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Modul 1 Einführung in die Psychologie (Subject) / Einführung (Lesson)
Einführung nach Gerrig
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- Was ist ein Aktionspotenzial und wie wird es in Gang gesetzt? Reizübertragung. 1. Ruhepotenzial, 2. Überschreitung des Schwellenpotenzials: Die Dendriten nehmen Reize von umliegenden Nervenzellen auf und leiten sie über das Soma zum Axonhügel weiter. Wird am Endknöpfchen am terminalen Axon ein bestimmter Schwellenwert überschritten werden: A"Alles oder nichts Prinzip "– keine Abstufungen der Reaktionsstärke. 3. Depolarisation: Die Na+-Kanäle öffnen sich und von Außen strömen schlagartig Na+Ionen in das Zellinnere des Axons. Es kommt zur UmpolarisierungDer Intrazelluläre Raum ist jetzt sogar positiv geladen. 4. Die Na+ Kanäle beginnen wieder sich zu schließen. K+ Kanäle öffnen sich und sorgen dafür, dass Kalium Ionen aus dem positiv geladenen Zellinnerem heraus diffundieren können. Dies läuft wegen dem Spannungsunterschied auch relativ schnell ab, denn das Zelläußere ist im Vergleich negativ geladen. Folge: Die elektrische Spannung im Zellinneren sinkt wieder. 5. Refraktärzeit, 6. Ruhepotenzial. Das Axon ist bereit für das nächste Aktionspotential.
- Was unterscheidet die absolute von der relativen Refraktärzeit? Als Refraktärzeit wird der Zeitraum während bzw. nach der Ausbildung eines Aktionspotentials bezeichnet, in dem die erregte Nervenzelle nicht erneut auf einen Reiz reagieren kann. Dabei wird unterteilt in absolute Refraktärzeit und relative Refraktärzeit Absolute Refraktärzeit:In dieser Phase der Erholung kann unabhängig von der Reizstärke kein neues AP ausgelöst werden. Relative Refraktärzeit: Während dieser Phase (auch als fortschreitende Repolarisation bezeichnet) kann ein neues AP ausgelöst werden. Dies passiert allerdings nur, wenn der Reiz ausreichend stark ist. Viele der Natriumkanäle sind wieder aktivierbar
- Was passiert bei der synaptischen Übertragung? Erreicht ein Aktionspotential ein Endknöpfen, öffnen sich durch die Spannungsänderung die Calciumkanäle und Ca+Ionen strömen ins synaptische Endknöpfen ein.Infolgedessen werden die mit Neurotransmitter gefüllten Vesikel (Bläschen) in Richtung des synaptischen Spalts gedrückt. Dort verschmelzen die Vesikel mit der präsynaptischen Membran und geben die Neurotransmitter in den synaptischen Spalt frei. Diese wandern durch den synaptischen Spalt und binden an die Rezeptoren der postsynaptischen Membran an. Rezeptoren und Ionenkanäle sind miteinander so verbunden, das sich die Ionenkanäle öffnen wenn ein Rezeptor von einem Neurotransmitter belegt wird. So kommt es zu einem Einstrom von Na+ Ionen in die postsynaptische Membran. Dies wiederum sorgt für eine positive Depolarisation im Dendriten und damit zu einer Weiterleitung der elektrischen Erregung im Folgeneuron.
- Welche Aufgabe erfüllt die Synapse? Synapse (Verbindung): Der Ort, an dem zwei Nervenzellen aufeinander treffen. Eine Nervenzelle bildet etwa 1000 synaptische Kontaktstellen aus. Sie berühren sich aber nicht, sondern „funken“, zum Beispiel über Botenstoffe.
- Welche Aufgabe erfüllt die Myelinscheide? Um Infos möglichst schnell weiterzuleiten, muss ein Neuron, ähnlich wie ein Stromkabel, gut isoliert sein. Das erreicht das Neuron durch eine Ummantelung, etwa wie der Außenhülle beim Stromkabel. Diese sogenannte Myelinscheide (oder auch Markscheide) besteht aus Gliazellen, die um das Axon gewickelt sind und das isolierende Myelin produziert. Neurone mit Myelinscheide werden als markhaltig bezeichnet und können elektrische Spannungen (also Aktionspotentiale) schneller weiterleiten, als marklose Zellen.
- Wie verarbeitet das Gehirn Informationen? Externe Reize (von außen) werden von den Sinnesorganen (Sensoren) aufgenommen und über sensorische Neurone als Information an das Gehirn (Zentralnervensystem) weitergeleitet (Input). Die Interneurone im Gehirn oder auch Ganglien (Anhäufung von Nervenzellkörpern) im peripheren Nervensystem analysieren nun die Information auf Basis von Kontext und Erfahrungen (Integration). Die nun folgende Reaktion auf den Reiz (Output) wird unter anderem über sogenannte Motoneurone veranlasst. Diese leiten die Signale weiter zu den Muskelzellen, welche sich dann kontrahieren.
- Serotonin Zugleich Neurotransmitter und Hormon. Beeinflusst fast alle Hirnfunktionen von Schlaf- bis Sexualverhalten. LSD aktiviert verschiedene Serotonin Rezeptoren im Gehirn.
- Glutamat Einer der wichtigsten schnell erregenden Neurotransmitter im Gehirn – der wichtigste im PNS.
- Dopamin Ist ein Katecholamin, Verhaltenslenker, Belohnungssystem, Wird die Ausschüttung durch Wirkstoffe (z.B. kokain) erhöht, ist das suchterzeugend
- Acetylcholin Multitalent unter den Neurotransmittern und der wichtigste im PNS (sie gehören zu den ersten, die z.B. bei Alzheime absterben): Steuerung der Aufmerksamkeit, wirkt vor allem in den Thalamus hinein, darüber hinaus aber auch stark ins Großhirn, Übertragung von Nervenimpulsen zur Muskulatur. Zudem wichtige Rolle im veg. Nervensystem (Kontrolle von Atmung, Herzschlag und Stoffwechsel)
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- GABA Gama-Amino-Buttersäure der wichtigste hemmende Überträgerstoff im Gehirn. Schlafmittel wirken z.B. oft über GABA-Rezeptoren.
- Was ist das Axon? Achsenzylinder – steckt in den Gliazellen. Beides zusammen: Nervenfaser. Axon leitet Nervenimpulse vom Zellkörper (soma) weg. Die meisten Neuronen besitzen ein einziges Axon, wenige auch keines.
- Worum handelt es sich bei dem Endknöpfchen= Axonterminal: hier schwimmen die Vesikel (Bläschen). Diese enthalten Neurotransmitter. Wichtigste Funktion des Endknöpfchens: Freisetzung von Neurotransmittern.
- Soma Zellkörper: Hier findet der Hauptteil des Stoffwechsels einer Zelle statt.
- Neurotransmitter Botenstoffe, die an chemischen Synapsen die Erregung einer Nervenzelle an die andere übertragen
- Gliazellen Alle Nervenzellen und ihre Fortsätze sind lückenlos umhüllt von einem sogenannten Isoliergewebe aus Gliazellen. Zum stützen und puffern
- Nukleus Zellkern – enthält das Erbgut
- Was verbindet die Prä- und die postsynaptische Membran? An der präsynaptischen Membran findet die Freisetzung von Neurotransmittern statt. In der postsynaptischen Membran liegen die Rezeptormoleküle, an die der Neurotransmitter bindet. Dazwischen liegt der synaptische Spalt.
- Mit welchen Untersuchungs-Designs lässt sich die Entwicklung von Menschen beobachten? Längsschnittdesign:Mehrmalige Untersuchung derselben Person im Laufe der Zeit Querschnittdesign:Untersuchung von Gruppen von Personen unterschiedlichen chronologischen Alters zur gleichen Zeit
- Eignet sich zur Beobachtung von Entwicklung eher ein Längs- oder ein Querschnittdesign? Vorteile Längsschnitt: Es kann untersucht werden: Einfluss der frühen Umgebungen auf die Entwicklung von Kindern, individuelle Unterschied, altersbedingte Veränderungen nicht durch wandelnde soziale Umständ. Nachteil: Verallgemeinerungen nur bezogen auf dieselbe Kohorte (Kohorte = Gruppe von Personen, die in derselben historischen Zeitspanne geboren wie Vpn , z.B. Generation Y), Hohe Kosten, Vpn-Schwund) Querschnitt: Schlussfolgerungen über Verhaltensunterschiede, die mit Altersunterschieden in Zusammenhang stehen. Vorteil: Schnell, KostengünstigNachteil: Unterschiedliche Geburtsjahre, Unterschiedliches Alter, Wechselnde soziale Umstände
- Welche Wahrnehmungsfähigkeiten haben Säuglinge bei der Geburt? Fähigkeiten der Säuglinge bei der Geburt: Reflexe zum ÜberlebenHören (Stimme der Mutter) Sehen (Formwahrnehmung,visual cliff - höhe, tiefe)
- Worin unterscheiden sich sensititve von kritischen Prozessen? Sensitive Periode: optimale Altersspanne für bestimmte Umwelterfahrungen, die beider normalen Entwicklung helfen; kommt Erfahrung später -> hilfreich bei Entwicklung, aber schwieriger zu erlernen Kritische Periode: Altersabschnitt, in dem bestimmte Umwelterfahrungen dringend erforderlich sind; keine Erfahrungen- kein Ausbilden bestimmter Fähigkeiten Z.B. motorische Entwicklung
- Zu welchen Entwicklungen kommt es in Adoleszenz, frühem und mittleren/späten Erwachsenenalter? Adoleszenz:Körperliches Wachstum, Pubertät (Produktion von fruchtbaren Spermien, Menarche), Hirnentwicklung (zuerst: limbisches System für Verarbeitung emotionaler Prozesse, dann: Frontallappen für die Verarbeitung vorausplanenden Denkens und Emotionskontrolle)-> riskantes Verhalten§Frühes Erwachsenenalter: wenig Veränderungen§Mittleres/später Erwachsenenalter:Veränderungen der körperliche ErscheinungVeränderungen der körperliche Fähigkeiten (Sehen, Hören, Fortpflanzungsfähigkeit und Sexualität)
- Wofür wurde Jean Piaget berühmt? Jean Piaget (1896-1980):Leistungen rund um die kognitive Entwicklung während verschiedener Entwicklungsstufen. Schlagwörter:Schema: geistige Strukturen/Programme, mit deren Hilfe Menschen die Welt interpretieren§Assimilation: Modifikation der Umweltinformationen, um sie an vorhandenes Wissen anzupassen§AkkomodationModifikation der Schemata, um neue Informationen umfassenderaufnehmen zu können + die vier aufeinander folgenden Stadien
- Wie sieht Piaget die vier Stadien der Entwicklung bei Kindern? 1.Stufe der sensumotorischen Intelligenz (0 - 18/24 Monate; mit sechs Substadien) verfügt der Säugling zunächst nur über einige angeborene Reflexe. Das Baby lernt dann vor allem durch Beobachtung und HandelnMit etwa 12 Monaten erkennt das Baby, dass Dinge auch da sind, wenn es sie nicht sieht ("Objektpermanenz"). Es beginnt, zwischen sich selbst (Subjekt) und seiner Umwelt (Objekte) zu unterscheiden. 2. Das präoperationale Stadium (18/24 Monate - 4 Jahre) beginnt mit der Stufe des symbolischen oder vorbegrifflichen Denkens. Das Kleinkind eignet sich die Sprache an und kann nun mit Vorbegriffen - Vorstellungen und Symbolen - umgehen. Ferner unterscheidet es jetzt zwischen einem Objekt (einer Situation, einem Verhalten etc.) und der mentalen Repräsentation desselben Stufe des anschaulichen Denkens (4 - 7/8 Jahre): Das Denken erfolgt weiterhin in Vorstellungen bzw. inneren Bildern. Gegen Ende dieser Phase wird der frühkindliche Egozentrismus überwunden. 3. Stufe der konkreten Operationen (7/8 - 11/12 Jahre): Das Denken ist weiterhin an anschaulich erfahrbare Inhalte gebunden. Das Kind denkt im Sinne verinnerlichten Handelns, kann vorausdenken und sein Handeln reflektierend steuern. Logische Schlussfolgerungen über Phänomene, die physische Objekte betreffen, und über konkrete Situationen werden möglich. 4. Stufe der formalen Operationen (ab 11/12 Jahre): Nun kann der Jugendliche mit abstrakten Inhalten wie Hypothesen gedanklich umgehen, Probleme theoretisch analysieren und (wissenschaftliche) Fragestellungen systematisch durchdenken. Er hat die höchste Form des logischen Denkens erreicht.
- Was wenden heutige Forscher gegen Piagets Modell ein? Kognitive Entwicklung bereits früher als von Piaget angenommen, "Theory of Mind" (naive Theorie: Die Fähigkeit, eine Annahme über Bewusstseinsvorgänge in anderen Personen vorzunehmen ) und damit die Anteilnahme an der Welt, Entwicklung von Verständnis, welche mentalen Zustände dem Verhalten von Menschen zugrunde liegen Wygotsky(1896-1934): Entwicklung von Kindern durch Internalisierung von Wissen aus sozialem Kontext > Einfluss von Kultur auf die kognitive Entwicklung,keine Universalität wie bei Piaget
- Werden Menschen mit zunehmenden Alter "dümmer"? Keine allgemeine Abnahme der Intelligenz, aber: Abnahme der fluiden Intelligenz (Fähigkeit zu schnellem und gründlichem Lernen). Aber: Korrelation zwischen Übung und Schnelligkeit der Verarbeitungsgeschwindigkeit Dafür: Zugewinn von Weisheit (Expertise bei den wesentlichen Verrichtungen des Lebens)
- Lässt das Gedächtnis wirklich im Alter nach? Gedächtnis:Keinen Einfluss auf Abruf bereits abgespeicherter InformationenVerlust bei effektiveren Strukturierung, Speicherung und Abruf neuer Informationen
- Was versteht man unter Generativität? Wichtige Vorraussetzung, um das mittlere, spätere Erwchsenenleben gut zu meistern: die Orientierung am Gemeinwohl§Meistens Voraussetzung: gelungene soziale Intimität§Folge: psychisches Wohlbefinden (Ausgleich für Sehnsucht nach Jugen
- Wie entwickelt sich laut Lawrence Kohlberg (1927-1987) die Moral? 5-7-Stufen mit je zwei Unterstufen: Präkonventionelle Ebene (1. Bestrafungsorientierung/Strafe vermeiden 2. Kosten-Nutzen-Orientierung -gibst du mir, dann gebe ich dir) Konventionelle Orientierung (3. Braves-Kind-Orientierung - moralische Erwartungen anderer erfüllen, 4.Autoritäts-Orientierung/Orientierung an Recht und Ordnung) Postkonventionelles Stadium(5 Sozialvertragsorientierung - zum Wohle der gesamten Gesellschaft/ 6. Orientierung an allgemeingültigen ethischen Prinzipien-Universalität) Ab Stufe drei gleichmäßige entwicklung ,nur vorwärts Einwände: nicht alle Menschen erreichen höhere Stufen, viele Menschen bleiben vor Stufe 5, subjektive Einteilung der höheren Stufen, Kulturabhängiges Vorkommen der höheren Stufen
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- Wie sieht ein erfolgreiches Altern aus? Gewinnmaximierung und geringer Beeinflussung normaler Verluste durch selektive Optimierung mit Kompensation, bsp. klavierspieler, langsamer spielen, mehr üben. Wahl der am wichtigsten erscheinenden Ziele, Optimierung der Leistungen im Hinblick auf diese Ziele, Finden von Kompensationsmöglichkeiten, wenn Einschränkungen.
- Wie sieht das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung aus? Es gibt acht Stufen: Stadium 1: Ur-Vertrauen vs. Ur-Misstrauen (1. Lebensjahr) Stadium 2: Autonomie vs. Scham und Zweifel (2. bis 3. Lebensjahr) Stadium 3: Initiative vs. Schuldgefühl (4. bis 6. Lebensjahr) Stadium 4: Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl (6. Lebensjahr bis Pubertät) Stadium 5: Identität vs. Ich-Identitätsdiffusion (Jugendalter) Stadium 6: Intimität und Solidarität vs. Isolation (frühes Erwachsenenalter) Stadium 7: Generativität vs. Stagnation und Selbstabsorption (Erwachsenenalter) Stadium 8: Ich-Integrität vs. Verzweiflung (reifes Erwachsenenalter)
- Was ist das Eindeutigkeitsproblem? Hierbei handelt es sich um die Frage, welche Transformationen erlaubt sind.Es hat si.ch gezeigt, dass je weniger Transformationen zulässig sind, desto eindeutiger ist eine Messung.
- Was ist in der Messtheorie eine Abbildung? Bei einer Abbildung handelt es sich im Rahmen der Messtheorie um die Zuordnung von Zahlen und Objekten.Dies zeigt sich auch beim Messen, wo ein empirisches Relativ in ein numerisches Relativ abgebildet wird.Wichtig ist demnach, dass jedem Objekt (empirisches Relativ) genau eine Zahl (numerisches Relativ) zugeordnet wird.Die Zuordnungsregel wird als (Abbildungs-) Funktion bezeichnet.Wenn sich die Relationen zwischen den Messobjekten in den Relationen zwischen den zugeordneten Zahlen widerspiegeln, dann spricht man von einer homomorphen Abbildung.
- Was ist ein empirisches Relativ? Bei einem empirischen Relativ handelt es sich um eine Menge von Objekten und den beobachtbaren Relationen zwischen den Objekten.Die Menge der Objekte setzt sich zusammen aus den Personen und Objekten die gemessen werden sollen.Bei den Relationen werden zwei Arten unterschieden: Äquivalenzrelationen und Ordnungsrelationen.Eine Äquivalenzrelation besagt, dass die Merkmalsausprägungen bei den verschiedenen Personen (Objekten) - in Bezug auf ein spezifisches Merkmal - gleich, also äquivalent, sind.Eine Ordnungsrelation besagt, dass die Merkmalsausprägungen bei den verschiedenen Personen (Objekten) unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Somit können die Messobjekte in eine Rangreihe, also Ordnung, gebracht werden.
- Wie hängen Reliabilität und Objektivität zusammen? Eine Voraussetzung für Reliabilität stellt die Objektivität dar. Die Erklärung hierfür ist einfach: wenn ein Testergebnis davon abhängt wer den Test durchführt, auswertet oder interpretiert, dann kann der Test auch nicht zuverlässig und exakt messen.
- Wie könnte man Reliabilität definieren? Bei der Reliabilität handelt es sich um die Zuverlässigkeit ( Genauigkeit), mit der ein Test ein Merkmal misst. Reliabilität formal definiert werden kann als der Anteil der wahren Varianz an der Varianz der beobachteten Messwerte.Konsistenz und Verlässlichkeit von Verhaltensdaten. Das heißt jede Wiederholun der Messung würde ein zumindest sehr ähnliches Ergebnis zeigen.Grad der Präzision oder Genauigkeit, mit der ein Test ein Merkmal misst, unabhängig davon, welches Merkmal er erfasst. Ein Test ist dann reliabel (zuverlässig), wenn er das Merkmal, das er misst, ...
- Worin sieht Henry Murray die Leistungsmotivation? Leistungsmotiv, in unterschiedlicher Ausprägung bei verschiedenen Menschen; beeinflusst die Neigung, Erfolg anzustreben und die eigene Leistung zu bewerten. Fundament ist die Bedürfnispyramide: Darin unterscheidet er primäre („viszerogene“) und sekundäre („psychogene“) Bedürfnisse (needs) des Menschen: Primäre Bedürfnisse beruhen auf organischen Vorgängen und treten zyklisch oder regulatorisch auf. Zu den primären Bedürfnissen zählen Hunger und Durst. Zu den „höheren“ sekundären Bedürfnissen zählen Leistung (need Achievement), Zugehörigkeit (need Affiliation), Unabhängigkeit (need Autonomy) etc., die im Verlauf der individuellen Entwicklung erworben werden. Ein weiterer Beitrag zur Motivationsforschung, den Murray leistete, war die Entwicklung des TAT (Thematischer Apperzeptionstest), der später von David McClelland weiterentwickelt wurde.
- Wozu dient der TAT-Test? Basierend auf Henry Murrays Erkenntnissen entwickelte David McClelland (1953) ein Instruments zur Messung des Leistungsmotivs: den TAT Test (ThematicApperceptionTest); Vorgabe von mehrdeutigen Bildern>Geschichten (Projektion eigener Werte, Interessen und Motive)Maße für verschiedene Motive (Machtmotiv, Anschlussmotiv, Leistungsmotiv) Leistungsmotiv: individuelle Unterschiede bzgl. der Bedeutung von Planung und Anstreben eines persönlichen Ziels.
- Was ist die Folge eines höheren Leistungsmotivs? Bedürfnis nach Effizienz (gleiches Ergebnis mit geringerem Aufwand). Begleitet von guten Karriereaussichten, aber nicht zwingend Erfolg.
- Welche Rolle spielt Attribution bei der Lesitungsmotivation? Und welche Formen gibt es? Attribution: Beurteilungen der Ursachen von Ergebnissen 1. Kontrollorientierung:External: Ursache in Umgebung zu finden.> hohe Motivation zur Vorbereitung für die nächste Klausur Internal: Ursache im Menschen selber zu finden (schlechtes Gedächtnis)>geringe Motivation zur Vorbereitung auf die nächste Klausur 2. Stabilität:Konsistent/Stabil: Ursache über die Zeit hinweg stabil (z.B. Gedächtnis)Variabel: Ursache über die Zeit hinweg instabil (z.B. Schlafstörungen) 3. Globalität: : Ursache breit anwendbar in zahlreichen Kontexten
- Was unterscheidet Optimistin von Pessimistin bei der Leistungsmotivation? Die Attribution - also Erklärung für erfolg/Misserfolg: Optimistisch: Ursachen von Misserfolg extern, Ereignisse variabel und spezifisch Pessimistisch: Ursachen von Misserfolg intern, Ereignisse stabil und global
- Was besagt die Equity-Theorie? Equity-Theorie (Adams, 1956) Motivation für faire und gerechte Beziehungen zu anderen MitarbeitendenVergleich der eigenen Beiträge und Ergebnisse zu den Beiträgen und Ergebnissenvon Mitarbeitenden Ergebnis A / Beitrag A = Ergebnis B / Beitrag B => Zufriedenheit Ergebnis A / Beitrag A ≠ Ergebnis B / Beitrag B => Unzufriedenheit Motivation, Gleichheit wiederherzustellen durch Veränderung von Ergebnis oderBeitrag; Veränderung im Verhalten (z.B. weniger Arbeitsleistung (Beitrag); Bitte um Gehaltserhöhung (Ergebnis)) oder Erleben (z.B. Neubewertung des eigenen Beitrags:„ Meine Arbeit ist nicht wirklich gut.“ (Beitrag); Neubewertung des Ergebnisses: „ich habe Glück, eine fest Anstellung zu haben.“ (Ergebnis))
- Worin sehen Psychologen Motivationsquellen? Triebe (internal) und Anreize (external) Triebe: angeboren, internal; dienen als Mittel zum Ziel der Homöostase/Spannungsreduktion/Gleichgewicht des Körpers;Bsp.: HungerAnreize: äußere Anreize oder Belohnungen ohne direkten Bezug zu biologischen Bedürfnissen; Bsp.: hungrige neugierige Ratten im LabyrinthMischung aus internen und externen Quellen als Ursachen für Verhalten Instinktverhalten (internal) und Lernen (internal) Instinkte (vorprogrammierte Verhaltenstendenzen, bedeutend für Überleben der Art) spezifisch für Spezies; Bsp.: Nestbau bei VögelnLernen: relativ überdauernde Veränderung des Verhaltenspotenzials aufgrund von Erfahrungen (Klassisches Konditionieren: Reiz-Reaktions-Verbindung, operantes Konditionieren. Erwartungen ( internal) und kognitive Ansätze der Motivation (internal,external große Rolle von Erwartungen bei der Motivation von Verhalten§
- Was besagt das Zwei-Zentren-Modell zum Thema Hunger? Das Zwei-Zentren-Modell: lateraler Hypothalamus als Hungerzentrum,ventromedialer Hypothalamus als Sättigungszentrum Aber: Da wir auch bei nicht-Hunger essen: zusätzliche Zentren, Stimulierung der Zentren über Hormone (z.B. Insulin, Cholecystokinin
- Was unterscheidet Emotionen von Stimmungen und Gefühlen? Emotion ≠ Gefühl Emotion = komplexes Muster aus körperlichen und mentalen Veränderungen als Antwort auf eine Situation, die als persönlich bedeutsam wahrgenommen wird Stimmung kann ungerichtet sein, länger anhalten, geht aber meist nicht so tief
- Wozu sind Emotionen laut Darwin gut? Darwin: Annahme von Emotionen als hoch spezifische, koordinierte Operationen des menschlichen Gehirns; angeborene, spezialisierte mentale Zustände; Funktion: Anpassung an die Umwelt, um mit einer bestimmten Klasse von wiederkehrenden Situationen in der Welt umzugehen heute: bei Aggression kein Angriff, sondern wütendes Gesicht
- Sind emotionale Reaktionen angeboren? Angeborene kulturübergreifende Emotionen von Säuglingen negative und positive Gesichtsausdrücke von Säuglingen (Ausdruck von Angst = Ausdruck von Wut) motorische Reaktionen bei Emotionen bei Säuglingen (z.B. erhöhte Atemfrequenz bei Angst) Erkennen von Gesichtsausdrücken bei Säuglingen unterschiedliche Gehirnaktivität bei Säuglingen in Abhängigkeit von verschiedenen negativen Gefühlen (Wut vs. Angst)
- Welche Regionen sind bei der Entstehung von Emotionen beteiligt? Physiologie der Emotionen: Beteiligung des Autonomen Nervensystems (Vorbereitung auf Notfallsituation: Fight or Flight) und des Zentralen Nervensystems (Beteiligung von Hypothalamus, limbischem System und Cortex)
- Welche drei Emotionstheorien sind bekannt und was unterscheidet sie? James-Lange-Theorie : "Ich habe Angst weil ich zittere" Geist folgt Körper Cannon-Bard-Theorie: Gehirn als Vermittler zwischen Stimulation durch Input und Reaktion als Output Unabhängigkeit von körperlichen und psychischen Reaktionen Richard Lazarus: Emotionstheorie der kognitiven Bewertung physiologische Erregung + kognitive Bewertung -> Emotion