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Grundlagen der Diagnostik (Subject) / VL 6 // Gütekriterien I (Lesson)

Gütekriterien diagnostischer Instrumente I, Objektivität, Reliabilität, Nebengütekriterien

This lesson was created by AliceMiller.

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  • Definieren Sie Objektivität. diagnostisches Instrument ist in dem Maße objektiv, in dem das diagnostische Ergebnis: unabhängig von diagnostizierender Person ist
  • Beschreiben Sie Durchführungsobjektivität. Was ist dafür nötig? Sicherstellung der Durchführung in immer gleicher Weise nötig:- konkerete Anweisung für Testleiter- klar formulierte Instruktionen für Testperson- eindeutige Zeitvorgaben- Regeln für Umgang mit Fehlern, Störungen
  • Was ist das Ziel der Durchführungsobjektivität? maximale Standardisierung der Durchführung
  • Wodurch wird die Durchführungsobjektivität beeinflusst? Was mindert diese häufig? durch Testleiter UND Testperson beeinflusst Minderung durch Interaktion
  • Wann darf die Durchführungsobjektivität als hoch angesehen werden? wenn alle Bedingungen festgelegt sind, die sich erfahrungsgemäß auf das Testverhalten auswirken können
  • Beschreiben Sie Auswertungsobjektivität. An welchem Kriterium wird diese auch gemessen? Definition- gleiches Verhalten der Testperson wird nach stets den exakt denselben Regeln abgebildet Kriterium- Art der Antwort- leicht bei SV mit geschlossenem Antwortformat, PC-gestützt- schwer bei offenem Antwortformat - genaue Angaben zur Auswertung
  • Beschreiben Sie Interpretationsobjektivität. gegeben, wenn verschiedene Diagnostiker aus diagnostischem Verhalten gleiche Schlüsse ziehen Interpretieren = Rohwert Bedeutung geben Normwerte nicht selbsterklärend - "Übersetzungshilfe nötig
  • Welche Informationen braucht man für gute Interpretationsobjektivität Art und Benennung der Merkmals (zB. Depressionssore) Ausprägung des Merkmals bei Testperson in Relation zu anderen Personen
  • Welche 3 Kriterien legt das TBS-TK für Interpretationsobjektivität an? einzelne Fallbeschreibungen im Testmanual beispielhafte Interpretation im Manual enthält:- Einfluss von Hintergrundvariablen und Testerfahrung auf Testwerte Angeben welches Ausmaß an Sachkunde zur Testinterpretation notwendig ist
  • Beschreiben Sie Reliabilität. Verfahren ist in dem Maße reliabel, in dem es DAS genau misst, was es misst Reliabilität gegeben, wenn:- Instrument führt bei wiederholter Messung (gleicher Objekte oder Merkmalsträger)- unter gleichen Bedingungen- zu gleichen Messergebnissen
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  • Definieren Sie Paralleltestreliabilität. Vorgabe paralleler Testversionen ähnliche aber nicht identische Items, mit gleichen Messeigenschaften Korrelation zw. Formen = Indikator für Reliabilität
  • Nennen Sie ein Beispiel-Verfahren, dessen Reliabilität mittels Parallelform erhoben wurde. I-S-T 2000 R, Rechtschreibungstest - Intelligenz-Struktur-Test 2000 R
  • Was versteht man unter Pseudo-Parallelformen? Veränderung Itemreihenfolge
  • Definieren Sie Retestreliabilität. ein und derselbe Test wird ein und derselben Stichprobe von Probanden wiederholt dargeboten Korrelation t1 und t2 = Indikator für Retestreliabilität
  • Wodurch wird die Retest-R. beeinflusst? Stabilität des Merkmals
  • Für welche Fragestellungen eignet sich die Retest-R.? Wie sollte dabei der Testzeitraum gewählt werden? prognostische Fragestellungen Zeitintervall- Merkmal noch stabil- jedoch keine Erinnerungseffekte mehr
  • Wird die Retest-R. von systematischen Einflüssen verändert? nein, Erhebung relativer Stabilität - Gruppe sollte in gleiche Rangreihe gebracht werden
  • Wie hoch sollte rtt sein und welche Einflüsse wirken auf Sie? Höhe- generelle Aussagen schwierig: Richtwert r = .80- Vergleich mit anderen Testverfahren die gleiches Merkmal erheben- Einordnung vor Merkmalshintergrund (zB. Heterogenität erfasstes Merkmal) Einflüsse- Zeitintervall der Testungen- abhängig vom Merkmal
  • Definieren Sie Testzerlegung und die verschiedenen Durchführungsarten. Definition- Aufteilung des Tests  Methoden- odd-even: gerade und ungerade Nummer- nach Testhälfte: nicht möglich bei  Zeitbegrenzung oder Itemsortierung nach Schwierigkeit- Itemkennwerten: Bildung von Testzwillingen nach Schwierigkeit und Trennschärfe- maximale Testzerlegung: interne Konsistenz
  • Definieren Sie interne Konsistenz. maximale Testzerlegung jedes Item wird als Maß für das zu messende Merkmal aufgefasst Schätzung der Reliabilität mittels Korrelation häufig genutzt: cronbachs alpha
  • Durch welche Faktoren wird Cronbachs Alpha beeinflusst? je höher Iteminterkorrelation, desto höher Alpha je mehr Items desto höher Alpha je größer Varianz in heterogenen SP desto höher ist Alpha Zusätzlich:- hohes Alpha nicht zwangsläufig hohe Homogenität- hohes Alpha nicht immer erstrebenswert - abhängig von Fragestellung!- kurzer Test mit hohem Alpha: Items häufig redundant
  • Definieren Sie Normierung! liefert Bezugssystem, um individuelle Testwerte im Vegleich zu größeren (meist repräsentativen) Stichproben einordnen zu können!!! relevant ist Repräsentativität für Testzweck, dh. nur selten bevölkerungsrepräsentativ
  • Welche Arten von Normierung gibt es? normorientiert- Vergleich mit SP oder Population kriteriumsorientierung ipsativ
  • Nennen Sie jeweils Beispiele für Standardskalen. Welche Arten werden unterschieden? lineare Transformation- unter Beibehaltung der Häufigkeitsverteilung der Rohwerte- zB. z- Skala, Z-Skala, IQ-Skala, t-Skala nicht-lineare Transformation- Veränderung Häufigkeitsverteilung, zB. Zusammenfassen seltener Werte- Prozentrangskala: Merkmalsträger in Rangreihe gebracht und 100 gleich große Klassen aufgeteilt; Personen gleicher Klasse = gleicher %-Wert; führt bei glockenförmiger Verteilung zu Stauchung der Rohwerteskala an den Enden- zB. Prozentrangskala, Stanine-Skala
  • Definieren Sie Fairness und nennen Sie ein Beispiel. Messverfahren ist unfair, in dem Maße:- in dem Messwerte durch Gruppenzugehörigkeit- eines Diagnostikanden- in irrelevanter Weise beeinflusst werden zB. Händigkeit bei d2-R
  • Definieren Sie Ökonomie. Kosten des Verfahrens in Relation zu erzielbaren diagnostischen Aussagen zB. Anschaffungskosten, Ressourcen zur Einarbeitung, Dauer des Verfahrens usw.
  • Definieren Sie Nützlichkeit. Verfahren ist nützlich, wenn:- praktisches Bedürfnis zur Erfassung des Merkmals besteht- das Verfahren das Merkmal a) reliabler, b) valider und/oder c) ökonomischer misst als andere Verfahren
  • Welche Faktoren beeinflussen Zumutbarkeit und Akzeptanz eines Verfahrens? Dauer und Anstrengungsgrad eines Verfahrens Augenscheinvalidität wahrgenommene Intensität Probleme bei Zumutbarkeit können sich negativ auf Akzeptanz und gesamte diagnostische Untersuchung auswirken
  • Mit welchem Verfahren wird Akzeptanz zB. erhoben? Akzept! Fragebogen zur Messung der Akzeptanz in diagnostischen Situationen- mehrdimensionales Akzeptanz-Messinstrument- 3 Varianten: Leistungstest, Persönlichkeitstest, AC