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Schulpädagogik Examen (Subject) / Unterrichsplanung I (Lesson)
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- Grundsätze der Unterrichtsplanung Unterrichtsplanung vs. Unterrichtsvorbereitung Grundfragen der Unterrichtsplanung Grundsätze für die Unterrichtsplanung Grundstruktur der Unterrichtsplanung Perspektivenschema nach Klafki
- Unterrichtsplanung vs. Unterrichtsvorbereitung Planung: theoretische Seite; Bezug auf Überlegungen, Entscheidungen zur Ermöglichung des Unterrichts, reicht nicht aus, um Unterricht zu schaffen - Planen - Entscheidungen Vorbereitung: Erörterung kurzfristiger, unmittelbarer Notwendigkeiten/Maßnahmen; greift sprachlich weiter; umfasst alles, was getan und benötigt wird; praktische Maßnahmen; realisiert Planung
- Grundfragen der Unterrichtsplanung Begriff und Problematik von Unterrichtsplanung Lehrerwissen und Planungskompetenz Dimensionen der Planung Planungspraxis
- Grundsätze für die Planung von Unterricht Angemessenheit Eindeutigkeit Kontinuität Reversibilität Widerspruchsfreiheit
- Grundstruktur der Unterrichtsplanung: Was muss bei der Erarbeitung der U-Planung beachtet werden? Stufe zu Stufe zunehmend konkretere Planung Kontinuität des Planungsprozesses Aktualität des Planungsprozesses Rückmeldung der Erfahrung pädagogische Angemessenheit der ganzen Planung
- Stufen der Unterrichtsplanung Jahresplan - Lernziele und Lernthemen, die im Verlauf des SChuljahres in einzelnen Fäcehrn, Lernbereichen o. ä. zu behandeln sind Arbeitsplan - diachrone Ordnung von Lernzielen und Lernthemen für ein Schuljahr sowie synchrone fächerübergreifende Verbindungen mittelfristige Unterrichtseinheit - Folge von lernzielen und Lernthemen für 2-3-wöchige Einheiten, sowie zu ihrer Aktualisierung erforderliche Mittel und Verfahren Unterrichtsentwurf - Lernziele für begrenzte Einheiten (45-90 Minuten) und alle für ihre Erreichung erforderlichen didaktischen Aktivitäten
- wichtige Faktoren bei der Unterrichtsplanung zunehmend konkretere Planung, immer präziser werden; Schaffung von festern Grundlagen, damit sich der wirkliche Unterricht daran konstituieren kann Kontinuität des Planungsprozesses: zentrale Planungsaussage bei Übergang der STufen mitnehmen Aktualität des Planungsprozesses: neue und und zusätzliche Voraussetzungen ebachten, wenn nötig korrigieren, revidieren Rückmeldung der Erfahrungen: an Lehrplan/Lehrplangestalter pädagogische Angemessenheit der gesamten Planung: kann nur von den Lehrern die Planungsstufen hinauf rückgemeldet werden; auf jeder Stufe von äußerster Wichtigkeit
- Grundstruktur der Unterrichtsplanung: Dimensionen der Unterrichtsplanung Dimensionen = gleichzeitig nebeneinander erfolgende Planungsakte Berliner Modell = nützlich, um die verschiedenen Dimensionen voneinander zu trennen und herauszustellen 4 Grundentscheidungen (+ zwei zusätliche) Abhängigkeit der Entscheidungsfelder von bestimmten Vorausstzungen (anthropologisch-psychologische und sozio-kulturelle Voraussetzungen)
- Vier hauptsächliche ENtscheidungen des Lehrers zur Unterrichtsvorbereitung Intentionen (Lehr- und Lernziele) Themen (Lehr- und Lerntinhalte) Methoden (Lehr- und Lernverfahren) Medien (Lehr und Lernmittel) + Organisation und Interaktion (Sozialform)
- weitere wichtige Aufgaben/Anforderungen an den Lehrer bei der Unterrichtsplanung Interpendenz der ENtscheidungsmomente - hängen voneinander ab, beziehen sich aufeinander Prioritäten setzen in einzelnen Planungsstufen nicht ausgeschlossen Umsetzbarkeit in Unterrichtspraxis muss gegeben sein
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- Wie strukturiert sich die praktische Planungstätigkeit des Lehrers? erfolgt in aufeinander aufbauenden Stunden vollzieht sich in unterscheidbaren Dimensionen
- Perspektivenschema zur Unterrichtsvorbereitung entstand aus der didaktischen Analyse der bildungstheoretischen Didaktik (Klafki) stellt die Umstände in der gegenwärtigen didaktikschen Wirklichkeit und in der didaktischen Theorie dar veränderte Situation heutzutage: Lehrpläne orientieren sich an Zielsetzungen, d.h. sie sind zielroientiert aufgebaut Perspektivenschema versucht dieser Veränderung zu entsprechen, damit der Lehrer seine Planung zielorientiert strukturieren kann
- Perspektivenschema: Veränderungen gegenüber der didaktischen Analyse von Klafki Perspektivenschema nicht nur "Kern der Unterrichtsvorbereitung", generelles Planungsinstrument Behandlung aller Unterrichtsdimensionen (auch Vermittlungs- und Medienproblematik) nicht den Inhalts-, sondern den Zielentscheidungen wird die größte Bedeutung zugeschrieben Primat der Intentionalität im Bereich Thematik, Methoden, Medien und den dahinterstehenden anthropogenen und soziokulturellen Voraussetzungen Einbau von Kontrollen und Überprüfungen bereits in der Planungsphase
- Kurzform Perspektivenschema Klafki: Definition Bedingungsanalyse Analyse der konkreten, sozio-kulturell vermittelten Ausgangsbedingungen einer Lerngruppe (Klasse), des / der Lehrenden sowie der unterrichtsrelevanten (kurzfristig änderbaren oder nicht änderbaren) institutionellen Bedingungen, einschließlich möglicher oder wahrscheinlicher Schwierigkeiten bzw. „Störungen“
- Struktur des Perspektivenschemas 1) Begründungszusammenhang: Gegenwartsbedeutung, Zukunftsbedeutung, exemplarische Bedeutung 2) thematische Strukturierung: thematische Struktur und soziale Lernziele, Erweisbarkeit und Überprüfbarkeit 3) Zugangs- und Darstellungsmöglichkeiten: Zugänglichkeit bzw. Darstellbarkeit (u.a. durch/in Medien) 4) methodische Strukturierung: Lehr-Lern-Prozessstruktur
- Perspektivenschema: drei verschiedene Ebenen didaktische Felder didaktische Aufgaben didaktische Hilfen
- Perspektivenschema: didaktische Felder Bedingungen Begründung Thema Zugang/Darstellung Methode
- Perspektivenschema: Zusammenhang der didaktischen Felder ohne Kenntnis über wirksame Bedingungen können keine akzeptablen didaktischen Überlegungen zu den übrigen vier Komplexen angestellt werden - Bedingungsfeld wirkt sich auf alle übrigen didaktischen Felder aus
- Perspektivenschema: Zusammenhang der didaktischen Felder ohne Kenntnis über wirksame Bedingungen können keine akzeptablen didaktischen Überlegungen zu den übrigen vier Komplexen angestellt werden - Bedingungsfeld wirkt sich auf alle übrigen didaktischen Felder aus früher wurden Bedingungen mitnbehandelt - jetzt explizit selber dargestellt alle didaktischen Felder stehen in Wechselbeziehung miteinander, in ihnen getroffene Entscheidungen können sich gegenseitig beeinflussen
- Perspektivenschema: didaktische Aufgaben Bedingungsfeld: Erfassen + Analyse der Bedingungen und ihrer didaktischen Auswirkungen; langfristige vs. kurzfristige Bedingungen Begründungsfeld: Gegenwarts-, Zukunfts- exemplarische Bedeutung Thematisches Feld: innere Struktur der Sache, knüpft an didaktische Analyse an; nicht bloße Sachlogik, thematische Logik Zugänglichkeit und Darstellung: besondere Einstiege, Zugänge usw.? Methodisches Feld: Perspektivenschema bleibt hier unzureichend
- Perspektivenschema: didaktische Hilfen insgesamt 7 didaktische Aufgaben Modell gibt Verständigungsshilfen und Ausführungsanleitungen zwei Aufgaben: Frage nach der exemplarischen Bedeutung (Feld Begründung) Frage nach dem Thema (Feld Thematik)
- Perspektivenschema Frage nach der exemplarischen Bedeutung vier Zielebenen (Hierarchie der Lernziele) Lernziele allgemeienr Art (Leit- und Richtlinien), z.B. Mündigkeit Qualifikationen, die spezieller sind, aber noch an bestimmte Sachaufgaben gebunden sind, z.B. Kritikfähigkeit als Moment der Mündigkeit Lernziele, die auf mehreren Fächern/Bereichen Strukturen besitzen, z.B. natirwissenschaftliches Denken Fachspezifische und fächerübergreifende Zielsetzungen
- Perspektivenschema: Die Frage nach dem Thema 7 Teilfragen Fragefolge der didaktischen Analyse Welche Perspektiven? Welches ist die immanent-methodische Struktur? Welche Momente unter jeweils bestimmter Perspektive? Welcher Zusammenhang zwischen den Momenten? (logisch, kausal,...) Weist Zusammenhang Schichtung auf? In welchem größeren Zusammenhang stehen die ausgewählten Perspektiven? Notwendige, begriffliche Voraussetzungen der SuS für die Bewäktigung des Themas?
- Wichtig bei der Nutzung des Perspektivenschemas: bildungstehoretischen Hintergrund kennen, mit dem das Modell eng verschmolzen ist vorishct vor stereotypem Verhalten durch pragmatische Verwendung des Modells
- Didaktischer Hintergrund des Perspektivenschemas Neubeschreibung des Bildungsideals Neues Allgemeinbilfdungskonzept: Bildung für alle allseitige Bildung Bildung im Allgemeinen das neue Bildungsideal: unpolitischer "gebildeter Laie" wird zugunsten des politisch verantwortlich und selbständig Handelnden aufgegeben Selbstbestimmungsfähigkeit Mitbestimmungsfähigkeit Solidaritätsfähigkeit Modell ist stark auf Rechtfertigung ausgelegt (Merkmal der bildungstheoretischen Didaktik) Bildungskategorien als gedankliche Vorgaben