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Kognitive 1 (Subject) / Kog (Lesson)

kog

This lesson was created by HannaCharlotteDeutsch.

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  • Was versteht man unter Spotlight-Metapher? Die Spotlight-Metapher besagt, daß wir unsere Aufmerksamkeit im visuellen Feld umherbewegen können. Die Größe kann mehrere Grade des Sehwinkels betragen, dabei ist die Verarbeitung des visuellen Feldes umso schlechter, je größer der Spotlight ist. LaBerge 1983 fand heraus, daß die Aufmerksamkeit am stärksten im Zentrum des Spotlights konzentriert ist und in Richtung der Peripherie abnimmt.
  • Kennen sie ein visuelles Analogon zu den auditiven Beschattungsaufgaben? Neisser und Becklen 1975 legten zwei Videofilme übereinander und ließen die Vpn nach kritischen Szenen suchen, bei Überwachung nur eines Films gelang die Aufgabe, bei beiden gleichzeitig wurden viele kritische Szenen übersehen. Sie zeigten damit, daß die körperlichen Hinweisreize die Verarbeitung der kritischen Episode erleichtern, die Verarbeitung aber erleichtert wiederum zu wissen, wohin man die Augen bewegen soll, um die körperlichen Hinweisreize aufrechtzuerhalten.
  • Wie sieht ein Experiment zu einem Ganzberichtsverfahren aus? Probanden fixieren einen Punkt auf einer hellen Fläche, auf diesen fokussierten Punkt wird für einen kurzen Augenblick (etwa 50 Millisec.) ein Stimulus projiziert, z. B. eine Kette von Buchstaben. Die Probanden sollen dann die Buchstaben wiedergeben die sie gesehen haben, jedoch schaffen sie nur bis zu 6 Stück, berichten aber sie haben mehr Buchstaben gesehen, allerdings verblaßten diese bevor sie sie beachten und nennen konnten.
  • Wie variierte Sperling 1960 diese Ganzberichtsverfahren? Sperling bot den Probanden drei Reihen mit je vier Buchstaben dar und gab die Anweisung nur eine der Reihen zu nennen, nachdem die Probanden nach der Darbietung einen Ton hörten, hoher Ton = 1. Reihe, mittlerer Ton = 2. Reihe, tiefer Ton = 3. Reihe. Diese Methode nennt sich Teilberichtsverfahren. Zusätzlich variierte Sperling die Zeit nach der Darbietung bis zum Ton.
  • Welche Schlüsse kann man aus Sperlings Experimenten ziehen? Die Probanden konnten jeweils eine komplette Reihe von Buchstaben nennen ohne vorher zu wissen welche Reihe sie sich merken sollten, daraus kann man schließen das alle Items in einem Kurzzeitgedächtnis gespeichert waren. Außerdem näherten sich die Ergebnisse des Teilberichtsverfahren denen des Ganzberichtsverfahren je länger das Zeitintervall zwischen Darbietung und Ton war, die Ergebnisse waren identisch bei 1 sec.. Das zeigt das nur die Information bestand hat auf die die Aufmerksamkeit gelenkt wird und die in einen beständigeren Code überführt wird. Es scheint also ein kurzer visueller sensorischer Speicher zu existieren.
  • Welchen speziellen visuellen Charakter besitzt der visuelle sensorische Speicher? Die Informationsverfügbarkeit ist abhängig vom Nachexpositionsfeld (das visuelle Feld, das dem Verschwinden der Reizvorlage folgt). Ist dieses Feld hell bleibt die Information 1 sec. verfügbar, ist es dunkel bleibt sie 5 sec. verfügbar, folgt eine weitere Reizvorlage, wird die erste überschrieben.
  • Was bezeichnet Neisser 1967 als Icon? Icon ist der von Sperling entdeckt kurze visuelle sensorische Speicher. Dieses ikonische Gedächtnis entspricht dem echoischen Gedächtnis des auditiven Systems. Es handelt sich um einen Kurzspeicher für Informationen, auf die durch Aufmerksamkeitsprozesse zugegriffen werden kann.
  • Wie lautet die Merkmals-Integrations-Theorie von Treisman 1980? Treisman sagt, daß einzelne Merkmale gut wahrgenommen werden, jedoch eine Kombination von Merkmalen zu einem Muster erst möglich ist wenn Aufmerksamkeit auf das Merkmal gerichtet wird.
  • Wie hat Treisman die These experimentell bewiesen? Treisman hat den Probanden ein Feld mit I s und Y s dargeboten in dem ein T versteckt war. Aufgabe der Probanden war es das T zu entdecken. Es wurde angenommen, daß die Merkmale nur durch den oberen Querstrich unterschieden werden. Die Probanden brauchten circa 800 Millisec.. Dann wurde variiert und die Y s durch Z s ausgetauscht, jetzt mußten die Merkmale kombiniert werden, weil das Z ja auch einen Querstrich aufweist. Die Probanden benötigten dazu 1200 Millisec.. Treisman bestätigte damit ihre These, Verknüpfungen von Merkmalen werden erst erkannt wenn Aufmerksamkeit auf sie gelenkt wird.
  • Wie werden Merkmalskombinationen erkannt die außerhalb des Aufmerksamkeitsfokus liegen? Merkmale die außerhalb der Aufmerksamkeit liegen werden wahrgenommen, allerdings oft falsch kombiniert. Experiment Treisman 1982: 2 schwarze Ziffern erkennen die kurz im visuellen Feld aufleuchten, gleichzeitig werden farbige Buchstaben präsentiert. Zuordnung von Farbe zu Buchstaben in 50% der Fälle falsch.
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  • Was versteht man unter unilateralem visuellem Neglect? Patienten mit einer unilateralen Schädigung des Parieltallappens haben Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit auf jene Hälfte des visuellen Feldes zu lenken, die durch diese Hirnregion verarbeitet wird. Patienten mit einer Schädigung der rechten Hirnhälfte ignorieren die linke Seite des visuellen Feldes und umgekehrt (Kreise durchstreichen).
  • Was ist der Unterschied zwischen automatischen und kontrolierten Prozessen? Kognitive Prozesse können in zwei distinkte Klassen eingeteilt werden (Laberge & Samuels 1974): Automatische Prozesse laufen ohne bewußte Kontrolle ab, sie erfordern wenig oder überhaupt keine Aufmerksamkeit. Z.B. viele Teile des Autofahrens und des Sprachver-stehens. Kontrollierte Prozesse erfodern bewußte Kontrolle und beanspruchen Aufmerksamkeit. Z.B. Shadowing-Aufgaben oder Kopfrechnen.
  • Kennen sie ein Experiment zur Gegenüberstellung automatisierter und kontrollierter Prozesse? Schneider und Shiffrin 1977-1982: Vpn sollten visuelle Anordnungen nach einem Zielreiz durchsuchen, dabei wurden 20 verschiedene Bilder auf einem Monitor dargeboten und die Vpn mußte angeben ob der Zielreiz dabei war. Es gab zwei Variationen: Rahmengröße: Anzahl der Zeichen pro Bild 1-4 Kategorien:gleiche: Zielreiz und Distraktoren sind Buchstaben verschiedene: Zielreiz = Zahl, Distraktoren = Buchstaben Ergebnisse: Bei der verschiedene Kategorien Bedingung brauchten die Vpn etwa 80 Millisec. um 95%tige Trefferquote zu erzielen, die Rahmengröße hatte wenig Einfluß auf die Leistung. Bei der gleiche Kategorien Bedingung brauchten die Vpn 400 Millisec. für die gleiche Trefferquote und die Änderung der Rahmengröße verschlechterte das Ergebnis nochmals. Folgerung: Schneider und Shiffrin schlossen daraus, daß das Erkennen von Zahlen unter Buchstaben ein stark automatisierter Prozeß ist der keine Aufmerksamkeit braucht, während das Erkennen von Buchstaben unter Buchstaben kontrolliert geschieht, dabei muß jeder Buchstabe des Rahmens bewußt mit dem Zielreiz verglichen werden, was die Verschlechterung bei der Rahmenvergrößerung erklärt.
  • Wie werden Prozesse automatisiert? Durch Übung, je stärker Aufgaben geübt werden, desto stärker werden sie automatisiert und desto weniger Aufmerksamkeitsressourcen verbrauchen sie. Schneider und Shiffrin führten ein Experiment zu Übungseffekten durch, dabei war der Zielreiz eine Menge von Buchstaben und die Distraktoren waren auch eine Menge von Buchstaben. Nach 2100 Übungseinheiten war die Leistung der Probanden genauso hoch wie bei der verschiedene Kategorien Bedingung.
  • Was wollte LaBerge mit seinem Experiment zu Aufmerksamkeit und Mustererkennen herausfinden 1973? LaBerge wollte zeigen, daß die Aufmerksamkeitsanforderung der Merkmalssynthese eine Funktion der Vertrautheit mit den Mustern ist. Dazu bot er den Vpn einen Prime und einen Test-Stimulus aus gewohnten p, q, b, d und ungewohnten Zeichen , , , hintereinander an, die Vpn mußten dann entscheiden ob Prime und Test-Stimulus identisch sind oder ob beide Teile des Test-Stimulus identisch sind. Ergebnisse: Wenn der Reiz erwartet war, also Prime und Test-Stimulus identisch, war es egal ob die Zeichen gewohnt oder ungewohnt waren. Bei unerwartetem Reiz brauchten die Vpn bei ungewohnten Zeichen erheblich länger für die Antwort. Nach 5 Tagen Übung war das Erkennen ungewohnter, unerwarteter Zeichen genauso schnell wie das Erkennen gewohnter, unerwarteter Zeichen. Folgerung: Ungewohnte Reize machen es nötig die Aufmerksamkeit vom erwarteten auf das gezeigte Muster zu lenken, während bei gewohnten Zeichen das Erkennen automatisiert ist. Durch Training kann das Erkennen automatisiert werden. Das Erkennen von nicht vertrauten Mustern wird also erleichtert, wenn ein Vorreiz diese Muster erwarten läßt.
  • Was kennzeichnet automatische Prozesse? Sie erfordern wenig oder überhaupt keine Aufmerksamkeit und sie können nur schwer unterbrochen werden, z.B. das Lesen eines Wortes.
  • Was ist ein Stroop-Verfahren? Ein Vefahren zur Messung der individuellen Interferenzneigung (Farb-Wort-Interferenz). Vpn bekommen Worte in verschiedenen Druckfarben dargeboten und sollen die Druckfarbe nennen, neutrale Wörter Lob = grün gedruckt oder Kogruenz Wörter grün = grün gedruckt oder Konflikt Wörter rot = grün gedruckt. Ergebnis: Vpn sind bei Konflikt Wörtern nicht nur viel langsamer, sondern machen auch viel mehr Fehler. Folgerung: Obwohl Vpn angewiesen sind die Worte nicht zu lesen, tun sie es trotzdem automatisch. Dies zeigt den hochautomatisierten Charakter des Lesens und die Anzahl der Fehler zeigt das ein automatisierter Prozeß nicht einfach unterdrückt werden kann.
  • Welche Ergebnisse zeigte das Experiment zu Doppelaufgaben von Wickens und Gopher 1977? Vpn sollten eine Nachführaufgabe und eine Reaktionsaufgabe gleichzeitig bearbeiten und dabei einer der Aufgaben 30, 50, 70 oder 100% ihrer Aufmerksamkeit widmen. Es zeigte sich, daß die Verbesserung der Leistung in der einen Aufgabe auf Kosten der anderen Aufgabe ging. Dieser Effekt ist aber von der Automatisierung der jeweiligen Aufgabe abhängig (Klavierspielen und Beschattungsaufgabe, Autofahren und Unterhalten).
  • Was ist das Doppelreiz-Paradigma? Das Paradigma besagt, daß die Ressourcenkapazität begrenzt ist, d.h. wenn zwei Reize kurz hintereinander dargeboten werden verzögert sich die Reaktion auf den Zweiten Reiz um die Zeit in der der erste verarbeitet wird. ODER Bei gleichzeitiger Verarbeitung mehrerer Informationen erhält der eine Verarbeitungsprozeß genau in dem Ausmaß weniger Ressourcen, die dem anderem Verarbeitungsprozeß zugeteilt werden.
  • Wie lautet der Grundgedanke der Theorie multipler Resourcen? Wickens 1992 geht davon aus, daß es mehrere Ressourcen gibt auf die die Aufmerksamkeit zurückgreifen kann. Dies würde erklären warum verschiedene Aufgaben verschieden gut gleichzeitig ausgeführt werden können. Das Problem der Theorie liegt darin eine einheitliche Basis für die angenommene Unabhängigkeit mehrerer Ressourcen zu finden.
  • Welche Arten der Wissenrepräsentation gibt es? Wahrnehmungsbasierte und bedeutungsbezogene (stark abstrahiert) Wissenrepräsentation.
  • Was besagt die Theorie der dualen Kodierung von Paivio 1971? Die Theorie postuliert verschiedene Repräsentationen für verbale und visuelle Informationen, d.h. sie werden auf verschiedene Art und in verschiedenen Arealen des Gehirns enkodiert. Sie bindet den räumlichen Code an die visuelle Modalität und den linearen Code an die verbale Modalität.
  • Erklären sie den Unterschied zwischen räumlicher und linearer Repräsentation? Räumlich> Objekte im Raum Linear >Info über Abfolge wie Perlenkette
  • Erläutern sie das Experiment von Santa 1977 zum Vergleich zwischen verbaler und visueller Verarbeitung? Santa zeigte den Probanden einen Vorgabereiz und gab die Anweisung diesen mit einem folgenden Reiz zu vergleichen: Gemäß der Theorie der dualen Kodierung wurde der identische Reiz am schnellsten erkannt. Dieselbe Anordnung wurde auch verbal präsentiert: Dreieck Kreis Dreieck Kreis Dreieck Kreis Quadrat Dreieck Kreis Pfeil Quadrat Pfeil Auch hier wurde im Sinne der Theorie die lineare Anordnung am schnellsten erkannt. Santa schloß daraus, das visuelle Informationen entsprechend ihrer räumlichen Anordnung und verbale Informationen als lineare Anordnung gespeichert werden.
  • Welche Belege gibt es noch für duale Kodierung? Roland und Friberg 1985 bestimmten Veränderungen der Blutzufuhr in unterschiedlichen Regionen des Cortex bei der Verarbeitung von verbaler (Merkvers-Aufgabe) und räumlicher (Heimweg-Aufgabe) Information.
  • Womit befassen sich Theorien zur Wissensrepräsentation? Mit der Art und Weise, wie Informationen verarbeitet werden, nicht aber, wie diese enkodiert werden.
  • Was sind mentale Bilder? Visuelle Repräsentationen von räumlichen Informationen.
  • Wie sehen Experimente zur mentalen Rotation aus und welche Schlüsse liefern sie? Sheperd und Metzler 1971 zeigten den Vpn jeweils 2 zweidimensionale Darstellungen von dreidimensionalen Objekten und gaben die Anweisung herauszufinden, ob die Objekte identisch sind. Die Vpn gaben an, daß sie die Objekte im Kopf drehen bis sie Deckungsgleich sind, dieser Prozeß scheint analog zur physikalischen Welt zu funk-tionieren. Dabei ist die Bearbeitungszeit für Rotationen in der Bildtiefe mit der Zeit für Rotationen in der Bildebene identisch. Außerdem gibt es einen linearen Zusammenhang zwischen Winkeldisparität und Bearbeitungszeit, je größer der Winkel um den rotiert werden muß, desto länger die Bearbeitungszeit.
  • Zu welchen Ergebnissen führten Rotationsexperimente mit Affen? Georgopoulos et al. 1989 entdeckten, daß eine mentale Rotation eine allmähliche Verschiebung der Zellaktivitäten mit sich bringt. Ausgehend von der Richtung auf den Stimulus, bis hin zur eigentlichen Bewegungsrichtung des Versuchsaffen.
  • Welche Experimente zur Repräsentation mentaler Bilder kennen sie noch? Kosslyn et al. 1978: Das scannen mentaler Bilder. Vpn bekommen Landkarte einer Insel mit verschiedenen Orten und sollen sie sich einprägen, bis sie sie auswendig zeichnen können. Dann sollen sie sich auf einen bestimmten Ort der Karte konzentrieren (5 sec.) bis sie aufgefordert werden sich mental zu einem Ort der Karte zu begeben und ein Signal zu geben wenn sie dort sind. Die Reaktionszeit ist abhängig von der Entfernung der beiden Orte, je weiter auseinander, desto länger die Reaktionszeit.
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  • Welchen Schluß lassen die Experimente von Sheperd und Kosslyn zu? Wenn man Operationen an mentalen Bildern ausführt, so scheinen diese Prozesse analog zu den Operationen an physikalischen Objekten zu verlaufen. Dieses betrifft auch den Zeit-faktor der zur Bearbeitung der Aufgaben in der mentalen und der physikalischen Welt benötigt wird. Es wird nicht geklärt, wie groß die Ähnlichkeit zwischen mentalen Bildern und physikalischen Objekten wirklich ist.
  • Erläutern sie das Experiment von Brooks 1968 zur Interferenz beim Scannen mentaler Bilder? Aufbau: Scannen eines Blockdiagramms (z.B. Buchstabe F) und angeben ob Eckpunkte auf der obersten oder untersten Kante (JA) oder dazwischen liegen (NEIN). Kontrastaufgabe: Ein Vogel in der Hand ist nicht im Busch. Klassifizieren der Worte nach Substantiv (JA) und Nicht-Substantiv (NEIN). Variation der Antwortmöglichkeiten: JA/NEIN sagen oder JA = linke Hand klopfen, NEIN = rechte Hand klopfen oder JA/NEIN auf wild strukruriertem Papier aufzeigen. Ergebnisse: Vpn brauchten für das Klassifizieren der Zeichnung unter der Antwortbedingung des Aufzeigens auf dem Blatt erheblich länger als unter allen anderen Bedingungen. Schlußfolgerung: Konflikt zwischen dem Scannen der Reizvorlage und dem Scannen des Antwortblatts. Mentale Repräsentation die der physikalischen Anordnung analog ist, es können nicht zwei Dinge gleichzeitig gescannt werden.
  • Was wird an dem Experiment von Brooks kritisiert? Konflikt beruht auf visueller Vorstellung und visueller Zeigeaufgabe, jedoch zeigte Brooks, in dem er das Antwortblatt taktil strukturierte (Vpn mußten Antwort fühlen), daß die Interferenz beim Scannen mentaler Bilder und dem verarbeiten räumlicher Strukruren liegt.
  • Kennen sie weitere Belege für die Beeinträchtigung durch räumliche Aufgaben? Brooksche Aufgabenstellung und gleichzeitig eine visuelle Aufgabe, Folge von Reizen zweier unterschiedlicher Helligkeitsstufen verfolgen und bei hellerem Licht Knopf drücken. Brooksche Aufgabenstellung und gleichzeitig eine räumliche Aufgabe, mit verbunden Augen Pendel mit einer Photozelle mit Taschenlampe verfolgen. Es zeigte sich, daß die räumliche Aufgabe das Scannen mentaler Bilder sehr viel mehr behinderte als die visuelle Aufgabe.
  • Gibt es unterschiedliche Arten mentaler Vorstellungen? Farah et al. 1988 zeigten anhand eines Probanden mit bilateraler Schädigung der Temporalregion, daß sehr wahrscheinlich räumliche Informationen modalitätsunspezifisch repräsentiert werden, aber es scheint ein davon unterschiedliches System zu geben, das spezifisch visuelle Informationen verarbeitet.
  • Ensprechen visuelle Vorstellungen der visuellen Warnehmung? Ja, jedoch gibt es auch einige Unterschiede zwischen der mentalen Vorstellung und dem tatsächlichen Sehen. Wallace 1984: Das Vorstellungssystem kann detalierte optische Täuschungen produzieren. Reiz a)Reiz b)umgedrehtes V bitte vorstellen In beiden Fällen wird die obere Linie als länger wahrgenommen, obwohl sie es nicht ist. Also Äquivalenz zwischen mentaler Vorstellung und Wahrnehmung. Finke und Pinker 1989: D nach links kippen und J unten anfügen, was sehen sie? Regenschirm. Zusammengesetzte mentale Bilder genauso gut erkannt wie dargebotene Bilder. Unterschiede: Chambers und Reisberg 1985: mehrdeutige Ente-Kaninchen Figur kurz dargeboten und interpretieren, danach zweite Interpretation nicht möglich, erst nachdem Figur aufgezeichnet wurde. Vorgestellte Bilder sind also an eine Interpretation gebunden. Kosslyn et al. 1993: Aktivität des visuellen Cortex durch PET-Methode bestimmt, bei vorgestellten Bildern Aktivität höher als bei gesehenen Bildern.
  • Was untersuchte Moyer 1973 in seinem Experiment zur Unterscheidungsleistung? Moyer untersuchte die Reaktionszeiten von Probanden beim Größenvergleich zweier vorgestellter Objekte. Was ist größer Elch oder Forelle? Probanden stellen sich beide Tiere bildlich vor. Reaktionzeit ist abhängig von der Größendifferenz der Objekte, je größer der Unterschied, desto schneller die Reaktion und umgekehrt. Johnson 1939: Größenvergleich von zwei gleichzeitig dargebotenen Linien, Reaktions-unterschiede im gleichen Maß von der Längendifferenz abhängig wie bei Moyer. Der Größenvergleich zweier Objekte ist umso schwieriger, je ähnlicher sie sich hinsichtlich ihrer Größe sind - genau wie bei wahrgenommenen Objekten.
  • Warum logarithmiert Moyer die Größenunterschiede? Eine logarithmische Skala läßt Abstände zwischen kleinen Differenzen größer erscheinen als Betragsgleiche Abstände zwischen großen Differenzen.
  • Was sind Chunks? Eine Einheit der Wissensrepräsentation. Reed 1974 zeigte, daß komplexe mentale Bilder aus Einzelteilen (Chunks) zusammen-gesetzt werden. Chunks werden aus einer gewissen Anzahl primitiver Einheiten zusammen-gesetzt, bilden aber gleichzeitig die Basiseinheiten komplexerer Gebilde. McNamara 1989 kam zum selben Ergebnis, als Probanden sich die Positionen von 28 Objekten in einem Raum merken sollten. Sie zerlegten den Raum in Einzelräume (Chunks), innerhalb derer sie schneller Objekte erinnerten im Gegensatz dazu, wenn sie den Chunks wechselten. Es existiert also eine hierarchische Struktur der visuellen Vorstellung.
  • Welche Probleme erzeugen Chunks bei der Wissensrepräsentation? Die Beurteilung der relativen Lage von Objekten, kann durch das benutzen übergeordneter Gebiete (Chunks) falsch sein. Stevens und Coupe 1978 Landkarten Experimente: Was liegt nördlicher: Seattle oder Montreal? Seattle, aber weil Montreal zu Kanada gehört und Kanada nördlich der USA liegt, sagten die Probanden Montreal. Zu den gleichen Ergebnissen führten Experimente mit künstlich generierten Landkarten.
  • Nennen sie 6 Eigenschaften von mentalen Bildern! Sie können kontinuierlich variierende Informationen repräsentieren. Auf sie können Operationen angewandt werden die analog zu räumlichen Operationen sind. Sie sind nicht an das visuelle System gebunden, eher Teil eines allgemeinen Systems zur Repräsentation von Informationen Qulitätsunterschiede sind umso schwieriger zu bestimmen je ähnlicher sie sind - Größe Mentale Bilder sind formbarerer als reale Bilder. Komplexe mentale Bilder werden hierarchisch in Teilstrukturen gegliedert - Chunks Schlußfolgerungen zu mentalen Vorstellungen: Mentale Bilder können rotiert und gescannt werden, sind wichtig für Größen- und Lage-vergleiche. Komplexe Bilder sind in hierarchische Teilstrukturen dekomponiert und die Verarbeitung erfolgt nach einer hierarchische Struktur. Existenz einer nicht bildhaften räumlichen Komponente - Unterschied zur Wahrnehmung Bindung der mentalen Bilder an eine Interpretation Fazit: Visuelle Vorstellungen weisen viele Gemeinsamkeiten mit der visuellen Wahrnehmung auf, auch wenn beide nicht identisch sind.
  • Was sind serielle Ordnungen? Man glaubt, daß man alle denkbaren Objekte auch seriell ordnen kann, also in einer Reihenfolge. Beispiel: Wörter = seriell geordnete Buchstaben, Akten in der Schublade.
  • Was ist der Anfangsankereffekt? Anfangsankereffekt bedeutet, daß Probanden vom Beginn der Reihe her einen besseren Zugriff auf die Struktur finden. Dazu gibt es noch den Endankereffekt, der genauso vom Ende der Reihe funktioniert, allerdings nicht so effektiv wie der Anfangsankereffekt.
  • Kennen sie Experimente zum Anfangsankereffekt? Anderson: Buchstabenreihe z.B. KRTB mit Zahl z.B. 7 assoziieren, Leistungen bei identischer Buchstabenreihe und bei den ersten beiden Buchstaben identisch. Ein wenig schlechter wenn nur der erste oder die letzten beiden identisch sind, Leistungen fallen stark ab, wenn nur der letzte oder gar kein Buchstabe identisch. Sternberg 1969: Vpn lernten Reihenfolge von bis zu 7 Ziffern, Versuchsleiter gibt eine Zahl vor und Vpn soll die nächste Zahl der Reihe nennen, dabei gilt die Reaktionzeit als Maß für die Verfügbar-keit. Der Zugriff war immer auf die erste Ziffer am schnellsten und wurde zum Ende hin immer langsamer. Folgerung aus beiden Experimenten: Vpn suchen Reuhenfolgen immer vom Anfang der Struktur an ab. Seriell geordnete Informationen werden so gespeichert, daß die Informationen der Anfangs- und Endelemente am leichtesten erreicht werden können und daß eine serielle Suche entlang der Informationsstruktur durchgeführt werden kann.
  • Sind Reihenfolgen auch räumlich präsent? Scheinbar nicht, Angiollo und Rips 1982 zeigten, daß es keinen Unterschied macht ob die Groß- und Kleinschreibung vertauscht wird. PRB oder prb egal!!
  • Wie sind große Folgen gespeichert? Klahr, Chase et al. 1983 zeigten, daß Probanden lange Listen hierarchisch organisieren, dabei bilden Unterfolgen (Hauptkonstituenten) die Elemente höherer Folgen. Alphabetexperiment: Kinder lernen Alphabet anhand von Lied (twinkle, twinkle little star), Pausen im Lied stimmen mit den Hauptkonstituenten des Alphabets überein. Anfangsankereffekt zeigt sich bei den einzelnen Hauptkonstituenten. Johnson legte Vpn Buchstabenreihen mit willkürlichen Lücken zum Lernen vor, auch hier übernahmen die Vpn diese Lücken als Haupkonstituenten der Reihe und zeigten den Anfangsankereffekt für die Hauptgruppen.
  • Wie werden serielle Ordnungen beurteilt? Ähnlich wie die Größenunterschiede natürlicher Kategorien; je weiter zwei Elemente innhalb einer Reihe voneinander entfernt sind, desto schneller kann ihre relative Position erfasst werden. Woocher et al. 1978 Liste mit nach Größe geordneten Menschen, die paarweise gelernt wurde, trotzdem wurden die am weitesten entfernten Paare am schnellsten erkannt, obwohl die am nächsten beieinander liegenden gelernt wurden.
  • Welche Gemeinsamkeiten weisen räumliche Vorstellungsbilder und lineare Ordnungen auf? Beide sind Abstraktionen vom ursprünglichen Reiz und bewahren dessen Struktur nur zum Teil, beide sind hierarchisch organisiert (Chunks und Hauptkonstituenten).
  • Hat die Modalität der repräsentatierten Information einen Effekt? Ja, bei verbalem Material gibt es oft Fehler akustischer Natur, b und p werden häufig verwechselt (Conrad 1964).
  • Unterscheidet sich die Repräsentation serieller Ordnungen beim Menschen von anderen Spezies? Ja, keine andere Spezies zeigt so deutlich den Anfangsankereffekt wie der Mensch, Tauben z.B. zeigen das beste Erinnerungsvermögen für das letzte Element einer Sequenz. Dies könnte auf der verbalen Vermittlung im Falle des Menschen beruhen.