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RS-Lehrgang (Subject) / 2. Wochenende (Lesson)

Nervensystem, Abdominalorgane, Störung vitaler Funktonen ( Bewusstsein, Atmung)

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  • Bestandteile einer Nervenzelle Zellkern Axon Dentriten Synapsen motorische Endplatte
  • Hirnumhüllende Schichten Kopfschwarte (Galea) Schädelknochen (Kalotte) Epiduralraum Dura mater (venöser Blutleiter und Arachnoidalzotte innnerhalb Dura mater) Subduralraum Spinngewebshaut (Arachnoidea) Subarachnoidalraum (Arterie innerhalb Subarachnoidalraum) Pia mater Falx cerebri Großhirnrinde (Cortex) Gehirn
  • Teile des Nervensystems ZNS (zentrales Nervensystem): Gehirnnerven Rückenmark PNS (peripheres Nervensystem) 12 Hirnnerven 31 Spinalnerven periphere Ganglien
  • Merkmale/Aufgaben des Nervensystems Verarbeitung der Informationen aus der Körperperipherie  Steuerung der Reaktionen des Körpers  Wird durch Schädel- und Wirbelknochen geschützt  Umhüllt und geschützt durch Hirnhäute (Meningen) und Liquor
  • Aufgaben des Großhirns Steuert bewusste Vorgänge
  • Aufgaben des Kleinhirns Fein- und Zielmotorik
  • Aufgaben des Stammhirns und des verlängerten Rückenmarks •    Atemregulation (Medulla oblongata) •    Kreislaufregulation
  • Funktion des Liquors Flüssigkeitskissen zum Schutz des ZNS gegen Stoß u. Druck Versorgung der Nerven des Gehirns und des Rückenmarks mit Nährstoffen
  • Arterien zur Blutversorgung des Gehirns Arteria carotis externa Arteria carotis interna Arteria vertebralis
  • Beschreibung des PNS (Peripheres Nervensystem) Aufgabe:  Übermittlung von Informationen zwischen dem ZNS und den peripheren Organen       Hirnnerven: Zum Kopf gehörende periphere Nerven  Spinalnerven: Periphere Nerven, die zwischen den Wirbelknochen austreten
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  • Bestandteile des vegetativen Nervensystems Sympathikus: Stress Anspannung Parasympathikus Verdauung Entspannung
  • Wirkungen des Sympathikus erweiterte Pupillen Zunahme von Pulsrate und Kontraktionskraft Leichte Verengung der Hirngefäße Erweiterung der Muskelgefäße Erweiterung der Bronchien Verminderung der Sekretion (Speichel, Magen-Darm-Trakt) Verminderung von Tonus und Bewegungen
  • Wirkungen des Parasympathikus Steigerung der Tränensekretion Verengung der Pupille Abnahme von Puls und Kontraktionskraft Verengung der Bronchien Steigerung der Sekretion (Speichel, Magen-Darm-Trakt) Steigerung von Tonus und Bewegungen
  • Überträgerstoffe des Sympathikus / Parasympathikus Sympathikus: Adrenalin, Nor-Adrenalin Parasympathikus: Acetylcholin
  • Wirkung des Adrenalin (Rezeptoren) α- Rezeptor: Periphere Vasokonstriktion (im RD wichtigste Wirkung) ß1 – Rezeptoren: Steigerung der Herzfrequenz und Herzkraft ß2 – Rezeptoren: Erweiterung der Bronchien
  • Wirkung des Acetylcholin (Rezeptoren) Parasymphatische Wirkung Antagonistische Wirkung zu Adrenalin
  • Verdauungsweg Mudhöhle / Rachen Ösophagus (Speiseröhre) Magen Dünndarm (Zwölffingerdarm, Leerdarm, Krummdarm) Dickdarm (Blinddarm, Grimmdarm, Mastdarm)
  • Merkmale der Mundhöhle / des Rachens Anfang des Verdauungstraktes mit Schleimhaut ausgekleidet Zerkleinerung der Nahrung Durchmischung mit Speichel
  • Merkmale der Speiseröhre (Ösophagus) muskulös-elastischer Schlauch verbindet Pharynx mit Magen Länge: ca. 22-25 cm verschiedene Muskelschichten für Transport der Nahrung mithilfe der Peristaltik
  • Merkmale des Magens (Gaster) •   Aufgabe: Durchmischung der Nahrung mit Magensaft  •   Ph-Wert des Magensaftes: 1,0    Nach Nahrungskontakt: Ansteigen bis ca. 4,0 möglich  •   Saurer Magensaft: Ideale Bedingungen für die Enzyme; dient der Zerstörung der Bakterien  und somit desinfizierend
  • Merkmale des Dünndarms Beendigung der Verdauung Aufnahme von Spaltprodukten Transport des Verdauungsbrei's (Chymus) Länge: ca 3 Meter Zwölffingerdarm (Duodenum) ca 20-30 cm Leerdam (Jejunum) ca 120 cm Krummdarm (Ileum) ca 150 cm
  • Merkmale des Dickdarms Letzter Teil des Verdauungstraktes ca. 150 cm lang Entzug von Wasser Entzug von Elektrolyten Umwandlung in Kot Speicherung Blinddarm (Caecum) inkl. Wurmfortsatz (Appendix vermiformis) Grimmdarm (Kolon) mit 4 Anteilen (Aufsteigender, Querverlaufender, Absteigender, S-förmiger Grimmdarm) ca 130 cm End- / Mastdarm (Rektum) ca 20 cm
  • Merkmale der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) Lage: mittlerer Oberbauch, hinter dem Magen Produktion von Verdauungsenzymen, Puffersubstanzen Produktion von Insulin, Glucagon endokrine und exokrine Drüse
  • Merkmale der Leber (Hepar) Lage: rechter Oberbauch, unter dem Rippenbogen Entgiftung Speicherung (z.B. Kohlenhydrate, Fette, Vitamine) Stoffwechsel (Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette) Bildung der Gerinnungsfaktoren Produktion des Gallensaftes
  • Merkmale der Gallenblase (Vesica fellae) Lage: eingebettet als Anhangsorgan der Leber im rechten Oberbauch ca. 10 cm lang birnenförmig Eindickung von Gallensaft Speicherung von Gallensaft
  • Merkmale der Milz (Splen) Lage: linker Oberbauch schwamartig oval umgeben von derber Bindegewebskapsel lymphatisches Organ Aussonderung von Erythrozyten Aufbau und Schulung von Lymphozyten Blutspeicher
  • Merkmale der Niere (Ren) Lage: BWK 11 - LWK 3 Filtration (Primärharn ca. 150 l) Resorption (Endharn ca. 1,5 l) Hormonproduktion Regulation Wasser-Elektrolyt-Haushalt Regulation Säure-Basen-Haushalt
  • Merkmale der Nebenniere (Glandula suprarenalis) Lage: auf den Nieren Produktion von Katecholaminen (Adrenalin, Nor-Adrenalin) Produktion von Corticoiden
  • Ableitende Harnwege / Uro-Genitaltrakt •   Die beiden Nierenbecken verjüngen sich jeweils zum Harnleiter  •   Die Harnblase liegt im kleinen Becken hinter dem Schambein  •   Über die Harnröhre findet die Ausscheidung statt (Länge Frau 4cm, Länge Mann 25 cm) •   Reflektorische Blasenentleerung bei einem Füllungsvolumen       von ca. 300 – 400 ml
  • In welchen Bereichen treten Störungen der Atmung auf? •     Ventilation (z.B. Verschüttungsopfer, Ertrinken,        verminderte Sauerstoffkonzentration)  •     Diffusion (z.B. Lungenödem)   •     Perfusion (z.B. Lungenembolie)  •     Zentrales und peripheres Nervensystem        (Verletzungen im Stammhirnbereich, Rückenmark, Nervus phrenicus)
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  • Ursachen für Störungen der Atmung (allgemein) • Störung des Sauerstoffangebots  • Störung der Atemmechanik • Störung der neuromuskulären Regulation  • Störung der Sauerstoffdiffusion
  • Ursachen für Störungen der Atemmechanik Verlegung der oberen Atemwege, z.B. durch Zunge Sekret/Blut/Erbrochenes Stimmritzenkrampf (Laryngospasmus) Glottisödem (Schwellung der Schleimhaut des Kehlkopfes durch Insektenstich, Allergie) Bolus (Fremdkörper) Verlegung der unteren Atemwege, z.B. durch endzündliche Störung (z.B. Bronchitis) allergische Störung (z.B. Asthma) mechanische Störung (z.B. Lungenödem) Verminderung der Dehnbarkeit, z.B. durch Rippenfraktur Pneumothorax Lunkenquetschung Zwerchfellriss Pleuraerguss Emphysem
  • Ursachen für Störungen der neuromuskulären Regulation der Atmung ZNS Schädel-Hirn-Trauma Vergiftung Durchblutungsstörung im Gehirn endzündliche Störung (z.B. Meningitis) tumoröse Störung Stoffwechselstörung (z.B. diabetisches Koma) Rückenmark und Nerven Rückenmarksverletzung (z.B. hoher Querschnitt) endzündliche Störung (z.B. Nervenentzündung) peripherer Nervenschaden (z.B. Verletzung eines Zwerchfellnervs) Muskuläre Störung Vergiftung (z.B. Alkylphosphate) Muskelerkrankung (z.B. Myasthenie, ALS)
  • Gefahren bei Störungen der Atmung Hypoxämie Hypoxie Anaerober Stoffwechsel CO2 wird vermindert abgeatmet Hyperkapnie --> respiratorische Azidose
  • Atemfrequenzen und Atemzugvolumen (Neugeborene / Schulkinder/ Erwachsene) Neugeborene 40/min, 20-40 ml Säuglinge 30/min, 50-100 ml Kleinkinder 25/min, 100-200 ml Schulkinder 20/min, 200-400 ml Jugendliche 15/min, 300-500 ml Erwachsene 12/min, 500-800 ml
  • Symptome einer Atmungsstörung (Atemfrequenz) Bradypnoe Verlangsamte Atmung   Tachypnoe Beschleunigte Atmung   Apnoe Atemstillstand Paradoxe Atmung
  • Atemrhythmen normale Ruheatmung Cheyne-Stokes-Atmung Biot-Atmung Kussmaulatmung
  • Symptome einer Atmungsstörung (ohne Atemfrequenz) Paradoxe Atmung Pneumothorax (einseitiges Atemgeräusch) Veränderte Atemgeräusche (Stridor): Giemen, Rasseln, Brodeln Dyspnoe (Atemnot) Widerstand gegen Hinlegen Einsatz der Atemhilfsmuskulatur Zyanose Angst, Unruhe, Tachykardie (vegetative Symptomatik)
  • Verlegung der Atemwege: Maßnahmen ohne Hilfsmittel •    Esmarch-Griff (Inspektion) •    Manuelles Ausräumen •    Schlag zwischen die Schulterblätter •    Thorax und Abdomen freilegen (Verschüttung)
  • Dyspnoe/Apnoe: Maßnahmen ohne Hilfsmittel Bei Dyspnoe  •    Atemerleichternde Sitzhaltung •    Beengende Kleidung entfernen •    Atemkommandos •    Lippenbremse (z.B. bei Asthmatikern)  Bei Apnoe  •    Beatmung (Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase)
  • Verlegung der Atemwege: Maßnahmen mit Hilfsmittel Freimachen der Atemwege mit Magillzange Absaugen mit Katheter (bei oraler Absaugung Katheter abmessen - Mundwinkel bis Ohrläppchen) Pumpen: manuelle, maschinelle Ausführung, Suction-Booster
  • Merkmale des Guedeltubus Freihalten der Atemwege Aspirationsschutz Abmessung: Vom Mundwinkel bis zum Ohrläppchen
  • Maßnahmen und Hilfsmittel bei Dyspnoe Dyspnoe = Atemnot •    Sauerstoffgabe über Maske (ab 6 l/min) •    Sauerstoffbrille (bis max. 6 l/min)  •    Nasensonde (bis max. 5 l/min) •    Assistierte Beatmung in Rückenlage            (mit Reservoirbeutel, 100% O2, 12-15 l/min)
  • Maßnahmen bei Apnoe: •     kontrollierte Beatmung •     manuell •     maschinell •     in Rückenlage  (mit  Reservoirbeutel, 100 % O2, 12-15 l/min)
  • Algorithmus bei Atemwegsverlegung durch Fremdkörper: Ansprechbarkeit prüfen (Bewusstlos = CPR | Ansprechbar = weiter mit 2.) Schweregrad feststellen (leicht = zum Husten auffordern, überwachen | schwer = weiter mit 3.) 5 Schläge auf Rücken 5 Oberbauchkompressionen (Heimlich-Manöver)
  • Materialien für endotracheale Intubation Endotrachealtubus (Frauen: 7 - 8,5 ID, Männer: 7,5 - 9 ID) Führungsstab Laryngoskop & Spatel  Gleitmittel  Blockerspritze 10ml  Fixiermaterial Magillzange Stethoskop Beißschutz (Güdeltubus)  Absaugeinheit  Beatmungseinheit
  • Komplikationen bei endotrachealer Intubation •   Weichteilverletzungen   •   Aus- oder Abbrechen von Zähnen  •   Stimmritzenkrampf  •   Fehlintubation   •   Reizung des vegetativen Nervensystems (Nervus vagus) mit lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen
  • Notärztliche Maßnahmen bei Atemstörung Endotracheale Intubation Bezogen auf die Art der Atemstörung Gabe von Medikamenten Bei totaler Verlegung der oberen Atemwege Koniotomie (Quicktrach)  Bei Spannungspneumothorax  Thoraxdrainage  PEEP Beatmung = Positive Endexpiratory Pressure (positiver enexspiratorischer Druck) 
  • Bestandteile des Larynxtubus Konnektor (farbkodiert) Blockerleitung Pharynx und Ösophaguscuff ggf. Absaugkanal / Absaugkatheter
  • Vorteile des Larynxtubus •   Ohne weitere Hilfsmittel einsetzbar •   Keine einseitige Fehllage •   Keine Verwechslung der Lumen •   Sehr geringer Übungsbedarf •   Übung in der Klinik möglich  •   Praktisch keine Verletzungsgefahr •   Maschinelle Beatmung möglich  •   Kontinuierliche Thoraxkompression  •   Ohne Beatmungspause möglich