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Tierzucht/Haltung (Subject) / Fragen (Lesson)

Klausurfragen

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  • Welche Merkmale sind beim Fleckvieh Bestandteil der Leistungsprüfung? Milch, Fleisch , Fitness
  • Was verstehen Sie beim Fleckvieh unter gelenkter & ungelenkter Feldprüfung? Gelenkt: Testtiere wurden gezielt ausgewählt und für Testpaarung eingesetzt Ungelenkt: Testtiere werden nach dem Zufallsprinzip in Zuchtbetrieben für Testpaarungen eingesetzt. Untersucht werden: Tägliche Zunahme (Lebendgewicht/Schlachtalter)Nettozunahme (Schlachtkörpergewicht warm/Schlachtalter)Ausschlachtung (Schlachtkörpergewicht warm/Lebendgewicht)Handelsklasse (EUROP-Fleischklasse)
  • Erläutern Sie die Unterschiede zwischen dem wahren & dem geschätzten Zuchtwert. Wahrer Zuchtwert: ZW = 2 x (NKD – PD) NKD = Leistungsdurchschnitt der Nachkommen des Tieres, dessen ZW geschätzt werden sollPD = Populationsdurchschnitt2x: Tier beeinflusst die Erbanlagen der Nachkommen nur zur HälfteVorteile:  1. Anzahl der Nachkommen geht gegen unendlich2.  Paarungspartner reflektieren genetisch die Population 3. Nachkommenumwelt = Populationsumwelt in der praktischen Tierzucht nicht zu erreichen!Geschätzter Zuchtwert: Index (I)=b1x1+b2x2+…+bnXn bn= Regressionskoeffizienten: abhängig von Erblichkeit des Merkmals Art der InfoquelleAdditiv genetische Verwandtschaft zwischen Proband und InfoquelleXn= phänotypische Leistungen als Abweichung von Vergleichsmittel (VM) Ausschaltung systematischer Umwelteffekte durch VMVM: Tiere zur gleichen Zeit in gleicher Umwelt geprüft 
  • Erläutern sie die Unterschiede zwischen der Zuchtwertschätzung mittels Selektionsindex & BLUP. Selektionsindexin Bayern bis 1994· nachvollziehbar/ nachrechenbar · Taschenrechner Ø  Zuständige Behörde kann die ZW “festlegen”” (TZG)Nicht die absolute Leistung, sondern die Abweichung vom VMVerwandschaft Proband zu InformantWirtschaftlicher Wert der Merkmale BLUP = best linerar unbiases predictionSeither BLUP· Nur für Spezialisten nachvollziehbar · hohe Rechenkapazität Ø  Zuständige Behörde muss der ZW-Schätzstelle „glauben“
  • Welche Merkmalskomplexe sind bei der Rasse Holstein Bestandteil der Leistungsprüfung & welche Gewichtung haben Sie? Milchleistung, RZM (45%) -> Fett- + Eiweißmenge, EiweißgehaltNutzungsdauer, RZN (20%) -> Nutzungsdauer, Fundament, Körper- + Eutertiefe, RZS, TodgeburtenExterieur, RZE (15%) -> 19 Einzelmerkmale, 4 HauptmerkmaleZellzahl, RZS (7%)Fruchtbarkeit, RZR  (10%)Kalbemerkmale (3%)(Melkbarkeit, RZD)(Melkverhalten, MVH)
  • Erläutern Sie die Erfassung der Merkmale eines ausgewählten Merkmalskomplexes. z.B. Milchleistung: Milchleistungsprüfung alle 4 WochenDadurch Erfassung von: MilchmengeFett- und EiweißgehaltZellzahlHarnstoff KalbeverlaufMelkbarkeit
  • Erläutern Sie anhand ausgesuchter Merkmale die lineare Exterieurbeschreibung bei Deutschen Holsteins MilchcharakterEuter (Hintereuter(höhe), Zentralband, Strichplatzierung vorne, Strichplatzierung hinten, Vordereuteraushängung, Eutertiefe, Strichlänge)Körper (Größe, Körpertiefe, Stärke, Beckenneigung, Beckenbreite, Body Condition Score (BCS))Fundament (Hinterbeinwinkelung, Hinterbeinstellung, Klauenwinkel, Bewegung, Sprunggelenk) Lineare Beschreibung von einem Extrem zum anderen (1-9)Klar definierte/ angegrenzte EinzelmerkmaleBullennachzuchten 
  • Beurteilen Sie sie Selektionswürdigkeit der Merkmale. Die Balance zwischen Leistung und Nutzungsdauer sollte eingehalten werdenStarke Selektion auf Leistung hat eine kürzere Nutzungsdauer zur Folge und dadurch eine höhere Remontierung
  • Wie werden die Umwelteffekte bei der linearen Exterieurbeschreibung ausgeschaltet? Mindestzahl an Töchtern pro Testbulle (30- 50)Mehrere Jungkühe pro HerdeVergleichstiere zur Kontrolle auf HerdenniveauMehrere Herden pro BullenzuchtPersoneneffekt ausschalten („Beurteilereffekt“) SchulungenJede Nachzucht von 2 bis 3 Personen beschreibenPersonenspezifische Standardabweichung
  • Nennen Sie die Bestimmungsgründe für die Haltung von Zweinutzungsrassen. Fleckvieh = Zweinutzungsrasse: Milch & FleischFuttergrundlage für die Rindermast Maisstandort (Boden, Klima)Vermarktungswege (Kälbermärkte)Klein- bis mittelbäuerliche Betriebsstruktur Milch + MastFreie Arbeitskapazitäten
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  • Worin bestehen die Unterschiede zwischen deutschen Holstein- & Fleckvieh-Kühen? Holsteins haben höhere Milchleistung (Produktionsziel 10000 l gegen 7000 l)Fleckvieh ist ein Zweinutzungsrind mit guter BemuskelungFleckvieh hat gute Eutergesundheit, Holsteins haben sehr gute Euter, aber sind anfälliger
  • Welche Rassengruppen kennen Sie innerhalb der Fleischrinderrassen? Nennen Sie je eine Rasse & Skizzieren Sie die wichtigsten Eigenschaften,   Großrahmig: Blonde d´ Aquitaine, Charolais, Fleckvieh, Gelbvieh, Weißblaue Belgier, Uckermärker - Mittelrahmig: Angus, Hereford, Limousin, Piemonteser, Pinzgauer, Shorthorn - Robustrassen: Aubrac, Luing, Salers, Welsh Black; Galloway, Scottish Highland - Zeburasse/Kreuzungen: Brahman, Brangus, Zwergzebu - Charolais: Beste Masteigenschaften, Sehr gute Fleischqualität, geringe Verfettung, höchste Zunahmen, hoher Knochenanteil - Limousin: Leichtkalbigkeit, geringe Verfettung, gute Marmorierung, feiner Knochenbau, zartes Fleisch - Galloway: klein- mittelrahmig, spätreif, hoher Fettansatz, Leichtkalbigkeit, hornlos, gute Fleischmarmorierung
  • Nennen Sie typische Mutterrassen und deren besondere Eigenschaften.   Deutsche Landrasse und Deutsches Edelschwein: gute Fruchtbarkeit, Fleischqualität und Mastleistung, schlechte Fleischanteile und Bemuskelung
  • Nennen Sie typische Vaterrassen und deren besondere Eigenschaften.   Piétrain: Stressanfälligkeit (nach Stresssanierung nicht mehr so gravierend) und schlechte Fruchtbarkeit, schlechte Zunahmen, gute Schlachtkörperbewertung - Hampshire: Hohe Zuckergehalte im Fleisch führen zu DFD-Fleisch Duroc: Hohe Tageszuhnahmen
  • Erläutern Sie den Hampshire-Faktor in der Schweinezucht.   - Dominantes Hauptgen -> hohe Frequenz in der HA-Population - Niedriger spätpostmortaler pH-Wert (pH24) - Hohe Wasserverluste bei der Fleischerhitzung (PSE-Fleisch) - Restglykogen wird bei der Erhitzung abgebaut, so dass Wasser entweicht.
  • Wie kann den Auswirkungen des Hampshire-Faktors auf züchterischem Weg begegnet werden?   - Hauptgen für den Hampshire-Faktor ist dominant - Nur ca. 4% der Tiere sind phänotypisch nicht betroffen - Mischerbige Tiere sind nicht betroffen: Kreuzung von reinerbig-positiven Hampshire mit reinerbig-negativen Piétrain, Kreuzung der mischerbigen F1 mit reinerbig-negativen DexDL-Tieren: 50% der Nachkommen sind frei, 50% sind mischerbig.
  • Erläutern Sie das Hardy-Weinberg-Gesetz   - In einer Idealpopulation sind die Genotyp- und Allelfrequenzen von Generation zu Generation konstant. - Wenn die Genfrequenz zweier Allele in der Elterngeneration p und q sind, dann lauten die Genotypfrequenzen in der Nachkommengeneration (p+q)²
  • Wie sind unsere Hausschweine und die europäischen Wildschweine miteinander verwandt? Wo stehen beide in der Systematik der Schweine?   - Klasse: Säugetiere - Ordnung: Paarhufer - Unterordnung: Nichtwiederkäuer - Familie: echte Schweine (Suidae) - Gattung: Wildschweine (Sus) - Art: Wildschwein (Sus scrofa) - Unterarten: Hausschwein (Sus scrofa domestica) entstanden aus: Europ. Wildschwein (Sus scrofa scrofa) Ostasiatisches Bindenschwein (Sus scrofa vittatus)
  • Nennen Sie die besonderen Eigenschaften des Vittatus-Typen.   - Chinesische Schweine weisen eine hohe Fruchtbarkeit auf: hohe Ferkelzahlen, Mehrere Zitzen pro Drüsenkörper - Ursache: Chinesische Tradition, Ferkel zu essen, führte zu einer Selektion auf Fruchtbarkeit
  • Wie wirkte sich die Industrialisierung auf die Schweinezucht aus?   - Wohlstand: Nachfrage nach Fleisch und Fett stieg - Höhere Erträge im Ackerbau, mehr Rüben und Kartoffeln in der Ration - Zunehmend ganzjährige Stallhaltung
  • Erläutern Sie die wichtigsten Antagonismen in der Schweinezucht.   - Hoher Magerfleischanteil bedeutet niedrige Fruchtbarkeit, schlechtere Marmorierung und niedrige tägl. Zunahmen. (z.B. Pietrain) - Rassen, die hohe Mastleistung, gute Fruchtbarkeit und viel intramuskuläres Fett vererben, haben geringere Magerfleischanteile. (z.B. DE, DL)
  • Erläutern Sie die Kriterien, die eine Rasse als vom Aussterben bedroht klassifiziert.   - Mindestzahl weiblicher Zuchttiere - Effektive Populationsgröße (Geschlechterverhältnis)
  • Welche Möglichkeiten gibt es, um eine Rasse vor dem Aussterben zu bewahren?   - Anlegen von Kryokonserven (Spermien, Embryonen) - Streichelzoo - Arche-Höfe (Wirtschaftlicher Nachteil muss ausgeglichen werden)
  • Nennen Sie von Aussterben bedrohte Rassen in Bayern.   - Weißes Bergschaf - Murnau Werdenfelser (Rind) - Rottaler Warmblutpferd
  • Nennen Sie die Grundsätze einer staatlichen Förderung vom Aussterben bedrohter Rassen.     - Der wirtschaftliche Nachteil, der durch das Halten der Rasse entsteht, ist auszugleichen, da sonst die Rasse nicht gehalten werden würde.
  • Erläutern Sie den Produktionsablauf in der Ferkelerzeugung   - Deckzentrum: 1. bis 21. Tag - Wartestall: Niedertragende 22. bis 85. Tag, Hochtragende 86. bis 113. Tag - Abferkelstall: 114., 115. + mind. 21 oder 28 Tage - Deckzentrum: 5 Tage bis zur Rausche
  • Was verstehen Sie unter Produktionsrhytmus?   - Rhythmus, nach dem die Ferkel abgesetzt werden.
  • Was sind die Ziele im Deckstall und wie können sie erreicht werden?   - Früher Rauscheeintritt: Auslösung des Östrus -> Gruppenhaltung und Eberkontakt - Erfolgreiche Belegung: Brunstkontrolle, Besamung, Stressreduzierung ab 6. Trächtigkeitstag - Erfolgskontrolle: Umrauscherkontrolle und Trächtigkeitskontrolle -> Einzelhaltung
  • Beschreiben Sie die wichtigsten Fütterungssysteme im Wartestall.     - Abruffütterung - Breinuckel - Dribbelfütterung
  • Nennen Sie das typische Haltungssystem im Abferkelstall und beschreiben Sie Alternativen.   - Strohlose Einzelhaltung auf perforierten Böden: Einzelhaltung, kaum Bewegung, kein komfortabler Liegebereich, Reizarmut (Verhalten, Klima) - Fluchtbereich für die Ferkel, Liege- und Fressbereich für die Sau, Aufenthalts, Fress- und Liegebereich mit Wärmequelle für die Ferkel - Alternativen: o Bewegungsbuchten: Aufklappbarer Kastenstand mit/ohne Einstreu Abferkeln, Behandeln und Absetzen bei geschlossenem Kasten Nachteil: Gefahr von Erdrückungsverlusten o Gruppenhaltung: Natürliches Verhalten möglich, höhere Ferkelverluste o Freilandhaltung: problematisch sind Umweltwirkungen, Seuchengefahr, Management (Kastration, Impfung), Ferkel können nur an andere Freilandbetriebe verkauft werden
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  • Worin sehen Sie die Hauptursachen für Ferkelverluste?   - Erdrücken (abhängig von der Beschaffenheit des Abferkelstalls) - Totbeißen (meist bei Jungsauen) - (Ferkeldurchfall)
  • Was verstehen Sie unter „Segregatet Early Weaning“?   - Frühes Absetzen (12. – 17- Lebenstag) (problematisch, da nach Tierschutznutztierhaltungs-VO 21 Tage minimal erlaubt sind) - Strenge räumliche Trennung von Sauen und Ferkeln
  • Erläutern Sie die wichtigsten Vorgaben der Tierschutznutztierhaltungsverordnung für die Ferkelerzeugung.   - Liegefläche je Tier in der Ferkelaufzucht und Schweinemast: 0,35m², 0,5m², 0,75m² - Gruppenhaltung tragender Sauen: 5. Trächtigkeitswoche bis 1 Woche vor Abferkelung - Liegeflächengestaltung: Maststall 50%, ?? - Fütterung tragender Sauen: Anteil an Rohfaser - Licht: 1,5% oder 3% Fensterfläche   - Beschäftigungsmaterial
  • Was ist der Zweck des Tierzuchtgesetzes?   - Förderung der Tierzucht auch durch öffentliche Mittel. - Verbesserung der Leistung und Gesundheit - Wirtschaftlichkeit/Wettbewerbsfähigkeit steigern - Hohe Produktqualität - Genetische Vielfalt erhalten
  • Für welche Tierarten gilt das Tierzuchtgesetz?   - Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Equiden (Pferde, Esel & Kreuzungen)
  • Welche Anforderungen werden an ein Zuchttier gestellt?   - Eintragungen des Tieres, der Eltern & Großeltern in einem Zuchtbuch - Eintragung des Tieres in einem Zuchtregister
  • Worin unterscheiden sich die verschiedenen Zuchtorganisationen?   - Züchtervereinigungen: Züchterzusammenschluss (e.V., e.G.), Reinzucht - Zuchtunternehmen: Vertraglicher Verbund von Betrieben, privatrechtliche Basis, Kreuzungszucht
  • Benennen Sie die Kreuzungsverfahren und erläutern Sie deren Vor- und Nachteile.   - Reinzucht o Erfolg ist abhängig von der Populationsgröße o Reduktion der Varianz führt zu sinkendem Zuchtfortschritt und Inzucht o Blutauffrischung möglich durch zeitlich begrenzte Einkreuzung anderer Populationen - Kreuzungszucht o Systematische Nutzung der genetischen Unterschiede zwischen verschiedenen Zuchtpopulationen o Effekte: Linieneffekte, Maternale/Paternale Effekte, Stellungseffekte o Heterosis
  • Nennen Sie typische 3- und 4-Rassenkreuzungen und die eingesetzten Rassen.   - PI x (DE x DL) - (PI x HA) x ( DE x DL)
  • Was verstehen Sie unter einem stratifizierten System der Kreuzung? Wo wird es angewandt?   - Kreuzungsnachkommen von Schafen werden in die Regionen exportiert, in denen sie am besten angepasst sind. Es wird in der Schafzucht in Schottland angewandt.
  • Was ist ein Kreuzungsdiallel und wozu ist es geeignet?   - Das Kreuzungsdiallel dient zur Visualisierung der möglichen Genkombinationen. Hierbei wird jedes Gen mit jedem anderen möglichen Gen gekreuzt. Alle Häufigkeiten werden in einem Viereck dargestellt, die Diagonale von oben links nach unten rechts gibt die Reinzuchthäufigkeiten an, der Rest die Mischzucht.
  • Was verstehen Sie unter einer reziproken rekurrenten Selektion?   - Selektion der Elterngeneration (rekurrent = rückgreifend) aufgrund der Kreuzungsnachkommen - Nutzung nicht additiv-genetischer Varianz
  • Nennen Sie wichtige Haltungsmaßnahmen in der Schweinemast. Erläutern Sie das Zukaufsmanagement von Mastferkeln.   - Rein-Raus-Verfahren (Buchten- oder abteilweise) - Geschlechtertrennung (unterschiedlicher Futterbedarf) - Phasenfütterung - Spaltenboden/Tiefstreu/Schrägbodenstall - Sensorfütterung/Flüssigfütterung - Beschäftigungsmaterial - Zukaufsmanagement: Rein-Raus-Verfahren (Reinigen und Desinfizieren -> Unterbrechung der Infektionskette), Zukauf nur von einem Betrieb (Reduzierung der Keime)
  • Wie sollten Schweine vor der Schlachtung behandelt werden, damit sowohl die Tiergerechtheit als auch eine gute Fleischqualität gegeben sind?   - Nüchterung: 12 – 24 h o Untere Grenze: Verdauung -> Zusätzliche Belastung o Obere Grenze: Mindestmenge an Energie im Muskel - Transport: o Besatzdichte und Unterteilen der Fläche o Im Sommer frühmorgens o Lüftung und Wasserversorgung - Ruhezeit vor der Schlachtung: 1 h – 3 h, im Sommer mit Dusche - Zutrieb zur Betäubung: ohne Störungen - Behandlung: ruhiger Umgang, gestresste Schweine mit Fleischfehlern
  • Erläutern Sie die Einflüsse der Schlachtung auf die Fleischqualität   - Betäubung: o Bolzenschussgerät: starke Muskelkontraktionen o Handbetätigte elektrische Zange: starke Kontraktionen, exaktes Ansetzen o Restrainer-Anlage im Treibgang: homogene Schweinepartien nötig o CO2: Muskelkontraktionen selten - Entblutung o Innerhalt einer bestimmten Zeit nach der Betäubung (z.B. < 20 sec.) o Je früher desto besser (Herztätigkeit lässt nach) o Entblutung im Hängen besser - Brühen und Entborsten: z.B. 1,5 – 3 min - Ausweiden und Spalten < 45 min (Keimbelastung des Verdauungstrakt) - Fleischanteil: ZP-Verfahren - Kühlung o Verlängerung der Haltbarkeit   o < 30 °C Kerntemperatur nach 120 min o Beginn spätestens 45 min p.m. o Kühlhaus 0 °C – 4 °C o 7 °C Kerntemperatur beim Transport o Geringe Luftfeuchte → Abtrocknen der Haut sonst Besiedlung mit Mikroorganismen
  • Nennen Sie die wichtigsten Fleischqualitätsmängel bei Schweinen und deren Erkennung.   - PSE o Hoher Wasserverlust bei der Lagerung und beim Erhitzen o Trocken und zäh o pH1 < 5,8 o LF1 (Leitfähigkeit) > 9,8 o LF24 > 9,8 o RW (Reflexionswert) > 35 o GÖFO (Fleischhelligkeit) < 45 - DFD o Hohes Wasserbindungsvermögen o Nicht für Dauerwaren geeignet, da keine Säuerung und starke Vermehrung von Mikroorganismen o Schlechte Aufnahme von Salz und Pökelstoffen o pH24 > 6,0 (6,2) o GÖFO > 80
  • Nennen Sie die wichtigsten Teilstücke am Schweineschlachtkörper und deren Verarbeitungseigenschaften   - Wertvolle Teilstücke: Schinken, Bug (Schulter), Kotelett, Kamm (Nacken), Brustspitze, Filet -> Frischfleisch mit Brat- und Kurzbrateignung - Weniger wertvolle Stücke: Bauch, Wamme -> Grillfleisch Eisbeine -> Wurstwaren - Kleinfleisch: Spitzbeine, Schwanz, Ohren, Kopf, Backe -> Kochen
  • Erläutern Sie das Handelsklassensystem für Schlachtschweine. Handels-klasse Anforderungen (Muskelfleischanteil des Schlachtkörpers mit einem SG von >50 kg und < 120 kg) S 60 und mehr E 55 – 60 U 50 – 55 R 45 – 50 O 40 – 45 P > 40 M Schlachtkörper von Sauen V Zuchteber und Altschneider
  • Wie erfolgt die FOM-Klassifizierung?   - Sondenmessung an der zweit- /drittletzten Rippe - Fleischanteil: 60,98501 – 0,85831 * Speckdicke + 0,16449 * Fleischdicke
  • Welche Vorteile bietet die Auto-FOM-Klassifizierung?   - Vollautomatische Ermittlung des Anteils wertvoller Teilstücke - Ausschalten des Faktor „Mensch" -> Reduzierung von Messfehlern