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sozialstrukturanalyse (Subject) / Klausur (Lesson)

Aufgaben mit Lösung

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  • Nennen Sie drei Gründe für den Anstieg der Ehescheidungsraten in der deutschen Nachkriegszeit. - Liberalisierung der Ehegesetze - Wertewandel - neue soziale Normen - Liebesehe gewinnt an Bedeutung - steigen seit über 100 Jahren - durch Wandel der Frauenrolle (Bildung- und Erwerbschancen)
  • Wie lässt sich die Bildungsexpansion erklären? Skizzieren Sie zwei Theorien. Modernisierungstheorie (Makro): - funktionale Erfordernisse moderner Gesellschaften erfordern Bildungsexpansion - immer kompliziertere Gesellschaften und komplexere Arbeitstechnik erfordern höhere Bildung - Bildungsexpansion erfordert Chancengleichheit, Leistungspotentiale bislang benachteiligter Gruppen werden überproportional ausgeweitet - steigender Wohlstand ermöglicht Besuch weiterführender Schulen Konflikttheorie (Marko) - Bildungsexpansion als Folge davon, dass statushohe Gruppen den Erhalt ihrer Position anstreben und an ihre Kinder weitergeben wollen         - es wird nicht mehr Chancengleichheit geschaffen, sondern es profitieren vor allem statushöhere Gruppen   - Gründe: - Bildung ist wichtigstes Zuweisungskriterium für gesellschaftliche Vorteile  -diese Vorteile können nur auf Kinder übertragen werden, wenn die hohe Bildungsabschlüsse erlangen - Bildungserfolge benachteiligter Gruppen gefährdet Privilegien a höhrere Schichten setzen die Bildungshürden daher so hoch, dass privilegierende Bildungsabschlüsse vor allem von Kindern höhrer Schichten erreichbar sind  
  • Hradil (2004) unterscheidet drei Gesellschaftstypen. Welche sind das? Und wie lassen sie sich empirisch voneinander abgrenzen? - Agrargesellschaft: Besitz von Land, das mit menschlicher und tierischer Muskelkraft bearbeitet wird - Industriegesellschaft: Dominanz der Maschine; Mensch ist in Funktionszusammenhänge eingebunden - Postindustrielle Gesellschaft. Wissen ist wichtigste Produktivität
  • Geißler (2014) nennt einige Gründe, die dafürsprechen, dass es auch heute noch „schichttypische Ungleichheiten“ gibt. Skizzieren Sie zwei dieser Gründe. - Schichttypische Lebenschancen und Risiken - Schichttypische Orientierungen, Verhaltensweisen, Lebensstile und Milieus - Schichttypische Individualisierungs- und Pluralisierungsprozesse - Präsenz von Schichten im Alltagsbewusstsein der Akteure - Wahrnehmung sozialer Konflikte
  • Man kann drei Einkommensquellen unterscheiden. Welche sind das? (1) Erwerbseinkommen (z.B. Lohn) (2) Vermögenseinkommen (z.B. Miteinnahmen, Zinserträge) (3) Transfereinkommen (Zahlungen des Staates, der Sozialversicherung oder von Verwandten)
  • Wo ist der Unterschied zwischen spezifischer und generalisierter Reziprozität (Putnam 2009)? - spezifische Reziprozität: „Ich mache das für dich, wenn du etwas für mich machst“ - generalisierte Reziprozität: „Ich mache das für dich, ohne etwas von dir zurückzuerwarten, in der Hoffnung dass jemand anderes etwas für mich machen wird“
  • Wie lassen sich nach Bourdieu Lebensstile erklären? (Rössel 2009) Klassenstruktur mit zwei Achsen: Gesamtvolumen des Kapitals einer Person(vertikale Achse) und Zusammensetzung des Kapitals(kulturelles vs ökonomisches Kapital, horizontal)Führt zu Habitus(prägt Verhalten im Alltag und kulturelle Vorlieben), System von Verhaltens- und Wahrnehmungsdispositionen, und schließlich zu den Lebensstilen(symbolische Abgrenzung zwischen Klassen?
  • In der Lebenslaufforschung kann man drei Interdependenzen unterscheiden. Welche sind das? Mikro-Makro-Interpendenz Lebensläufe vollziehen sich im Kontext verschiedener Ebenen von Handlungsbedingungen und wirken auf diese zurück. Z.B.: gesellschaftlicher Kontext, Organisation, NetzwerkeInterpendenz der LebensbereicheLebenslauf ist mehrdimensional: Lebensbereiche beeinflussen sich wechselseitig Vorher-Nachher-Interpenden Pfadabhängigkeiten, frühere Erfahrungen, Hanldungen und Entscheidungen prägen zukünftige Interessen und Handlungsmöglichkeiten, antizipierte Entwicklung des Lebenslauf wirkt auf aktuelle Entscheidungen zurück
  • Skizzieren Sie eine Theorie zur Erklärung ungleicher Bildungschancen. Ressourcentheorie- Schüler benötigen kulturelle Ressourcen, um weiterführende Schulen erfolgreich besuchen zu können (z.B. Leistungsmotivation, Sprachfertigkeiten, Selbstvertrauen)- in oberen Schichten werden diese Ressourcen im Zuge der Sozialisation in besonderer Weise vermittelt Humankapitalansatz- geringes Familieneinkommen: direkte Kosten und die indirekten Lohnausfälle von Bildungsinvestitionen wiegen relativ schwer, außerdem wird Schulerfolg oft skeptisch eingeschätzt- hohes Familieneinkommen: Bildungsinvestitionen werden eher getätigt, zukünftige Erträge werden als sicher eingeschätzt
  • In der Demographie kann man Ereignisse aus zwei Zeitperspektiven betrachten. Welche sind das? Geben Sie eine kurze Erklärung. - Querschnitts- oder Periodenbetrachtung: Ereignisse (z.B. Geburt) werden in einem bestimmten Kalenderjahr (Periode) gezählt - Längsschnitt- oder Kohortenbetrachtung: Beobachtung von Ereignissen über mehrere Kalenderjahre hinweg innerhalb einer Geburtskohorte
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  • Was ist eine Familie? - Lebensgemeinschaft von Eltern und Kindern, wobei Eltern rechtlich und materiell für Kinder verantwortlich sind -  Abgrenzung zu anderen Lebensformen durch: - „biologisch-soziale Doppelnatur“: Übernahme von Reproduktions- und Sozialisationsfunktionen - Generationendifferenzierung (Großeltern, Eltern, Kinder) - spezifisches Kooperations- und Solidaritätsverhältnis zwischen den Mitgliedern - „Geben und Nehmen“ wird nicht gegeneinander aufgerechnet - Gemeinsames Eigentum („Familienkommunismus“)
  • Ist Deutschland eine Industriegesellschaft oder eine postindustrielle Gesellschaft? Begründen Sie ihre Auffassung. (Hradil 2004) - Postindustrielle Gesellschaft, weil die meisten Beschäftigten im tertiären Sektor tätig sind und das Wissen als wichtigste Produktivität gilt.
  • Vergleichen Sie das Modell des ersten mit dem Modell des zweiten demographischen Übergangs. Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede sehen Sie? ● Gemeinsamkeiten: - Rückgang der Geburtenrate - Rückgang der Sterblichkeit ● Unterschiede: - beim 1. demographischen Übergang ist Geburtenrate über der Sterberate, beim 2. demographischen Übergang fällt die Geburtenrate dauerhaft unter die Sterberate - beim 2. demographischen Übergang liegt die Geburtenrate dauerhaft unter dem Reproduktionsniveau
  • Welche Gesellschaftstypen unterscheiden Hradil und welche typischen Determinanten sozialer Ungleichheit zeichnen die jeweiligen Gesellschaftstypen aus? -  Vorindustrielle Gesellschaft --> soziale Herkunft („Geburt“)- Frühe Industriegesellschaft --> Besitz (insb. Besitz von Produktionsmitteln- Fortgeschrittene Industriegesellschaft --> Berufliche Stellung-  Postindustrielle Gesellschaft --> Bildung und berufsfremde Determinanten (Ethnie, Alter usw.)
  • Was sind „Erwerbspersonen“? Inwiefern charakterisiert die Anzahl der Erwerbspersonen die Nachfrage nach Arbeit auf dem Arbeitsmarkt? (Hradil 2004: 166ff.) ● Erwerbspersonen = Erwerbstätige & Erwerbslose stellen die Nachfrage nach Arbeit auf dem Arbeitsmarkt dar, weil sie die Gruppe sind, die aktiv in Beziehung zum Arbeitsmarkt stehen. Entweder sie stehen in Kontakt zum Arbeitsmarkt indem sie eine Arbeit haben (Erwerbstätige) oder indem sie sich um eine Arbeitsstelle bemühen (Erwerbslose)
  • Bei der Definition von Armut kann man einen Ressourcen- und einen Lebenslagenansatz unterscheiden. Was ist damit gemeint? (Hradil 2004) -  Ressourcenansatz: Mangel an Mitteln (v.a. Einkommen)- Lebenslagenansatz: Mangel bei den Lebensbedingungen (Wohnung, Ernährung, Bildung, Gesundheit usw.) --> Bsp. Erwerbstätiger mit hohem Einkommen, der sein Geld vertrinkt - Ressourcenansatz: nicht arm; Lebenslagenansatz: arm)
  • Was ist ein Haushalt? ● Haushalt ist das Zusammenleben von Personen die zusammen wirtschaften
  • Wie groß ist (etwa) der Anteil der 1955 geborenen Frauen in Westdeutschland, der (lebenslang) kinderlos geblieben ist? a) 49%b) 19% (X)c) 32%d) 5%
  • Skizzieren Sie die Geburtenentwicklung (Verlauf der Geburtenziffern) in Westdeutschland in der Nachkriegszeit. Geben Sie insbesondere an, in welchen Jahren die Geburtenziffer ihr Maximum erreichte und welchen Verlauf die Geburtenziffer danach nahm. ● im 2. WK Geburtentief (TFR sank unter 1,5)● dann Anstieg nach dem 2. WK - „Golden Age of Marriage“ der 1950er und 1960er bis zum Baby-Boom - Maximum ca. 1965● Ende der 1960er Jahre Rückgang der Geburten - Pillenknick● Geburten bis heute auf niedrigem Niveau geblieben
  • Wie kann man feststellen, ob es eine Pluralisierung der Lebensformen gegeben hat? ● mit Hilfe von Heterogenitätsmaßen (Entropie oder Diversifikation) - beide Maße korrelieren stark miteinander
  • Was ist ein egozentriertes Netzwerk? - egozentrierte Netzwerke betrachten Ausschnitte eines Gesamtnetzwerkes, nämlich Beziehungen der untersuchten Personen (ego) zu anderen Personen (alteri)
  • Hat sich im Zuge der Bildungsexpansion in Westdeutschland die Verteilung der Abschlüsse bei den Schulabsolventen (allgemeines Bildungssystem) verändert? Begründen Sie ihre Auffassung. ● Rückgang der Absolventen mit Hauptschulabschluss und ohne Hauptschulabschluss● Anstieg der Absolventen mit (Fach-)Hochschulreife und Realschulabschluss
  • Stellen Sie die Drei-Sektoren-These dar. Trifft diese These auf Deutschland zu? Begründen Sie ihre Auffassung. ● Produktion lässt sich in drei Sektoren einteilen - Primärer Sektor: Gewinnung unmittelbar lebensnotwendiger Güter (z.B. Landwirtschaft) - Sekundärer Sektor: Produktverarbeitung, Güter die weniger lebensnotwendig sind (z.B. Industrie) - Tertiärer Sektor: Dienstleistungen, Güter zur Befriedigung von Luxusbedürfnissen (z.B. Bildung)● in allen Gesellschaften verlagert sich die Produktion im Laufe der historischen Entwicklung von 1. -> 2. -> 3. also Übergang von Agrargesellschaft über Industriegesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft● Erklärung durch Nachfrageänderungen, technischen Fortschritt & Produktivitätssteigerungen wenn Wohlstand wächst, verschieben sich Bedürfnisse zu weniger lebensnotwenigen Gütern● Ja, sie trifft auf Deutschland zu, weil… - …sich der primäre Sektor von 1882 bis heute kontinuierlich verringert hat - …sich der sekundäre Sektor von 1882 bis 1970 vergrößert hat und ab 1970 dauerhaft sinkt - …sich der tertiäre Sektor seit 1882 dauerhaft vergrößert hat● Daran erkennt man den Wandel in Deutschland vom ersten zum zweiten Sektor und vom zweiten zum dritten Sektor (so wie es die Drei-Sektoren-These behauptet)
  • Beschreiben Sie den Aufbau des deutschen Bildungssystems. Wie hat sich die Frauenerwerbstätigkeit in Deutschland in den letzten Jahrzehnten entwickelt? - grobe drei Teilung (Hauptschule, Realschule, Gymnasium), die im Zuge der Bildungsexpansion abgenommen hat- weitgehende Trennung von Kirche und Staat- Kulturhoheit der Länder- Schulpflicht in fast allen Bundesländern von 12 Jahre- i.d.R. vierjährige Grundschulzeit - Abitur je nach Bundesland nach 12 oder 13 Jahren- starke Trennung von Sonder-und Förderschulen und übrigen Schulen- kleiner Privatschulsektor & keine Eliteuniversitäten- Abitur als Hochschulzugangsberechtigung & Duales System der Berufsausbildung- Erwerbstätigenquote der ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen, jedoch Anstieg insb. bei Teilzeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung- Arbeitsvolumen von Frauen hat sich seit den 1970er verringert
  • Was sind „Lebensformen“? ● Aspekt der sozialen Beziehungsstruktur einer Gesellschaft● ein sozialer Beziehungszusammenhang, der durch Muster der Organisation des alltäglichen Zusammenlebens repräsentiert wird● Lebensformen lasen sich nach zahlreichen Merkmalen unterscheiden, z.B. Haushaltsform, Familienstand, Zahl der Generationen im Haushalt usw.
  • Welchen Nutzen hat Sozialkapital? Profitieren davon Individuen und die Gesellschaft als Ganzes? ● Sozialkapital erhöht die Effizienz (d.h. Einsatz von Mitteln im Verhältnis zum Ergebnis) von Gesellschaften, weil es Kooperation fördert● Sozialkapital dient individuellen und kollektiven Akteuren zur Durchsetzung ihrer Interessen● außerdem können kooperative Beziehungen und Vertrauen entstehen und Sozialkapital hat deshalb nicht nur für Individuen, sondern auch für die Gemeinschaft positive Folgen
  • Was versteht man unter „Armut“ und was ist „relative Armut“? ● absolute (physische) Armut: Überleben ist gefährdet● relative Armut: soziokulturelle Mängellage, soziokulturelles Existenzminimum wird nicht erreicht - politische Armutsgrenzen (nach Festlegung eines Mindestbedarfs, z.B. für Bezug von Sozialhilfe)- Einkommen von Personen wird mit dem gesamtgesellschaftlichen Einkommensniveau verglichen- Maßstab für das gesamtgesellschaftliche Einkommensniveau ist das mittlere Einkommen: i.d.R. das Medianäquivalenzeinkommen
  • Erläutern Sie den Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland. Vergleichen Sie den gegenwärtigen Altersaufbau mit dem Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands am Beginn des 20. Jahrhunderts. Anfang 20. Jahrhunderts - war Deutschland eine „Wachsende Bevölkerung“, d.h. es werden mehr Kinder geboren als zur Bestandssicherung notwendig sind - Alterspyramide hatte die Form eines Dreiecks Gegenwärtiger Altersaufbau - Deutschland ist eine „Schrumpfende Bevölkerung“, d.h. es werden weniger Kinder geboren als zur Bestandssicherung notwendig sind - Alterspyramide hat die Form eines Pilzes
  • Geißler (2006) unterscheidet die Angestellten und Beamten in zwei Schichten. Worin unterscheiden sich diese beiden Schichten? ● ausführende Dienstleistungsschicht - statusmäßig untere Teil der Dienstleistungsbranche - geringes soziales Ansehen und Prestige - quantitativ kleine Gruppe (nur 13% der Bevölkerung) - niedrige Qualifikation und damit auch niedriges Einkommen - Wegfall von Privilegien in den 1950/1960ern● mittlere/obere Dienstleistungsschicht - mittlere & leitende Angestellte, mittlere & höhere Beamte - höherer Status, höherer Lebensstandard - ca. 2/3 der Angestellten und fast alle Beamte - höhere Qualifikation und damit auch höheres Einkommen - haben Privilegien behalten
  • Welche Thesen über die Folgen der Bildungsexpansion sind ihnen bekannt? ● Wirtschaftswachstum, mehr Wohlstand● Demokratisierungsdruck und individuelle Selbststeuerung; u.a. mehr Wissen über Politik● mehr Offenheit gegenüber Migranten, weniger Fremdenhass● weniger Ungleichheit zwischen Geschlechtern● Wertewandel: Individualisierung, Postmaterialismus● Differenzierung der Lebensformen● Aufwertung (Bildungstitel werden immer wichtiger) und Entwertung der Bildungsabschlüsse (hohe Bildungs-abschlüsse werden immer zahlreicher)● Verlust der sozialen Platzierungsfunktion von Bildung● Hauptschule als „Verlierer“ der Bildungsexpansion
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  • Die Ausstattung einer Person mit Sozialkapital kann positive oder negative Auswirkungen haben.“ Erläutern Sie diese Aussage. ● Sozialkapital hat i.d.R. positive Folgen für diejenigen, die zum Netzwerk gehören, es kann aber auch negative externe Effekte haben: - Personen handeln auf „Druck“; tun etwas, was sie von sich aus nicht getan hätten - Jugendgangs oder Machteliten können antisoziale Ziele verfolgen
  • Worin besteht der Wandel der weiblichen Geschlechtsrolle ab Mitte der 1960er Jahre in Westdeutschland und welche Faktoren haben zu dieser Entwicklung beigetragen? (Peuckert 2008) ● Primäre Familienorientierung der Frauen wird aufgehoben● Faktoren: - Demographische Freisetzung der Frauen (Dasein für das Kind ist vorübergehende Lebensphase) - Dequalifizierung der Hausarbeit (technische Rationalisierung, zunehmende Isolation d. Hausfrau) - Reform des Ehe- und Familienrechts (Aufhebung d. gesetzlich fixierten Zuständigkeiten der Frau) - Neuordnung des Scheidungsrechts - verbesserte Planungsmöglichkeiten der Schwangerschaft - Studenten- und Frauenbewegung - Angleichung der Bildungschancen, qualifizierte Berufsarbeit & Erwerb eigenen Einkommens als Voraussetzung ökonomischer Selbständigkeit - Frauen haben Männer im Bildungsniveau überholt - Frauen streben qualifizierte Ausbildung & eigene berufliche Karriere an - Beruf und Familie werden gleich wichtig
  • Wie haben sich die materiellen Lebensbedingungen in Deutschland in der Nachkriegszeit entwickelt? Skizzieren Sie einige Trends. ● unterschiedliche Entwicklungen in BRD und DDR● bis zur Wiedervereinigung wurde Wohlstandsschere zwischen BRD und DDR immer größer● W-Deutschland: „Wohlstandsexplosion“ bis in die 1980er Jahre (Volkseinkommen pro Kopf real vervierfacht)● DDR: Verdienste nahmen kontinuierlich zu● seit 1991 in Gesamtdeutschland leichte Abnahme der Nettorealverdienste im Zuge der Wiedervereinigung
  • Was ist ein soziales Netzwerk? Wie lassen sich soziale Netzwerke beschreiben? ● Soziale Netzwerke bestehen aus Personen und deren ein- oder gegenseitige Beziehungen● Soziale Netzwerke sind soziale Interaktionen von Personen beliebigen Typs
  • Wie lässt sich soziale Ungleichheit mit Hilfe der funktionalistischen Schichtungstheorie erklären? (Davis/Moore 1945)● in jeder Gesellschaft gibt es Positionen unterschiedlicher Wichtigkeit und funktionaler Bedeutung● jede Gesellschaft muss dafür sorgen, dass Positionen von Personen besetzt werden, die die Aufgaben kompetent erfüllen● besonders talentierte und kompetente Personen sind knapp und müssen motiviert werden, die funktional wichtigen Positionen einzunehmen höhere Positionen müssen daher besser belohnt werden als niedrigere Positionen● Überdurchschnittliche Belohnung und Berufsprestige soll Konkurrenz erhöhen dadurch wird gesichert, dass diejenigen diese Positionen einnehmen, die dafür am besten geeignet sind
  • Beamte -Personen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis des Bundes, der Länder, der Gemeinden des öffetntlichen Rechts stehen - Beamtenschaft als sozialer Stand lange historische öffentliche Tradition, setzen staatliche Herrschaft durch - Man unterscheidet je nach Qualifikation Laufbahnen: einfacher, mittler, gehobender und höherer Dienst - Selbstverständnis der Beamten ist durch zunehmende Publikumsorientierung gekennzeichnet - trotz der Verpflichtung zu einer gewissen politischen Askese: Beamten engagieren sich intensiver in Parteein, Verbändern als andere Berufsgruppen
  • Ehescheidungsziffer - als Summer ehedauerspezifischer Scheidungsziffern - die im jeweiligen Jahr geschiedenen Ehen auf die Gesamtzahl der Ehen des Heiratsjahrgangs bezogen, dem die geschiedenen Ehen angehören - im internationalen Verlgeich sind 25 Jahre üblich
  • Räumliche Mobilität Drei Formen räumlicher Mobilität: 1. Wanderungen: Wohnungswechsel über eine sozial bedeutsame Entfernung, z.B. 30 oder 50 km, die das Pendeln nicht mehr erlaubt --> Binnenwanderung und Außenwanderung 2. Redidentielle Mobilität: Wohnungswechsel unterhalb einer Entfernungsschwelle oder innerhalb kleiner administrativer Einheiten -->innerhalb einer Gemeinde 3. Zirkuläre Mobilität: Wiederkehrende räumliche Bevölkerungsbewegungen, die nach einem relativ kurzen Zeitraum an ihren Ausgangspunkt zurückkehren -->Zwischen Wohn- und Arbeitsplätzen
  • Postmaterialismus -Moderne Demokratien die materielle Bedürfnisse der Bevölkerungs soweit befriedigt, dass die Erfüllung immaterieller Bedürfnisse zunehmend wichtiger sind --> neue Sozialmilieus und spezifische Interessenlagen, sodass Partein, Gruppen und Bewegungen, diese Interessen vertreten, politisch wichtiger werden --> Großer Zulauf bei Kohorte 1945- 1958, starker Rückgang bis Mitte 1990er Jahre, danach keine Zunahme/ Stagnation des Postmaterialismus --> Heutzutage herrschen Mischtypen, offener Endzustand