29
Schulpädagogik Examen (Subject) / Lehren und Lernen/Leisten II (Lesson)
Advertisement
- Lehr- und Lerninhalte nach Wiater: Grundraster inhaltlich-thematischer Entscheidungen 1. Wissenschaft (z.B. Literaturgeschichte) 2. Techniken (z.B. grammatische Schulung) 3. Pragmata (z.B. konstruktiver Aufsatz)
- Lehr- und Lerninhalte nach Peterßen: Grundraster inhaltlich-thematischer Entscheidungen 1. Wissenschaft (z.B. Literaturgeschichte) 2. Techniken (z.B. grammatische Schulung) 3. Pragmata (z.B. konstruktiver Aufsatz)
- Lehr- und Lerninhalte nach Peterßen: Elementare Inhalte (Klafki) Inhalte, die stets ein "Besonderes" und ein "Allgemeines" aufweisen, allgemeine Schlüsselkategorien!, aber Wirkung erst durch das "Besondere" Ergreifbarkeit des Allgemeinen im besonderen Inhalt (Schüler muss das Allgemeine zu Schlüsselkategorie machen können) ob SuS den Inhalt zur Schlüsselkategorie ihres künftigen Lebens machen sollten: Wertfrage, ob die Schlüsselkategorie für SuS nützlich ist
- Lehr- und Lerninhalte nach Peterßen: Konzeptionen für didaktische Inhaltsentscheidungen a) Lässt der in Frage kommende Inhalt zu, dass meine SuS eine allgemeine Kenntnis, Einsicht usw. erwerben können? b) Lässt sich Allgemeines an diesem Inhalt auch von meinen SuS in dieser Lernsituation erfassen? c) Sollten meine SuS das Algemeine überhaupt erwerben?
- Lehr- und Lerninhalte nach Peterßen: 7 Grundformen elementarer Inhalte fundamental exemplarisch typisch klassisch repräsentativ einfach Zweckform einfache ästhetische Form
- Lehr- und Lerninhalte nach Peterßen: Exemplarischer Inhalt (nach Wagenschein) = fachorientierte Inhalte (an Fachwissenschaft) Ebene: Erschließung eines größeren Sach- bzw. Wissensbereich durch Beispiele (Exempla) - SuS erhalten Schlüsselkategorien Ebene: durch Beispiele Vermittlung der Einsicht in besonderen Erkenntnisprozess der dazugehörigen Wissenschaft Ebene: Einsicht in die Relativität wissenschaftlicher Erkenntnisbildung Ebene: Einsicht in die Relativität menschlichen Erkennens Für Lehrer: wie sind Exempla auszuwählen? - warten, bis sich aus Unterrichtssituation eine Gelegnheit ergibt, die Stufen zu gehen Theorie nur möglich, wenn SuS eine Fragehaltung haben, Fragen entdeckend folgen
- Lehr- und Lerninhalte nach Peterßen: Wissenschaftsorientierter Inhalt wissenschaftsbestimmtes Lernen Argumente verwissenschaftlichte Welt hervorragende Bedeutung von Wissenschaften für die Organisation von Erfahrungen Kontinuität von Wissen, Überwindung gesellschaftlicher Zersplitterung
- Lehr- und Lerninhalte nach Peterßen: Wissenschaftsorientierter Inhalt wissenschaftsbestimmtes Lernen Konzeptionen Wissenschaftsbestimmtes Lernen = Ausrichtung des durch Unterricht gesteuerten Lernens an den Fachwissenschaften Lerninhalte aus Wissenschaften entnehmen und nach fachwissenschaftlichen Maßstäben ausgewählt werden 2 große Konzepte aus Amerika: Struktur der (jeweiligen) Disziplin (Bruner) - SuS sollen Erfahrungen mittels wissenschaftlicher Kategorien und Strukturen organisieren Prozess als Inhalt - SuS sollen lernen, Erfahrungen zu organisieren; Methoden erwerben, um Lebensprobleme lösen zu können (nicht wissenschaftlcihe Probleme!)
- Welche Forderungen müssen erfüllt werden, damit wissenschaftliches Lernen nicht nur zweckrational ist? Im Hinblick auf Curriculum-Ansatz: keine unmittelbare Orientierung an wissenschaftlichen Disziplinen im Hinblick auf synchrone Ordnung von lerninhalten: die an Fachwissenschaften orientierte Organisation des Unterrichts muss aufgegeben werden (besser projektunterricht) im Hinblick auf diachrone Ordnung von lerninhalten: wissenschaftsimmanente Systematik darf nicht maßgebend sein
- Lehr- und Lerninhalte nach Wiater: = materiale Grundlage für den zielgerichteten Lernprozess der SuS, sie sind aber nicht völlig funktionalisierbar Grundlage für Unterrichtsplanung: fundierstes Fachwissen der Inhalte drei Entscheidungen auf Lehrerseite: didaktische Analyse (Auswahl der zu behandelnden Aspekte des Sachverhalts) didaktische Reduktion didaktische Sequenzierung (Anordnung von Teilaspekten des Sachverhalts zu eienr Sequenz von Lernschritten)
- Advertisement
- Lehr- und Lerninhalte nach Wiater: in der Unterrichtsplanung zu beachten Gegenstand der Unterrichtsstunde (Inhalt, Stoff, Thema) - sachgerechter Zugriff; multivalent und mehrperspektivisch Lehrplaninhalte = Lerninhalte der SuS - alle Lehrstoffe, Handlungen und Verhaltensweisen: Abstraktionen früherer menschlicher Handlungen und Verhaltensweisen, dahinter stehende ABsichten rekonstruieren nicht nur Lehrplaninhalte! - aber: Angemessenheit und didaktische Qualifizierbarkeit!, Orientierung in der Kultur Aufgliederung des Unterrichtsinhaltes = logische/kausale Folge, ...spezifischen lernweg der SuS berücksichtigen
- Lehr- und Lerninhalte nach Wiater: Sachanalyse + Fragen der Sachanalyse keine didaktischen oder pädagogischen Aspekte Aktualität der wissenschaftlichen Forschung! ohne didaktischen Blick, sonst gefahr der eingeschrönkten Sicht auf das Thema Fragen in der Sachanalyse: Welche Wissenschaften beschäftigen sich mit dem Sachverhalt? Welche neueren Forschungen und Erkenntnisse gibt es dazu? Welche Informationsquellen sind hierfür zu nutzen? Welches sind die zentralen Aspekte des Sachverhaltes? Ist der betreffende Inhalt geschichtet? Hat er verschiedene Sinn- und Bedeutungsschichten?
- Lehr- und Lerninhalte nach Wiater: Didaktische Analyse = alle Überlegungen der Lehrer, Unterrichtsinhalte mit Unterrichtszielen für die SuS einer spezifischen Klasse so auszuwählen, anzuordnen, zu vermitteln und zu überprüfen, dass diese sie sich möglichst selbsttätig und bildend aneignen können Beginn der Detailplanung sollte mit möglichst aktiver SChülerschaft geschehen Vormeinungen und Vorwissen prüfen Erwatungen an den unterrichtsstoff und Präsentation der Umsetzung von Unterichtsstunden durch den Lehrer Lehrer stellt sich den doppelten Anforderungen der "Sache" und der "Zielgruppe" Lernausgangslage der SuS betimmen Auswahl, Anordnung und Vermittlung des Lerninhalts
- Lehr- und Lerninhalte nach Wiater: Didaktische Analyse; Aufgaben des Lehrers Auswahl geeigneter Aspekte des Sachverhalts Wahl der passenden Unterrichtskonzeptionen Anordnung dieser Aspekte Methodische vermittlung des Unterrichtsthemas unter Beachtung der wichtigsten Unterrichtsprinzipien Überrüfung des Lernerfolgs
- Lehr- und Lerninhalte nach Wiater: Didaktische Analyse; wichtige Fragen der didaktischen Analyse Gegenwartsbedeutung Zukunftsbedeutung Zugänglichkeit (an welchen Beispielen erschließt sich der Unterrichtsstoff am besten) Wie ist der Unterrichtsstoff strukturiert? Welche Methoden kommen zum Einsatz?
- Lehr- und Lerninhalte nach Wiater: Didaktische Analyse, Didaktische Reduktion = alle Maßnahmen des Lehrers, komplexe, umfangreiche oder schwierige Unterrichtsinhaölte so zu vereinfachen und zu elementarisieren, dass sie von den SuS einer Klasse aufgenommen und verstanden werden können vertikale Reduktion (repräsentatives Beispiel, vertieft) horizontale Reduktion (Stoff wird vereinfacht, verringert, in verschiedenen Darstellungsformen verarbeitet)
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Problemlösen - Definition Problemlösen hat vier Komponenten: Ein Ausgangszustand wird in einen Zielzustand durch eine Transformationsmethode überführt Dabei treten Schwierigkeiten auf und Einschränkungen sind zu beachten
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Problemlösen - Phasen Phase: Prblem wird definiert und verstanden - Konstruierung eines Problemraums, mit den vier Komponenten Phase: anschließend Suchen der Lösung - bei komplexen Problemen reicht Raum nicht aus: Suchen von Problemlösermethoden zur Vereinfachung und Verkürzung der Sache - Heuristiken (allgemeine, aber schwache Methoden)
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Problemlösen - wie wurde problemlösen pädagogisch genutzt? Vermittlung von allgemeinen Methoden zur Problemlösung, zur Steigerung bei SuS Training von fachspezifischen Heuristiken Analyse von Strategien zur Lösung spezifischer Aufgaben - neue Möglichkeiten zur Diagnose von prozessualen Ursachen entstehen
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Problemlösen - Problem-basiertes lernen = konstruktiv, authentisch, kommunikativ stärkste elaborierte Konzeption: PBL (problem-basiertes Lernen) Ziel: flexibles Wissen, Problemlöse-, Selbststeuerungs-, und Kommunikationsfertigkeiten + Zuwachs intrinsischer Motivation SuS werden mit schlecht definierten Problemen konfrontiert - Erreichen der multiplen Ziele Problemlösend kann entscheidend auf die Qualität des Unterrichts einwirken
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Soziales Lernen - Begriffserklärung Krappmann: sozialistorischer Basisprozess: lernen als sozialer Vorgang Einfluss sozialer Faktoren auf Entwicklung der Kinder - Vorlage für eigenes Handeln erleichternder Rahmen für Lernprozess = Einbettung des Lerngegenstandes in die Welt der Kinder Lernen erünschten Verhaltens: Lernziele im Mittelpunkt moralisches Lernen Keller & Hufer: Soziales Lernen als Erwerb sozialer Verhaltensweisen, Fertigkeiten, Einstellungen, Rollenübernahme; Grundlage: sozialerzieherische Förderung des Modelllernens
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Soziales Lernen - soziales Lernen aus Perspektive der Schule Schülergruppe als sozialer Erfahrungsraum soziale Lernprozesse in Klasse sind umfassend Pertillon: Erfahrungen mit Gruppenstrukturen, Freundschaften, Beziehungen sind wichtig: Schülergruppen ermöglichen Kooperations-, Konflikt- und Kommunikationserfahrungen etc. - Gruppe bietet Raum zur Identitäsentwicklung Lernziele und Lernformen des sozialen Lernens in den Lehrplänen der Schule Lehrpläne enthalten soziale Lernziele - innerhalb grundlegender/fächerübergreifender Bildungs- und Erziehungsaufgaben Kooperative Formen (Gruppenunterricht) verbinden das Erlernen fachlicher Kompetenzen mit sozialer Kompetenz und Selbstkompetenz
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Fächerübergreifende Kompetenzen - fächerübergreifende Kompetenzen vs. Schlüsselqualifikationen Schlüsselqualifikationen: Wissen, Fähigkeiten, Fertoigkeiten werden auf neue Situationen transferiert - Sicherstellung, dass spätere Herausforderungen gemeistert werden können (nach Beck): Fachkompetenz, Methodenkompetenz, personale Kompetenz und soziale Kompetenz - Zusammenspiel = Handlungskompetenz Nach Weinert: Unterscheidung in fachliche und fächerübergreifende Kompetenzen (Problemlösen, Teamfähigkeit) Schlüsselqualifikationen (konkret/abstrakt) Handlungskompetenzen (kognitiv, motivational, volitional, sozial) Fächerübergreifende Kompetenzen: Lesekompetenz Problemlösekompetenz selbstreguliertes Lernen Kooperations- und Kommunikationskompetenz
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: fächerübergreifende Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen - Konsequenzen für den Unterricht fächerübergreifende Kompetenzen lassen sich nicht automatisch durch fächerübergreifende Projektarbeit fördern Förderung der Problemlösekompetenz durch Verknüpfung mit Unterrichtssituationen Integrierung von selbstregulierten Lernprozessen Förderung sozialer Kompetenzen: Gruppenunterricht besonders wichtig (Klieme: aktive Gestaltung des Gruppenunterrichts) Vermittlung von fächerübregreifenden Kompetenzen bleibt Herausforderung der Unterrichtsentwicklung
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Selbstgesteuertes und selbstreguliertes Lernen unterrichtspraktische, kybernetische Sicht, Unterrichtspraktisch: Unterscheide der beiden begriffe relativ gering; für Planung von Unterricht benötigt es Vorentscheidungen über Inhalte und Ziele und somit über Freiheitsgrade der SuS kybernetische: selbstgesteuertes Lernen als Erweiterung des selbstregulierten Lernens Allgemeine Didaktik: grundlegende Bildungsziele (Selbst- und Mitbestimmung) als zunehmende Befähigung zur Selbststeuerung - Mitbestimmung bietet gewissen Rahmen Selbstreguliertes lernen findet fast immer statt: motivationale und konitive Prozess nur durch innen steuerbar
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Selbstgesteuertes und selbstreguliertes Lernen Definitionselemente Selbstgesteuert = Schüler bestimmt selbst wesentliche Entscheidungen über Inhalt, Zeitpunkt, Form und Ziel des Lernens benötigt aber Erwerb spezifischer Fähigkeiten: angemessener Einsatz von Lernstrategien, Steuerung der motivationalen Prozesse, metakognitive Fähigkeiten zur Kontrolle des eigenen Lernverhaltens
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Selbstgesteuertes und selbstreguliertes Lernen geschichtlicher Hintergrund verknüpft mit Aufklärung und Reformpädagogik Gaudig (Anfang 19. Jahrhundert): Idee der "freien geistigen Schularbeit" Kerschtensteiner: Arbeitsschulbewegung, mehr Selbsttätigkeit als -regulierung Montessori: Freiarbeit mit didaktischen Materialien - selbstregulierend Petersen: Jenaer Schulversuch: Wochenplanarbeit, eingegrenzte Selbststeuerung Dewey: Projektunterricht, Verknüpfung mit Erziehung zur Demokratie
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Selbstgesteuertes und selbstreguliertes Lernen Aspekte des selbstgesteuerten Lernens Mittelpunkt der Forschung: Analyse von Lern- und Lehrprozessen und dessen Optimierung seit 70er Jahre: Erforschung von Lernstrategien mit zielgerichtetem Einsatz; Entwicklung von Wochenplan- und Projektunterricht zu modernen Konzeptionen des selbstgesteuerten und selbstregulierten Lernens Unterricht ergänzt durch Freiarbeit - Maximierung des selbstgesteuerten Lernens Ebenso Weiterentwicklung des offenen Unterrichts
- Beispiele Lehr- und Lerninhalte: Selbstgesteuertes und selbstreguliertes Lernen Funktionsbereiche des selbstgesteuerten Lernens Kognitive Komponente Wissenserwerb: Selektion von Reizen, Speicherung neuer Infos, Konstruktion und Integration Strategieformen: Wiederholung (Speicherung), Elaboration (Verständnis), Organisation (Konstruktion) Motivationale Komponente Lernaktivität aufrecht erhalten Lernintention 2 Typen der Textverarbeitung: surface-level-approach; deep-level-approach metakognitive Komponente über das eigene Denken nachdenken, Optimierung von Denk- und Lernprozessen metakognitives Wissen + metakognitive Kontrolle Seel unterscheidet: Selbst-Wirksamkeit, Selbst-management, Selbst-Bewertung Förderung selbstgesteuerten Lernens Zimmermann unterscheidet in drei Phasen: Zielsetzung und Planung; Handlungs- und volitionale Kontrolle + Monitoring; Selbstreflexion