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Mündliche Prüfung KJP (Subject) / Alles (Lesson)
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- Häufigsten psychischen Störungen im Kidnes- und Jugendalter? dissozial-aggressiv Angststörungen depressive Störungen hyperkinetische Störungen JA: Substanzmissbrauch
- Nenne die wichtigsten Forschungsfragen (8) Wirksamkeit im Gegensatz zu Nichtbehandlung? Welche Komponenten tragen bei? Welche Behandlungskomponenten hinzugefügt? Welche Parameter verändern? wie wirkungsvoll im Gegensatz zu Alternativen? welche Merkmale Kind, Eltern, Umwelt beeinflussen (Moderatoren)? Welche Prozesse während Behandlung beeinflussen (Mediatoren)? Ausmaß Generalisierung Behandlungseffekte?
- Wie wird der diagnostische Prozess verstanden? hypothesenprüfendes Verfahren Diagnost. Einordnung des Probelmverhaltens Ätiologie aufrechterhaltender Bedingungen
- Was sind grundlegende Fragen im diagnostischen Prozedere? hat das Kind eine psych. Störung? welche Diagnose ggf? welche intrapsychischen, familiären, soziokulturellen, biolog Faktoren an Entstehung beteiligt? welche Faktoren halten aufrecht? Kompetenzen? wie Prognose ohne Intervention? Ist Intervention notwendig? welche am effektivsten?
- Wie hoch ist die Cross-Informant-Korrelation? relativ niedrig Gründe: untersch. Informationszugang untersch. Wahrnehmung und Bewertung Situationsspezifität des Verhaltens deshalb mehrere Informanten notwendig!
- Welche strukturierten Interviews gibt es im deutschsprachigen Raum? Kinder-DIPS (Feindifferenzierung der Störung und Therapieplanung) MEI (Primärversorgung (Kinderarzt), kinderpsychiatrischen Risikostichproben: SPZ, Beratungsstellen)
- Warum ist es sinnvoll Leistungstests zu machen? VH-Auffälligkeiten zum Teil durch Unter- oder Überforderung erklärbar bei Fehleinschätzung würde reine Behandlung von Aufälligkeiten des Verhaltens nicht erfolgreich sein
- Was versteht man unter säkulären Trends? Vergleich 60er/70er Jahre Leistungen im abstrakt-logischen Denken steigen kontinuierlich Fertigkeiten im Rechtschreiben, Rechnen und Konzentration sinken daher Testnormen nicht über 10 Jahre
- Was muss bei Diagnostik von Leistungsdefiziten beachtet werden? Kind möglichst weit oben im Altersspektrum Normstichprobe ausreichend groß (40-80 zu klein) Aktuelle Normierung
- Säuglings- und Kleinkindaltertests Bayley Scales of Infant Development II Griffith Entwicklungsskalen Münchener Funktionelle Entwicklungsdiagnostik (vorzuziehen wegen dt. Normierung)
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- Leistungsdiagnostik im Kleinkind/Vorschulalter K-ABC- 3 Auswertungsmöglichkeiten - CAC - neu, Dual, kristallin, fluid,- Luria - Migrationshintergrund, Sprachschwierigkeiten, schwach gefördert, Autismus, expressiv, rezeptiv - Sprachfrei-Index - Hörbehinderung, Sprachbehinderung- ab 3-18 Jahre- sequentiell, Planung, Lernen, Simultan, Wissen BUEVA PET Psycholinguistischer Entwicklungstest MOT 4-6 Motoriktest
- Leistungsdiagnostik im Grundschulalter Wisc K-ABC CFT-1 CPM Lesestörung: Züricher Lesetests Rechtschreibstörung: TGR 1/2, HSP Rechenstörung: schwierig, WISC und K-ABC nur Annäherungswerte, ZAREKI, DEMAT, OTZ
- Was verstehen Sie unter eindimensionalen Verfahren? Störungsspezifische Fragbögen DISYPS-KJ - depressive, SSV, Angst, tiefgreifend, hyperkinetische - Informationssammlung zur Diagnosestellung nach ICD - Therapieverlaufskontrolle Conners Skalen - hyperkinetisch - häufige Wiederholungsmessungen im Verlauf- erster Eindruck in Diagnostik von versch. Beurteilern - klin. bed. Summenwert 15-20, cut off im oberen Bereich DIKJ - 8-17 (8jährige aber deutlich überfordert laut Mannheimer Risikokinderstudie) - keine Unterscheidung zwischen Kardinal- und akzessorischen Symptomen DTK- 9-14- dysphorisch, agitierteres Verhalten, Müdigkeit/autonome Reaktionen PHOKI, SPAIK EAT, EDI, ANIS - Essstörungen
- Nennen Sie mehrdimensionale Verfahren VBV (Verhaltensfragebogen), BCL (Behavior Checklist, 2-4) - Kindergartenalter CBCL (Empfehlung ab Grundschulalter), TRF, YSR MEF (Mannheimer Elternfragebogen)
- Auf welcher grundlegenden Hypothese arbeiten projektive Tests? Testperson hat eigene Vorstellungen, Wünsche, Bedürfnisse bringt sie ein bei Deutung von wenig strukturiertem Material nur in Verbindung mit Ergebnissen von anderen Informationsquellen interpretierbar
- Warum ist ein auffälliger Wert im DIKJ nicht zwingend äquivalent mit depressiver Episode? faktorielle Struktur nicht konsistent keine Unterscheidung zwischen Kardinal- und akzessorischen (B-Kriterien, somatisch) Symptomen daher möglich, dass Kinder ohne Interessensverlust und depressive Verstimmung auffälligen Wert erreichen
- Nenne grundlegende Bestandteile der LRS-Diagnostik Medizinische und psychologische Diagnostik medizinisch: EEG, neurolog. Untersuchungen, Hör- und standardisierte Lese- und Rechtschreibtests Intelligenztest (möglichst mind. in Teilen sprachfrei) Verhaltens- und Emotionsuntersuchung
- Nennen Sie häufige komorbide Störungen bei LRS Emotional 50% Hyperkinetisch 15% Depressiv 12% Anpassungsstörung 10% SSV 8%
- Was kann man zur Ätiologie von LRS sagen? Mehr-Ebenen-Ursachen-Modell familiäre Häufung sechs chromosomale Regionen, steuern neurophysiologische und -psychologische Funktionen, die bei Störung zB. Einfluss auf Sprachverarbeitung, Schriftspracherwerb haben kogn. Funktionen: Phonologie-Defizit-Hypothese (Einzelkarte) visuelle (geringer) und auditive Wahrnehmungsdefizite entscheidender Einfluss durch- Ausbildungsniveau Eltern- LRS bei Eltern- Unterstützung bei Hausaufgaben- emotionale Unterstützung
- Was besagt die Phonologie-Defizit-Hypothese (LRS)? Störung der Fähigkeit, Lautsegmente zu unterscheiden, speichern, abzurufen Regionen im linken Großhirn, temporoparietaler Bereich aktiv bei Wahrnehmung und Unterscheidung Sprachreizen, bei LRS-Störungen geringer gemessena m Ende der KiGa-Zeit kann gute Vorhersage für Erfolg Ende 2. Klasse getroffen werden Frühförderung positiv
- Beschreiben Sie den typischen Verlauf einer LRS Oft chronisch oft psychiatrische Erkrankungen komorbid, nachhaltige psychosoziale Beeinflussung Einfluss auch protektive Faktoren (Elternhaus, hohes kog. Niveau, fördernde Umgebung) meist Folgen: deutlich geringeres Berufsausbildungsniveau weniger anerkannte akademische Berufe (obwohl kogn. Fähigkeit i.d.R. gut!) erhöhte Arbeitslosenrate Trotz Förderung nur geringe Verbesserungen, bzw. widersprüchliche Ergebnisse aber durch falsche oder schlechte Förderung Verschlechterung!
- Erläutern Sie die versch. Entwicklungsstufen (nach Frith) in Bezug auf Schriftspracherwerb und die Einordnung von symtomspezifischen Trainings zu LRS logographische Entwicklungsstufe- vorschulisch, Logogramm als Zeichen für ein Wort, Erkennen von Merkmalen einzelner Worte alphabetische (phonologische) Entwicklungsstufe- 1.-2. Grundschulklasse, Buchstaben-Laut-Zuordnung orthographische Entwicklungsstufe - Regelmäßigkeiten von Buchstabenfolgen, Morphemen, Strukturen der Schriftsprache- einzelne Wörter als Ganzes lesen können
- Welche Förderkonzepte gibt es bei der LRS? Training von basalen Wahrnehmungsfunktionen- Ansatz auf schriftsprachferner Ebene, sehr hohe Kosten z.T.- Ordnungsschwellen-Training (Intervall zwischen 2 Reizen um diese getrennt wahrzunehmen)- Verbesserung der Steuerung der Blickbewegung symptomspezifische Förderprogramme- schriftsprachnah - Verbesserung Lautbewusstheit- Rechtschreibregeltrainings
- Was kennzeichnen umschriebene Entwicklungsstörungen? Leistungsdefizite in begrenzten Funktionsbereichen Sprache, Sprechen, Motorik, spez. Formen Lese-, Rechtschreib-, Rechenschwäche hohe Bedeutung Schulleistungsprobleme, oft sekundär psychische Störungen
- Welche 2 Annahmen liegen Konzept der umschriebenen EW-Störungen zugrunde? Normalitätsannahme- normale Intelligenz- keine Sinnesschädigung oder umschriebene neurologische Störung- emotionale Probleme nur Folge- angemessene Förderung der Kinder Diskrepanzannahme- bedeutende Differenz zwischen allg. Leistungsniveau und spez. Teilleistungen
- Übergeordnetes Ziel der VT Verbesserung von Selbstkontrolle, Eigenständigkeit/-Steuerung, Selbstwirksamkeit, Selbsmanagement
- Erläutern Sie das Störungsmodell der VT Probleme nicht Symptome einer zugrundeliegenden Erkrankung eher Diskrepanz zwischen IST und SOLL -Zustand ausgelöst und aufrechterhalten durch best. Bedingungen Verhalten erlern-, und dadurch auch wieder verlernbar Ansatz daher an prädisponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen nicht Persönlichkeit soll modifiziert werden, sondern VH-WEisen einschl. körperl., kogn, emot. Reaktionen aufgebaut, reduziert oder modifiziert werden
- Wie ist das Vorgehen der VT? störungsspezifisch, individuenzentriert problemorientiert zielorientiert ressourcenorientiert handlungsorientiert nicht auf therap. Setting begrenzt Arbeitsbündnis minimal notwenige Intervention
- Was sind angewandte Lernprinzipien in der VT? KK OK Diskriminationslernen (Reizdiskrimination, Reizkontrolle, Wahrnehmungstraining, Problemlöse-, VHtraining) Modelllernen Sozial-kognitives Lernen und kognitive Umstrukturierung (Selbstkontrolle, -Beobachtung, Bewertung, -Verstärkung, Gedankenstopp, Selbstinstruktion, -verbalisation, Reattribuierung) Selbstwirksamkeit und Kontrollerfahrungen, Aufbau von - Ergebniserwartung- Wirksamkeits- und Kontrollerwartung- Herstellen von Kontingenz
- Was ist der Trait-Ansatz? Traits = Persönlichkeitseigenschaften, best. unser Verhalten, Motive, Triebe, Bedürfnisse (zB Big 5) stabil, zeitüberdauernd, situationsübergreifend situative Bezüge weitgehend vernachlässigt klassische Diagnostik (zB FPI, PFK 9-14) Verhaltensdiagnostik dagegen Verpflichtung dem Situationismus und Interaktionismus einzelne Merkmale nicht Ausdruck allgemeiner Persönlichkeitscharakteristika
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- Worauf muss man bei der Zielformulierung achten? "Wohlgestaltete Ziele" nach Kabon und Willuttzki positiv selbst initiierbar und kontrollierbar sinnespezifisch konkret Wichtig realistisch/erreichbar ökonomisch passend akzeptabel kurzfristig Erspürbar (VAKOG)
- Wobei kann eine Ziel-Werte-Klärung helfen? Aufmerksamkeit auf zielrelevante Inhalte beenden von Perspektivlosigkeit Motivation Häufigkeit zielführender Handlungen erhöhen Erleichterung Verhaltensanalyse und Therapieplanung konkretes Bild von möglichen Zielen Aufdecken von Zusammenhängen zwischen Problemverhalten und Zielaspekten Auseinandersetzung mit Motivation und Hintergründen des Patienten
- Welche Kodiersysteme gibt es in der systematischen Verhaltensbeobachtung? Zeichensysteme - ausschließlich Verhalten das vorher festgelegt wurde Kategoriensysteme - ganzer Ablauf, Einordnung in einzelne Kategorien Ratingverfahren - Ausprägungsgrad des Verhaltens
- Welche Methoden gibt es in der systematischen Verhaltensbeobachtung? Häufigkeitsaufzeichung - Verhaltenstagebuch, isolierte Ereignisse protokollieren Zeit-Teil-Methode/Time-sampling - Auftreten in oder nach einem best. Intervall Ereignis-Teil-Methode/Event-sampling - Dauer und Anzahl im natürlichen Verlauf
- KK - Begriffe und wichtige Faktoren Assoziationslernen Stimulussubstitution Kontiguitätsprinzip Wirksamkeit abhängig von - Prepardness- Kontextbedingungen- latente Hemmung (neuer Reiz eher zum CS, als einer der vor Kopplung bereits mehrfach dargeboten wurde)
- Welches Prinzip steht hinter dem OK? hedonistisches Prinzip, Trial an Error, law of effect
- Was sagt Akquisitionsrate aus? Wie schnell ein Verhalten gelernt wird
- 6 Ziele von Hausaufgabenstellung Sammlung detailierter Informationen Überblick Problemäußerung, eig. Verhalten, Erleben zu Hause üben, spart Zeit und Kosten Transfer Generalisierung, neue Erfahrungen und Einsichten Selbstmanagement Lösungsfokussierung
- Was sind Regeln? nicht immer bewusste, aus dem HIntergrund strukturierende, überdauernde Richtlinien und Verarbeitungsmuster wie Ereignisse interpretiert und welche Handlungen wann angesagt (NICHT Gedanken, Bewertungen, Attributionen!) wenn..., dann....
- Was sind Pläne? nicht immer bewusste, überdauernde Motivationen, machen aus, welche Art Verstärker gesucht wird, was wir vermeiden prägen Handeln als Ziel/Ideal formuliert
- Bedingungsanalyse nach Bartling S - Situation WP - Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsprozesse IV - Innere Verarbeitung V - Handeln, Verhalten, Erleben K - Konsequenzen
- Effekte und Bedingungen/Phasen von Modelllernen / soziales Lernen drei Effekte:1. Beobachtungslerneffekt2. Hemmend und enthemmend3. ReaktionserleichterungseffektDrei Phasen:1. Akquisitionsphase/Aneigungsphase - Aufmerksamkeit - Behaltensfähigkeit2. Performanz/Ausführungsphase - symbolische Codierung (Ermöglicht Transfer und Generalisierung) - Reproduktionsfähigkeit3. Verstärkungsphase - Motivation - Einfluss äußeren Ansporns (External incentivce)
- Welche Techniken basieren auf KK? Konfrontationsverfahren, Exposition mit Reaktionsverhinderung, Aversionstherapie, Gegenkonditionierung
- Wie nennt man das Maß der Angsthierarchie? SUD - subject unit of disturbance
- Haltung des Therapeuten nach Kanfer - 6 Schritte think behavior solution positive small steps flexible future
- Nennen Sie die Angststörungen, die im KiJuAlter unterschieden werden F93.0 Emotionale Störung des KA mit Trennungsangst F93.1 phobische Störung des KA F93.2 Störung mit sozialer Ängstlichkeit des KA F93.8 generalisierte Angststörung des KA
- Welche Techniken zur Selbstkontrolle gibt es und wo eingesetzt? Techniken: Selbstbeobachtung, -aufzeichungen -Bewertung -Verstärkung, -Bestrafung Stimuluskontrolle Contract management Anwendung: Verhaltensmuster mit konflikthaften Kontingenzen, dh kurzfristig positiv, langfristig negative Konsequenzen zur Rückfallprophylaxe Ziel Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens verändern
- Welche zwei Konflikte und welche zwei zu trennenden Bereiche gibt es bei der Selbstkontrolle? Widerstehen einer Versuchung (obwohl kurzfristig positiv) heldenhaftes Verhalten (tun obwohl kurzfristig negativ) zu trennende Bereiche:1. SB als Ziel2. SB als Ansammlung von therap. Methoden (Klassifizierung: Stimuluskontrolle, Konsequenzkontrolle)
- Welche drei Stufen unterscheidet man bei der Selbstregulation (nach Kanfer)? IST - Selbstbeobachtung SOLL - Selbstbewertung IST/SOLL - Selbstverstärkung
- Was sind die wichtigsten Elemente des SKT? Oberbegriff für Konzepte wie Selbstbehauptung, Selbstsicherheit, soziale Fertigkeiten (Hemmung Angst durch selbstsicheres Auftreten) Voraussetzung Bereitschaft Auseinandersetzung Schwerpunkte - Meinung, Bedürfnisse, neg. oder pos. Gefühle äußern- soziale Kontakte aufbauen und aufrechterhalten- Gespräche beginnen, führen, beenden- Forderungen stellen / Zurückweisen unberechtigter Forderungen (Nein sagen)- Auseinandersetzung mit öffentlicher Beachtung Hirsch und Pfingsten (GSK) - RSB Methoden- Rollenspiele- Real-Expositionen- kogn. Techniken