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Entwicklungspsychologie (Subject) / Erwachsenenalter (Lesson)

Vorlesung 8

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  • Definition - Junges und mittleres Erwachsenenalter Junges Erwachsenenalter: Volljährigkeit Autonomie -> emotionale, fnanzielle Unabhängigkeit Eintritt ins Berufsleben -> eigene Wohnung Familiengründung Mittleres Erwachsenenalter: Mitte des Lebens bis ca. 45 Jahre Berufliche Etablierung und Berentung Familiäre Etablierung und Auszug der Kinder -> Neuorientierung in der Partnerschaft
  • Havinghursts Modell der Entwicklungsaufgaben Eine Entwicklungsaufgabe ist nach Havinghurst eine Aufgabe, die sich in einer bestimmten Lebensperiode des Individuums stellt -> Ihre Bewältigung führt zu Glück und Erfolg, während Versagen das Individuum unglücklich macht, auf Ablehnung durch die Gesellschaft stößt und zu Schwierigkeiten bei der Bewältigung späterer Aufgaen führen kann Man unterscheidet 3 Quellen der Entwicklungsaufgaben: physische Reife kultureller Druck -> Erwartungen der Gesellschaft individuelle Zielsetzungen oder Werte Kritik: zu starr um interindividuelle Unterschiede zu beachten keine Beachtung der Multidirektionalität von Entwicklung -> Gewinne und Verluste Keine Betrachtung von Multifunktionalität ->Veränderungen haben verschiedene Konsequenzen Keine Betrachtung des Kontextualismus -> Historie und Kultur
  • Zentrale Entwicklungsthemen Lebensspannenpsychologischer Ansatz: Entwicklungsaufgaben sind keine universellen, normativen und undirektionalen Folgen von Entwicklungsschritten, sondern variieren stark zwischen Perosnen aufgrund von unterschiedlichen Rahmenbedingungen, Einflüssen und Persönlichkeitsmerkmalen Entwicklungsaufgaben als soziale Erwartungen: Erwachsenenalter: weniger biologische oder externe Regulationsprozesse, größere Freiheit die Entwicklung selbst zu gestalten und mitzubestimmen Social Clock: soziale Uhr die den Lebenslauf strukturiert. Soziale Erwartungen und Normen entscheiden darüber, wann welche Ziele verfolgt und erreicht werden sollen -> Orientierungsrahmen Einfluss sozialer Erwartungen auf die Entwicklung: Mitglieder einer Gesellschaft teilen Vorstellungen darüber, wann welche Aufgaben verfolgt und erreicht werden sollen Soziale Erwartungen stellen normativen Zeitrahmen dar Personen vergleichen sich mit anderen: on-time, off-time Verletzung des Zeitplans führt zu negativen Sanktionen -> soziale Missbilligung Die Passung zwischen sozialen Erwartungen und normativem Zeitplan wird verstärkt => Der normative Zeitplan leitet die Lebensplanung und Zielsetzung
  • Anforderungen an die Selbstregulation Geringer werdende Normativität im Verlauf der Entwicklung Steigende Anzahl alternativer Entwicklungsverläufe und mehr Möglichkeiten (z.B. mehrere unterschiedliche Berufskarrieren) Längere Zeitperioden in denen bestimmte Ziele und Aktivitäten verfolgt werden können (gewonnene Jahre), z.B. Freizeitaktivitäten, Hobbies, Freundschaften => Selbstregulation gewinnt im höheren Erwachsenenalter zunehmende Bedeutung
  • Gewinne - Verluste Gewinne und Verluste im Erwachsenenalter: psychologisches Wohlbefinden korreliert zunächst positiv mit der persönlichen Orientierung (den Zielen) auf Gewinne - später mit Aufrechterhalten des Funktionsniveaus und negativ mit dem Vermeiden von Verlusten
  • Höheres Erwachsenenalter Höheres Erwachsenenalter: 65-80 Jahre Hohes Alter: ab 80 Jahren Mittleres Erwachsenenalter: Differenzierung und Expansion von Aufgaben, Kompetenzen und Ressourcen; Hineinwählen in verschiedene Lebensbereiche -> Partnerschaft, Beruf Höheres Erwachsenenalter: Einschränkungen erfordern die Konzentration auf noch vorhandene Ressourcen (= Abwählen von Lebensbereichen). Zentrale Entwicklungsaufgaben ist von Expansion zu Konzentration Kategorien von Entwicklungszielen: a) Zuwachs b) Aufrechterhaltung des bestehenden Funktionsniveaus c) Regulation von Verlusten
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