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ORL (Subject) / Ohr (Lesson)

Allgemein

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  • Otitis externa Ätiologie:- Bakteriell: Pseudomonas aeruginosa, Proteus mirabillis, Staphylococcus aureus- Pilze Prädisposition: Verletzung, chronische Otitis media, Malignom, Cerumen obliterans, warm-feuchtes Klima Klinik:- stechende Ohrenschmerzen- Tragusdruckschmerz- Juckreiz möglich- Eitriges Sekret im Gehörgang- Schwerhörigkeit Komplikation: Otitis externa necroticans
  • Otitis externa necroticans Nekrotisierende Entzündung des äusseren Gehörgangs Ätiologie: - Erreger: Pseudomonas aeruginosa- Ältere Diabetiker- Immungeschwächte Klinik:- Starke Ohrenschmerzen- Otorrhö- Schallleitungsschwerhörigkeit- Frühzeitiger Ausfall von Hirnnerven, hauptsächlich Fazialislähmung- Übergreifen auf Knochen möglich (Osteomyelitis) Otoskopie: Typisch sind Granulationen am Übergang von knorpeligen zum knöchernen Anteil Therapie:1. Wahl: Ciprofloxacin
  • Mastoiditis Entzündung im Mastoid, mit Osteomyelitis und häufig Abzessbildung- oft etwa 2-4 Wochen nach einer akuten Otitis media Klinik:- druckschmerzhafte, teigige rote Schwellung hinter dem Ohr- Fieber, deutlich reduzierter Allgemeinzustand Therapie: Antibiotika und Mastoidektomie Sonderfall: Bezold-Mastoiditis--> Eiterdurchbruch in den M. sternocleidomastoideus--> Schmerzhafter Schiefhals
  • Otitis media acuta - Risikofaktoren - Positive Familienanamnese - Passivrauchen - Kinderkrippe - Ältere Geschwister - Stillen < 3 Monate - "Nuggi" (negativer Druck des Saugens)
  • Otitis - Einteilung Akute Otitis media Chronische Otitis media- mesotympanal: betrifft Schleimhaut, Pars tensa- epitympanal (Cholesteatom): betrifft Schleimhaut und Knochen, Pars flaccida, Anulus fibrosus--> Operationsindikation
  • Sensorineurale Schwerhörigkeit - Einteilung = Empfindungsschwerhörigkeit - Hereditär- Physikalische Schädigung (Knall, Lärm, Trauma)- Ototoxische Schädigungen der Haarzellen (Medikamente)- Infektiöse Schädigungen der Haarzellen- Presbyakusis- Hörsturz- progrediente Innenohrschwerhörigkeit- Vestibularschwannom
  • Hereditäre Schwerhörigkeit - betrifft symmetrisch beide Ohren - Randbereiche sind i.d.R. weniger betroffen--> "Badewannen"-Form Einzige Therapie: Hörgerät
  • Knalltrauma Schalldruckpegel >150 dB - < 2 ms - Schuss, Feuerwerk, Airbag - meist einseitiger Hörverlust- Tinnitus- Senke bei 4000 Hz- positives Recruitment
  • Explosionstrauma Schalldruckpegel >150 dB - > 2 ms - Schuss, Feuerwerk, Airbag - meist einseitiger Hörverlust- Tinnitus- Senke bei 4000 Hz- positives Recruitment- Trommelfellriss
  • Chronische Lärmschwerhörigkeit - langandauernder Schalldruckpegel >85 dB (8h am Tag) - irrevesibler Schaden - keine Therapie möglich
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  • Toxische Innenohrschädigung - symmetrisch - kann cochleäre und vestibuläre (zB Gleichgewicht) Funktion betreffen - Hochtonschwerhörigkeit Ototoxische Medikamente:- Aminoglykoside- Cisplatin (Zytostatika)- Furosemid (Diuretika)- Chinin, Chloroquin (Malariamittel)- Salizylate
  • Labyrinthitis Meist Folge einer Otitis media Klinik:- plötzliche Hörminderung- Tinnitus- Drehschwindel und Erbrechen- Verknocherung Kochlea bei Pneumokokken! Diagnostik: - Schallempfindungsschwerhörigkeit!- Wechsel der Lateralisation im Weber-Versuch- Ausfallnystagmus Therapie:- Paukendrainage- Antibiotika- Glukokortikoide
  • Hörsturz Plötzlich auftretende (Sekunden bis Stunden), meist einseitige Schallempfindungsschwerhörigkeit Ursache: idiopathisch, evtl. Durchblutungsstörung (A. labyrinthi) - plötzliche Schwerhörigkeit bis zur Ertaubung- Tinnitus- "Watte"-Gefühl- evtl. Schwindel Therapie: Glukokortikoide, evtl. durchblutungsfördernde Medikamente (Hydroxyethylstärke, HAES)
  • Presbyakusis Hörverlust > normale Alterung - symmetrischer Hörverlust- hohe Frequenzen mehr betroffen- Schwierigkeiten im Lärm - exogen-endogene Ursachen - Beginn ab etwa dem 40 Lebensjahr>65-jährige: 30%>75-jährige: 50%
  • Akustisch evozierte Potentiale (AEP) Hirnstammaudiometri (BERA) - Elektrische Signale als Antwort auf akustische Reize - entstehen zwischen Cochlea und GrosshirnrindeI: CochleaII: N. vestibularisIII: Nucleus cochlearisIV: obere OliveV: Lemniscus lateraleVI: Nucleus colliculus inferior - können auf der Kopfhaut abgeleitet werden
  • Impendanz-Messung Tympanometrie = Messung der Trommelfellbeweglichkeit- Trommelfell bewegt normal --> Mittelohr belüftet- Trommelfell bewegt nicht --> Flüssigkeit im Mittelohr Stapediusreflexmessung - Reflexe fehlen bei Otosklerose- Reflexe fehlen bei Innenohrschwerhörigkeit
  • Subjektive Hörprüfungen Reflexaudiometrie:- Unspezifische Reaktionen (Saugen, Bewegungen, Änderung Atemmuster, Augenbewegungen) Reaktionsaudiometrie:- ab 6 Monate (kann Kopf drehen)- Zuwendung zur Schallquelle- konditionierte Zuwendungsreaktion (visual reinforcement audiometry) Spielaudiometrie:- Hörschwellenbestimmung nach Konditionierung aktiver Mitarbeit
  • Meilensteine der Sprachentwicklung bis ca. 7 Woche: Schreiperiode ab ca. 6. Woche: erste Lallperiode ab ca. 6-9 Monate: zweite Lallperiode (Fremdnachahmung) ab ca. 8-9 Monate: Kind lernt den Lautkombinationen Bedeutung zuzuordnen ab ca. 9-12 Monate: Situationsverständnis (Beginn zweckbestimmter Sprachäusserungen) ab ca. 12-18 Monate: Einwortäusserungen (10-50 Wörter) ab ca. 1,6-2,3 Jahre: Zweiwortsätze (erstes Fragealter) ab ca 2,3 Jahre: geformte Mehrwortsätze Bis 2 Jahre --> mindestens 50 Wörter passiver Wortschatz
  • Implantierbare Hörgeräte - Indikation Medizinisch- rezidivierende Gehörgangsentzündungen- Hautirritation durch Ohrmulde Akustisch:- Feedback "Pfeifen der Hörgeräte"- Okklusionseffekt- Blockierung des Restgehörs- "Klangqualität", Verzerrungen
  • Knochenverankernde Hörgeräte - Indikation - Malformation äusseres Ohr/Mittelohr - Chronische Otitis media (Trommelfellperforation) - St. nach Trauma/Tumor - einseitige Taubheit (erworben > angeboren)
  • Hörgerät - Indikation - Hörverlust in mindestens 2 Frequenzen >30 dB am besseren Ohr - persönliches Handicap - keine hörverbessernde Operation möglich Kontraindikation: retrocochleäre/zentrale Schwerhörigkeit
  • Cochlea-Implantat - Indikation - angeborene Taubheit - Postlingual progredienter Hörverlust, wenn konventionelles Hörgerät nicht mehr ausreichend ist - Plötzliche Ertaubung--> Meningitis--> ototoxisch--> Laterobasisfraktur
  • Kopf-Impuls-Test Halmagyi-Test - Rückstellsakkaden (optokinetischer Reflex) wird erfasst - Patient fixiert auf Nase des Arztes, während dieser den Kopf des Patienten rasch um 15° in eine Richtung dreht- Beurteilt wird, ob der Patient den Fixationspunkt beibehalten kann - einseitiger Labyrinthausfall --> Augen bleiben stehen, danach erfolgen Sakkaden, um erneut zu fixieren
  • Romberg-Test Untersuchung von Störungen des Gleichgewichtssinnes auf zerebellärer, spinaler, vestibulärer Ebene - Patient steht mit zusammenstehenden Füssen aufrecht und versucht auf Befehl die Augen zu schliessen Romberg positiv: Verschlechterung der Koordination durch den Augenschluss (der Patient beginnt zu schwanken oder das Schwanken verstärkt sich); spräche für eine spinale Ataxie Romberg negativ: Ein negatives Ergebnis bezeichnet eine unveränderte Koordination durch den Augenschluss (der Patient schwankt durch den Augenschluss nicht verstärkt). Kann der Patient auch mit geöffneten Augen nur schwer ein Schwanken kontrollieren, spricht dies für eine zerebelläre Ataxie Eine Fallneigung in eine Richtung nach Augenschluss spräche für eine vestibuläre Ursache Romberg-Test (verschärft): Wattematte (Propriozeption↓)
  • Vestibulär evozierte myogene Potentiale (VEMP) - Screening Test für Otolithienfunktion Reflex des Gleichgewichtsorgans auf akustische Reize - Click- oder Burst-Reize lösen eine reflektorische Antwort der Muskulatur aus, die mit einem Elektromyogram (EMG) messbar ist Ocular VEMP (oVEMP): M. obliquus inferior --> "Sacculus-Test"Cervical VEMP (cVEMP): M. sternocleidomastoideus --> "Utriculus-Test"
  • Akute periphere Vestibulopathie = Neuritis vestibularis - einseitiger Ausfall eines Gleichgewichtsorgans- gehäuftes Auftreten etwa 14 Tage nach grippalen Infekt Klinik:- Starker Drehschwindel- Übelkeit und Erbrechen- Fallneigung zur betroffenen Seite- Gelegentlich grippaler Infekt in der Anamnese- keine Hörminderung! Diagnostik:- Frenzelbrille: Nystagmus und Drehschwindel zur gesunden Seite (Ausfallnystagmus)- pathologischer Kopf-Impuls-Test- Kalorische Testung zeigt Untererregbarkeit Therapie: Corticosteroide, frühzeitige Mobilisation
  • Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel - häufigste Ursache für Schwindelattacken- Frauen 2x > Männer Ätiologie: idiopathisch, Schädeltraumen, Zustand nach akutem Vestibularisausfall---> Kanalolithiasis (Kalziumkristalle verfangen sich im hinteren Bogengang) Klinik:- Drehschwindelanfälle von etwa einer Minute Dauer- ausgelöst durch Kopfbewegungen, Hinlegen, Umdrehen, Bücken Diagnostik:- Hallpike-Manöver: vertikal-rotatorischer Nystagmus Therapie: Epley-Manöver (Kanalith-/Kupullithreposition)
  • Morbus Menière Ätiologie:- endolymphatischer Hydrops (Überproduktion der Endolymphe/mangelde Resorption im Saccus endolymphaticus) Symptomtrias:1. Stunden dauernde Drehschwindelattacken2. Tinnitus3. fluktuierende Schwerhörigkeit- Ohrdruck Diagnostik:- Schallempfindungsschwerhörigkeit, die vor allem die tiefen Frequenzen betrifft- Glyceroltest (Hörbesserung)- Nystagus zur betroffenen Seite während einer Attacke Therapie: Bettruhe, Antivertiginosa, Steroid-InjektionProphylaxe: Betahistin (Antivertiginosa)
  • Bodengang-Dihiszenz Ein Fistel des superioren Bogenganges entwickelt sich gegen die mittlere Schädelgrube Klinik:- Hyperakusis, Autophonie- Gleichgewichtsbeschwerden bei Schnäuzen, Valsalva, Druckänderung, Lärm Diagnostik:- Tulio-Phänomen (vestibuläre Sptome durch akustische Stimulation)- überdurchscnittlich gute Hörschwelle in der Knochenleitung- Nystagmus bei Valsalva
  • Vestibularisschwannom Gutartiger Tumor ausgehend von den Schwann-Zellen N. vestibularis/cochlearis Klinik:- progredient einseitige Hörminderung- teils akuter Hörsturz- chronische Gleichgewichtsstörungen Diagnostik:- einseitige retrocochleäre Schwerhörigkeit im Tonaudiogramm- Sprachaudiogramm mit typischer "Helmkurve"- einseitige peripher-vestibuläre Unterfunktion (Kopf-Impuls-Test)- Pathologische AEP (Verlängerte Welle V)- Nystagmus zur Gegenseite
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  • Bilaterale Vestibulopathie Ätiologie:- ototoxische Medikamente (Aminoglykoside, Diuretika, Cisplatin)- virale, bakterielle oder autoimmune Labyrinthitis Klinik:- subakut auftretende, massive Gangunsicherheit- Oszillopsien- Hörverlust meist später Diagnostik:- Gangunsicherheit- Kopf-Impuls-Test auf beiden Seiten pathologisch- kein Nystagmus, da beidseitig Therapie: Gleichgewichtstraining
  • Vestibuläre Migräne - Attacken von spontanem oder lageabhängigem Schwindel, der Sekunden bis Tage anhält und mit Migränesymptome einhergeht - Frauen > Männer - pathologischer Nystagmus im Anfall Therapie:- hochdosiertes Magnesium und Riboflavin- Flunarizine oder Betablocker- Antiepileptika
  • Vestibuläre Paroxysmie - rezidivierende (Dreh-)Schwindelattacken- dauern mehrere Sekunden an Ätiologie:- neurologische Kompression des VIII. Hirnnerven- vestibuläre Exzitation Therapie: - Antiepileptika- selten Neurochirurgie
  • Otosklerose - Frauen > Männer  - Verknöcherung der Labyrinthkapsel Klinik:- Schallleitungsschwerhörigkeit- Tinnitus- typisch ist Verschlechterung während Schwangerschaft Diagnostik:- wannenförmige Einsenkung bei 2 kHz (Cahart-Senke)- Schwartze-Zeichen (normales Trommelfell, Promontorium leicht rosa durchscheinend)- Normales Tympanogramm (Druckverhältnisse normal) - Stapediusreflex nicht auslösbar Therapie: Stapedotomie
  • Barotrauma Fehlender Druckausgleich im Mittelohr - Schnelles Ab- und Auftauchen, Flugzeuglandung, Ohrfeige, Wasseraufprall - Schmerzen, Tinnitus, Schallleitungsschwerhörigkeit- Hämatom des Trommelfells- Trommelfellruptur- Ruptur des runden Fensters
  • Temporales Paragangliom - Pulsierender Tinnitus- Hörverlust- Schwindel- Fazialisparese- kaudale Hirnnervenparesen (IX, X, XI, XII) - Otoskopie: durchscheint blaulich-roter durch das Trommelfell- DSA- keine Biopsie weil hohe Blutungsgefahr Therapie: Embolisation und Operation
  • Otitis media acuta - viral und bakteriell:1. Streptococcus pneumoniae2. Haemophilus influenzae3. Moraxella catarrhalis Klinik:- Ohrenschmerzen- Fieber- Otorrhö bei Penetration --> Schmerzen lassen nach Diagnostik:- druckempfindliches Mastoid- Schallleitungsschwerhörigkeit (wechselt die Weber-Test Empfindung hin zum gesunden Ohr --> Hinweis auf Labyrinthitis!)- gerötetes, verdicktes, vorgewölbtes Trommelfell
  • Hörbahn 1. Neuron: bipolare Ganglienzellen zum Cochleariskern 2. Neuron: zur oberen Olive (Kreuzung!) --> Lemniscus lateralis3. Neuron: Colliculus inferior  4. Neuron: Corpus geniculatum mediale (Thalamus)--> Gyri temporales transversi
  • Erysipel - i.d.R. β-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A Klinik:- flammende Rötung, Schwellung, Überwärmung und Schmerzen von Ohrmuschel und -läppchen- deutliche Allgemeinsymptome (hohes Fieber, Schüttelfrost) Therapie: Penicillin i.v.
  • Perichondritis Sekundäre Entzündung der Knorpelhaut - meist Pseudomonas aeruginosa Klinik:- starke Schmerzen- rot geschwollene, stark druckschmerzhafte OhrmuschelDD Erysipel: Ohrläppchen bleibt bei der Perichondritis ausgespart! Therapie: Gyrasehemmer
  • Othämatom Ansammlung von Blut (Othämatom) oder seröser Flüssigkeit (Otserom) zwischen Perichondrium und Ohrmuschelknorpel - v.a. Traumen (Boxen) Klinik:- schmerzlose, prall-elastische Schwellung- zT rötlich-blau verfärbt- durch eine sekundäre Infektion kann es über eine Perichondritis zu Ohrmuscheldeformationen ("Blumenkohlohr") kommen
  • Tubenmittelohrkatarrh - häufigste Ohrenerkrankung beim Kind Ätiologie: gestörte Belüftung --> chronischer Unterdruck --> Retraktion des Trommelfells --> Paukenerguss Klinik:- anfangs Schmerzen- Schallleitungsschwerhörigkeit- tieffrequenter Tinnitus- Patienten hören sich selbst lauter sprechen (Autophonie) Diagnostik:- Otoskopie: mattes, retrahiertes Trommelfell- Tympanogramm: flache Unterdruckkurve
  • Syndrom der klaffenden Tube Persistierende Verbindung zwischen Nasen-Rachen-Raum und Paukenhöhle des Mittelohrs - Abnahme der Fett- und Bindegewebsanteile zB infolge einer starken Gewichtsreduktion (zB Kachexie, Anorexie, Depression)- Frauen > Männer Klinik:- Druckgefühl im Ohr- unspezifische Hörbeschwerden- Autophonie
  • Myringitis = Entzündung des Trommelfells - Externamyringitis: Trommel reagiert mit bei einer Otitis externa - Grippeotitis: 
  • Otitis media chronica Mesotympanale Otitis media (chronische Schleimhauteiterung)- zentrale Trommelfellperforation Epitympanale Otitis media (chronische Knocheneiterung) = Cholesteatom- randständige Trommelfellperforation- Retraktionstaste mit abgeschilferten Epithelzellmassen Therapie: Tympanoplastik
  • Recruitment dient zur Unterscheidung zwischen kochleären und retrokochleären Schallempfindungsstörungen Prinzip: Sind die äusseren Haarzellen intakt, werden beim Hörgesunden laute Töne gedämpft und leise Töne verstärkt. Sind die äusseren Haarzellen zerstört, fallen die Schalldämpfung zum Schutz des Innenohrs und die Schallverstärkung zum besseren Verständnis weg. Leise Töne werden schwerer gehört und laute Töne werden schneller als laut empfunden. Diesen Mechanismus bezeichnet man als Recruitment. --> Positives Recruitment: kochleäre Schallempfindungsstörungen (z.B. Lärmtrauma)--> Negatives Recruitment: retrokochleäre Schallempfindungsstörungen
  • Bell'sche Parese Idiopathische, einseitige, periphere Fazialisparese (80%) - Männer = Frauen- rechts > links Risikofaktoren: Schwangerschaft, Diabetes mellitus, Impfungen Klinik:- Progression über 3-72 Stunden- Schmerzen mastoidal oder präaurikulär- Parästhesien Prognose:- Verbesserung innert 10 Tage - 2 Monate- Residualsymptome: Synkinesien Therapie: Prednison, Virostatikum, Cornea-Schutz
  • Bilaterale Fazialisparese - DD - Polyradikulitis - Borreliose - Meningeosis carcinomatosa/lymphomatosa - Basale Meningitis - Sarkoidose
  • Laterobasale Frakturen Längsfraktur - häufiger- Otorrhoe- Schallleitungsschwerhörigkeit- Fazialisparese nach Tagen- Röngtenaufnahme nach Schüler Querfraktur - selten- Hämatotympanum- Innenohrschaden (Cochlea betroffen)- Fazialisparese sofort- Röntgenaufnahme nach Stenvers Fazialisparese: Querfraktur (50%) > Längsfraktur (20%)!
  • Stapedetomie - Komplikationen - Inkusnekrose- Prothesendislokation- Sensineuraler Hörverlust- Schwindel