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MP04 Ernährungsphysioligische Bewertung (Subject) / Antioxidantien (Lesson)

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  • Durch welche endogenen Faktoren entstehen ROS? • Immunzellenaktivierung• Inflammation• Infektionen• Tumore• Exzessive Belastung• Alterung
  • Durch welche exogenen Faktoren entstehen ROS? • Luft- und Wasserverschmutzung• Rauchen• Alkohol• Schwermetalle• Verschiedene Medikamente• Industrielle Lösungsmittel• Nahrung (Räucherware, altes Frittierfett,…)• Strahlung
  • Welche Funktionelle Bedeutung haben ROS? Geringe / moderate Mengen: Funktionen bei Reifung zellulärer Strukturen, Immunreaktionen (Infekt- und Tumorabwehr) und als zellulärer Botenstoff (NO)
  • oxidativer Stress und Krankheit. Lunge: Asthma Augen: Caterakt Systemische Krankheiten: Diabetes, Krebs, Alterung, Infektion Gehirn: Alzheimer, Parkinson, Depession Herz: Ischämie, Hypertonus Gelenke: Reuhma, Artritis
  • Welche Antioxidantien sind im Plasma? endogen: Albumin, Bilirubin, Gluthation, Enzyme wie Superoxiddismutase, Gluthationperoxidase.. exogen: Tocoperhole, Carotinoide, Vitamin C
  • Ist es egal um welches Antioxidans es sich handelt?  Antioxidantien wirken durch Verzögerung oder Verhinderungder Oxidation anderer Stoffe Chemisch unterschiedliche Stoffe mit unterschiedlicher Art der Wirkung Können Thiole, Phenole oder Amine sein  Können hydrophil oder lipophil sein  Einzigartige (bio-)chemische Profile Unterschiedliche Wirkorte und biologische Aktivitäten  Tocopherol: Antioxidative Eigenschaften in lipophilem Milieu Ascorbinsäure: Antioxidative Eigenschaften in hydrophilem Milieu Ascorbinsäure regeneriert Tocopherol aus oxidierten Form
  • Hat Vitamin E einen Einfluss auf CVD? • Viele Kohortenstudien berichten über eine inverse Korrelation zwischen Vitamin E-Aufnahme über di Nahrung und deem Risiko für Herzerkrankungen --> ↓ • Supplementation von Vitamin E wird kontrovers diskutieinige Studien zeigen eine inverse Korrelation zwische Vitamin E Supplementation und CVD, andere nicht. Wieder andere Studien zeigen Nebenwirkungen (z.B.  hämorrhagischer Schlaganfall, Herzinsuffizienz) --> ? Milman et al. (2008) Arterioscler Thromb Vasc Bio -->  Eine Vitamin E-Supplementation hat evtl. nur bei Personen mit erhöhtem oxidativen Stress einen gesundheitlichen Vorteil.
  • Hat Vitamin C einen Einfluss auf CVD? Geringere Plasma-Vitamin C-Konzentration assoziiert mit höherem Lipid-Peroxidations-Level (stärkere Assoziation bei Rauchern) Vitamin C-Mangel assoziiert mit Herzinfarkt Risiko Unterschiedliche Ergebnisse zur Wirkung von Vitamin C-Aufnahme auf CVD Teilweise Wirkung nur auf Supplementation mit Vitamin C zurückgeführt Limitationen der Studienlage: - Studien sehr heterogen- Unterschiede in Dosierung und Dauer- Teilweise keine Kontrolle blutdrucksenkender Medikamente- Teilweise Vernachlässigung individueller Einflussfaktoren- Teilweise Kombipräparate- Wahrscheinlich geringere Effekte bei besserer Methodik der Studien- Mögliche Publication Bias
  • Einfluss der Carotinoid Aufnahme auf CVD  Beobachtungsstudien:• Teilweise negative Korrelation der Aufnahme von Carotinoiden mit koronaren Herzerkrankungen, besonders  für β-Carotine • Osganian et al. (2003) Am J Clin Nutr: NHS: InverserZusammenhang zwischen Aufnahme α-Carotin, β-Carotin und koronarer Herzerkrankung; nicht zwischen Lutein / Zeaxanthin, Lycopin oder β-Cryptoxanthin und  koronarer Herzerkrankung  Randomisierte kontrollierte Studien mit β-Carotin• Keine gesundheitsförderlichen Effekte von β-Carotin in  umfangreichen Studien beobachtet• Nebenwirkungen: Interventionsstudie:  30 mg / Tag β-Carotin führte zu erhöhtem Risiko tödlicher  koronarer Erkrankungen, nicht-tödlichen Herzinfarkt und Lungenkrebs bei Rauchern
  • Einfluss der Polyphenolaufnahme auf CVD Beitrag der Polyphenole in ihrer Funktion als Antioxidans unklar
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  • Was sagt das Positionspapier zur „Primärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen“ Deutsche Gesellschaft für Kardiologie „Für Vitamine (Vitamin C, Vitamin E, β-Carotin) und  Antioxidantien ist kein präventiver Effekt hinsichtlich  CVD nachgewiesen“
  • Meta-Analyse “Antioxidantien und Mortalität”  Schlussfolgerung der Autoren:• Supplementierung mit Antioxidantien erhöht das Mortalitätsrisiko merklich• Vitamin A: Erhöhung der Mortalität um 16 %.• β-Carotin: Erhöhung der Mortalität um 7 %.• Vitamin E: Erhöhung der Mortalität um 4 %.• Vitamin C: Kein Einfluss auf Mortalitätsrisiko. • Nahrungsergänzungsmittel mit Antioxidantien sind bei empfohlener Dosierung für die Allgemeinbevölkerung weiterhin als sicher einzustufen (28. Februar 2007) • Aktuelle Metaanalyse, die eine erhöhte Mortalität durch Vitamin A-, β-Carotin- und Vitamin E-Supplemente zeigt,  weist methodische Mängel auf / Keine Schlussfolgerungfür die Allgemeinbevölkerung ableitbar / Verbraucher  sollten sich nicht verunsichern lassen.  Problem der Meta-Analyse• Nach Angaben der Autoren wurden 679 Studien ausgeschlossen• Überwiegende Mehrheit der meta-analysierten Studien hatten nachgeschobene Fragestellungen• Ergebnisse der Meta-Analyse basieren auf Veröffentlichungen von Studien; Goldstandard wäre eine  Meta-Analyse auf Basis der Originaldaten der jeweiligen Studien• Zu geringe Erhöhung des relativen Risikos für aussagekräftige Schlussfolgerungen