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Biologie (Subject) / Systematik (Lesson)
Pflanzenreich
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- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida, Ranunculales, Papaveraceae (Mohngewächse) Arzneipflanzen Papaver somniferum (Schlafmohn) Chelidonium majus (Schöllkraut)
- Ranunculales, Papaveraceae (Mohngewächse), Papaver somniferum (Schlafmohn), DAB 2005, Ph.Eur.2005 Pflanze: 1,5 m hohe krautige Pflanze Blütenform: radiär, Einzelblüten, *K2 C2+2, A∞, G(_∞) Frucht: kugelige bis eiförmige vielsamige Kapsel (Porenkapsel) Verbreitung: alte Kulturpflanze Droge: Opium=getrockneter Milchsaft aus unreifen Früchten Inhaltsstoffe: Alkaloide (Morphin, Papaverin, Codein) Anwendung: Opiumtinktur zur Ruhigstellung des Darms; zur Gewinnung von Opium-Alkaloiden
- Ranunculales, Papaveraceae (Mohngewächse), Chelidonium majus (Schöllkraut) Ph.Eur.2005 Pflanze: bis 1 m hohe ausdauernde Ruderalpflanze mit gelborange gefärbtem Milchsaft in Milchröhren, Unterseite der Blätter leicht behaart Blüten: gelb, * K2 C2+2 A∞ G(_2) Frucht: einzelne Schote Verbreitung: Europa, sowie Mittel- und Nordasien Droge: Chelidoni herba - Schöllkraut Inhaltsstoffe: Alkaloide vom Benzophenanthridin-Typ (Coptisin, Chelidonin) Anwendung: krampfartige Beschwerden im Bereich der Gallenwege und des Magen-Darm-Traktes
- Inhaltsstoffe der Alkaloide - N-haltige Naturstoffe (meist primäre, sek. oder tert. Amine) - N meist heterozyklisch
- Gentianales, Apocynaceae (Hundsgiftgewächse) Vinca minor (kleines Immergrün) Pflanze: immergrüner kleiner Strauch, nicht blühende Sprosse niederliegend, die blühenden aufrecht Blütenfarben: hellblau bis violett, selten weiß oder rosa Verbreitung: Mittel- und Südeuropa Droge: Vincae minoris folium, Immergrünblätter Inhaltsstoffe: Vincamin Anwendung: zur Blutdrucksenkung
- Gentianales, Apocynaceae (Hundsgiftgewächse), Cantharanthus roseus (Madagaskar-Immergrün) Pflanze: immergrüner Strauch Blütenfarben: weiß über rosa bis zu violett Verbreitung: Madagaskar Inhaltsstoffe: Vincaalkaloide (Vinblastin, Vincristin) Anwendung: beide als Zytostatika
- Unterabteilung: Spermatophytina, Klasse: Magnoliopsida, Ordnung: Caryophyllales Caryophyllaceae (Nelkengewächse) - einjährige bis ausdauernde Kräuter, weltweit, ca. 650 Arten in Europa - Vorkommen von Triterpensaponinen (C30) > seifiger Charakter, meist Schleimdrogen - Blätter: ungeteilt, ganzrandig, häufig länglich-schmal und sitzend - Blattstellung: gegenständig - Blüte: > radiär, zwittrig, meist 5-zählig, Dichasium > charakteristische, freie Kronblätter (5), "Nagel und Platte" > teilweise Nebenkronen > meist 2 Staubblattkreise (2*5 = sek. Polyandrie) > Fruchtknoten oberständig, zentrale Plazentation, campylotrope Samenanlage (enthalten stärkehaltiges Endosperm) > Anzahl der Griffel = Anzahl der Staubblätter (2*5) > einfache oder doppelte Blütenhülle > Blütenfarbstoffe: charakteristisch sind Betalaine (Betacyane = rotviolett und Betaxanthine = gelb), wasserlösliche Alkaloide; Ausnahme: Caryophyllaceae stattdessen Anthocyane - campylotrope Samenanlage - Früchte: häufig vielsamige Kapsel, seltener einsamige Nuss
- Blütenformel Caryophyllaceae * K(5) C5 A5+5 G(_5) Früchte: häufig vielsamige Kapsel, seltener einsamige Nuss
- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida; Ordnung: Caryophyllales Caryophyllaceae (Nelkengewächse) Arzneipflanzen Herniaria sp. (Herniariae herba - Bruchkraut) Gypsophila sp. (Saponariae albae radix - weiße Seifenwurzel) Saponaria officinalis (Saponariae rubrae radix - rote Seifenwurzel)
- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida; Ordnung: Caryophyllales; Caryophyllaceae (Nelkengewächse) Agrostemma githago (Kornrade) Agrostemma githago (Kornrade) - früher unerwünschte Verunreinigung von Getreide - 6-7% Saponine in den Samen > Gefahr von saponintoxikation nach Schleimhautschädigung
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- Caryophyllales; Caryophyllaceae (Nelkengewächse) Grysophila paniculata (Rispen-Kraut) Grysophila paniculata (Rispen-Kraut) - Droge: Saponariae albae radix - weiße Seifenwurzel - Inhaltsstoffe: Saponine - Anwendung: gelegentlich als Expectorans
- Caryophyllales, Caryophyllaceae (Nelkengewächse) Saponaria officinales (gewöhnliches Seifenkraut) Verbreitung: M-, O- und S-Europa, W-Sibirien, Vorderasien Droge: Saponariae rubrae radix - rote Seifenwurzel Inhaltsstoffe: Saponine Anwendung: gelegentlich als Expectorans
- Caryophyllales, Caryophyllaceae (Nelkengewächse) Herniaria glabra und Hernaria hirsuta - unscheinbare, krautige Pflanze - weiße Kronblätter, viel kleiner als Kelchblätter, fehlen oft auch ganz - Droge: Herniariae herba - Bruchkraut - Inhaltsstoffe: Saponine, Flavonoide und Cumarine - Anwendung: gelegentlich als Diuretikum
- Saponine - Glycoside von Steroiden, Steroidalkaloiden oder Triterpenen - ergeben beim schütteln mit Wasser einen Schaum > Detergenz - membranaktiv - hämolytisch - komplexieren Cholesterin - kommen neben den Caryophyllaceae auch noch in weiteren Pflanzenfamilien vor, z.B.: > Plantaginaceae, Digitalis purpurea (Fingerhut) >> Digitonin (Steroidglykosid-Saponin) > Solanaceae, Solanum tuberosum (Kartoffel) >> Solanin (Steroidalkaloid-Saponin) Saponine wirken auf den Nervus vagus in der Magenschleimhaut und fördern in den Bronchien reflektorisch die Wassersekretion. Daraus ergibt sich der sekretolytische und hustenstillende Effekt, der für die meisten saponinhaltigen Drogen charakteristisch ist.
- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida; Ordnung: Caryophyllales Polygonaceae (Knöterichgewächse) - meist ein- bis zweijährige Kräuter oder Stauden (ca. 100 Arten in Europa) - Stängel knotig gegliedert - Vorkommen von Anthranoiden, Gerbstoffen und Flavonoiden, viel Calciumoxalat (z.B. Rhabarber) > große Drusen oder Einzelkristalle - Blätter: vielgestaltig, Nebenblätter zu einer röhrenförmigen Scheide (Ochrea = nur bei Polygonaceae!!) verwachsen - Blattstellung: wechselständig - Blüte: > radiär, eingeschlechtlich oder zwittrig, unscheinbar, vielblütige Infloreszenz > meist 6 Perigonblätter (häufig mit Schwiele) bilden bei Fruchtreife ein Flug-, Haft- oder Schwimmorgan und fallen mit der Frucht ab > knäuelige Teilblütenstände (Traube oder Rispe) > atrope Samenanlage - Früchte: einsamige, 2-3-kantige Nuss - Blütenformel: * P3+3 A6+3 G(_3)
- Arzneipflanzen Polygonaceae Rheum officinale (Rhabarber), Rheum palatum Fagopyrum esculentum (Buchweizen)
- Polygonaceae (Knöterichgewächse), DAB 2005, Ph.Eur. 5.0 Rheum officinale und Rheum palmatum (Medizinalrhabarber) Pflanze: ausdauernde Staude mit bis zu 3 m hohem beblättertem Stängel und großen, rundlich-nierenförmigen, am Rande gelappten Blättern Verbreitung: Rh. officinale: SW-China und Burma; Rh. palmatum: NW-China Droge: Rhei radix - Rhabarberwurzel Inhaltsstoffe: Anthranoide und Gerbstoffe Anwendung: als Laxans
- Caryophyllales, Polygonaceae (Knöterichgewächse), Fagopyrum esculentum (Buchweizen) Ph.Eur.5.4 Pflanze: bis 60 cm hohe einjährige Pflanze mit aufrechtem Stängel, mit wechselständigen, herzpfeilförmig zugespitzten, oder kaum und unten lang gestielten Blättern Blütenstände: Trauben (aus Blattachseln) Verbreitung: Mittel- und Ostasien Droge: Fagopyri herba - Buchweizenkraut Inhaltsstoffe: Flavonoide (Rutosid) Anwendung: Venen- und Gefäßtonikum gegen Venenleiden, Samen- und Weizenersatz bei Zöliakie
- Inhaltsstoffe - Flavonoide - wasserlösliche sek. Pflanzeninhaltsstoffe, in den meisten Pflanzen vorhanden - auch Blütenfarbstoffe - Polyphenole - meist glycosiert (Ausnahme: Flavanole und Proanthocyanidine > Aglycone) - anti-oxidativ - anti-cancerogen - anto-phlogistisch - anti-mikrobiell
- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida; Ordnung: Santalales (Sandelholzartige) - meist hemiparasitische oder vollparasitische holzige (seltener krautige) Pflanzen - Blüten oft mit reduziertem Kelch, oft nur 1 Staubblattkreis; Samenanlagen oft reduziert, Embryo liegt dann frei im Plazentagewebe, Früchte meist klebrige Beeren - Blätter: Kieselgel speichernde Zellen - Arzneipflanze: Viscum sp.
- Santalales, Viscaceae (Mistelgewächse), Viscum album (Mistel), DAB 2005 Pflanze: Halbparasit auf Laub- und Nadelbäumen, immergrün, diözisch, eigene Photosynthese; zapfen Wasser- und Nährsalzleitung der Wirtspflanze mit Haustorien an (Metamorphosen der Wurzel), sympodiale Verzweigung Viscum album ssp album auf Laubbäumen (Laubholzmistel) Viscum album ssp abities (Tannenmistel) Viscum album ssp austriacum (Kiefernmistel)
- Santalales, Viscaceae (Mistelgewächse) Viscum album (Mistel), DAB 2005 Frucht: weiß, Samen in klebrigen Schleim eingebettet, Verbreitung durch Vögel Verbreitung: Europa und Asien Droge: Visci herba, Mistelkraut Inhaltsstoffe: Polypeptide (Viscotoxine), Glykopeptide (Mistellektine), Polysaccharide Anwendung: als Immunstimulans, Zytostatikum, als blutdrucksenkendes Mittel, p.o. unbegründet
- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida Ordnung: Saxifragales (Steinbrechartige) - genetisch: eindeutig nahverwandt - morphologisch: beträchtlich unterschiedlich, daher in älteren Systematiken an unterschiedlichen Stellen - Gemeinsamkeiten: > ähnliche Struktur der an den Blattzähnen vorhandenen Drüsen > Pollenkörner häufig mit paralleler Streifung > halb bis vollständig unterschiedliche Fruchtknoten - Chemie: Gerbstoffe
- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida; Ordnung: Saxifragales Hamamelidaceae (Zaubernussgewächse) Habitus: Bäume und Sträucher Blätter: immergrün oder früh hinfällig, wechselständig und spiralig angeordnet, mit Nebenblättern Blüten: meist zwittrige Blüten in Infloreszenzen, endständige racemös Frucht: meist eine Kapsel Chemie: Polyphenole, darunter Gerbstoffe Arzneipflanze: Hamamelis virginiana
- Saxifragales, Hamamelidaceae (Hamamelisgewächse) Hamamelis virginiana, Ph.Eur.5.0 Pflanze: meist 2-3 m hoher sommergrüner Strauch mit wechselständigen Blättern Blüten: nach dem Laubabfall erscheinend - 4-zählig, mit auffallend langen und schmalen, gelben Kronblättern Verbreitung: Amerika Droge: Hamamelis folium, Hamamelisblätter Inhaltsstoffe: Gerbstoffe Anwendung: leichte Hautverletzungen, lokale Entzündungen der Haut und der Schleimhäute
- Saxifrales, Grossulariaceae (Stachelbeerengewächse) Ribes nigrum (Johannisbeer, Stachelbeer) Pflanze: bis 2 m hoher Strauch Verbreitung: Dauerfrostzone bis Tropen Droge: Ribis nigri folium - Stachelbeerblätter Inhaltsstoffe. Gerbstoffe Anwendung: harntreibendes Mittel (Volksmedizin)
- Klasse: Magnoliopsida Rosiden Blüten: Radiärsymmetrie dominierend - 5- oder 4-zählig mit einer doppelten Blütenhülle (mit Kelch und Krone, Kelch z.T. fehlend) Androeceum: meist diplostemon (2 Staubblattkreise), häufig auch sek. Polyandrie Gynoeceum: meist coenocarp, oft septiert Samenanlagen: crassinucellat (Nucellus gut ausgebildet) und bitegmisch (2 Integumente) Chemie: hydrolisierbare und kondensierte Gerbstoffe
- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: magnolipsida Ordnung: Myrtales Familien Myrtaceae (Myrtengewächse) - Eucalyptus globulus (Eukalyptus) - Syzygium aromaticum (Gewürznelkenbaum) - Myrtus communis (gewöhnliche Myrte) - Melaleuca alternifolia (australischer Teebaum) Onagraceae (Nachtkerzengewächse) - Oenothera biennis (gewöhnliche Nachtkerze)
- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida Ordnung: Myrtales Pflanze: Holzpflanzen oder Kräuter - häufig immergrün mit bikollateralen Leitbündeln Gynoeceum: Fruchtknoten mittel- bis unterständig - eingebettet in becherförmig vertieften Blütenboden (Hypanthium) - Karpelle: 2-4, oft auch mehr, coenocarp, Narben manchmal noch frei - Samenanlagen meist zahlreich, zentralwinkelständig - Endosperm schwach entwickelt oder fehlend Androeceum: 4+4, teilweise sek. vermehrt, teilw. reduziert, mit oft gefärbten Filamenten Carpelle: meist 4 (5) Kelchblätter: meist 4 (5) Blätter: meist ungeteilt, gegenständig, mit oft rudimentären Nebenblättern Chemie: Ätherische Öle, Polyphenole, Gerbstoffe, Triterpene
- Myrtales, Myrtaceae (Myrtengewächse) Eukalyptus globulus (Eukalyptus) Ph.Eur.5.0 Verbreitung: Australien Droge: Eukalyptusblätter/äth. Öl Inhaltsstoffe: äth. Öl (1,8-Cinaol, bicyclisches Monoterpen) Anwendung: Expectorans
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- Myrtales, Myrtaceae (Myrtengewächse), Ph.Eur.5.0 Syzygeum aromatikum (Gewürznelkenbaum) Habitus: bis 20 m hoher immergrüner Baum, enthält in allen Teilen aromatisch riechendes Öl Blüten: Trugdolden höherer Ordnung, * K4 C4 A∞ G(2) Verbreitung: Philippinien Droge: Caryophylli flos (Blütenknospen), Caryophylli aetheroleum (ätherisches Öl) Inhaltsstoffe: Eugenol Anwendung: Blütenknospen werden als Gewürz verwendet - das daraus destillierte ätherische Öl besitzt lokalanästhetische und antiseptische Wirkung - wird in der Zahnmedizin eingesetzt
- Myrtales, Myrtaceae (Myrtengewächse) Myrtus communis (Gewöhnliche Myrte) Habitus: immergrüner Strauch Verbreitung. Mittelmeerraum und Vorderasien Droge: Myrtenblätter Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (Myrtol: ein Gemisch aus Limonen, Cineol, α-Pinen) Anwendung: das ätherische Öl besitzt sekretolytische und expectorierende Wirkung und wird zur Behandlung von Husten verwendet
- Myrtales, Myrtaceae (Myrtengewächse) Melaleuca alternifolia (australischer Teebaum) Habitus: bis zu 7 m hoher, immergrüner Baum mit weißer, papierähnlicher Rinde - die Blüten bilden einen weißlichen Flaum (snow-in-summer) Verbreitung: Australien Droge: ätherisches Öl (Teebaumöl) aus Blättern und Zweigspitzen Inhaltsstoffe: Terpinen-4-ol Anwendung: Teebaumöl besitzt insbesondere antiseptische Wirkung und wird u.a. zur Behandlung von Hautentzündungen und -infektionen eingesetzt
- Myrtales, Onagraceae (Nachtkerzengewächse) Ph.Eur.5.5 Oenothera biennis (gewöhnliche Nachtkerze) Habitus: 2-jährige Pflanze - die Blüten öffnen sich meist erst am Abend und werden von Nachtfaltern bestäubt (Nachtkerze!) Verbreitung: Nordamerika Droge: Oenotherae folium; Oenotherae radix; Oenotherae oleum (Nachtkerzenöl) Inhaltsstoffe: in Blättern: Gerbstoffe; in Samen: ungesättigte Fettsäuren Anwendung: die Blätter werden gegen Durchfallerkrankungen eingesetzt - das fette Öl der Samen mit einer hohen Konzentration der γ-Linolensäure wird zur diätetischen Unterstützung der Therapie verschiedener Hautkrankheiten, z.B. Neurodermitis, verwendet
- Klasse Magniliopsida "Eurosiden I" - eine von zwei durch Molekularbiologie gefundene Hauptlinien innerhalb der "Rosiden" - bisher keine überzeugenden Synapomorphien - Chemie: Gerbstoffe
- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida Ordnung: Malphigiales - große und morphologisch heterogene Ordnung - oft 3-zählige Gynoeceen mit trockenen Narben - viele Familien aus ehemals anderen Ordnungen - viele pharmazeutisch relevante Vertreter
- Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida Ordnung: Malphigiales - Familen Hypericaceae (Johanniskrautgewächse) - Hypericum perforatum (Johanniskraut) Salicaceae (Weidengewächse) - Salix spec (Weiden) Linaceae (Leingewächse) - Linum usitatissimum (Echter Lein) Passifloraceae (Passionsblumengewächse) - Passiflora incarnate (Passionsblume) Erythroxylaceae (Rotholzgewächse) - Erythroxylon coca (Koka-Strauch) Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse) - Ricinus communis (Rizinusstaude)
- Malpighiales; Hypericaceae (Johanniskrautgewächse) Hypericum perforatum (Echtes Johanniskraut) Ph.Eur.5.0 Habitus: 30-80 cm hohe, krautige ausdauernde Pflanze (Staude) mit einem zweikantigen Stängel, an der Basis verholzt, Stängel reich an Ästen Blätter: gegenständig, länglich bis eiförmig, ganzrandig, schizogene Ölbehälter (Tüpfel-Joh.) Kronblätter: unsymmetrisch goldgelb, mit schwachen Punkten und helleren oder dunkleren Strichen auf der Fläche Staubblätter: 50-60 (sek. Polyandrie) Fruchtknoten: Griffel (3 Narben), 1,5- bis 3-mal so lang wie der Fruchtknoten Frucht: Kapselfrucht Verbreitung: Mitteleuropa, an Wegrändern und Böschungen, bevorzugt auf trockenen Böden Droge: Hyperici herba, Johanniskraut Inhaltsstoffe: Hypericin (Naphthodianthron), Hyperforin (Phloroglucinderivat) Anwendung: als pflanzliches Anti-Depressivum (bei leichter und mittelschwerer Depression) mit Erfolg eingesetzt (beide Inhaltsstoffe), Wundheilungsfördernd (Hyperforin antibakteriell) Achtung: bei Hypericin unerwünschte Wirkungen: - Phototoxische Reaktionen, Haut, Augenlinse
- Malpighiales, Salicaceae (Weidengewächse) Salix sp. (Weiden), Ph.Eur.5.0 S. purpurea, S. daphnoides Pflanze: Bäume, Sträucher oder Halbsträucher Blüten: diözisch, in achselständigen Kätzchen - Perianth fehlend - Androeceum 2-30, nur aus fertilen Stamina - Gynoeceum 2-4, synkarp, oberständig mit 2-4 Narben Verbreitung: nördliche gemäßigte Hemisphäre Droge: Weidenrinde - Salicis cortex Inhaltsstoffe: Salicin Anwendung: bei fieberhaften Erkrankungen und rheumatischen Beschwerden (in vivo Abbau zur Salicylsäure)
- Malpighiales, Salicaceae (Weidengewächse) Salix purpura (Purpur-Weide), Ph.Eur. 5.0 - Strauch - Zweige z.T. purpurrot gefärbt - Staubbeutel anfangs purpur, blühend gelb
- Malpighiales, Salicaceae (Weidengewächse) salix daphnoides (Reif-Weide), Ph.Eur. 5.0 Rinde jüngerer Zweige glänzend rot, im zweiten Jahr dann bläulich-weiß bereift (daher der Name)
- Malpighales, Linaceae (Leingewächse) Linum usitatissimum (Echter Lein) Ph. Eur. 5.1 - uralte Kulturpflanze - Blüte 5-zählig - Leinsamen (Linisemen) liefern fettes Öl (Leinöl) - Leinsamen werden aufgrund des Schleimgehaltes der Samenschale als Quellungslaxans eingesetzt - Leinfasern dienen zur Herstellung von Textilien sowie von chirurgischem Nahtmaterial
- Malpighiales, Violaceae (Veilchengewäche), Ph.Eur. 5.0 Viola tricolor (Stiefmütterchen) Pflanze: ausdauernde Kräuter Blüten: ↑ K5 C5 A(5) G(_3) Kelch: 5-blättrig, lanzettlich Kronblätter: die drei unteren meist gelb, obere blauviolett, vorderes mit Sporn - die unteren beiden Staubblätter mit je einem nektarabsondernden Antherenfortsatz Verbreitung: Europa Droge: Violae tricoloris herba (Stiefmütterchenkraut) Inhaltsstoffe: Flavonoide (Rutin) Anwendung: äußerlich bei Hauterkrankungen
- Malpighiales, Passifloraceae (Passionsblumengewächse) Passiflora incarnata (Passionsblume) Ph.Eur. 5.0 Pflanze: ausdauernder bis 10 m hoher Kletterstrauch, Stängel verholzt Verbreitung: süd-östl. USA Blüten: radiär, 6-8 cm, einzeln an langen Stielen - 5-zählig, von einem Hüllkelch aus 3 Hochblättern umgeben - Kelchblätter 5 derb (Außenseite grünlich, innen weiß) - Kronblätter 5 mit ähnlichen Farben - Staubblätter 5 mit großen, gelb gefärbten Antheren - Fruchtknoten oberständig, mit einem Griffel (teilt sich in 3 Narbenschenkel) - "Corona" aus fransenartigen Fortsätzen Droge: Passionsblumenkraut - Passiflorae herba Inhaltsstoffe: Flavonoide (C-Glykoside) Anwendung: bei nervösen Unruhezuständen und leichten Einschlafstörungen
- Malpighiales, Erythroxyceae (Kokastrauchgewächse) Erythroxylon coca (Koka-Strauch) Pflanze: Sträucher, 2-3 m, mit wechselständigen, einfachen Blättern mit Nebenblättern Verbreitung: Andengebiet Blüten: 5-zählig, unscheinbar, gelblich-weiß, Kronblätter zungenförmig Frucht: einsamige Steinfrucht Droge: Blätter Inhaltsstoffe: Kokain (Alkaloid) Anwendung: Kokain wurde früher häufig (heute selten) als Lokalanästhetikum eingesetzt - Kokain war die Modellsubstanz von synthetischen Lokalanästhetika
- Malpighiales, Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse) Ricinus communis (Rizinusstaude) Ph. Eur. 5.0 Pflanze: 1-4 m hohe Staude, Blätter handförmig, siebenfach gelappt Blüten: rispiger Blütenstand, monözisch - oben weibliche Blüten mit roten Stempeln - unten männliche Blüten mit hellgelben Staubblättern Frucht: leuchtend rote Früchte mit je drei bohnenartigen Samen Vorkommen: beheimatet in den Subtropen Droge und Anwendung: Rizinussamen, Ricini semen, dienen zur Gewinnung von Rizinusöl (fettes Öl mit Ricinolsäure als Fettsäure) - wirkt abführend - findet auch technische Verwendung als Schmiermittel - Samen hochgiftig aufgrund aufgrund des enthaltenen Lectins Ricin - in kaltgepressten Ricinusöl wird Ricin durch Hitzebehandlung zerstört
- Eurosiden I, Ordnung: Malpighales, Euphorbiaceae Gattung Euphorbia - spezielle Scheinblüte der Gattung Euphorbia: Cyathium > ohne Kelch und Krone - 1 weibliche Blüte: perianthlos (G_3) im Zentrum - zahlreiche männliche Blüten auf nur 1 Staubblatt reduziert, die eine einzelne weibliche Blüte umgeben - mehrere Nektardrüsen: zwischen Hochblättern und männlichen Blüten - Hochblätter: perianthartig > Hochblatt + Involucrum = spez. Hochblätter, die den Blütenstand einhüllen
- Klasse: Magnoliopsida "Kern-Eudikotyledonen" Blüten: - weitgehende Festlegung auf Blüten mit 5-zähligen Wirteln - Perianth oft doppelt (Kelch und Krone) Chemie: verbreitetes Auftreten von Polyphenolen, sog. Ellagitanninen - nach deren Hydrolyse ist Ellagsäure nachweisbar > hydrolisierbare Gerbstoffe
- hydrolisierbare Gerbstoffe - Rhizom: Hydrolisierbare Gerbstoffe, Ellagitannine > Hauptkomponente Agrimoniin - Bausteine bzw. monomere Gerbstoffe: > Gallussäure > Hexehydroxydiphensäure > Ellagsäure
- Kakteengewächse Unterabteilung: Spermatophytina Klasse: Magnoliopsida Ordnung: Caryophyllales Cactaceae (Kakteengewächse)
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