicher Verhaltensdisposition, die durch die Verarbeitung von Erfahrungen erklärt werden können."- Baumgärtner: "Zielt darauf ab einen Lernprozess zu steueren oder zu initiieren."- Schulisch institutionalisierte Form von Lehr-Lernprozessen.- Erziehung geht weit über solche Prozesse hinaus (bestimmte Absicht, Kompetenzgefälle schränkt Autonomie ein).- Reifung vornehmlich biologisch aber auch geistige und seelische Veränderungen. - Entwicklungsmodelle geistig Piaget, moralisch Kohlberg, Identität Erikson- Entwicklung teils biologisch vorgegeben teils sozial induziert.- Sozialisation Eingliederung in Gesellschaft (aktuell: Betonung der Wechselseitigkeit von Individuum und Gesellschaft).
  • 4 Lernarten Historisches Lernen - klassisches Konditionieren (Pawlow) -> für historisches Lernen (reflektierter Umgang mit Geschichte) eher ungeeignet (Vielleicht aber um Rahmendaten einzuprägen). - Operantes Konditionieren (Skinner) -> für Unterricht eher wichtig für historisches Lernen nicht ausreichend. Im Unterricht aber für Verhalten wichtig. - Beobachtungslernen (Bandura) -> siehe Operantes Kondiionieren - Konstruktivistisches Lerntheorien -> Sinnbildungsprozesse als Kern des historischen Lernens! Historisches Lernen muss Begriffe, Scripts und mentale Modelle für das Fach identifizieren und von anderne Fächer unterscheiden, damit das angeeignete Wissen auf neue Situationen angewendet werden kann -> Transfer.
  • Lernen und Gedächtnis nach Mietzel Piaget Günther-Arndt (HBSNCM) Geädchtnis als System nach eigenen Regeln. Sensorisches Register, Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis. Deklaratives Gedächtnis: bewusst abrufbares Wissen. Prozedurales Gedächtnis: gelernte Verfahrensweisen. Aufbau von kognitiven Strukturen durch Assimilation und Akkommodation -> auch für historisches Lernen relevant. Historische Begriffe nicht systematisch abgeleitet sondern aus anderen Kontexten adaptiert (Alltagssprache, Disziplinen oder Quellen) -> Bedeutungsvarianten nur bedingt lernbar. Daneben Scripts (ähnlich Einkaufen) über historische Vorgänge. Netzwerke ermöglichen flexiblen Umgang und Welterklärung (Gefahr der Simplifizierung). Conceptual Change als Möglichkeit aber in Geschichte schwierig. Metakognition für historischen lernprozess von entscheidender Bedeutung.
  • Benennung Unterrichtsprinzipien -> Übersicht bei Baumgärtner (1) Sauer -> Unterrichtsprinzipien(2) Mayer/Pandel/Schneider -> Prinzipien(3) Günther-Arndt -> Unterrichtsmethodische Strukturierungskonzepte(4) Barricelli/Lücke -> Fachdidaktische Prinzipien(5) Pandel -> Methodische Prinzipien Multiperspektivität (z.T. auch Kontroversität und Pluralität) bei 1,2,4,5Handlungsorientierung bei 1,2,3,5Problemorientierung bei 2,3,5Gegenwarts- Lebens- und Zukunftsbezug bei 2,4,5Forschend entdeckendes Lernen bei 2,5Fakultativ: Handlungsorientierung, Projektorientierung, Personalisierung, Alteritätserfahrung/Fremdverstehen Konstitutiv: Problemorientierung, Gegenwartsorientierung, Erfahrungsorientierung, Methoden- und Wissenschaftsorientierung, Multisperspektivität/Kontroversität
  • Aktuelle Herausforderungen (für Einleitung) Kompetenzbegriff - PISA-Schock ->D,M,NaWi -> Kompetenzen im Geschichtsunterricht- Veränderte Bedingungen des Aufwachsens, Globalisierung, Medien (Fölling-Albers)- Multiethnische und multikulturelle Gesellschaft -> interkulturelles Geschichtslernen (Alavi)- Inklusion steht noch am Anfang (inklusionsdidaktische Netze) Weinert -> Baumgärtner wichtig dabei : Problemlösefähigkeiten, domänenspezifisch, situativ, kognitiv, konkrete Situationen (Aufgaben).
  • FUER-Modell 2 zentrale Operationen Rekonstruktion (Sammlung von Wissen) und Dekonstruktion (Analyse von fertigen Erzählungen) -> angelehnt an Jeismann+ Lebensweltbezug zur Orientierung der Schüler+ Identitätsbildung angelehnt an Rüsen (eigene Lebenswelt-> Vergangenheit-> ind. Lebenssit.)Umfassende historische Kompetenz besteht aus 4 Teilkompetenzen (hist. Methodenkompetenz, Fragekompetenz, Sachkompetenz, Orientierungskompetenz) --> Dagegen Martin Schulze Wessel (Prof. für Osteuropäische Geschichte LMU) in der FAZ am 25.09.2016 -> kritisiert weniger das FUER-Modell als die Outputorientierung und Kompetenzmodelle generell. "Gewordensein drückt sich in langen zeitlichen Zusammenhängen aus." -> wichtig für Demokratielernen und sich andere Zukunft vorzustellen--> Geschichtsbewusstsein entsteht nicht aus Addition von Kompetenzen Pandel: 30 verschiedene Kompetenzmodelle -> die wenigsten Schüler werden Historiker deswegen Beschränkung auf Fähigkeit mit Geschichtskultur umzugehen!
  • Entwicklungspsychologische Grundlagen nach Horst Schaub Margareta Turk Susanne Popp Neuer Zugänge zur Geschichte Didaktische Neuorientierung nicht leicht, da selbst in neueren Veröffentlichungen immer noch auf revisionsbedürftigen Erkenntisstand (Piaget etc.) zurückgegriffen wir. --> Sollte aber überdacht werden und Forschungsanstrengungen unternommen werden. -> Ausgangspunkt Lehrplan + Ziele, Inhalte, Methoden, Materialien + ganzheitliche "kosmische" Erziehung nach Montessori. Landmark events sowohl in Lebenserinnerung aber wohl auch im historischen Kontext. Narrative Theorien der Psychologie -> Erinnerungen hängen von der Bewertug der Situation ab, die dem Ereignis vorausging -> Übertragung auf Geschichtsunterricht. Alltags- und Mentalitätsgeschichte (Denkmalgestaltung), Frauen- und Geschlechtergeschichte (Familienstrukturen), Mikrogescichte (Geschichte einer Strasse eines Gebäudes) und Oral History -> Gerade für GS sind viele von diesen Relevant, da aus der Erfahrungswelt und damit auf konkret-operationaler Denkebene (Piaget).
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