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Psychologie (Subject) / Biologie (Lesson)

Gehör

This lesson was created by RahelMauss.

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  • Was für einem Sinn wird "Hören" zugeordnet? -> dem Fernsinn (wie auch das Sehen)  Im Ggs. zu Tasten, Riechen, Schmecken Besonders sensibel im Frequenzbereich gesprochener Sprache
  • Was weißt Du über den adäquaten Reiz "Schall"? Schwingende Körper übertragen Bewegungsenergie auf Luftmoleküle (oder andere elastische Medien, z.B. Wasser) • komprimierte Luft wechselt mit dekomprimierter • Wellenförmige Ausbreitung• Schall bringt das Trommelfell zum Schwingen • Vibrationen -> APs
  • Was ist Akustik? = Lehre vom Schall & seiner Ausbreitung Schall = Mischung aus Tönen, Klängen, Geräuschen Ton = 1 Frequenz (etwa: Stimmgabel) Klang = Frequenzspektrum Geräusch = im Ggs. zu Klang unregelmäßige Schwingung
  • Merkmale einer Schallwelle 2 physikalische Merkmale:• Amplitude = Differenz zwischen Maximal- und Minimaldruck => Schall(wechsel)druck; ist wichtig für, aber nicht einfach gleich Lautstärke! • Frequenz = Zahl der Schwingungsperioden/Sek. => Tonhöhe, in Hertz (1 Hz = 1 Periode/Sek)
  • Was ist Lautstärke? -> psychophysikalische Größe mit der Lautstärkepegel-Einheit Phon • Lautheit eines Hörereignisses • Achtung, nicht verhältnisskaliert (80 phon = „16 mal so laut wie“ 40 phon) • abhängig von physikalisch messbaren Parametern: Amplitude und Frequenz
  • Grobaufbau des Ohrs Äußeres Ohr, Mittelohr, Innenohr • funktionell und anatomisch unterscheidbar
  • Was weißt Du über das äußere Ohr? = Ohrmuschel & äußerer Gehörgang • Ohrmuschel bündelt Schallwellen auf äußeren Gehörgang • äußerer Gehörgang ca. 3 cm, Knorpel -> Knochen • endet am Trommelfell -> trennt äußeres Ohr vom Mittelohr
  • Bestandteile des Mittelohrs? Paukenhöhle mit Gehörknöchelchen• Luftdruck durch Eustachische Röhre (Verbindung zum Nasen-Rachen-Raum) • Gehörknöchelchen in der Paukenhöhle: Hammer, Amboss, Steigbügel
  • Funktion des Mittelohrs „Griff“ des Hammers mit dem Trommelfell verbunden  überträgt Auslenkung des Trommelfells auf Amboss, dieser auf den Steigbügel Steigbügel geht in die Fußplatte über, die beweglich im ovalen Fenster sitzt = Übergang von Mittelohr zum Innenohr Übergang Luft (Äußeres Ohr) -> Flüssigkeit (Innenohr): andere Übertragungseigenschaften (Impedanz) für Schall 2 Muskeln: Trommelfellspanner und Steigbügelmuskel: Übertragungseigenschaften des Mittelohres entsprechend der auftretenden Schallreize Vergrößert Arbeitsbereich des Innenohrs Schutz vor zu hohen Schalldrücken Dämpfung von Ausschwingvorgängen
  • Aus was besteht das Innenohr? = 2 Sinnesorgane im knöchernen Labyrinth Gleichgewichtsorgan Hörorgan = Hörschnecke (Cochlea)
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  • Aufbau&Funktion der Cochlea (Hörschnecke) 3 Gänge: Scala vestibuli, Scala media, Scala tympani Kleinster Gang = Scala media, mit Endolymphe gefüllt -> beherbergt das Corti-Organ Reissner-Membran trennt Scala vestibuli von Scala media Basilarmembran trennt Scala media von Scala tympani Funktion Druckausgleich Corti-Organ: setzt Druckwelle in AP um: äußere Haarzellen kontrahieren -> verstärken das Schallsignal mechanisch: cochleare Verstärkung -> innere Haarzellen transformieren es zu Transmitterausschüttung -> AP im Hörnerv -> Signal zum Gehirn
  • Kodierung der Schallfrequenz Ortskodierung • Schall -> Wanderwelle entlang der Scala media• Elastizitätsunterschiede der Basilarmembran je nach Ort, Schwingungsmaxima frequenzabhängig • Resonanz = maximale Amplitude: hohe Frequenzen steigbügelnah, tiefe nah beim Helicotrema= Ortsprinzip, Tonotopie der Wanderwelle
  • Kodierung der Dauer und Intensität Dauer • Aktivierungsdauer der betreffenden Nervenfaser Schalldruckpegel (Intensität) • AP-Rate • sehr hohe Intensitäten: bei Sättigung der Entladungsrate kodiert Anzahl gleichzeitig erregter Fasern bzw. Miterregung benachbarter Fasern
  • Zusammenhänge von Stress und Gehör • Erkrankungen wie z.B. Tinnitus, Hörsturz vermutl. auch durch Stress begünstigt -> genaue Zusammenhänge allerdings noch unklar • Exzessive Lärmbelastung oder anders erzeugter Stress stimuliert & sensibilisiert auditorisches System • exzessive Glutamatausschüttung kippt durch versch. Mechanismen in Glutamatexzitotoxizität: ultimativer Untergang der Haarzellen • Sympathikus: Vasokonstriktion, Minderdurchblutung -> schädigt die Haarzellen ebenfalls