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Sozialforschung (Subject) / Prüfungswissen (Lesson)
Ziele, Charakteristika, Einordung, Messen, Zählen, Testen...
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- Anwendung qualitativer und quantitativer Verfahren Vorgehensweise bei BefragungenInterviews, persönlich, telefonisch,schriftlich und Online- BefragungenWahl der Methode von Zielgruppe, Inhalt und Ressourcen abhängig.Interviews: von vollständig, strukturiert/ standartisiert bis offen/explorativunterschiedliche Formen von Interviews: Einzel- Gruppeninterviews, Gruppendiskussion Telefonbefragung: nie sagen wie lange Interview dauert (Bandbreite nennen oder lassen)am Telefon einfach haltengleiche Skala am Telefon (Sechser- Klassifikation-> sehr gut- gar nicht gut) Schriftliche Befragung: Deadline setzen bis wann Bogen zurück sein musswenig Filter einbaueneinfach halten, nicht zu langeAnonymisiertAm Schluss offene Frage von Vorteil → Um richtige Zielgruppe zuerreichen-> Pretest/Vortest Nachteil eventuell Hilfegeber → Bogen wird mit einer weiteren Person ausgefülltFreiumschlag zulegen Rücklaufquote 5- 10 Prozent – Mindestzahl an Bögen: 30 (300 Leute kontaktieren) Online- Befragung: KostengünstigSchneller, KomfortabelZusicherung, dass abgetrennt wird → Datenschutz
- Datenerhebungsmethoden Gestaltung strukturierter/ standardisierter Fragebögen/ Interviews Abklärung der Inhalte, Fragenreihenfolge beachten, Interview- Schulung, PretestZielgruppenangepasste Fragenformulierungen beachtenZielführende Fragen stellen (neutrale Fragen, Suggestion vermeiden> meinten sie nicht auch?...)bei Kindern zu beginn nach Alter fragen, bei Erwachsenen nichteine Frage kann Folgefrage beeinflussen > Bsp. Todesstrafe Interviewmerkmale : können Antwortverhalten Befragter beeinflussen, Verzerrungen sind nicht bewusstVerzerrungen sind schwer einzuschätzen, Schulungen sollen möglichen Verzerrungen entgegenwirken, Interviews soweit als möglich standardisieren Interviewer neutrale Rolle Schriftliche Befragung: Einleitende Instruktionen besonders wichtigFragenabfolge festlegen, mögl. Wenige Filter, Danke für Teilnahme am EndePretest zur Sicherstellung des VerständnissesBegleitschreiben zwingend /wichtige Inhalte: Wissenschaftlichkeit der Studie, Nutzenstiftung der Ergebnisse, Bedeutung der Teilnahme an Befragung, Kontaktdaten verantwortlicher für Studie > Unterschrift, Rücklaufdatum, Anonymitätszusicherung frankierte RückumschlägeAuf Homepage Ergebnisse veröffentlichen, Aushang in Kita,...
- Einordnung Wissenschaftliche Forschungsergebnisse nutzen zwecks Akzeptanz neuer Erkenntnisse. z.B. für die Weiterentwicklung von Curricula, etwa Leitlinien für die Bildung u. Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit o. Eine qualifizierte Schulvorbereitung. = Qualitätsentwicklung > z.B Begleitstudie zu Bildungslinie, Entwicklung und Erprobung von qualitätssichernden Maßnahmen.
- Ziele von Wissenschaft und Forschung Beschreibung, Erklärung, Begründung, Prognose von Ergebnissen Wissenschaftlicher Anspruch nach sachgerechten Begründungen, neben Fakten sind Erklärungen gefragt (Warum führt Methode A zu besseren Ergebnissen als Methode B) Wissenschaft stellt vor allem auch Bezüge her, bedeutet in seinem Forschungsbereich einen Überblick über die wesentlichen internationalen Studien zu haben, die historische Sicht eines Problems oder bestimmter Vorgehensweise zumindest in groben Zügen zu kennen. Wissenschaft bedeutet auch, über die eigene Subjektivität zu reflektieren, eigene Anteile + mögliche Fehler transparent zu machen + eigene Handeln selbstkritsch einzuschätzen Gelingt besonders gut dann, wenn man sich dabei auf wissenschaftliche Erkenntnisse und nicht auf bloße Überzeugungen beziehen kann.
- Charakteristika der Wissenschaft bezugsorientiert d.h. Weiteres Umfeld abstecken (internationaler Forschungsstand, Problemhistorie kennen, kontroversse Standpunkte, Studien, Forschungsergebnisse kennen + evaliuieren können, interdisziplinären Austausch pflegen)
- Phasen des Forschungsprozess Entscheidung über das Thema - Themenwahl ist zu begründen - Was ist das neue an meiner Arbeit, neuer besonderer Aspekt (kein neues Thema: Unterschiede zw. Damals und Heute) Zeitplan Darstellung aktueller Forschungsstand - wichtigste Publikationen erwähnen - verschiedene Standpunkte gegenüberstellen - Auswahl begründen Detailplanung Stichprobe > geeignete Probanden/konkrete Stichproben Auswertung + Analyse Niederschrift der Arbeit nach geltenden, formalen Regeln Diskussion+ Fazit - Schlussfolgerungen - Brauchbarkeit der gewonnen Erkenntnisse - Forschungserfordernisse
- Formen von Untersuchungsverfahren Tests, Fragebögen, Interviews, Verhaltensbeobachtungen
- Qualitative und quantitative Forschungsstrategien - Unterscheidungsaspekte Quantitative Methode:geht von Theorien/Hypothesen aus, die überprüft werden, dass am Schluss eine Bestätigung oder Ablehnung der Hypothesen erfolgt. → diese Vorgehensweise wird deduktiv genannt (vom Allgemeinen der Theorie wird auf den einzelnen Fall geschlossen) Qualitative Methodik:geht von der Generierung einer neuen Theorie durch systematisch gewonnene Daten aus. → Diese Vorgehensweise heißt induktiv(vom Einzelfall aufs ganze geschlossen) 2Die Ansätze ergänzen sich sinnvoll!Quantitative Forschung ohne qualitative Auseinandersetzung mit dem Thema und auch den Daten, die interpretiert werden müssen ist nicht sinnvoll denkbar.
- Qualitative Forschung stammt aus der Geisteswissenschaftlichen Wissenschaftsrichtung Diese richten sich unter anderem auf die Ordnung im Staat(z.B Rechts- und Bildungswesen) und Deutungen der Welt (in Sprache, Religion, Philosophie)
- Quantitative Forschung stammt aus der Naturwissenschaftlichen WissenschaftsrichtungDiese messen und stellen fest, welche Ähnlichkeiten und Unterschiede sich zwischen verschiedenen physikalischen Phänomenen zeigen.
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- Forschungsprozess bei quantitativer Strategien bei dieser Strategie erfolgt die Abteilung von Hypothesen für die jew. Studie auf der Grundlage theoretischer Konzepte> Hypothesen sind Vermutungen über eine Gesetzmäßigkeit. Somit die vermutete Antwort auf eine vorher formulierte Forschungsfrage → können gerichtet oder ungerichtet sein Bei einer gerichteten Hypothese wird eine Richtung angeben. D.h. Es wird bspw. Angenommen, dass eine bestimmte Behandlungsmethode mehr Erfolg hat als eine andere oder dass zwischen 2 Merkmalen ein Zusammenhang besteht Bei einer ungerichteten Hypothese wird lediglich ein Unterschied o. Zusammenhang zwischen variablen angenommen, ohne Richtung(+/-) vorzugeben
- Aussagen über abhängige Variable nach Anzahl dieser Variablen werden die Hypothesen.Univariat (1)bivariat (2)multivariat (mehr als 2) Anschließend müssen die jew. Hypothesen operationalisiert werden. Bedeutet, dass empirisch beobachtbare Indikatoren herangezogen werden (z.B. Merkmale einer Person o. Deren Werte auf verschiedene Skalen)
- Operationalisierung (aus der Erfahrung, Beobachtung) hierbei werden empirisch beobachtbare Indikatoren für die theoretischen Begriffe der inhaltlichen Hypothesen gefunden
- Variablen und Gütekriterien Eine Bezeichnung für Merkmale mit mindestens zwei unterschiedlichen Ausprägungen Antwortmöglichkeiten mit Ja/Nein-> Variable mit zwei Abstufungen nennt man auch qualitative Variable wird > zu einer quantitativen Variable wenn mehrere Antwortmöglichkeiten vorgegeben werden (von „gar nicht“- bis „sehr viel“) Gütekriterien= Anforderungen an wissenschaftliche Untersuchungsverfahren (Objektivität, Reliabilität, Validität)
- Gütekriterien bei Messungen Validität: Gültigkeit,Übereinstimmung des Erfassten mit dem tatsächlich zu Erfassendem Reliabilität: Zuverlässigkeit, Genauigkeitsgrad der Messung eines Merkmals Objektivität: Größtmögliche Ausschaltung des Subjektiven Eindeutigkeit (Nichtverfälschbarkeit) der Zuordnung von Messwerten
- Abhängige Variable = diejenige Variable, in der sich die Wirkung der unabhängigen Variable zeigt. Hypothesen sind in der Regel so formuliert, dass sie auf einen Unterschied von Gruppen in Bezug auf eine oder mehrere Variablen(Bezeichnung für Merkmale mit mindestens 2 unterscheidbaren Ausprägungen) abzielen.
- Verschiedene Arten von Stichproben Zufallsauswahl Keine Zufallsauswahl Keine Schichtung ZufallsstichprobeAnfallende StichprobeSchichtunggeschichtete ZufallsstichprobeQuotenstichprobe
- Zufallsstichprobe hierbei wählt man aus der Gesamtheit der möglichen Personen zufällig eine aus. → kann nur dann gelingen, wenn jede Person die gleiche Chance hat Bsp.: Untersuchung 4- jährig einer Lernmethode – müssen alle 4- jährigen die es gibt teilnehmen → eingrenzen auf UITAS in einer Region
- Anfallende Stichprobe handelt es sich bei klinischen Untersuchungen, bei der nach und nach Patienten , z.B. einer Klinik in die Studie eingeschlossen werden und die, die diagnostischen Kriterien erfüllen, mittels derer die Gesamtgruppe definiert wurde.
- Geschichtete Stichproben Gelegentlich behilft man sich dieser, bei denen Merkmalsverteilungen der interessierenden Gesamtgruppe gewährleistet werden
- Quotenstichprobe inhaltlich verwandt mit der geschichteten Stichprobe, jedoch wird weniger versucht, die vorgegebenen Quoten (entsprechend den Schichtungsmerkmalen) einzuhalten, sondern stattdessen auf leicht verfügbaren Personen zurückgegriffen wird.
- Praxisorientierte Forschungsstrategien = wie man anhand von Beispielen bei einer empirischen Studie je nach Fragestellung eine angemessene Forschungsstrategie auswählen kann bei einem Experiment greift der Forscher aktiv in ein zuvor festgelegtes Geschehen ein, indem er mindestens eine Variable systematisch variiert= unabhängige Variable (UV) und deren Effekt auf mindestens eine andere Variable beobachtet = abhängige Variable (AV) Variable = Bezeichnung für Merkmale mit mindestens 2 unterschiedlichen Ausprägungen Bei der Nichtexperimentellen Forschung beobachtet man (in der Regel) ohne aktives Eingreifen. → ein Schluss auf Kausalität (Beziehung zw. Ursache und Wirkung) kann nicht gezogen werden, da man nicht sicher sein kann, ob die beobachteten Subjekte neben den berücksichtigen Variablen nicht noch hinsichtlich anderer Merkmale systematisch variieren.