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sozialstrukturanalyse (Subject) / Klausur (Lesson)

Aufgaben mit Lösung

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  • Modell des ersten demographischen Übergangs Das Modell des ersten demographischen Übergang beschreibt eine fundamentale Veränderung der Gesellschaft in 5 Phasen: 1. Phase: hohe Geburte- und Sterberate 2. Phase: Rückgang der Sterberate (v.a. von Kindern) --> Verjüngung der Bevölkerung 3.  Phase: Geburtenrückgang, Alterung der Bevölkerung 4. Phase: Forsetzung der Alterung bis zum Ende des Geburtenrückgangs 5. Phase: offener Endzustand Übergang hat in Deutschland ca. zwischen 1870 und 1960 stattgefunden --> Entwicklung hin zu niedriger Geburten- und Sterberate ◌ Kritik 1: kulturspezifisch, da es auf westlichen Verhaltensmuster aufbaut◌ Kritik 2: wenig aussagekräftig, wenn es darum geht, die Gründe für das Phänomen zu erklären
  • Altersaufbau in Deutschland im Jahr 2006: Welche Altersgruppe ist am stärksten besetzt? 40-50 --> druch Gebrutenboom im "Golden age of marriage" der Nachkriegszeit ist diese Generation am häufigsten vertreten
  • Probleme bei der Messung der (lebenslagen) Kinderlosigkeit -Die Unterscheidung zwischen gewollter und ungewollter KL ist problematisch, Frage nach dem Wann ist schwierig - fruchtbare Phase varriiert je nach Frau (stati. Bundesarmt liegt reprdodutkive Phase einer Frau bei 15-45 Jahren) - Erstgeburten verschieben sich immer weiter nach hinten  - 5-10% der Frauen sind unfruchtbar - bei Männern Messung noch schwieriger,da kaum begrenzte fruchtbare Phase - das stati. Bundesamt dokumentiert nicht die biologische Rangfolge, sondern lediglich die Rangfolge der bestehende Ehen --> das Ausmaß der KL muss demnach mit einem Korrekturverhalten geschätzt werden; dieses ist jedoch um so unsicherer, je größer der Anteil der nichteherlichen Gebruten - um die KL zu messen, wird die Zahl der im Haushalt lebenden Kinder erfasst  --> Problem: Kinder leben nicht bei der Mutter bzw. Stiefkinder im Haushalt der Befragten
  • Was ist mit dem Wandel von unsicherer zu sicherer Lebenszeit gemeint? Vorindustrielle Gesellschaft: Der Tod konnte jeden in jedem Alter treffen (unsichere Lebenszeit) Entwickelte Gesellschaft: Der Tod ist weitgehend in das hohe Alter verlagert, die Lebenszeit ist "sicher" geworden Rektangulisierung: Sterbekurve gleicht zunehmend einem Rechteck Folgen: - über den Lebenslauf können Normen entstehen (Institutionalisierung des Lebenslaufes) - Lebensplanung wird möglich - Investitionen in den Lebenslauf (z.B. Bildung) werden sinnvoll
  • Drei-Sektoren These Produktion lässt sich in drei Sektoren einteilen 1. Primärer Sektor: Gewinnung lebensnotwendiger Güter (Landwirtschaft, Fischerei)  --> Agrargesellschaft 2. Sekundärer Sektor: Produkverarbeitung, weniger lebensnotwendige Güter (Industrie, Handewert) --> Industralisiegesellschaft 3. Tertiärer Sektor: Dienstleistungen, Güter zur Befriedigung von Luxusbedürfnissenn und Bequemlichkeiten (Handel, Bildung, Sozial- und Gesunheitsweisen etc.) -------> Tertiärisierung
  • Pluralisierung der Lebensformen Lebensformen: relativ beständigte Konstellationen, in denen Menschen im Alltag mit denen ihnen am nächst stehnden Mitmenschen zusammenleben. Pluralisierung: zunehmende Vielfalt oder Heterogenität von Merkmalsausprägungen. Unterscheidung zwischen struktureller und distributiver Vielfalt: Strukturelle Vielfalt: Die Anzahl tatsächlich existierender Typen oder Kategorien einer Größe verändert sich. Distributive Vielfalt: Die Verteilung der Elemente auf die Kategorien ändert sich. Dabei wird eine Klassifikation vorausgesetzt. (heutzutage sind z.B. WGs eingetragene Lebensformen; früher galten tradt. Lebensformen wie die Ehe als Norm) Unter Pluralisierung der Lebensformen versteht man demnach die Zunahme der Anzahl gelebter Lebensfromen sowie die gesamtgesellschaftliche Aufteilung auf die entsprechende Lebensformen.
  • Hat es in den letzten Jahrzehnten (seit Mitte der 60er) einen Wandel der weiblichen Geschlechtsrolle gegeben? Der Wandel der weiblichen Geschlechtsrolle besteht in der Veränderung der Geschlechtsrolle von der tradt. Hausfrau zur erwerbstätigen Mutter: - Dequalifizierung der Hausarbeit: Aufhebung der gesetzlich fixierten Zuzständigkeit der Frau für Hausarbeit durch Reform des Ehe- und Familienrechts - Neuordnung des Scheidungsrechts: Frauen müssen selber für Lebensunterhalt aufkommen - Verbesserte Planungsmöglichkeit der Schwangerschaft (Pillenknick) -. Anstieg der Frauenerwerbsquote, besonders im Bereich Teilzeit und geringfügige Beschäftigung - Angleichung der Bildungschancen (Pueckert: Frauen haben Männer im Bildungsniveau überholt) --> Individualisierung des weiblichen Lebenslaufs (mehr Selbstbestimmung)
  • Stände, Klassen, Schichten und soz. Lage (nach Hradil) Stände:  - Soziale Mobilität: kaum - Gruppierung innherhalb einer Struktur sozialer Ungleichheit, denen Menschen in der Regel durch Geburt angehören - ungleiche Existenzbedingungen und Lebensweisen weitgehend geregelt - Abgrenzung von anderen Ständen rechtlich festgelegt --> vorindustriellen Gesellschaften (Bauernstand, Bürgertum, Adel) Klassen: - soziale Mobilität: möglich - Gruppierungen innerhalb einer Struktuer sozialer Ungleichehit, die aufgrund ihrer Stellung innerhalb des Wirtschaftsprozesses anderen Gruppierungen über- oder unterlegen sind (z.B. Beistzt oder Nicht- Besitz von Produktionsmitteln) --> frühindustrielle Gesellschaten (Klassengesellschaften) Schichten: - soziale Mobilität: häufig - Gruppierungen von Menschen mit ähnlich vorteilhafter oder unvorteilhafter beruflicher Stellung hinsichtlich Qualifikation, Einkommen, Macht oder Prestige --> Fortgeschrittene Industriegesellschaft (Schicht-Gesellschaften) Soziale Lage: - die Gesamtheit der Lebensbedingungen einer sozialen Gruppierung, die durch eine gemeinsame soziale Postition (Student, Rentner, Angestellter) definiert ist.
  • Funktionen des Bildungssystems 1. Sozialisation: Vermittlung von Werten, Orientierungen, Kenntnissen und Fähigkeiten 2. Leistungsmessung: Individuell erbrachte Leistungen ermitteln und bewerten 3. Selektion: Ausschuss von Schülern von weiterführender Bildung, wenn sie nicht den Leistungsanforderungen entsprechen 4. Platzierung auf dem Arbeitsmarkt: Vergabe von Beschäftigungs- und Sozialchancen, sozialer Status
  • Armut, relative Armut und Vermögen  Armut liegt vor, wenn Menschen über so geringe materielle, kulturelle und soziale Mittel verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Staat in dem sie leben,als Minimum annehmbar ist. (unter 50% des Äquivalenzeinkommen) Relative Armut ist das Maß der Einkommensungleichheit. Es bezeichnet den Abstand zum durchschnittlichen Einkommen im jeweiligen Land. Vermögen ist die Gesamtheit aller Geldmittel und verkäuflicher Güter eines Haushaltes.
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  • Welche Faktoren beeinflussen die Höhe des Sozialkapitals 1. Einkommensniveau: Das Wohlfahrtsstaatsniveau erhöht Möglichkeiten zum Aufbau und zur Pflege von Sozialkapital 2. BIldungsniveau und -verteilung: Das Bildungsystem fördert gemeinschaftsbezogene Wertorientierungen  3. Wohlfahrtsstaat: Wohlfahrtstaaten integrieren zivilgesellschaftliche Organisationen in ihren Versorgungsstrukturen 4. Demokratie: Demokratie ermöglicht die Gründung von freiwillen Organisationen, sodass auch MInderheiten Paritizpationsmöglichkeiten haben.
  • Generation Golf Generation Golf: zwischen 1965 und 1975 Geborene - es gibt sie in dem Sinne, als dass sich ihre Werteprofil von dem vorangegangen Generationen abhebt --> gerechte Verteilung des Wohlstands, Ausweitung politischer Partizipationsmöglichkeiten, Schutz von Minderheiten  - Kohorte ab 1965: Konflikt mit postmaterialistisch geprägten Lehrern Empirisiche Belege:  - Abkehr von Postmaterialismus - bei ihr lassen sich keine Bildungsunterschiede mehr nachweisen  - sie ist die einzige Generation, bei der sich ein Alterseffekt belegen lässt
  • Welche 3 Typen von Wohlfahrtsstaaten werden nach Esping- Andersen unterschieden? 1. Libearle Wohlfahrtsstaaten (USA, Schweiz) - geringe sozialpolitische Staatstätigkeit - Betonung des freien Marktes - Geringe Ansprüche an Sicherungsleistungen, Höhe der Leistungen vom Bedarf abhängig -große Einkommenungleichheit Sozialdemokratische Wohlfahrtsstaaten (Skandinavien, Niederlande) - extensive Daseinfürsorge - Ansprüche auf Sozialleistungen beruhen auf allgemeinen Bürgerrechten  -Steuerfinanzierte Lösungen mit dem Ziel des Lebensstandarderhalts -Zwang zur Existenzsicherung durch Erwerbstätigkeit ist gering, Schutz vor Einkommensausfällen ist gorß - geringe Ungleichheit der Einkomen  Konservative Wohlfahrtsstaaten: (Deutschland, Frankreich) - mittelgroße sozialpolitische Staatstätigkeit - mittelgroße Einkommensungleichheit - scharfe Klassengegensätze werden beseitigt - Statusunterschiede durch Erwerbstätigkeit werden aufrecht erhalten  - Solidaritätsprinzip: Staat greift mit Leistungen ein, wenn Selbsthilfepotential der Familie nicht ausreicht
  • Nach welchen Kriterien lassen sich soziale Sicherungssysteme unterscheiden? - Reichweite: Inklusion der gesamten Bevölkerung (universelles System) oder bestimmte Bevökerungsgruppen (kategoriales System) - Finanzierungsquelle: Steuern, Beiträge zur SV, unterschiedliche Aufteilung auf Arbeitgeber und -nehmer - Finanzierungsform: Beitragsfinanzierung bei parastaatlicher SV, mit Steuern werden staatliche Leistungsgesetze  finanziert, der Staat übernimmt selbst die Leistungsdarstellung - Zielsetzung: volle Deckung des Bedarfs oder Absicherung des Existenzminimums
  • Was versteht Blau unter strukturellen Parametern? Nominale und graduale Parameter? Ein struktureller Paramter ist jedes Kriterium, das von den Menschen und ihren sozialen Beziheungen vogenommen Unterscheideungen implit ist. Blau unterscheidet zwischen zwei von Parametern: 1. Nominale Parameter (Klassifikationsmerkmale): Merkmale, die eine Population in distinkte Kategorien unterteilt, wobei die Unterteilungen keine innere Rangordnung haben. Sie bewirken eine horizontale Differenzierung der Bevölkerung (Geschlecht/ Konfession). 2. Graduale Paramter (Ungleichtheitsmerkmale): Merkmale, die eine Rangordnung nach dem sozialen Status besitzen und damit soziale Ungleichheiten herstellen (Einkommen/Beruf).
  • Allgemeine Zusammenhänge bestehen nach Wiswede zwischen der Sozialstruktur und dem Verhalten der Individuen? Nach Wiswede besteht zwischen sozialken Strukturen und sozialen Verhaltensweisen ein interdependenter Zusammenhang. - Sozialstrukturen sind Handlungsresultate, die ihrerseits von Sozialstrukuren abhängen - Strukturen ermöglichen Ordnung, stiften Ordnung und schaffen Sinn - Sozialstrukturen sind einschränkende Zwänge, die Verhalten der Menschen und deren Möglichkeitsspielräume begrenzen
  • Model des zweiten demographischen Übergangs: - Nach der Phase der industriegesellschaftlichen Stabilisierung sinkt die Geburtenrate erneut und gerät dauerhaft unter die Sterbekurve - seit den 1960ern liegt das Reproduktionsniveau bei 2,1 - Alterung der Bevölkerung - Die Bevölkerungsverluste werden durch andauernde Zuwanderung mehr oder minder ausgeglichen Dem Modell zufolge werden sich diese Wandlungsprozesse in allen Gesellschaften der Welt vollziehen- in denen einen früher in den andern später
  • Beschreiben sie den gegenwärtigen Alterungsaufbau der Bevölkerung Deutschlands 0- 19 Jahre: 19% 20 - 64 Jahre: 61% 65 - 80 Jahre: 15 % 80 und Älter: 5%
  • Kommt KL in West- und Ostdeutschland häufig vor? Grundsätzlich gilt: in fast allen europäischen Ländern bleiben heute mehr Männer und Frauen KL als noch vor 2- bis 3 Jahrzehnten. Die lebenslange KL ist in Deutschland insgesamt allerdings noch besonders hoch und liegt bei mehr als 20%. Sie ist in Westdeutschland höher als in Ostdeutschland. Westdeutschland: KL nimmt weiter zu  Gründe: Pille, Emanzipation und Enthäuslichung der Frau, Konsumdenken, anspruchsvollere Lebensstile, schlechte Versorgung durch Kinderbetreuungsplätze Ostdeutschland: KL nimmt eher ab Gründe: besseres Kinderbetreuungssystem, mehr Orientierung auf die Familie Generell: hohe KL ist kein neues Phänomen
  • Im historischen Zeitverlauf gleicht die Sterbekurve zunehmend einem Rechteck. Interpretieren sie den Kurvenverlauf und stellen Sie dar, welche Faktoren sich daraus für den Lebenslauf des Menschen ergeben. Rektangularisierung der Sterbekurve durch den Übergang von der unsicheren zur sicheren Lebenszeit--> in der vorindustriellen Gesellschaft konnte einen der Tod in jedem Alter treffen, während er in der entwickelten Gesellschaft weitgehend in das hohe Alter verlegt und somit die Lebenszeit "sicher" geworden ist  Folgen:  - durch die gesicherte Lebenszeit können Normen über den Lebenslauf entstehen - Lebensplanung wird möglich - Investitionen in den Lebenslauf (Bildung) werden sinnvoll
  • Welche Lebensformen kommen in Westdeutschland in den letzten 30 Jahren immer häufiger bzw. seltener vor? Häufiger: Eingenerationenhaushalte wie Ehepaare und Nichteheliche Lebensgemeinschaften ohne KInder und Einpersonenhaushalte Seltener: Zweigenerationenhaushalte wie Ehepaare mit Kindern, Mehrgenerationshaushalte, Haushalte mit nicht mehr ledigen Kindern --> Allgemein: Verbreitung nichtehelicher Lebensgemeinschaften in Deutschland Erklärungen:  - Etablierung der modernen Kernfamilie und Aufhebung ihrer Monopolstellung - Deinstituionalisierung von Ehe (Rückgang der Zwänge und Verpflichtungen, die das parnterschaftliche Leben regulieren - Individualisierung: 1. Phase: Im Zuge der Institutionalisierung müssen sich v.a. Männer für den Arbeitsmarkt qualifizieren, wo sie konkurrieren und mir Ressourcene ausgestattet werden 2. Phase: Erneute Individualisierung durch Wohlstandssteigerung und Ausbau des Wohlfahrtsstaats, Abhängigkeit von Frauen vom Arbeitsmarkt und vom Staat nehmen zu; Zunahme der Wahlfreiheiten
  • Wie hat sich in den letzten 30 Jahren in Westdeutschland die Erwerbstätigkeit der Mütter verändert? - Vollzeiterwebstätigkeit ist leicht zurückgegangen - Zunahme von Teilzeitarbeit und geringfügiger Beschäfitungen - Ingesamt mehr Erwerbstätige - Elternzeit hat zugenommen - Die Einkommennsunterschiede zwischen Männern und Frauen verringern sich überall
  • Was ist mit der Selektivität des Bildungssystems gemeint? Welche Folgen kann dies für den Übergang in den Arbeitsmarkt haben? Selektivität des Bildungssystems: Ausschluss von Schülern von weiterführender Bildung, wenn sie den Leistungsanforderungen nicht entsprechen  --> Selektivität umso höher, je weniger Personen eines Jahrgangs den höchsten Schulabschuss erreichen  Je höher Selektivitöt, desto: - eher sorgt die Schule für Allokation auf dem Arbeitsmarkt - schneller ist der Übergang zwischen Bildungsystem und Arbeitsmarkt - geringer ist die Schichtmobilität Beispiel: Wertverlust des Abiturs durch gestiegene Anzahl der Abiturienten --> Bildungsinflation --> Abitur als Zertifikat weniger aussagekräftig, ander Qualifikationen treten in den Vordergrund. Verlierer der Bildungsexpansion: Hauptschüler kaum mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
  • Was versteht man unter sozialer Ungleichheit Soziale Ungleichheit liegt vor, wenn Individuen sich in ihrem sozialen Status unterscheiden - durch Lebensbedingungen, die es Menschen erlabuen, in ihrem alltäglichen Handeln allgemeingeteilte Ziele eines "guten Lebens" besser als andere Menschen zu erreichen - Unter Lebensbedingungen werden äußere Rahmenbedingungen des Lebens und Handelns von Menschen (verstanden) 2 Arten:- Verteilungsungleichheit: Ungleiche sozialstrukturelle Verteilung eines wertvollen Gutes in der Bevölkerung - Chancenungleichheit: Ungleiche Verteilung der Chancen eines wertvollen Gutes zwischen bestimmten Bevölkerungsgruppen
  • Was ist Äquivalenzeinkommen? Ein Wert, der sich aus dem Gesamteinkommen eines Haushaltes und dem Alter der Personen, die von diesem Einkommen leben, ergbit Erwachsene Person: 1 Jede weitere erwachsene Person: 0.5 Kinder bis 15 jahre: 0.3 --> Teilt man das Gesamteinkommen eines Haushaltes durch die Summes der Personengewichte erhält man das Äquivalenzeinkommen
  • Beim Sozialkapital geht es um bondig und bridging. Was ist damit gemeint? Bonding: - Netzwerkbeziehungen innerhalb der eigenen sozialen Gruppe - diese Beziehungen sind eng und multikomplex - Förderrt spezifische Reziprozität, Unterstützung und Solidarität Bridging: - Netzwerkbeziehungen zwischen Personen, die verschiedenen Gruppen angehören - Verbindungen zu externen Werten und Informationen
  • Warum sollte nach Inglehart der Anteil der Postmaterialisten an der Bevölkerung mit zunehmenden Wohlstand ansteigen? Inglehart stelle eine Wertewandeltheorie auf, bei der sie auf zwei Hypothesen bezog 1. Mangelhypothese: Werte als Folge sozioökonomischer Knappheitsverhältnisse --> Menschen schätzen also das, was in ihrer Umwelt knapp ist --> Hinweis auf eine Bedürfnishierarchie, wobei materielle Bedürfnisse am wichtigsten sind, danach erst soziale und individuell-psychologische Werte 2. Sozilisationshypothese: Persönliche Werte werden vor allem in der Jugend geprägt und bleiben im Lebenslauf weitgehend stabil - Mit diesen beiden Hypothesen begründet er die materiellen Werteinstellungen bei Menschen, die ihre Jugend im Krieg oder kurz danach verbrachten - Generationen, die in Wohsltand und militärischer Sicherheit aufgewachsen sind, bilden postmaterialistischee Wertvorstellungen aus - Dadurch wird erklärt, dass mit zunehmenden Wohlstand der Anteil der Postmaterialisten steigt
  • Ist es in Westdeutschland in der Nachkriegszeit zu einer religiösen Pluralisierung gekommen? Religiöse Pluralisierung: Gesellschaftliche Differenzierung führt zu Verlust der Monopolstellung einer Religion innerhalb einer Gesellschaft Zunehmende Pluralisierung seit 1961 durch: -Mitgliederrückgang bei beiden großen Kirchen  - Anstieg der Konfessionslosen - Anstieg der Mitglieder anderen Religionsgemeinschaften - Anstieg der religiösen Heterogenität - Anstieg konfessionel gemischter Ehen  - Offene Neetzwerke zwischen Mitgliedern verschiedener Konfessionen
  • Beschreiben Sie den Zusammenhang zwischen Individuum, sozialer Position und sozialer Rolle 1. Soziale Position: Ort in einem Feld sozialer Beziehungen: die soziale Position ist von den Personen zu trennen, die sie besetzen. Individuen nehmen viele verschiedene Positionen ein und zu jeder Position gehören soziale Rollen 2. Soziale Rollen: Zentrales Element der sozioloigschen Analyse: Komplexe von Verhaltensvorschriften, deren Inhalt von der Gesellschaft bestimmt wird. Diese sind von Individuum unabhängig und der Einzelne kann sich den Verhaltenserwartungen nicht ohne Strafe entziehen
  • Was ist Sozialkapital? Definiton sind heterogen, aber gemeinsame Merkamel sind: Ressourcen, Normen, Vorschriften und Vertrauen. Die klassische Grundannahme ist dabei, dass Individuen vom leben und seinem sozialen Umfeld geprägt wird. Bourdieu: Das Sozialkapital ist die Gesamtheit der aktuellen und potentiellen Ressourcen, die mit dem Besitz eines dauerhaften Netzes oder Anerkennens verbunden sind. Es handelt sich hierbei um Ressourcen, die auf der Zugehörigkeit zu einer Gruppe beruhen. --> Betont die instrumentelle Funktion des Sozialkapitals: Sozialkapital nicht nur privates, sondern auch öffentliches Gut Coleman: Sozialkapital meint die Beziehungsstruktur zwischen und unter Personen --> Betont, dass Sozialkapital nicht nur für Individuen, sondern auch für die Gemeinschaft positive Folgen hat
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  • Was ist ein soziales Kapital? "Eine durch Beziehungen eines bestimmten Typus verbundene Menge von sozialen Einheiten wie Personen, Positionen und Organisationen Es gibt Gesamt. und Partialnetzwerke: Drei Typen von Partialnetzwerken: 1. Persönliche Beziheung (Freundschaft) 2. Kategoriale Beziehung (soziale Schicht) 3. strukturelle Beziehung (Positionsstruktur in Organisationen) --> Netzwerke lassen scih anhand verschiedener Merkmale unterscheiden: Dichte, Größe, Heterogenität, Erreichbarkeit und Verbundenheit
  • Welche Informationen brauchen Sie, um herauszufinden, wie viele Prozent der Bevölkerung arm sind Man benötigt die Information über das mittlere Äquivalenzeinkommen --> Ausmaß der Armut bemessen 1. Strenge Armut: Einkommen unter 40% des mittleren Äquivalenzeinkommens 2. Armut: Einkommen unter 50% des mittleren .... 3. Niedrigeinkommen: EInkommen unter 60% des mittleren.... --> außerdem benötigt man: Bevölkerungszhal und Mindestbedarf
  • Was ist nach Durkheim ein soziologischer Tatbestand? Jede mehr oder minder festgelegte Art des Handelns, die die Fähigkeit bestitzt, auf den Einzelnen einen äußeren Zwang auszuüben  Soziologische Tatbestände existieren außerhalb der Person, sind also objektiv und üben einen Zwang auf Personen aus
  • Was versteht man unter Sozialstruktur --> Dimensionen Sozialstruktur beschreibt die soziale Beziehungs- und Verteilungsstruktur einer Gesellschaft 2. Dimensionen: 1. distributiver Begriff:  soziale Verteilungsstruktur als Gliederung von Mitgliedern der Gesellschaft nach sozial relevanten Merkmalen 2. relationaler Begriff: soziale Beziehungsstruktur als die Gesamtheit dauerhaft angelegter Formen sozialer Beziehungen zwischen Mitgliedern einer Gesellschaft
  • Was versteht Blau unter Sozialstruktur? -Verteilung von Menschen in sozialen Positionen verschiedner Art. - Diese Positionen beeinflussen Rollenbeziehungen und daimit die soziale Interaktion von Menschen. Sozialstruktur ist demnach ein mulitdimensionaler Raum sozialer Positionen. Ähnliche oder identische soziale Positionen lassen sich als soziale Aggregate zusammenfassen. 
  • Zu welchem Ergebnis kommen Kreyenfeld/ Konietzka in ihrem Beitrag zur KL in Deutschland? - Unterschiedung zwischen gewollter und ungewollter KL schwierig: - Gewollte KL kann in ungewollte umschlagen - es wird immer schwieriger, bei Frauen unter 40 die endgültige KL zu schätzen, da sich die Erstgeburten immer weiter nach hinten verschieben - Gründe für ungewollte KL: Lebensstandard behalten, Zukunftsangst, hohe Kosten, Parnterlosigkeit etc. - Bei Männern lässt sie sich ncith feststellen - Geburtenentwicklung bedingt durch: Schattenkosten von Kindern und Hausarbeit, Armutsrisiken durch Kinder, Hohes Bildungsniveau der Frauen
  • Sozialkaptial nach Bourdieu Das Sozialkapital ist die Gesamtheit der aktuellen und potentiellen Ressourcen, die mit dem Bestitz eines dauerhaften Netztes oder Anerkennens verbunden sind. Es handelt sich hierbei um Ressourcen, die auf der Zugehörigkeit zu einer Gruppe beruhen.
  • Huinik und Schröder unterscheiden 3 Dimensionen gesellschaftlicher Strukturen. Welche sind das? 1. Infrastruktur: materirelle und technologische Basis der Gesellschaft - Mittel und Ressourcen, die den Akteuren zur Verfügung stehen 2. Institutionelle Struktur: Gesamtheit sozialer Institutionen, übergreifende Verfassung der Gesellschaft 3. Sozialstruktur: soziale Beziehungsstruktur: Gesamtheit dauerhaft angelegter sozialer Beziehungen zwischen Mitgliedern der Gesellschaft soziale Verteilungsstruktur: Gliederung dert Mitglieder der Gesellschaft nach sozial relevanten Merkmalen
  • Wie berechnet man die zusammengefasste Geburtenziffer eines Kalenderjahres? (total fertility rate) = TRF - Summe der altersspezifischen Gebrurtenziffern der Frauen im Alter von 15- 49 Jahren - es wird unterstellt, dass diese Frauen einen hypotetischen Jahrgang bilden, in Wirklichkeit gehören sie jedoch verschiedenen Kohorten an - umfasst die Summe aller 30 bzw. 35 altersspezifischen Geburtenziffern der Altersjahrgänge 15 bis 45 bzw. 49 für ein Kalenderjahr. - TFR ist eine zusammengesetzte, hypothetische Kennziffer und gibt an, wie viele Kinder je Frau geboren würden, wenn für deren ganzes Leben die altersspezifischen Geburtenziffern des jeweils betrachteten Kalenderjahres gelten würden. Die TFR lag in Deutschland im Jahr 2014 bei 1,47
  • Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen ist in Deutschland niedriger als derjenigen von Männern (gender pay gap). Nennen Sie drei Gründe für den gender pay gap. 1. Berufswahl 2. Berufsunterbrechung 3. Belastung durch Haushalt und Erziehung 4. Betriebszugehörigkeitsdauer
  • Die Theorie der primären und sekundären Effekte von Boudon erklärt die Ungleichheit der Bildungschancen. Erläutern Sie, was mit primären und sekundären Effekten gemeint ist Primärer Effekt: Wirksamkeit kultureller Ressourcen, vermittelt durch Elternhaus - je größer Ressourcen, desto wahrscheinlicher sind gute schulische Leistungen Sekundärer Effekt: betrifft Bildungsentscheidungen - Einträge von Bildungsinvestitionen sind größer, je höher die Position der Familie ist - Priviligierte haben Stautsverlust zu befürchten, wenn Kinder niedrigen Schulabschluss absolvieren
  • Die Theorie der primären und sekundären Effekte von Boudon erklärt die Ungleichheit der Bildungschancen. Erläutern Sie, was mit primären und sekundären Effekten gemeint ist Primärer Effekt: Wirksamkeit kultureller Ressourcen, vermittelt durch Elternhaus - je größer Ressourcen, desto wahrscheinlicher sind gute schulische Leistungen Sekundärer Effekt: betrifft Bildungsentscheidungen - Einträge von Bildungsinvestitionen sind größer, je höher die Position der Familie ist - Priviligierte haben Stautsverlust zu befürchten, wenn Kinder niedrigen Schulabschluss absolvieren
  • Erläutern Sie die Drei-Sektoren-These. Produktion lässt sich in 3 Sektoren einteilen: 1. Primärer Sektor: Gewinnung lebensnotwendiger Güter 2. Sekundärer Sektor: Gewinnung von Gütern, die weniger lebennotwendig sind 3. Tertiärer Sektor: Dienstleistungen, Güter zur Befriedung von Luxusbedürfnissen --> In allen Gesellschaften verlagert sich die Produktion in die jeweils höhren sektoren 1-2-3 -->Also Übergang von Agragsellschaft, Industriegesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft -->Erklärung durch Nachfrage und Technisierung--> wenn Wohlstand wächst, wachsen auch die Bedürfnisse nach Luxus
  • Nennen Sie drei Argumente, die Geißler (2014) zur Begründung der „Auflösungsthese“ anführt. - Vereinheitlichung der Lebensbedingungen - Differenzierungen der Soziallagen - Auflösung schichttypischer Subkulturen - Pluralisierung der Lebensstile und Konfliktlinien
  • Bei Mobilitätsmatrizen unterscheidet man Abstrom- und Zustromquoten. Was ist damit gemeint? 1. Abstromquoten: wie viel Prozent der Kinder strömen in Beruf des Vaters ab--> gibt Auskunft über Chancenstruktur einer Gesellschaft, Statuserhalt 2. Zustromquoten: Herkunftsquote --> gibt Auskunft aus welchen Schiten die Angehörigen einer Berufsgruppe stammen
  • Wie können Personen ihr Sozialkapital vergrößern? Durch Einsatz privater Ressourcen (z.B. eigenständige Kontakaufnahme unter Einsatz von Zeit und Geld zu anderen Personen)
  • Was versteht man unter der „Institutionalisierung des Lebenslaufs“? - Normen, Konventionen und formale Regeln über den Lebenslauf entsehen  --> weil die Lebenserwartung stark gestiegen ist (Wandel von unsicherer zur sicheren Lebenszeit) und somit Lebensplanung mööglich wird und Investitionen in den Lebenslauf sinnvoll werden
  • Was besagt demographische Grundgleichung? - beschreibt den Bevölkerungszustand zu einem bestimmten Zeitpunkt - abhängig von drei Prozessen: den Geburten, den Sterbefällen sowie dem Saldo aus Ein- und Auswanderungen - Geburten - Todesfällte + Einwanderung - Auswanderung + Bevölkerungszustand vom Vorjahr = Bevölkerungszustand
  • Wie kann man veranschaulichen, dass die Lebenszeit aus historischer Perspektive sicherer geworden ist? Skizzieren Sie dazu auch eine Grafik. - Lebenserwartung ist stetig gestiegen (Männer 1871/ 81: 35.6 Jahre auf 2012/14: 78.1 J.) - sinkende Säuglings- und Kindersterblichkeit und heute sinkende Alterssterblichkeit - Rektangularisierung der Sterbekurve
  • Welche beiden Funktionen/Leistungen kommen der Familie heute verstärkt zu? - emotionaller Nutzen - Reproduktion