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Klinische Propädeutik (Subject) / Klinische Propädeutik (Lesson)

Klinische Propädeutik

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  • Krankheiten Definition: Gesundheit ist der Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen.
  • Was unterscheidet Brust von Bauchraum? Das Bauchfell = Peritoneum
  • Aterien: Gefäße, die vom Herzen wegführen. -> Sauerstoffreich
  • Venen: Gefäße, die zum Herzen hinführen. -> Sauerstoffarm
  • Herzklappen: 4 Klappen: Mitralklappe (Segelklappe: 2 Segel) → Zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer Tricuspidalklappe (Segelklappe: 3 Segel) → Zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer Aortenklappe (Taschenklappe: 3 Taschen) → Zwischen linker Kammer und Hauptschlagader (Aorta) Pulmonalklappe (Taschenklappe: 3 Taschen) → Zwischen rechter Kammer und Pulmonal.
  • Druck: Im kleinen Kreislauf Druck niedriger als im großen Größter Druck über Aortenklappe/Pulmonalklappe Druckgefälle muss da sein, damit Blut gepumpt werden kann. Normaler Mensch: 120/80 mmHg Bluthochdruck: 170/100 mmHg (Herz größer, Wand dicker weil mehr gepumpt werden muss) Probleme niedriger Blutdruck: Kein vernünftiges Pumpen, man wird bewusstlos, Kreislaufschock (Allergien, etc.) Kein Blutdruck: Organschäden, besonders im Gehirn. Kommt bei Schlaganfall vor.
  • Zentralisation: Umverteilung des zirkulierenden Blutes aus der Körperperipherie auf lebenswichtige Organe (Herz, Gehirn): Zentrale Organe: Herz, Hirn, Niere  50/30 mmHg → Schock → Zentralisation
  • Mediastinum: Zwischen den Lungen liegend.
  • Brustkorb-Organe: Herz Lunge Speiseröhre Luftröhre Thymus
  • Krankmachende Faktoren: Alterungsprozesse (Blutgefäße: Arteriosklerose) Neubildungen (Tumore) Entzündungen (Lungenentzündung) Verletzungen (Unfälle)
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  • Anamnese: Akute Beschwerden Krankheitsgeschichte Voranamnese: Frühere Erkrankungen, Operationen Fmailienanamnese Sozialanamnese (Beruf, verheiratet, Kinder,...) Vegitative Anamnese (Schlaf, Gewicht, Stuhlgang, Wasser lassen,...) Medikamentenanamnese Rauchen/Alkohol Fremdanamnese (Befragung von Ehefrau, Kindern,...)
  • Darmkrebs - Umweltfaktoren und Ernährung: Positive Korrelation zum Fett-Fleisch-Konsum Negative Korrelation zum Rohfasergehalt Hohe Darmkrebsbelastung für alle Länder mit hohem sozioökomonischem Niveau Nicht eindeutig nachgewiesene Korrelation mit Alkohol und Nikotin
  • Darmkrebs - Protektiver Effekt nachgewiesen für: ballaststoffreiche, faserreiche Ernährung mit min. 5 Portionen Obst/Gemüse täglich Vermeidung von gesättigte Fettsäuren Vermeidung fleischreicher Ernährung Regelmäßige Bewegung Verhinderung von Übergewicht Nikotin verzicht Alkhol in Maßen
  • Darmkrebs - Familiäre Belastung: Risiko 2-fach erhöht für Verwandte ersten Grades Steigt weiter, wenn Erkrankung vor dem 50. Lebensjahr
  • Darmkrebs - Entzündliche Darmerkrankungen: Risiko bei Colitis ulcerosa 2-8 fach erhöht 2-2,5% aller Colitis-Patienten entwickeln ein assoziiertes Karzinom Abhängig von Erkrankungsdauer, Erkrankungsbeginn, Ausdehnung des Befalls
  • Darmkrebs - Karzinomtypen: Adenokarzinome 85-90% Muzinöse Adenokarzinome 5-10% Siegelring Zellkarzinome 1%
  • Darmkrebs - TNM-Klassifikation (T): pT0: Kein Primärtumor gefunden pTis: intraepitheliale Neoplasie (Carcinoma in si) pT1: Tumor infiltriert Submukosa pT2: Tumor infiltriert Muskularis propria pT3: Tumor infiltriert Subserosa oder in nicht paritoneales perikolisden oder perirektales Fettgewebe pT4: Tumor perforiert viszerales Peritoneum oder infiltriert direkt andere Organe „p“ steht für Postoperativ. Ohne „p“ lediglich klinische Einschätzung.
  • Darmkrebs - TNM-Klassifikation (N): pN0: Keine regionären (=regional) LK-Metastasen pN1: Metastasen in 1-3 perikolischen LK pN2: Metastasen in 4 oder mehr LK   
  • Darmkrebs - TNM-Klassifikation (M): pM0: keine Fernmetastasen pM1: Fernmetastasen
  • Darmkrebs - TNM-Klassifikation (L): Lx: Lymphgefäßinvasion kann nicht beurteilt werden L0: keine Lymphgefäßinvasion L1: Lymphgefäßinvasion
  • Darmkrebs - TNM-Klassifikation (V): V0: Keine Veneninvasion V1: mikroskopische Veneninvasion V2: makroskopische Veneninvasion
  • Darmkrebs - TNM-Klassifikation (G): G1: gut differentiert G2: mäßig gradig differenziert G3: schlecht differenziert G4: undifferenziert
  • Trauma: Schädigung/Verletzung/Wunde, die durch Gewalt von außen entsteht „Läsion“ bezeichnet Einzelverletzung, während Trauma das gesamte Verletzungsgeschehen umfasst Mehrfachverletzung (=Polytrauma): Mehrere Körperregionen/Organe betroffen Unterscheidung: Stumpfes (Unfälle, Schlägereien,...) oder penetrierenedes (Stich-,Schussverletzungen,...)Trauma
  • Polytrauma Rettungssystem: „Get the right patient to the right hospital in the right time.“
  • Erstbeurteilung (Primary Survey): A (Airway): Atemwege (frei?) B (Breathing): Atmung/Beatmung C (Circulation): Zirkulation und Herz (Wichtigstes Kriterium) = Kreislauf D (Disability): Bewusstsein/Behinderung/neurologisches Defizit E (Exposure/Enviroment): Umgebung/Körperregionen/Exploration "Treat first what kills first"
  • Rationale Damage Control Surgery: Die definitive anatomische Versorgung wird temporär zurückgestellt, zugunsten der Stabilisierung kritischer physiologischer Parameter.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Eigentlich immer unnötig.
  • Tendopathie - Bedeutung: =Sehnenleiden Häufiges Vorkommen, meistens im Sport (häufig Schulter betroffen) Sportverletzung Überlastungsschaden Nicht entzündlich Hohe Rezidivrate (=Wiederauftreten) Hohes Chronifizierungsrisiko Lange Heilungsverläufe Unzufriedene Patienten
  • Sehnen: 55-70% aus Wasser Trockenmasse: 60-85% Kollagen Unter Last: Durchblutungssteigerung auf das 3-7 fache, Glukoseaufnahme auf das 2-3 fache Große anatomische, biomechanische Variabilität Komplexer funktionsadaptierter Feinaufbau Hohe repetetive Beanspruchung Begrenzte genetisch determinierte Regenerationsfähigkeit
  • Tendopathie Ätiologie: Schnelle Steigerung der Trainingsintensität/-frequenz Kurze Regenerationszeiten Sehr weicher Boden (Sand, Waldboden) Technikfehler (Schlaf, Laufstil) Material (Schläger, Schuh) Umstellungen (Übergangsrisiko)
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  • Tendopathie – Häufigste Diagnosen: Supraspinatustendinose (Schulterschmerz) Bizepstendinose etc.
  • Achillessehne: Kräftigste Sehne des menschlichen Körpers Zugfestigkeit bis zu 9000N/12,5 fache des Körpergewichts (im Spitzensport) M. gastrocnemius medius, lateralis; M. soleus Torquierung (=Drehung) der Sehnenanteile Überkreuzung im Bereich der Sehnentaille (Querverkürzung unter Last) (Geringste Gefäßdichte)
  • Achillessehne – Risikofaktoren: Rasches einsetzen der Spannung Schräge Spannung Sehne vor der Krafteinwirkung maximal gespannt Dehnung des Muskelsehnenkomplexes durch von außen einwirkende Impulskräfte Missverhältnis zwischen zu übertragender Muskelkraft und Dehnungfestigkeit
  • Achillodynie (chronisch): Schmerzhafte Schädigung der Achillessehne Tendopathie (Tendinose). Keine Tendinitis Ruptur Paratendinitis (Tenosynovitis) Ansatzdinose Busitis subachillea Haglund-Exostose Apophysitis calcanei Bursitis calcanea
  • Achillotendinose - Entstehung: Tendinose der Achillessehne Überlastung (Ausdauersport, Ballsport) Intrinsische Faktoren (Beinachse, Hypovaskularisierung, Alter) Extrinsische Faktoren (Abrollvorgang im Sportschuh, Lokaler Druck durch Fersenkappe) (Medikamente)
  • Symptomatik (Achillessehne): Schmerz 2-6 cm oberhalb der Insertion Morgendlicher Anlaufschmerz Startschmerz Startsteifigkeit Abnahme unter Belastung Zunahme in Ruhe Gefahr der Spontanruptur
  • Achillessehne - Klinische Untersuchung: Hocksitz Gang in der tiefen Hoche Palpation = Tasten Bewegungsprüfung (gesamte Extremität, Seitenvergleich, Wirbelsäule/Becken orientierend)
  • Achillessehne – Aparative Diagnostik: Sonographie (Aufreibung, Flüssigkeitsansammlung, Bursitis, Ruptur) Röntgen (Enthesiopathie, Exostose) MRT Labor (BB, BSG, Rheumaserologie) Bursitis: SchleimbeutelentzündungEnthesiopathie: TendinoseExostose: KnochentumoreBB: Blutbild (Entzündungsparameter)BSG: Blutsenkungsgeschwindigkeit (Entzündungsparameter)Rheumaserologie: Untersuchungen zur Diagnostik von Autoimmunkrankheiten
  • Achillessehne Therapie: Vielfach unter Nichtbeachtung der pathogenetischen Faktoren Keine strukturierte Vorgehensweise Früher Einsatz von NSAR und Corticoiden Einsatz von bewiesenermaßen unwirksamen und schädigenden Maßnamen
  • Tendinitis Entzündung der Sehne
  • Tendinose Schmerz/Reizung am Übergang von Sehne zu Knochen
  • Ischämie Als Ischämie bezeichnet man die pathologisch verminderte oder aufgehoben Durchblutung eines Gewebes in folge mangelnder arterieller Zufuhr vom Blut.
  • Stadieneinteilung nach UICC Union Internationale centre le cancer 0,Tis,N0,M0I,T1-T2,N0,M0II,T3-T4,N0,M0III,Jedes T,N1 - N2,M0IV,Jedes T,Jedes N,M1
  • Gastritis Klinik: Sehr oft asymptomatisch (vor allem die chronische Gastritis) Eventuell Oberbauchschmerz, Völlegefühl, Übelkeit, Aufstoßen und Sodbrennen (postprandial aufsteigend)
  • Gastritis Ursachen/Ätiologie: akut: Alkohol, Herpes, Stress,... chronisch: ABC,...
  • Gastritis Typen: Typ A: autoimmun (atrophische Gastritis) Typ B: bakteriel (Helicobacter pylori) Typ C: chemisch (NSAR und Gallensäure)
  • NSAR: nichtsteroidale Antirheumatika, z.B. Aspirin, Ibuprofen, Voltaren,...
  • Gastroparese: Lähmung des Magens
  • Magensäure: Salzsäure HCLph = 1-2 (sauer)
  • Magendicke: 6mm