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Schulpädagogik Examen (Subject) / Lehren und Lernen/Leisten V (Lesson)

Lernen und leisten

This lesson was created by Charlottelioba.

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  • Diagnostische Aufgaben und Kompetenzen von Lehrern Kompetenzbegriff im Vordergrund, Diagnostik wichtig für Lehrer, Ziel: Entscheidungen und Handlungen begründen 60er: Entstehung von "Deutschen Schultests" seit PISA: diagnostische Kompetenz von Lehrern hinterfragt
  • Diagnostische Aufgaben und Kompetenzen von Lehrern Diagnostische Aufgaben Zensurenvergabe Bewertung vorgegebener Daten (z.B. Rechtschreibung) Einordnen einer Leistung in Gesamtkontext Aussage über Besuch weiterführender Schule, Wiederholen, Fördermaßnahmen Rat bei Fächerwahl, berufliche Eignung, Eltern Bewertung des eigenen Unterrichts und Lernzuwachses bei de SuS Aussage über den Grad, lernziele erreicht zu haben, Schulreife, Klassenklima
  • Diagnostische Aufgaben und Kompetenzen von Lehrern Unterrichten, diagnostische Aufgaben und Kompetenzen Unterrichtsvorbereitung: erkennen der Wissensbasis der SuS Durchführung: herausfinden, welche SuS welches Wissensangebot wahrnehmen sollten Adaption: Anpassung des Vorbereiteten an Unterrichtsgeschehen - kennen von diagnostischen Fakten Evaluation: Fähig- und Fertigkeiten des Lehrers, erworbenes Wissen der SuS Revision: jede Erfahrung, die nach der Unterrichtsvorbereitung gemacht wurde, geht in eine Revision des ursprünglichen Unterrichts ein - formal als Urteil aufgefasst, Basis sind Beobachtungen und Bewertungen
  • Diagnostische Aufgaben und Kompetenzen von Lehrern 5 Arten der diagnostischen Kompetenz von Lehrern Kompetenzwissen - betrifft Sachwissen Bedingungswissen - betrifft Begründung für Verhalten der SuS (zB Leistungsabfall) Technologisches Wissen - zB Vergabe von Noten Änderungswissen - zB. Förderung des Leistungsverhaltens Vergleichswissen - zB wie ist die Leistung eines einzelnen Schülers zu beurteilen
  • Lernprozessdiagnostik Konzeption wichtig, wenn Änderungen von Bedingungen oder Fähig- und Fertigkeiten vorbereitet/evaluiert werden sollen- diese Forderung erst seit den 80er jahren im sonderpädagogischen Bereich Hintergrund: Zuordnung von Kindern zu Schulorten durch diagnostische Kompetenzen enthalten kaum Infos zur Förderung, deshalb lernprozessdiagnostik Bewertungskriterium: individuelle Bezugsnorm Im Mittelpunkt: individuelle Prozesse zum Erwerb von lesen, schreiben, rechnen
  • Lernprozessdiagnostik Prinzipien für Prozessanalyse 1. Diagnostik von leistungsentwicklungen: erschließen der Lernprozesse aus Ergebnissen, Veränderungen in der Zeit feststellen 2. Diagnostik von Voraussetzungen und Teilfertigkeiten: zurückführen der Störungen im Lernprozess auf Störungen in den Voraussetzungen; diagnostische Erfassung dieser 3. Diagnostik durch Bedingungsvariation: Systematische Variierung der Bedingungen, Prozesse und deren Veränderungen im Mittelpunkt; Ziel: Wie Aufgabe stelen, damit Lösung gelingt; Prinzipien: Lernfähigkeitsdiagnostik Aufgabenmerkmale variieren 4. Diagnostik durch Fehleranalysen: herausfinden, welche Strategien verwendet werden 5. Perspektiven der Lernprozessdiagnostik: eher Forschungsprogramm als ausgearbeitetes Konzept
  • Erklärungsansätze für Schulleistung Schulleistung = Resultat vieler einzelner Lernvorgänge über längeren Zeitraum maßgebliche Bedingungen: individuelle Schülermerkmale Merkmale des Unterrichts Merkmale des schulischen und außerschulischen Kontexts Merkmale des familiären Hintergrunds
  • Erklärungsansätze für Schulleistung Individuelle Bedingungen Kognitive Schülermerkmale Motivationale Bedingsungsfaktoren (kein hoher Zusammenhang) Volitionale Schülermerkmale (kein sehr hoher Zusammenhang) Kontextbedingungen, Klassenkontext (Zusammensetzung, Größe, Leistungsniveau) Unterricht (Quantität und Qualität)
  • Erklärungsansätze für Schulleistung Integrative Ansätze Helmke und Weinert: allgemeines Rahmenmodell individuelle merkamle = direkter Einfluss auf Schulleistung alle anderen Bedingungsfaktoren: indirekter Einfluss, beeinflussen SuS und nicht direkt die Leistung SuS beeinflusst durch Medien, Peers, prozessmerkmale des Unterrichts, Eltern etc. - unterliegen dem Einfluss soziokultureller Rahmenbedingungen Zusammenhänge nicht linear, können verschieden zusammenwirken Angebots-Nutzen-Modell (Helmke) Unterrichts ist Angebot, gekennzeichnet durch verschiedene Qualitätsmerkmale erfolgreiches Lernen: SuS nutzen Angebote asureichend, setzen dies in Lernaktivität um dafür Mediationsprozesse wichtig: Wahrnehmung und Interpretation von Unterricht Konstruktivistische Sichtweise: Wissenserwerb als subjektiver und selbständig zu leistender Konstruktionsprozess
  • Erklärungsansätze für Schulleistung Perspektiven Leistung nicht einziges Ziel von Unterricht: Wichtig auch Förderung von lernfreude, Selbstvertrauen, soziale und kommuniktive Kompetenz nicht alle Maßnahmen sind für jeden Schüler gleich wirksam, gibt Wechselwirkungen zwischen den Lernvoraussetzungen und den unterrichtsmaßnahmen stabile Merkmale (zB Intelligenz) gut zur Vorhersage von Leistung, aber nur begrenzter Wert für das Verständnis von Lernprozessen
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  • Überprüfung und Beurteilung von Schülerleistungen Definition Leistung, Leistungsprinzip = Vollzug und Ergebnis einer Tätigeit, die mit Anforderungen verbunden, auf die Erreichung eines Ziels gerichtet und auf Gütemaßstäbe und Anforderungen bezogen ist Leistungsprinzip ist ein gesellschaftliches Verteilungsprinzip
  • Überprüfung und Beurteilung von Schülerleistungen Schule und Leistung Messung von lesitung wegen der Leistungsgesellschaft für die Stellung eines Individuums ist die individuelle Leistung wichtig Karriere ezc. aber nicht nur vergeben durch Leistung, sondern auch durch Geschlecht, Stand, Glaubensgemeinschaft, ... wichtiges Kennzeichen von Demokratie: Zuweiseung des gesellschaftlichen Status auch wegen Leistung: Schule nimmt Stellung wahr, die von ihr erwartet wird Leistung = Kenntnisse + Fähigkeit + Anstrengung Traditioneller Schulleistungsbegriff einseitig: verengt auf kognitiven bereich, fxiert auf Ergebnis und bietet wenig Möglichkeiten kooperative Leistungen zu erfassen
  • Überprüfung und Beurteilung von Schülerleistungen Messen und Beurteilen Leistungsmessung findet unreflektiert statt Lesitungsmessung und -bewertung haben unterschiedliche Bezugssysteme: Lesitungsmessung - Lehrer korrigiert Diktat, eindeutiger Maßstab; Leistungsbewertung - Faktoren können beeinflussen (zB soziales Umfeld, Klassenzusammensetzung, ...) im Unterricht häufig: Leistungen mit Wertung ohne eine Leistungsmessung verknüpft (zB Schüler sagt Gedicht auf, lehrer muss unmittelbar bewerten)
  • Überprüfung und Beurteilung von Schülerleistungen Funktionen von Zeugnissen, Prüfungen und Zensuren Selektion Sozialisation (Leistungsorientierung der Gesellschaft) Kontrolle und Legitimierung (Nachweis der Arbeitsqualität) Prognose Rückmeldung Informaiton Disziplinierung Diagnose der Lernfortschritte und des Lernerfolgs Lern- und Leistungserziehung (sollen SuS später selber können) unterichtliche erzieherische Funktion haben größere Bedeutung als politische, gesellschaftliche, ... Funktion Ziffernoten viel zu abstrakt, um alle Funktionen erfüllen zu können, deshalb Schwerpunkt auf erzieherische und unterrichtliche Funktionen
  • Überprüfung und Beurteilung von Schülerleistungen Problematik der Zensurenvergabe 1. Funktionsüberfrachtung 2. mangelnde Messqualität 3. unterschiedliche Bezugssysteme
  • Überprüfung und Beurteilung von Schülerleistungen Konstruktion von informellen Tests (Probearbeiten, Stegreifaufgaben, Schulaufgaben) = schriftliche Tests, die von Lehrern entwickelt wurden, haben jede Menge Schwächen: keine Überprüfung, ob sie den Testgütekriterien genügen, sowie hinreichender Trennschärfe und angemessener Schwierigkeit keine Standardisierung der Testdurchführung Lehrer sind beteiligt an der Entwicklung der zu messenden Leistung - messen ihre eigene Leistung mit freie Möglichkeiten der Ergebnisbewertung Verwendung von formellen Tests zur Diagnose von Schulleistung aber ebenfalls problematisch - man müsste Unterricht standardisieren, widerspricht aber dem päd. Ethos (Individualisierung)
  • Überprüfung und Beurteilung von Schülerleistungen Konstruktionsprinzipien von informellen Tests Grundsatz der proportionalen Abbildung Grundsatz der Variabilität
  • Überprüfung und Beurteilung von Schülerleistungen Konstruktionsschritte (informelle Tests) Auswahl der Prüfungsinhalte Auswahl der Aufgabenform (Informationsfeld - Fragefeld - Lösungsfeld) Einteilung der Aufgabenform (geschlossen - halboffen - offen) Festsetzen des Anforderungsniveaus Bestimmung des Aufgaben- und Prüfungsumfangs (je mehr, desto zuverlässiger) Formulierung der Aufgaben (schlichteres Sprachniveau als im Unterricht!) Reihung der Aufgaben Ausarbeiten einer Musterlösung/Erwartungshorizont Fortsetzen der Mindestkompetenzen (meist Note 4; so ansetzen, dass Erreicher dieser auf dem jeweiligen Gebiet dennoch noch erfolgreich weiterlernen können) Planung der Prüfungssituation Prüfungs- unf Aufgabenanalyse Handlungskonsequenzen (nach Prüfung)
  • Überprüfung und Beurteilung von Schülerleistungen Voraussetzungen und Gestaltungselemente einer professionellen Prüfungs- und Beurteilunsgpraxis 1. Gütekriterien der Lesitungsmessung und Urteilsfehler Objektivität, Reliabilität, Validität Urteilsfehler: Ungleichmäßiges Ausschöpfen der Beurteilungsskala, Interferenzen im urteil, Strengefehler, Mildefehler, Tendenz zur Mitte, Reihungsfehler, Logische Fehler, Haloeffekt 2. Bezugsnormen der Leistungsbeurteilung (Standards, mit denen man ein vorliegendes Resultat vergleicht, wenn man dieses Resultat als Leistung beurteilen will Sozialnorm - das klasseninterne Bezugssystem Sachnorm Individualnorm 3. Benotungsmodelle 4. Benotungsskalen Unterscheidung in Punkte- und Fehlerskalen Unterscheidung in lineare und nichtlineare Skalen 5. Messfehler bei der Leistungsbeurteilung 6. Von der Einzelzensur zur Zeugnisnote 7. Der "Unsinn" normal verteilter Benotungsmodelle in Schulpraxis häufig Benotungsmodelle, die auf Normalverteilung beruhen sinnlos, da: Normalverteilung = Verteilung der großen Zahlen, Zufallsverteilung Ziel des Lehrers sollte es sein, möglichst viele gute Leistungen zu fördern 8. besondere Prüfungs- und Beurteilungsformen: verbale Beurteilungen Beurteilungen ganzheitlicher Leistungen Mündliche Prüfungen Fehlerbeurteilungen und Diktate
  • Überprüfung und Beurteilung von Schülerleistungen Berichtszeugnisse - Verbalbewertung, Zeugnistypen normatives Zeugnis - misst Kinder an einer Ideal-/Normvorstellung; heimliche Zensurenabstufung bei der Formulierung schönes Zeugnis - positive Entwicklung des Kindes im Vordergrund, Beschönigung der Realität; Mängel bleiben unerwähnt deskriptives Zeugnis - Lernprozess wird deskriptiv beschrieben, verzichtet auf Ermutigung - Information über das Kind "Zeugnis auf dem Weg zum pädagogischen Entwicklungsbericht" - Lernsituation wird miteinbezogen, Information über Kind und Lernsituation letztes sollte angestrebt werden! Alternative: Portfoliobewertung
  • Leistungserbringung, Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung in der neuen Lernkultur Merkmale der neuen Lernkultur? Lerner = Akteur seines Lernens (autopoietischer Prozess) jeder lernt anders Formen neu entdeckt: Wochenplanarbeit, Freiarbeit, ... Ziel: selbstgesteuertes Lernen Lernen in unterschiedlich engem Kontextbezug Situiertheit Vernetztes Lernen Fächerübergreifendes Lernen (soziale Einbettung) Vielfältiges Anbinden an Vorwissen
  • Leistungserbringung, Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung in der neuen Lernkultur Erweitertes Leistungsverständnis, Förderorientierung Leistungsfeststtellung ergänzt um Leistungserbringung = Spontanes oer von der Lehrkraft angeregtes Zeigen von curricularen oder außercurricularen Lesitungen durch SuS Förderung von methodisch-strategischem , sozial-kommunikativem und persönlichem Lernen bestmögliche Förderung der Schülerleistungen
  • Leistungserbringung, Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung in der neuen Lernkultur Ausgewählte Konkretisierungen der Leistungsbeurteilung Direkte Leistungsvorlage und Portfolio Beurteilung von Lern- und Leistungsprozessen (Hauptgewicht liegt auf psychodynamischer, metakognitiver und szialer Komponente) Beurteilung von Projekten und Gruppenarbeit (aber: sowohl Einzel-, als auch gruppenleistung bewerten) Leistungsbeurteilung bei selbstgesteuertem Lernen: Diagnostische Maßnahmen, wie Lerntagebücher, portfolios, Skripten zum ausfüllen, ... Leistung muss verschriftlicht/präsentiert werden Leistungsbeurteilung im offenen und difrerenzierten Unterricht: Kontrollbögen, Lerntagebücher; differenzierte Bewertungen, da differenzierte Anforderungen Schülerselbstbeurteilung: keine direkte Bedeutung von Benotung; Selbstkontrolle! Beurteilungsgespräche: weniger störanfälligere Kommunikation, auch kritische Aspkete ansprechbar; wichtige Infos über SuS von den Eltern
  • Leistungserbringung, Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung in der neuen Lernkultur Neue Lernkultur und alte Prüfungsordnung Problem; steht im Kontrast; Tests wie PISA wird Auftrieb gegeben, dass sie weiterhin als maßgebliches methodisches Modell für schulische Leitusngsüberprüfung angesehen werden