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Gesundheitspsychologie (Subject) / Alles (Lesson)

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  • Stress: 3 Burn-Out-Symptome nach Maslach ·       Emotionale Erschöpfung ·       Derealisation und Depersonalisation ·       Reduzierte Leistungsfähigkeit
  • STRE: 8 Faktoren für individuelle Stresswahrnehmung §  Ängstlichkeit (vgl. Neurotizismus als Persönlichkeitseigenschaft) als Risikofaktor §  Locus of Control: Kontrollerleben, Kontrolle der Umwelt zuschreiben als Risikofaktor, sich selbst zuschrieben als Resilienzfaktor §  Attributionsstile: Schuldzuweisung zu sich selbst als Risikofaktor §  Selbstwirksamkeit: hohes Selbstvertrauen als Resilienzfaktor §  Selbstwert: niedriger Selbstwert als Risikofaktor §  Hardiness: Widerstandsfähigkeit/ Robusheit als Resilienzfaktor §  Kohärenzsinn: überdauerndes Vertrauensgefühl als Resilienzfaktor, entscheidend für Einschätzung und Bewertung ·       Kohärenzsinn konkret (Antonovsky): o   Verständlichkeit: Annahme der Vorhersagbarkeit und Erklärbarkeit innerer und äußerer Umweltreize o   Machbarkeit: Annahme von ausreichender Bewältigungsfähigkeit für alle Anforderungen o   Bedeutsamkeit: Annahme des Nutzens von Anforderungen als lohnende Herausforderungen, die Engagement wert sind ·       Hardiness konkret (Kobasa): wesentlich sind o   Engagement o   Erleben der eigenen Kontrolle o   Erleben des Stressors als Herausforderung §  Intelligenz: eher Resilienzfaktor als Risikofaktor
  • Stress: Kohärenzsinn nach Antonowsky (3 Faktoren) überdauerndes Vertrauensgefühl o   Verständlichkeit: Annahme der Vorhersagbarkeit und Erklärbarkeit innerer und äußerer Umweltreize o   Machbarkeit: Annahme von ausreichender Bewältigungsfähigkeit für alle Anforderungen o   Bedeutsamkeit: Annahme des Nutzens von Anforderungen als lohnende Herausforderungen, die Engagement wert sind rtrauensgefühl
  • Stress: Hardiness nach Kobasa o   Engagement o   Erleben der eigenen Kontrolle o   Erleben des Stressors als Herausforderung
  • Stress: 2 Stereotypen mit hohem Stressrisiko ·       Unsicherer Typ: neurotisch, introvertiert und nachlässig ·       Impulsiver Typ: neurotisch, extravertiert und nachlässig
  • Stress: 3 Wirkmodelle des Stresses §  Direkte Effekte: Stressoren, negative Affekte und Coping bedingen unabhängig voneinander die Beschwerden und Konsequenzen §  Wesentliche Unterscheidung zwischen: ·       Moderation: Verarbeitung vor dem Auftreten von Beschwerden o   Kausalrichtung beginnt mit den Stressoren, welche unter Einfluss von Coping und Affekten direkt zu den Konsequenzen führen §  Überprüft z.B. den Einfluss der Interaktion zwischen Coping Stressor auf das Outcome (Puffereffekte) ·       Mediation: Verarbeitung parallel und in Wechselwirkung mit den Beschwerden o   Kausalrichtung beginnt mit den Stressoren, welche sowohl direkt, als auch über Coping und Affekte indirekt zu Konsequenzen führen §  Überprüft z.B. Unterschiede zwischen dem gemeinsamen Einfluss des Stressors und der Affekte auf das Outcome, sowie dem unabhängigen Einfluss des Stressors und der Affekte auf das Outcome mit einer hierarchischen Regression
  • Stress: Gen für erhöhte Stressvulnerabilität  5HTTLPR-Gen
  • Stress: Typ-A-Verhalten (Friedman): 5 Faktoren, Ursprung, Alterseffekt und Kritik §  Konzept aus der Kardiologie mit Prädiktorfunktion für koronare Herzerkrankungen Kritik: keine eindeutige Diagnostik und nur moderate Effektstärken ·       Übersteigerter Leistungsehrgeiz ·       Zeitnot ·       Anger out (Ärger Ausdruck verleihen und nach außen transportieren) ·       Konkurrenzdenken ·       Feindseligkeit • Im hohen Alter geringeres Risiko
  • STRE: 6 physiologische Auswirkungen der Überaktiven HPA-Achse ·       Dauerhaft erhöhte Cortisol- und Noradrenalinlevel ·       Gesteigerte kardiovaskuläre Reaktivität ·       Erhöhter Ruhepuls ·       Verminderte Cortisolvariabilität ·       Verminderte Herzratevariabilität und Barorezeptorkontrolle ·       Schlechtere Regenerationsfähigkeit nach Stress
  • STRE: Biologisches Stressmodell: 2 Hauptbegriffe erklären Allostase: biologische Anpassungsleistung zur Aufrechterhaltung der Homöostase Allostatische Last:Tribut langfristiger Anpassungsleistung in Form von- schnellerem Verschleiß- OrganschädenHippocampusdegenerationpsychische Folgen (Burn-Out etc) Auswirkung von: hochfrequenter Belastung und unzureichender Anpassung
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  • Stress: 3 gängige Erhebungsarten von Stress o   physiologische Parameter (Herzschlag, Blutdruck und Cortisol) o   objektive Stressoren: Arbeitsplatzbedingungen, Alltagsbelastungen etc. o   Selbstberichtsverfahren
  • Stress: 4 Beispielinstrumentenmodelle zur Stresserhebung Life-event-Forschung: Social Readjustment Scale dayily hassles forschung: daily hassler and uplift scale abstrakte stressbelastung: perceived stress scale chronischer stress: TICS, einteilung in 10 subskalen
  • Stress: 3 Stressbewältigungskategorien und zwei Erhebungstechniken VErhaltensrihctung: Coping oder Defending Theoretische Konzepte: Aufmerksamkeit, Soziabilität und Kontrollebene Zeitorientierung: proaktiv oder reaktiv Erhebung: Slebstbericht (WCCL) und Fremdbericht (BEFO)
  • GESMOD: Grundkonzept des Gesundheitsverhaltens (Rautenform) Demografische Faktoren, in Wechselwirkung mit Persönlichkeit und Einstellungen bedingen gesundheitsrelevantes Verhalten mit Gesundheit oder Krankheit als Outcome änderbar: Persönlichkeit, Einstellung und VErhalten
  • GESMOD: 3 Modellkategorien statisch: ohne zeitlichem verlauf - HBM, protection motivation theory und theory of planned behavior Prozessmodelle transtheoretisches modell (stages of change-modell) (TTM) und precaution adoption modell Hybridmodell HAPA
  • GESMOD: Protection Motivation Theory-Modell: Ursprung, konstrukt und Eignung/kritik Ursprung: Furchtappellforschung konstrukt: - Reiz > zweiseitige Verarbeitung > Absicht > Verhaltensänderung- Verarbeitung: Copingeinschätzugn vs. ThreateinschätzungThreat: Verwundbarkeit und Schweregrad vs. intrinsische und extrinsische belohnung (Nutzen)Coping: Handlungswirksamkeits- und selbstwirksamkeitseinschätzung vs. kosten Kritik: gute eignung auf grund hoher effektstärken und 40% Prädiktorwirkung auf Intention
  • GESMOD: zwei wesentliche eigenschaften zur intentionsprädiktion nennen und kurz erklären ·       Danger control: Fähigkeit, Bedrohungen zu kontrollieren ·       Fear control: Fähigkeit, die Angst zu kontrollieren
  • GESMOD: Theory of Planned Behavior (TPB): ursprung, 3-teiliges konstrukt und eignung Ursprung: Einstellungsforschung Konstrukt: 3 faktoren beeinflussen absicht und verhalten- Einstellung, subjektive Norm und wahrgenommene Verhaltenskontrolle §  Beispiel Einstellung: „Gesundheit ist wichtiger als soziale Zugehörigkeit“ §  Beispiel subjektive Norm: „der Druck, mitzurauchen, ist hier sehr groß“ (individuelle Interpretation ein äußerer Normen) §  Beispiel wahrgenommene Kontrolle: „wenn ich will, schaffe ich das mit dem Aufhören“ Eignung: sehr gut (50%ige prädiktionzwischen intentionalen faktoren und verhalten
  • TTM (Transtheoretisches Modell) beschreiben und Besonderheite, sowie Vor- und Nachteile benennen Das TTM ist ein Prozessmodell, was aus praktischen Beobachtungen stammt und die Entstehung von Verhalten in 5 zeitlich (und entwicklungstechnisch) aufeinanderfolgenden Phasen beschreibt.MERKE:PRAXIS5 ZEITLICHE PHASEN §  Precontemplation: Vorerwägung der Verhaltensänderung §  Contemplations: konkrete Erwägung der Verhaltensänderung §  Preperation: konkrete Vorbereitung der Verhaltensänderung §  Action: aktiver Prozess der Verhaltensänderung §  Maintenance:  Beibehaltung des Prozesses der Verhaltensänderung Besonderheit: mit Hilfe dieses Modells lässt sich der Prozessstand einer intentionalen Verhaltensänderung zu einer Phase zuordnen und ermöglicht so eine phasenspezifische Intervention ("matched design"). Außerdem ist nach diesem Modell der rückwärtige Verlauf der Stufen im Rahmen von Prozessrückschritten möglich.MERKE:MATCHED DESIGNRÜCKVERLAUF Kritik: Das Phasenabgrenzungen des Modells gehen aus praktischen Erfahrungen hervor und sind nicht wissenschaftlich elaboriert, was eine genaue Abgrenzung oder Messbarkeit erschwert. Die Frage bleibt außerdem, ob es tatsächlich zeitlich abgrenzbare Stufen oder vielmehr Stufen der Änderungsbereitschaft ("readiness to change") beschreibt, so müssen z.B. Erwägung und Vorbereitung einer Verhaltensänderung nciht zwangläufig getrennt ablaufen, was die Unbedingtheit der Prozessreihenfolge in frage stellt.MERKE:PHASENABGRENZUNGÄNDERUNGSBEREITSCHAFT - kontinuität oder bereitschaft?- nicht elaborierte phasenabgrenzungen
  • GESMOD: Komponenten Verhaltensplanung, Risikoeinschätzung, Ergebniserwartung, Selbstwirksamkeitserwartung und Ziele den modellen zuordnen -          Komponente der Verhaltensplanung: nur im HAPA-Modell -          Risikoeinschätzung: nicht in den zeitlichen Modellen -          Ergebniserwartung: in allen Modellen -          Selbstwirksamkeitserwartung: nicht im HBM -          Ziele: nicht im HBM
  • GESVER: 4 Haupoteffekte körperlicher Aktivität §  Die Senkung der Mortalität §  Protektiver Faktor für Übergewicht und damit für Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen §  Positive Auswirkungen auf weitere chronische Erkrankungen (z.B. HIV) §  Antidepressiver Effekt auf das Wohlbefinden
  • GESVER: Mortalitätserhöhung mit und ohne Übergewicht bei körperlicher und keiner Aktivität: ohne Sport doppeltes, mit Übergewicht dreifaches Mortalitätsrisiko, mit Sport gleich
  • GESVER: 6 physiologische Auswirkungen durch körperliche Aktivität und 5 psychische §  Die Senkung der Mortalität §  Protektiver Faktor für Übergewicht und damit für Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen ·       Beruhigender Effekt durch Anstieg der Körpertemperatur ·       erhöhte Anpassungsfähigkeit an Belastung (Hormonregulation und Regulation der Nebennierenrindenaktivität) ·       Reduktion des Muskeltenors ·       Auswirkungen auf den Neurotransmitterhaushalt und Steigerung der Endorphinproduktion („runners high“ bei Extremsport) PSYCHISCHE: ·       Selbstvertrauen, -wirksamkeit und -regulationsfähigkeit (Kontrollgefühl) o   Kohärenz der Erfolge und Fähigkeiten notwendig), Überforderungen und zu hohe Ziele dysfunktional ·       Generelle Entspannung ·       Verbesserung der vegetativen Regulierung durch Biofeedbackfunktion ·       Reattribution von Stress- und Erregungssymptomen auf die Aktivität o   Verhindert dysfunktionalen „Teufelskreis“ des Stresses ·       Soziale Unterstützung (in Abhängigkeit von Persönlichkeitseigenschaften)
  • GESVER: protektive und schädliche gesundheitsfolgen bei wenig oder viel aktivität: wenig: schon sehr protektiv, kaum schädlich viel: kaum mehr protektiv, sehr schnell schädlich (z.B. durch unfall)
  • GESVER: empfehlung des CDC für tägliche aktivität „Brisk Walking“ (30 min zügiges Gehen) auf grund hohem kosten-nutzen-verhältnis
  • GESVER: 4 diagnostikmethoden für fitness + zwei beispiele in der ersten §  Sportmedizinsiche Leistungsdiagnostik ·       Ergometrie: EKG bei Aktivität ·       Spiroergometrie: EKG und Blutgasmessung bei Aktivität §  Retrospektive Selbstberichte ·       Besipielfragebogen: erfasst Häufigkeit und Zeit der Aktivität über 4 Wochen ·       Auch Erfassen alltäglicher Aktivitäten oder individuelle Empfehlungen §  Tagebuchverfahren §  Objektives Monitoring (z.B. Schrittzähler etc.) einfach: KÖLN, RETRO, SUBJMON und OBJMON :)
  • GESVER: maß für vergleiche körperlicher aktivität, definition und normbereich Metabolic Equivalent of Tasks (MET) 1 MET entspricht dem Verhältnis 1 Kalorien zum eigenen Körpergewicht pro Stunde und damit dem durchschnittlichen individuellen Ruheumsatz (1 kcal * kg^-1 * h^-1) normbereich: 3-6 MET, unter drei = gering, über 6 = hoch (z.B. auch anstrengende gartenarbeit)
  • GESVER: entstehung körperlicher aktivität durch HBM und HAPA (eignung) HBM: nicht geeignet da barrieren und planung nicht berücksichtigt werden HAPA: nach interventionsstudie sind planung planung + coping sinnvoll (doppeltes ausmaß)
  • GESVER: geschlechterprävalenz Tabakreuchen in deutschland o   rävalenz in Deutschland: leichter Anstieg von 28,8% auf 29,2% um die Jahrtausendwende, erfreulicher Abstieg bis 2009 auf 27,6% §  Geschlechteraspekt: betrifft etwa ein Drittel mehr Männer als Frauen
  • GESVER: stärkstes angenommenes outcome maß für tabakkonsum bei männern Lungenkrebs: massiver anstieg (Soldaten im Krieg etc)
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  • GESVER: 3 periphere und 4 zentrale unmittelbare effekte von zigarettenkonsum PERIPHER: §  Symphatomimetische Aktivierung mit Adrenalinausschüttung, Vasokonstriktion (Gefäßverengung) und Herzraten- und Blutdruckanstieg §  verminderte Sauerstoffsättigung (rauch) §  gesteigerte Magensäuresekretion ZENTRAL: §  Stimmungsaufhellung (Neurotransmittermodulierend) §  stimulierend, je nach Umstand aber auch beruhigend (adaptiv) §  Steigerung der psychomotorischen Leistungsfähigkeit §  Steigerung der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen einfach: STIMMUNG und LEISTUNG
  • GESVER: Rauchen als Risikofaktor für 3 wesentliche Erkrankungsbereiche HKS (Infarkt oder koronare H.) ATEMWEGSERKRANKUNG (COPD) und KREBS (aromatische Kohlenstoffe)
  • GESVER: RR für lungenkrebs und oralen krebs durch rauchen bei männern und frauen RR mÄnner: 21,3% und 12,5%, bei frauen halb so viel
  • Attributable Risikoerhöhung (PAF): konkretes expositionsrisiko (Inzidenz bei Exposition) formel: Inzidenz (Erkrankte/ Stichprobe) der exponierten subtrahiert um Indidenz der nciht exponierten Stichprobe
  • GESVER: AR für passivrauchen für krebs 85%
  • GESVER: Diagnostik von Suchtverhalten Selbstberichtsverfahren
  • GESVER:zwei Modelle als Basis für Tabakkonsumverhalten §  TTM: Basis für Interventionsprogramme und Studien HAPA: Ansatz für „compensatory health beliefs“ als Planungsbarriere
  • GESVER: Entstehund des Tabakkonsums in 3 Phasen nach Flay ·       Eingangsphase: Relevanz sozialer Faktoren (z.B. Umfelderwartung) ·       Experimentierphase: psychische Faktoren (z.B. Abwägung) ·       Gewöhnungsphase: psychische Faktoren (z.B. Lerneffekte)
  • GESVER: 6 Prädiktoren für Tabakkonsum Gewichtabnahmesoziale AkzeptanzModelllernenRisikobereitschaftStressdysfunktionale GesundheitsüberzeugungenNiedrige SWE
  • Komponenten der spezifischen Immunantwort B- und T-Lymphozyten, phagozytierende Zellen, Interleukine und Antikörper
  • Bedeutung und Wirkung von HAART - gehört zur ART (anti retroviral therapy)- Bedeutung: highly active anti retroviral therapy- System: Kombination mind. 3 verschiedener antiviraler Medis aus 2 verschiedene- weitere Bedeutung: führt zur Symptomrückbildung und Immunsystemregeneration, fast normales Leben möglich- Wirkstoffklassen: ·       Nukleosid-/Nukleotidanaloga (NRTI) ·       Nichtnukleosidische Reverse-Transkriptasehemmer (NNRTI) ·       Proteasehemmer (PI)Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, gastroindestinal, Muskelschmerzen MERKE:ARV3UND2NORMALES LEBEN KERNREVERSE TRANSKRIPTASEPROTEASE
  • interpersonelle Ressourcen: Wieso Trennung in Sender, Empfänger und Beobachter, was beachten? da die Wirkung sozialer Unterstützung abhängig von der Beobachterperspektive istBeachte: nicht nur ressourcen des Senders wichtig, Annehmabrkeit durch Empfänger auch wichtig (Bidirektionalität) und auch Beobachter unterliegt VErzerrungen auf Grund persönlicher Vorzüge
  • Abgrenzung des biomedizinischen vom biopsychosozialen Entstehungsmodell von Krankheiten §  Biomedizinisches Modell: Kausalität zwischen Erreger, Infektion und Erkrankung, ohne Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren ·       Reduktionistisch: Erkrankungen als Prozesse auf niedriger Ebene ·       Fokus auf Krankheitsbedingung, Gesundheit als Abwesenheit von Krankheit §  Biopsychosoziales Modell: Individuum als Zusammenspiel aus biologischen und psychologischen Aspekten in Wechselwirkung zur Umwelt ·       systemisch: multiple Faktoren und Konsequenzen ·       Fokus auf pathogenen und salutogenen Faktoren gleichermaßen
  • Was ist RR und wieso ist es bedeutsam für die Forschung? Relatives Risiko: Kennzahl dafür, wie stark sich ein Erkrankungsrisiko (Inzidenz oder Prävalenz) bei Exposition von dem ohne Exposition unterscheidetBerechnet wird das Verhältnis aus Prävalenz mit und Prävalenz ohne Exposition, wobei 1 für gleiches Risiko steht und jede größere Zahl für ein erhöhtes Risiko bei Exposition sinnvoll für die Erforschung von Krankheitsursachen, da ein großer Wahrscheinlichkeitsunterschied zwischen den Erkrankungswahrscheinlichkeiten mit und ohne Exposition für eine starke Assoziation zwischen Exposition und Erkrankung steht
  • Erklären Sie das Standard Gamble Verfahren stammt aus der Spieltheorie- gibt als nutzwert einer Behandlung den Punkt an, an welchem das Wahrscheinlichkeitverhältnis aus Tod und perfekter Gesundheit eher gewählt wird als der aktuelle Gesundheitszustand- nutzwert ist die wahrscheinlichkeit, mit der statt tod die vollständige gesundheit eintritt und wird berechnet aus 1 subtrahiert um die Sterbewahrscheinlichkeit gleichzeitig beschreibt der Wert den subjektive Gesundheitszustand, da ein schlechterer akzeptierter nutzwert mit einem schlechteren Befinden einhergeht MERKE:NUTZWERTWAHRSCHEINLICHKEITSVERHÄLTNIS1-STERBEWAHRSCHEINLICHKEIT
  • Definition des Nutzwertes: Bedeutung, Werttyp und Quantifizierung Wert:- eindimesionaler, präferenzbasierter Index gesundheitsbezogener Lebensqualität Bedeutung:- gibt quasi die Tauglichkeit zur bedürfnisbefriedigung an, was sowohl einen gesundheitszustand, als auch eine Behandlung betreffen kann- dient im rahmen einer kosten-nutzwert-analyse der entscheidungsfindung, ob eine behandlung sinnvoll ist und von leistungsträgern für patienten bezahlt werden sollte Aggregation: durch Nutzwertanalyse einzelner, detailliert beschriebener Zustände und regressive Analyse dieser wird versucht, eine möglichst genaue, quantitativ vergleichbare Messung der Lebensqualität zu erzielen MERKE:EINDIMENSIONALPRÄFERENZBASIERTGESUNDHEITSZUSTANDTAUGLICHKEIT ZUR BEDÜRFNISBEFRIEDIGUNG
  • QALY-Wert: Definition, Wert und Nutzbarkeit Definition: "quality adjusted Life years", korrigiert die anzahl der lebensjahre um die darin verbleibende lebensqualität (Nutzwert) Wert: Jahre/Nutzwert Nutzung: Dient im Rahmen einer Kosten-Nutzwert-Analyse zur Berechnung des Verhältnisses aus Kosten und QALY zur einschätzung, ob der nutzen einer behandlung die kosten rechtfertigt (je schlechter die lebensqualität, desto höher die kosten)
  • Beschreiben Sie die Unterschiede zwischen Empowerment und Compliance (Ursprung, Definition und Evidenz) Ursprung: Empowerment:- Förderung von Autonomie, Selbstwirksamkeit und Motivation- partnerschaftliches Unterstützer-Klienten-Verhältnis- klientenzentriert und wertschätzend- "fully functional person" (Patient kann alles)- ressourcen- statt Mängelkonzentriert- Ermöglichen von EntwicklungMERKE:AUTONOMIE UND SELBSTMANAGEMENTPARTNERSCHAFTLICHES VERHÄLTNISKLIENTENZENTRIERTFULLY FUNCTIONAL PERSONENTWICKLUNGRESSOURCCENORIENTIERT- kritischer Ansatz:Möglichkeit selbstbestimmt zu handeln unddefinitives hierarchisches Gefällewerden nicht in Frage gestellt- Evidenz: überlegen in der Praxis, zeit Bedeutung von Autonomie und psychischen Aspekten- Compliance:ursprung: verhaltensmedizin- Ansatz:- kooperatives Verhalten- Therapietreue: hörig sein sich und an alles halten- Kompetenz des Behandlers- eher mängelorientiert- Problem: Abhängigkeit!!!- Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen werden vernachlässigt- edukative GesprächshaltungMERKE:THERAPIETREUEVERHALTENSMEDIZINKOOPERATIONABHÄNGIGKEITEDUKATIVEmpowern meint übersetzt ermächtigen und bezeichnet eine Form der Gesprächsunterstützung, in der an die eigene Kraft und Verantwortung appelliert wird.Im rahmen motivationaler Interviews entspricht dies dem neueren, klientenzentrierten Ansatz psychologischer Intervention. Hier wird davon ausgegangen, dass der Klient die Fähigkeiten zur Verhaltensanpassung/ -änderung bereits in sich trägt (vgl. Rogers: fully functional person). In einer partnerschaftlichen, wertschätzenden Unterstützer-Klienten-Interaktion werden Selbstwirksamkeit, Selbstmanagement, Autonomie, Motivation und das selbstbestimmte Handeln des Klienten gestärkt gestärkt. Diese Form der Intervention ist somit ressourcen- statt mängelorientiert.
  • Was halten Sie vom Einsatz eindimensionaler Skalen bei der Evaluation des MI? Zur Evaluation des MI könnten Ziele und Outcome-Parameter wie bestimmtes Gesundheitsverhalten oder dessen Konsequenzen eindimensional über längere Zeiträume erfasst werden.Der Grad der Selbstbestimmtheit oder der Veränderungsbereitschaft ("readiness to change") sind allerdings phasenabhängige Konstrukte und schwer äquidistanz eindimensional messbar. Hier könnten auch Verfälschungen durch soziale Erwünschtheit eine Rolle spielen. Motivation ist keine statische Persönlichkeitseigenschaft, sondern stark abhängig von Faktoren wie Stimmung und Selbstwertgefühl, weshalb eine mehrdimansionale Skalierung  zru Erfassung von Autonomie oder Motivation sinnvoller wären MERKE:OUTCOMEPARAMETERREADINESS TO CHANGEPHASENABHÄNGIGE FAKTORENMEHRDIMENSIONALES KONSTRUKT
  • Was ist dispositionaler Optimismus? - generalisierte positive Erwartunghaltung- zukunftsgerichtete zuversicht- zusammenhang zwischen Handlung und erfolg (positiver konsequenzen)- eindimensionales konzept: negative korrelation mit pessimismus- internale attribution von Erfolg u. umgekehrt- Zusammenhangsuntersuchungen zeigen positive Korrelationen mitLebensqualität und Alltagsempfindungen während ErkrankungErholungsgeschwindigkeit von Operationengute physiologische Messwerte bei Operationen MERKE: GENERELLE ERWARTUNGSHALTUNGZUSAMMENHANG HANDLUNG UND KONSEQUENZATTRIBUTIONKORRELATE