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Gesundheitspsychologie (Subject) / Alles (Lesson)
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- Nennen sie die peripher-physiologischen Effekte von Tabakkonsum Symphatomimetische Aktivierung Adrenalinausschüttung Vasokonstriktion (Gefäßverengung) Herzraten- und Blutdruckanstieg verminderte Sauerstoffsättigung (rauch) gesteigerte Magensäuresekretion
- Nennen Sie die Vor- und Nachteile des HBM Vorteile:- Einfluss rationaler Entscheidungen und subjektiver Erwartungen auf Verhalten- Verhalten keine direkte Reaktion mehr- Erweiterung: Einfluss demografischer und PErsönlichkeitsfaktorenNachteile:- wenig prädiktiv- statisch- von Rationalität ausgehend- VErnachlässigung der SWE- Vernachlässigung von Vorerfahrungen- Vernachlässigung des Einflusses von Barrieren und Ressourcen
- Klassifizieren Sie STD Klassifikation nach Erregerart: o Viral: Hepatitis B, Herpes Simplex, HPV und HIV o Bakteriell: Gonorrhoe, Syphillis und Chlamydien o Parasitär: Pthirus pubis (Filzlaus) o Pilzinfektionen
- Stellen Sie 3 Studien zur Effektivität von Patientenschulungen und deren Ansatz, Aussagen und Kritiken am Beispiel Diabetes Typ 2 gegenüber Längsschnitt-Untersuchung zum Schulungsprogramm MEDIAS2 ("mehr Diabetes Selbstmanagement für Typ2) - Ansatz: Schulung vs. Insulin- Aufbau: 3 Gruppen: alte Wissensvermittlung (Ziffer 15), MEDIAS2 Einzeln und MEDIAS2 Gruppenkurse, sowie drei Zeitpunkte (Beginn, nach 3 Wochen (Ende) und nach 12 Wochen)- Ergebnis: MEDIAS2 in beiden Fällen effektiver als Ziffer15 (hbA1C-Wert unter 7,5, bei letzterem über 7,5), zudem ist der Reboud-Effekt geringer- Ökonomischer Aspekt: Insulintherapie in Vergleich zu Alternativen über 600 Euro teurer KODIM2-Studie: "Kosten der Diabetes Mellitus 2" - Mehrausgaben von VErsicherungen zzgl. indirekter Kosten (Verdienstausfall und Frühberentung) über 3500 Euro Studie zur Primärprävention: Diabetes Prevention Program - Ansatz: Vergleich medikamentöser und Lifestyle-Verhaltensprävention ("proof of concept: maximale Intervention)- 3 Gruppen: - Risikopatienten (ohne Diabetes, aber gestörtem Glucosestoffwechsel) - Medikamentengruppe (Metformin - senkt Blutzuckerspiegel) - Lifestyle-Interventionsgruppe (individuelle Schulung, Selbstmanagement und fest definierte Ziele Gewichtsreduktion und Aufbau körperlicher Aktivität)- Zeitraum: 2,8 Jahre- Stichprobe: 200 PatientenErgebnis: DPP senkt am meisten den Blutzucker ähnlich wie metformin, den Anteil gykosylierter Bluttkörperchen sogar noch deutlich mehr als dieses, 58% Wirksamkeit- Langzeitprävention: Werte erst nach 4 Jahren wieder auf Ausgangsniveau
- Stellen die die Konzepte Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin gegenüber Verhaltensmedizin: VM ist als interdisziplinärer Bereich von Verhaltenspsychologie und Biomedizin angesiedelt und bedient sich lerntheoretischer Modelle und Techniken. Die Ziele sind die Prävention, Diagnose, Behandlung und Rehabilitation bei gesundheitlichen Einschränkungen. Beispiele sind die Nutzung von virtueller Belohnungswährung (Token) oder der Glucoboy, der das Gameboyspielen nur bei guten Werten erlaubt (operante Konditionierung)MERKE:INTERDISZIPLINÄRLERNTHEORIEPRÄVENTION BIS REHABILITATIONTOKEN UND BIOFEEDBACKGesundheitspsychologie: Im Gegensatz dazu entstammt die Gesundheitspsychologie Teilbereichen der Psychologie, vor allem der Sozial- und allgemeinen Psychologie. Die Ziele decken sich mit der Prävention von gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen und der Modifikation dieser, tendieren dann aber eher zum fördern von selbstbestimmten Handlungen und einem Bewusstsein über Gesundheitsverhalten. Das Ziel geht über die Behandlung von Krankheiten hinaus und erstreckt sich über alle Bereiche (z.B.) Politik, in denen ein Gesundheitsbewusstsein wichtig ist.MERKE:PSYCHOLOGIEPRÄVENTION, GESUNDHEITSBEWUSSTSEIN UND AUTONOMIEALLGEMEINER: ERWEITERTE ZIELGRUPPE
- Benennen sie die Hill-Kriterien für Kausalität und erläutern Sie diese kurz Hill-Kriterien: Effektstärke: je stärker ein Effekt, desto eher gibt es einen ZusammenhangKonsistenz: je mehr verschiedene Untersuchungsansätze den Effekt bestätigen, desto eher ist dieser konsistent vorhandenSpezifität: je spezifischer die Untersuchungsbereiche oder Variablendefinitionen, desto genauer lässt sich ein Effekt oder Zusammenhang definierenZeitliche Beziehung: Ein zeitlicher Unterschied zwischen untersuchten Merkmalen ist wesentlich für eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung eines EffektsBiologischer Gradient: Biologische Bedingungen von Untersuchungsvariablen sollten sich eindeutig unterscheiden (z.B. Exposition eines Risikofaktors), um einen Zusammenhang dieser mit einem Effekt annehmen zu könnenPlausibilität: die Erklärungmodelle von Effekten sollten logisch Sinn ergebenKohärenz: Ein Effekt ist nur plausibel, wenn das Untersuchungskonzept zu Realität passt und sich Daten aus Untersuchungssettings mit realen Umständen, Beobachtungen oder epidemiologischen Daten decken (vgl. Konstruktvalidität)Experimentelle Bestätigung: ein Effekt wird valider, wenn sich dieser in experimentell bestätigen lässt bzw. durch viele weitere Experimente aufzeigen lässtAnalogie: Führen ähnliche Variablen (Risikofaktoren, Wirkstoffe) zu ähnlichen Effekten, weist auch das auf einen Zusammenhang hin
- Was sind Kohortenstudien? Kohortenstudien: bezeichnet epidemiologische Studien, die den Zusammenhang zwischen einem Merkmal (z.B. Erkrankung oder Verhalten) und verschiedener Bedingungen (z.B. Risikoexposition), unter denen verschiedene Personengruppen (Kohorten) gleichzeitig stehen (z.B. bestimmte biografische Bedingungen). Wesentlich ist dabei, dass Merkmale dieser Kohorten und auch die Bedingungen über längere Zeiträume hinweg (quasi-experimentelles Längsschnittdesign) beobachtet und untersucht werdenMERKE:EPIDEMIOLOGISCHRISIKOEXPOSITIONGLEICHZEITIGLÄNGSSCHNITTQUASIEXPERIMENTELL
- PROTF: 3 wesentliche protektive Faktoren - Persönlichkeitsfaktoren, Prozessmerkmale und interpersonelle Faktoren
- PROTF: 3 psychologische Bereiche o Persönlichkeitstheoretische Konzepte: § Selbstwirksamkeitserwartung, Kontrollüberzeugung und persönliche Ziele o Gesundheitspsychologische Konzepte: § Kohärenzsinn und Hardiness o Konzepte der positiven Psychologie: § Hoffnung, positive Affektivität und Optimismus
- PROTF: Selbstwirksamkeitserwartung: 3 Haupteigenschaften § Schwierigkeitsgrad: Stärke der Herausforderung („schaffbar oder zu schwer?“) § Allgemeinheitsgrad: Abstraktionsniveau der Erwartung („Fähigkeit nur spezifisch oder immer vorhanden?“) § Gewissheit („wie sicher ist meine Einschätzung?“)
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- PROTF: Gross-Modell der Prozessmerkmale Emotionale Cues >Emotionale Reaktionstendenzen mit VERHALTEN ERFAHRUNG PHYSIOLOGISCHE REAKTIONEN >Emotionales Verhalten
- PROTF: Gliederung interpersoneller Faktoren in zwei Bereiche o Quantitativ: soziale Integration o Qualitativ: soziale Unterstützung
- PROTF: Kriterien der Netzwerkanalyse bei quantitativen interpersonellen Faktoren 1. Größe/ Spanne: Anzahl der Interaktionspartner 2. Dichte: Ausmaß der Verbindung der Mitglieder 3. Verpflichtetheit: Maß für die Intensität der Bindung (z.B. hoch bei Verwandtschaft und niedriger bei beruflicher Verbindung) 4. Homogenität: Ähnlichkeit der Interaktionspartner
- PROTF: 3 gebräuchliche Formen für qualitative interpersonelle protektive faktoren § Emotional: Trost, Bewertungshilfe § Instrumentell: Aufgabenunterstützung und Alltagsunterstützung § Informationell: Hilfe durch Wissenstransfer, z.B. Ratschläge MERKE:EMO - INF - INST
- EINF: Prägnante Definition: Was ist GEsundheitspsychologie? - Fokus auf biopsychologische Aspekte und Verhaltensperspektive - Definition als die Wissenschaft von Erleben und Verhalten bzgl. Gesundheit und Krankheit - Wechselwirkung Verhaltens-, psychischer und sozialer Aspekte mit Krankheit oder Behinderung im Mittelpunkt MERKE:WECHSELWIRKUNG VER PSY SOZ GES KRA
- MI: Ursprung, Methode und Ziel, Anwendbarkeit und Präventionsbereich Ursprung: Suchttherapie und ForschungMEthode: Empowerment, direktivZiel: VErhaltensänderungAnwendbarkeit: überallPräventionsbereich: primär und sekundär
- MI: change talk change talk: Ziel, dass Klient die Dissonanzen selbst erkennt, kontext verstärkt auf veränderung, audgreifen und gedanken fördern
- MI: Rubikonmodell 4 Phasen motivational/ prädezisionalintentionalRubikon/ initiotionpräaktionalaktionalMERKE:PRÄDEINIPRÄAKTAKT
- MI: Selbstregulation: wesentlicher aspekt und TOTE-Modell Wesentlicher Aspekt: Rücküberprüfung des Ist-Zustandes (Feedback)TOTE: test operate test exit
- MI: Selbstmanagementmodell nach Kanfer: Feedback: REAKTIONEN und KONSEQUENZEN werden reguliertFeed-Forward: Wahrnehmung des STIMULUS wird zurück auf Verarbeitung
- MI: FRAMES.Methode o Feedback: Rückmeldung geben o Responsability: Verantwortungsbewusstsein stärken o Advice: Rat anbieten o Menu: Möglichkeiten aufzeigen o Empathy: Empathie gegenüberbringen o Self-efficacy: Selbstwirksamkeitserwartung (Selbstvertrauen) stärken
- EDUK: Ziel: o Ziel: Mitarbeit Betroffener bei der Behandlung und Fähigkeit zum selbstverantwortlichen Umgang mit Probleme/ Erkrankungen verbessern
- EDUK: Psychoedukation Definition, früher und heute früher: fokus auf wissensvermittlung: systematische erklärung und verhaltensinterventionheute: fokus auf intervention: • Therapeutische Intervention zum Verständnis von Krankheit und zur Förderung des selbstverantwortlichen Umgangs mit Krankheit und MERKE:VERSTÄNDNISSELBSTVERANTWORTUNG
- EDUK: Gruppenmoderation in 4 Phasen o Forming (Gründung): Kennenlernen und Abgrenzen o Storming (Streitphase): Auseinandersetzung mit Selbstvertretung o Norming (Vertragsphase): Einigung mit Entscheidung zur Zurücknahme o Performing (Arbeitsphase): Zusammenarbeit und Bewährung MERKE:STORM
- EDUK: 5 evaluationsmethoden bei patientenschulungen RCTsPRO'sintention-to-threatdrop-outnon-responder
- EDUK: 3 essentielle bestandteile von patientenedukationsprogrammen o Manual und Curriculum: Leitlinienund Hilfestellung für Interventionsleiter (Kursleiter) o Patientenmaterialien o „Train-the-thainer“-Konzepte
- EVAÖKO: 5 Evidenzklassen von Programmevaluationen o EK1: stärkste Aussagekraft durch hochwertige prospektive randomisiert-kontrollierter Studien (1b) oder sogar Metaanalysen dieser (1a) o EK2: starke Aussage Kraft durch kontrollierte (2a) oder andere hochwertige Studien (z.B. Kohortenstudien im Querschnitt) (2b) o EK3: unkontrollierte Studien o EK4: Expertenmeinung o EK5: Fallserie (Beobachtung)
- EVAÖKO: 2 standardisierungsverfahren für evaluationen consort: analysen (Flussdiagramm)Prisma: metaanalysen
- EVAÖKO: 3 hierarchisch gegliederte institutionen für ökon. evaluation BMGGBAIQWIG
- EVAÖKO: 3 hauptprobleme bei Beurteilungen von Maßnahmen keine längere beobachtungkein fokus auf patienten mit schelchtem verlaufinteressenkonflikte
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- EVAÖKO: System der Nutzenbewertung von Maßnahmen VErgleich der Outcomes (Nutzen) von A und BVergleich der Kosten von A und B
- EVAÖKO: 4 kostenarten von maßnahmen o Direkte medizinische Kosten, z.B. Personal und Geräte o Direkte nicht-medizinische Kosten, z.B. Transport o Indirekte Kosten, z.B. durch Arbeitsunfähigkeit (fehlender Umsatz) o Intangible Kosten, z.B. Auswirkungen verminderter Lebenszufriedenheit (schwer zu berechnen)
- EVAÖKO: intangible kosten nicht messbare Kosten ohne direkten Marktwert
- EVAÖKO: 4 ökonomische analysemodelle o Kosten-Minimierungsanalyse (cost-minimization): Fokus auf Kostensenkung o Kosten-nutzen-Analyse (cost-benefit): Verhältnisanalyse von Kosten zu Nutzen o Kosten-Wirksamkeitsanalyse (cost-effectiveness): Vergleich der Kosten mit der reinen Wirksamkeit o Kosten-Nutzwert-Analyse (cost-utility): beinhaltet intangible Kosten und den Versuch, diese zu monetarisieren)
- RISK: 3 verschiedene erfassungsmethoden subjektiver risikoeinschätzung o Comparative risk judgments : bei sich und anderen (direkt oder inridekt (nacheinander))o Absolute risk judgment : skalao Risk stereotype assessment: HochrisikostereotypeMERKE:COM - ABS - STE
- RISK: implicit causal theory zur erklärung von risikoverhalten Krankheitstereotp vs. situationsabhängigverhaltensabhängig oder unabhängigverhaltensmerkmaleVErhalten
- STD: HPV: Prävalenz, symptome und infektiösität o verantwortlich für Feigwarzen und Gebärmutterhalskrebs o Krebsrisikoerhöhung verschiedener HPV-Typen: Varianten „16“ und „18“ erhöhen das Ausgangsrisiko für Gebärmutterhalskrebs um das 3-400-fache o Ansteckung: sehr infektiös (infektiöser als HIV, da Schleimhautkontakt ausreicht) und häufig unbemerkte Übertragung durch symptomfreie Virusträger § Geschätzte Prävalenz: 25%
- STD: Risikogruppe, 4 hauptstadien und Behandlung Risikogruppe: MSMStadien: § „Harter Schanker“ (Ulcus/ Geschwür) § Ganzkörperausschlag § Befall der inneren Organe und Gefäße § Befall des Nervensystems mit fortschreitender Demenz (teilweise Latenz von 15-20 Jahren) BEhandlung: antibiotika
- STD: 3 HIV stadien nach CDC o A-Stadium: symptomfrei § Objektives Maß: mehr als 500 T-Lymphozyten pro Mikroliter Blut o B-Stadium: mäßig symptomatisch (keine AIDS-spezifische opportunistische Erkrankung) § Objektives Maß: zwischen 200 und 499 T-Lymphozyten pro Mikroliter Blut o C-Stadium: schwer symptomatisch mit AIDS-spezifischer opportunistischer Erkrankung § Objektives Maß: unter 200 T-Lymphozyten pro Mikroliter Blut