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Histologie (Subject) / Histologie (Lesson)
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- makroskopische Einteilung von Knochen makroskopische Einteilung von Knochen lange, kurze und platte Knochen in jedem Knochen umgibt eine äussere kompakte Schicht (die Substantia compacta) ein schwammartiges Balkenwerk (die Substantia spongiosa) Die langen oder Röhrenknochen bestehen aus einem Knochenschaft, der Diaphyse, auf der an beiden Enden eine Epiphyse sitzt. Die Epiphyse ist teilweise überknorpelt und bildet die Gelenkfläche. Zwischen Dia- und Epiphyse liegt die Metaphyse. Schließlich gehören noch zwei Bindegewebsschichten zum Knochen: Erstens das Periost, das den größten Teil des Knochens von aussen umgibt, reichlich mit Nerven versorgt ist (nicht das Schienbein tut uns weh, sondern dessen Periost) und Blutgefäße zur Ernährung des Knochens führt. Zweitens das Endost, das der Substantia compacta von innen anliegt. Platte Knochen, wie z. B. das Schulterblatt und viele Schädelknochen, werden von zwei dünnen Kompaktaschichten (Lamina externa und interna) und einer dazwischenliegenden Spongiosaschicht, der Diploe, gebildet.
- Geflechtknochen Geflechtknochen Geflechtknochen entsteht bei der Knochenneubildung, wenn die kollagenen Fasern der Grundsubstanz ungeordnet vorliegen. In der Regel wird er durch Lamellenknochen ersetzt; aber auch bei Erwachsenen liegt Geflechtknochen noch an wenigen Stellen vor, wie z. B. in der Pars petrosa des Os temporale und an einzelnen Sehnenansätzen. Im Geflechtknochen lassen weder Interzellularsubstanz noch Osteozyten eine besondere Anordnung erkennen. Geflechtknochen ist eine einfaches Konstrukt von Knochengewebe. Er wird während der Ontogenese als erste Form des Knochengewebes aufgebaut, sowohl bei der direkten als auch der indirekten Knochenbildung. Anschliessend wird der Geflechtknochen in Lamellenknochen umgebaut.Nach der Geburt kann Geflechtknochen im Rahmen der Knochenneubildung nach einer Fraktur gebildet werden.Reste von Geflechtknochen findet man zeitlebens in einigen Knochen der Schädelbasis (z.B. Felsenbeinpyramide).
- Lamellenknochen Lamellenknochen Lamellenknochen besteht aus Lamellen, also deutlich voneinander abgesetzten Knochenschichten, die durch Kollagen Typ I-Fasern und Osteozyten gekennzeichnet sind. Der grundlegende Aufbau von Lamellenknochen ist am einleuchtendsten an der Substantia compacta in den Diaphysen langer Röhrenknochen zu erklären. Die wesentlichen Baueinheiten von Lamellenknochen sind die Osteone. Sie bestehen aus einem in ihrer Mitte parallel zur Knochenoberfläche verlaufenden Zentralkanal, dem Havers-Kanal, und 3–20 Lamellen, die mit ihren Osteozyten konzentrisch um den Zentralkanal herum angeordnet sind. Die Lamellen eines Osteons nennt man Speziallamellen. Da Knochen ständig den statischen Gegebenheiten angepasst und somit nonstop umgebaut wird, werden schon vorhandene Osteone um- oder gar abgebaut. Die Reste alter Speziallamellen nennt man Schaltlamellen (interstitielle Lamellen). Sie bilden Kreisteile ohne innen liegenden Havers-Kanal. Als dritte Lamellenart sind noch die Generallamellen erwähnenswert, die an der inneren und äusseren Oberfläche der Diaphysenröhre kreisförmig um den ganzen Knochen herum angeordnet sind. Damit die Blutgefässe in den Havers-Kanal kommen können, gibt es noch die Volkmann-Kanäle, die senkrecht von der Oberfläche in den Knochen eintreten und mit den Havers-Kanälen kommunizieren.In den Markhöhlen vieler Knochen liegt zwischen der Substantia spongiosa das Knochenmark, das als gelbes Knochenmark zum Speichern von Fett dient und als rotes Knochenmark zur Erythro- und Leukopoese.
- Knochenentwicklung Knochenentwicklung Die Knochenentwicklung oder Ossifikation beginnt in der Fetalzeit mit der direkten Umwandlung von mesenchymalem Bindegewebe in Knochen, der desmalen Ossifikation. So bilden sich z. B. die Clavikula und einzelne Schädelknochen, wie z. B. das Os parietale. Das Gegenstück bezeichnet man als chondrale Ossifikation, bei der Röhrenknochen um und in groben Knorpelmodellen gebildet werden, die als Vorlage dienen. Sie verläuft in zwei Phasen. Zuerst wird dabei in der perichondralen Ossifikation der Diaphysenschaft um das Knorpelmodell herum gebildet, und zwar – verwirrenderweise – nach Art der desmalen Ossifikation, es wird also Bindegewebe in Knochen umgewandelt. Darauf folgt die enchondrale Ossifikation, bei der im Knorpelmodell selbst Knochen gebildet werden. Sie geht von der Grenze zwischen Metaphyse und Epiphyse, also der Epiphysenfuge aus. Hier muss man ein bisschen genauer hinsehen, da im Mikroskop deutlich ein Schichtaufbau zu erkennen ist. In der Reservezone liegt hyaliner Knorpel mit morphologisch unveränderten Zellen vor. Sie füllt anfangs die gesamte Epiphyse aus, schrumpft aber nach deren Verknöcherung auf einen zur Epiphysenfuge hin gerichteten Streifen zusammen. In der darunter liegenden Proliferationszone teilen sich die Knorpelzellen lebhaft und bilden Säulen, die sich in Längsrichtung anordnen. Deswegen wird auch von Säulenknorpel gesprochen. In der Resorptionszone (Zone des Blasenknorpels) ist offensichtlich die Ernährung des Knorpels gestört: Es kommt zu einer Kalzifizierung des Knorpels und die Knorpelzellen vergrössern sich. Darunter liegt die Verknöcherungszone, in der die Knorpelzellen zugrunde gehen und die Knorpelhöhlen durch Chondroklasten eröffnet werden (daher auch Eröffnungszone genannt). Mit den Blutgefässen einspriessende undifferenzierte Zellen wandeln sich in Osteoblasten um, die neuen Geflechtknochen bilden, der dann im letzten Schritt durch Lamellenknochen ersetzt wird. Die enchondrale Verknöcherung ist für das Längenwachstum verantwortlich, das normalerweise in der Fetalperiode beginnt und bis zum 15.–20. Lebensjahr anhält. Die Verknöcherung der Epiphyse selbst verläuft ähnlich wie die in der Epiphysenfuge nach einem enchondralen Muster, aber radial um einen Knochenkern in der Epiphyse herum.
- Knochenheilung Knochenheilung Die Heilung nach einem Knochenbruch beginnt mit dem Einspriessen von Blutgefäßen und Bindegewebszellen in den Frakturspalt. Osteogene Zellen beginnen hyalinen Knorpel zu bilden. Nach Art der enchondralen Ossifikation wird dann Knochen gebildet, d. h. man findet im Frakturgebiet hyalinen Knorpel, der durch Knochengewebe ersetzt wird (chondrale Ossifikation) und Bindegewebe, das in Knochen umgewandelt wird (desmale Ossifikation). Es wird fast immer mehr Gewebe gebildet als vorher vorhanden war. Das überschüssige Gewebe bezeichnet man als Kallus.
- Epidermis: mehrschichtiges verhorntes Plattenepithel Epidermis: mehrschichtiges verhorntes Plattenepithel Stratum corneum nach Abstossen von Zellkern und Organellen bleiben Hornschüppchen zurück, die aus kondensierten Keratohyalinkomplexen von hoher mechanischer Stabilität bestehen Verankerung untereinander durch Corneodesmosomen mit der Kittsubstanz Corneodesmosin Abdichtung durch das lipophile Ceramid 20 bis 100 Lagen von Hornschüppchen je nach Lokalisation der Haut Abschilfern von oberflächlichen Schuppen (mechanischer Abrieb und Verlust von Corneodesmosomen). Bei gestörter Abschilferung Hyperkeratosen (Ichthyose). (Stratum lucidum.) Stratum granulosum. Keratohyalinkörperchen Stratum spinosum. Stachelzellen, polygonal, Desmosomen, Keratine, Basalzellen, Matrixzone. Stratum basale. Baskische Spinnen gründen lustigen Kochclub: basale, spinosum, granulosum, lucidum, corneum. Cornelias und Luzis Grossvater spielt Ball: corneum, lucidum, granulosum, spinosum, basale. Bindegewebspapillen. mechanische Verankerung, kurze Diffusionswege.
- quergestreifte Skelettmuskulatur: einige Fakten quergestreifte Skelettmuskulatur: einige Fakten Muskeln bestehen aus Muskelfasern, die durch das Verschmelzen vieler Muskelstammzellen zu einer einzigen, bis zu 20 cm langen, vielkernigen Riesenzelle entstehen. Die randständigen Zellkerne und eine lichtmikroskopisch deutlich erkennbare Querstreifung sollten ein Skelettmuskelbild immer zu einem Physikumsjoker machen. Skelettmuskulatur besitzt KEINE Gap Junctions. Es soll ja jede motorische Einheit getrennt innerviert werden und daher eben kein funktionelles Synzytium bilden, um z. B. so diffizile Aufgaben wie Kreuzchen machen auch in aller Perfektion ausführen zu können. Eine einzelne Nervenfaser kann eine oder ganz viele Muskelfasern innervieren. Alle Muskelfasern, die zu einer Nervenfaser gehören, nennt man motorische Einheit. In den äusseren Augenmuskeln besteht diese aus einer einzelnen Muskelfaser, im Oberschenkel aus über 100 Fasern. Motorische Einheiten funktionieren nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip: Entweder alle ihre Muskelfasern werden erregt und kontrahieren sich oder keine einzige. Auch Skelettmuskeln können regenerieren. Zwischen den Muskelfasern liegende Satellitenzellen besitzen nämlich die Fähigkeit, sich zu teilen und mit schon vorhandenen Muskelfasern zu verschmelzen.
- Sarkomer Sarkomer Die Querstreifung der Muskelzellen entsteht durch den regelmässigen Aufbau der Myofibrillen. Das sind die kontraktilen Elemente innerhalb der Zelle. Myofibrillen sind aus Sarkomeren aufgebaut, den kleinsten funktionellen Einheiten einer Muskelzelle. Schon lichtmikroskopisch – aber noch viel klarer im Elektronenmikroskop – erkennt man helle und dunkle Banden. Eine dunkle Querlinie inmitten eines relativ hellen Abschnitts bildet den Z-Streifen. Der helle Abschnitt wird als I-Bande bezeichnet (isotrop, im polarisierenden Licht einfach lichtbrechend). In einem grösseren, dunklen Abschnitt, der A-Bande (anisotrop, im polarisierenden Licht doppelbrechend) erkennt man mittig einen etwas helleren Abschnitt, den H-Streifen (Hensen-Streifen), in dessen Mitte wiederum ein dünner, schwarzer Strich zu sehen ist, der M-Streifen (Mittelstreifen). Die Muskelkontraktion entsteht durch das Aneinandergleiten von zueinander parallelen relativ dünnen Aktin- und relativ dicken Myosinfilamenten. Die Aktinfasern sind untereinander über den Z-Streifen verbunden und reichen bis zum H-Streifen. Die helle Zone links und rechts um den Z-Streifen ist die I-Bande, eine Zone, in der nur Aktinfilamente vorkommen. Die A-Bande ist durch die unveränderliche Länge der Myosinfilamente definiert und deswegen so dunkel, weil hier sowohl Aktin- als auch Myosinfilamente nebeneinander liegen (Achtung: Ausnahme ist der H-Streifen, wo nur Myosinfilamente liegen). Der M-Streifen in der Mitte verbindet die Myosinfilamente untereinander. Bei der Muskelkontraktion verkürzen sich I-Banden und H-Streifen, weil die Aktinfilamente sich einander nähern. Die A-Bande bleibt immer gleich lang. Ein Sarkomer reicht von einem Z-Streifen zum nächsten, die Reihenfolge der Streifen lautet: Z-I-A-H-M und wieder zurück. zieh immer am hellen muskel. Durch eine leichte Vordehnung wird eine optimale Überlappung der Aktin- und Myosinfilamente und damit eine stärkere Kraftentwicklung erreicht. Ein ziemlich langes, elastisches Molekül namens Titin (das grösste bekannte humane Protein) verbindet den Z-Streifen mit dem M-Streifen über α-Aktinin und ist für die Längsstabilisierung der Myofibrillen da. Diese Tatsache ist vielleicht ein bisschen verwirrend, weil Titin deutlich voneinander abgegrenzte Abschnitte verbindet.
- Sarkolemm Sarkolemm Als Sarkolemm wird die Gesamtheit der Plasmamembranen der Muskelzellen bezeichnet. Wie alle Zellen ist auch die Muskelzelle von einer Plasmamembran umgeben, die allerdings röhrenförmige Einstülpungen quer durch die Zelle besitzt, die T-Tubuli (T von transversal). Bei Erregung der Zelle wandern die Aktionspotenziale an den T-Tubuli entlang ins Innere und damit in die Nähe des sarkoplasmatischen Retikulums (das gER des Muskels), die auch L-Tubuli genannt werden (L von longitudinal) und als Calciumspeicher dienen. An den Triaden liegen die L-Tubuli in direkter Nachbarschaft zu den T-Tubuli. Kommt nun ein Aktionspotenzial die T-Tubuli entlang geschossen, verändert sich ein spannungsabhängiger Calcium-Kanal (Dihydropyridin-Rezeptor). Dies aktiviert Calcium-Känale in den L-Tubuli (Ryanodin-Rezeptoren). Calcium strömt in Sekundenbruchteilen kaskadenartig aus der gesamten Länge der L-Tubuli ins Zytoplasma und löst damit die Kontraktion der Myofibrillen aus. Die Triaden sind also der Ort, wo ein elektrischer Reiz in chemische Veränderungen umgeformt wird, die dann an den Myofibrillen zur mechanischen Kontraktion führen (elektromechanische Kopplung). Das Sarkolemm wird stabilisiert durch ein Protein namens Dystrophin, welches über einen transmembranen Proteinkomplex („Dystroglykane“) das Zytoskelett mit der extrazellulären Matrix verknüpft. Ein Mangel an Dystrophin ist Ursache für fortschreitende Muskelerkrankungen, sogenannte Muskeldystrophien.
- Muskelspindeln Muskelspindeln Muskelspindeln sind propriozeptive Dehnungsrezeptoren des Skelettmuskels. Sie melden also dem Gehirn, wie stark unsere Muskeln angespannt sind. Durch die Meldung aller Muskelspindeln kann das Gehirn dann die Lage der Extremitäten zueinander errechnen. Muskelspindeln bestehen aus spezialisierter quergestreifter Muskulatur, die als Kernsack- und Kernkettenfasern oder als intrafusale Fasern (lat. fusus: Spindel) bezeichnet werden. Sie sind sowohl afferent als auch efferent innerviert und melden daher nicht nur den Dehnungszustand, sondern können schon im Voraus auf eine bestimmte Länge geeicht werden.
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- Herzmuskulatur Herzmuskulatur Auch Herzmuskelzellen entstehen durch das Verschmelzen von Myoblasten. Reife Zellen besitzen aber nur ein oder zwei Zellkerne, die mittig in der Zelle liegen. Herzmuskelzellen sind häufig Y-förmig aufgezweigt, so dass viele Verbindungen zwischen den Zellen entstehen. Sie müssen nämlich besonders gut miteinander verbunden sein, um den beständigen mechanischen Anforderungen gerecht zu werden. Das sichtbare Ergebnis sind deutlich erkennbare schwarze Streifen zwischen den Zellen, die Glanzstreifen oder Disci intercalares. Sie weisen folgende Zell-Zellverbindungen auf: Fasciae adhaerentes, die der Verankerung der Aktinfilamente dienen Maculae adhaerentes, die die Muskelzellen untereinander verbinden die funktionell äusserst wichtigen Gap Junctions, durch die alle Herzmuskelzellen elektrisch miteinander verkuppelt sind und so ein funktionelles Synzytium bilden. (Wer noch Lust auf komische Physikums-Proteine hat, kann sich hier das Connexin 43 als herzspezifisches Nexusprotein merken). Ausserdem fallen viele Mitochondrien und reichlich Glykogenablagerungen auf, die den verstärkten Energiebedarf der Zellen befriedigen.Funktionell bedeutend sind auch am Herzmuskel die Sarkomere, die identisch wie im Skelettmuskel aufgebaut sind. Auch hier bewirkt eine leichte Dehnung, z. B. bei verstärkter diastolischer Füllung, eine grössere Kraftentwicklung (Frank-Starling-Mechanismus). Die Zellen im Herzvorhof besitzen ausserdem auch noch die Fähigkeit zur Bildung und Sekretion von Hormonen. Wichtig ist das ANF: atrialer natriuretischer Faktor, auch Cardiodilatin oder ANP (atriales natriuretisches Peptid) genannt.
- glatte Muskulatur glatte Muskulatur Glatte Muskulatur, das sind spindelförmige, relativ dünne Zellen ohne erkennbare Querstreifung mit einem mittigen, länglichen Zellkern. Auch hier ist die Fähigkeit zur Kontraktion an Aktin- und Myosinfilamente gebunden, die aber netzartig vorliegen. Eingearbeitet in das Aktinnetzwerk sind Verdichtungen (Areae densae oder Anheftungsplaques), die der Verbindung der Aktinfilamente dienen und den Z-Streifen der Skelettmuskulatur entsprechen. Glatte Muskeln kontrahieren sich zwar langsamer als Skelettmuskulatur, sie können aber pro Fläche eine grössere Kraft entwickeln und im kontrahierten Zustand verharren, ohne zu ermüden. Sie unterliegen KEINEM Alles-oder-Nichts-Gesetz und benötigen wegen ihres geringen Durchmessers und der langsamen Kontraktion KEINE T-Tubuli. Glatte Muskulatur kommt z. B. in den Eingeweiden und den Blutgefässen vor. Sie bildet kleine Einheiten, die uns die Haare zu Berge stehen lassen (Mm. arrectores pilorum) oder sogar ganze Organe, wie den Uterus.
- woraus sind Knochen aufgebaut? woraus sind Knochen aufgebaut? Zellen: Osteoblasten, Osteozyten, Osteoklasten Interzellulärsubstanz: Apatitkristalle, Kollagen Typ I
- Unterschiede zwischen Geflecht- und Lamellenknochen? Vorkommen? Unterschiede zwischen Geflecht- und Lamellenknochen? Vorkommen? Geflechtknochen: Kollagenfasern ungeordnet, z.B. Os temporale Pars petrosa Lamellenknochen: Kollagenfasern schichtartig in Spezial-, Schalt- und Generallamellen aufgebaut, z.B. Diaphyse langer Röhrenknochen
- was ist ein Osteon? was ist ein Osteon? eine Baueinheit des Knochengewebes. Konzentrische Speziallamellen mit dazwischen liegenden Osteozyten um einen Havers-Kanal.
- Aufbau eines Sarkomers? Aufbau eines Sarkomers? In einem Sarkomer liegen Aktin- und Myosinfilamente parallel zueinander verschieblich. Unterschiedliche Überschneidungsorte und Verbindungslinien bilden Z, I, A, H, M- Streifen.
- was ist das Besondere an einer Herzmuskelzelle? was ist das Besondere an einer Herzmuskelzelle? Herzmuskelzellen... haben eine Y-förmige Zellgestalt haben eine Querstreifung wie die Skelettmuskelzellen arbeiten unermüdlich haben viele Mitochondrien haben Glanzstreifen besitzen keine Regenerationsfähigkeit produzieren Hormone
- was ist das Besondere an glatter Muskulatur? Vorkommen? was ist das Besondere an glatter Muskulatur? Vorkommen? glatte Muskulatur... hat keine Streifung wegen der ungeordneten Filamentanordnung hat einkernige Zellen hat keine T-Tubuli kennt kein Alles-oder-Nichts hat eine effizientere Kraftentwicklung als die quergestreifte Muskulatur kommt im Darm sowie den Gefässen vor
- die Stationen der elektromechanischen Kopplung? die Stationen der elektromechanischen Kopplung? Synapse Zellmembran T-Tubuli L-Tubuli Zytoplasma Aktin- und Myosinfilamente
- Nervengewebe: Zellarten Nervengewebe: Zellarten funktionelle Nervenzellen (Neurone) Stütz- und Helferzellen (Gliazellen) beide Zellarten gehen aus dem Neuroektoderm hervor. Es gibt zwischen 10 und 30 Milliarden Neurone im Körper
- Aufbau eines Neurons Aufbau eines Neurons Drei Abschnitte: ein empfangender, ein verarbeitender, ein sendender Teil. Der empfangende Abschnitt wird von den baumartigen Dendriten gebildet, den Zellausläufern, an die die Synapsen anderer Zellen andocken. Zahlreiche Dendriten haben Dornen (spines). Dabei handelt es sich um bis zu 2 μm grosse Vorwölbungen, an die in der Regel andere Axone mit Synapsen herantreten. Die Information sammelt sich auf der Membran des Perikaryons, des zytoplasmareichen Abschnitts um den Zellkern herum. Hier liegt das trophische Zentrum der Zelle: Im Zytoplasma und den Organellen werden die meisten metabolischen Aufgaben der Zelle gemeistert und hier werden auch die Informationen in Form veränderter Membranpotenziale gesammelt sowie verarbeitet. Am grossen Zellkern fällt vor allem sein deutlicher Nukleolus und fein verteiltes Chromatin auf. Franz Nissl entwickelte als 24-jähriger Medizinstudent im Jahre 1884 eine bis heute benutzte Färbung (die Nissl-Substanz), mit der sich grobschollige Organellen im Zytoplasma von Nervenzellen darstellen lassen. Das (raue) endoplasmatische Retikulum des Nerven war gefunden. Hier werden alle erforderlichen Proteine der Zelle synthetisiert. Das Zytoskelett wird hauptsächlich von Neurofilamenten und Mikrotubuli gebildet. An einem besonderen Abschnitt des Perikaryons, dem Ursprungskegel oder Axonhügel, liegt keine Nissl-Substanz vor, so dass im Lichtmikroskop dieser hell bleibt. Im Elektronenmikroskop ist jedoch ein Bündel aus Mikrotubuli und einer subplasmalemmnalen Verdichtung (dense layer) erkennbar. Auch hier, am Summationspunkt der postsynaptischen Potenziale, können noch Synapsen liegen. Hier beginnt dann der sendende Abschnitt der Zelle, das Axon. Es besteht aus einem Anfangssegment ohne Axonscheide, der Hauptverlaufsstrecke, die meistens myelinisiert ist und Endauftreibungen, den Boutons, an denen die Synapsen liegen. In den Axonen liegen – neben Mitochondrien – vor allem Mikrotubuli, die die Schienenwege für den axonalen Transport bilden. Hierbei schiebt Kinesin weg vom Zellkern und Dynein dazu hin. Nerv, bin weg zum Kino und komme dynamisch zurück.
- Klassifikation von Nervenzellen Klassifikation von Nervenzellen Bipolare Nervenzellen sind äusserst selten und kommen z. B. in der Retina und der Cochlea vor. Ihr Perikaryon besitzt zwei Pole: Auf der einen Seite erreicht ein einziger Fortsatz, der sich in der Peripherie aufzweigen kann, das Perikaryon. Auf der gegenüberliegenden Seite spriesst ein weiterer Fortsatz aus. In pseudounipolaren Nervenzellen durchlaufen die Erregungen das Perikayon nicht. Es besitzt nur einen Fortsatz, der sich aber in einen Dendriten- und einen Axonteil aufspaltet. Pseudounipolare Nervenzellen kommen vor allem in sensiblen Spinalganglien und in sensiblen Hirnnervenganglien, wie z. B. im Ganglion trigeminale, vor. Multipolare Nervenzellen besitzen mehrere Dendriten und ein Axon. Die meisten Nervenzellen sind multipolare Nervenzellen. Sie kommen in den vegetativen Ganglien – z. B. den Grenzstrangganglien und dem Ganglion ciliare – sowie überall im Gehirn vor. Multipolare Nervenzellen haben häufig sehr auffällige Formen, die dann besonders bezeichnet werden: Motoneurone, Purkinje-Zellen, Pyramidenzellen usw.
- Synapsen: Überblick, drei Abschnitte Synapsen: Überblick, drei Abschnitte Synapsen sind Orte, an denen eine elektrische Erregung von einer Zelle in eine chemische Form übertragen wird, so die folgende Zelle erreicht und dort weiterverarbeitet wird, z. B. erneut in eine elektrische Erregung umgewandelt wird. Die zwei Partnerzellen können zwei Nervenzellen, eine Nerven- und eine Muskelzelle, eine Nerven- und eine Drüsenzelle oder auch eine Sinnes- und eine Nervenzelle sein. Bei Synapsen zwischen zwei Nerven werden drei wesentliche Abschnitte unterschieden: der präsynaptische Abschnitt mit der präsynaptischen Membran, Bläschen und Zellorganellen der synaptische Spalt der postsynaptischer Abschnitt. In Sinneszellen mit einem hohen konstanten Umsatz an Neurotransmittern, so z. B. den Photorezeptorzellen, den bipolaren Zellen der Retina und in vestibulocochleären Haarzellen, sind spezialisierte Synapsen, sog. synaptische Bänder oder Lamellen, beschrieben worden, die die koordinierte Freisetzung von besonders vielen Vesikeln ermöglichen.
- präsynaptischer Abschnitt präsynaptischer Abschnitt Im präsynaptischen Abschnitt werden die präsynaptischen Bläschen entweder über den axonalen Transportweg in die Boutons transportiert oder im hier vorhandenen endoplasmatischen Retikulum synthetisiert, wobei sie von einem Protein, dem Synapsin, umgeben sind, das sie am Zytoskelett befestigt. Weiterhin liegen im Bouton auch noch Mitochondrien und Neurofilamente und natürlich die präsynaptische Membran. Erreicht ein Aktionspotenzial den Bouton, öffnen sich spannungsabhängige Ca2+-Kanäle, was zu einem Ca2+-Einstrom in die Zelle führt. Dadurch löst sich das Synapsin von den Bläschen, die dann mit der präsynaptischen Membran verschmelzen und die Transmitter in den synaptischen Spalt freisetzen. Sowohl die Bläschenmembran als auch die Transmitter können recycelt werden: die Membran über Mikropinozytose (als Coated Vesicle), die Transmitter über Wiederaufnahme in die präsynaptische Zelle.
- synaptischer Spalt synaptischer Spalt Der synaptische Spalt ist meistens 20 nm breit (Ausnahmen: Synapsen „en distance“, die z. B. die glatte Muskulatur innervieren und deren synaptischer Spalt bis zu 500 nm breit ist) und mit einer dichten Schicht aus Glykoproteinen ausgefüllt, die die Zellen aneinander befestigen. Die Transmitter diffundieren durch diesen Spalt, binden an einen postsynaptischen Rezeptor und werden nach ihrer Wirkungsentfaltung abgebaut oder diffundieren weg.
- postsynaptischer Abschnitt postsynaptischer Abschnitt Der postsynaptische Abschnitt besteht aus einer Membran mit Rezeptorproteinen, an die die Transmitter andocken. Ist die postsynaptische Zelle eine Nervenzelle, wird hier das chemische Signal wieder in ein elektrisches (Änderung des Membranpotenzials) umgewandelt.
- Axonscheide Axonscheide Wie in der Elektrotechnik, sind auch im Nervensystem elektrische Leitungen ohne Isolation nur in Ausnahmen etwas wert. Die Isolationsschicht um die Axone – die Axonscheide – wird im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. Sie können viele Membranschichten (Lamellen) bilden, die als Mark oder Myelin bezeichnet werden. Je nach Vorkommen der Lamellen unterscheidet man markhaltige und marklose Nervenzellen. Bei der Entwicklung der markhaltigen Nervenzellen stülpen sich die Hüllzellen um die Axone. Treffen die beiden Zytoplasmaausläufer zum ersten Mal auf der anderen Seite zusammen, liegen zwei Membranschichten ein und derselben Hüllzelle aneinander. Diese Doppelschicht nennt man Mesaxon. Ein Ausläufer stülpt sich zungenartig unter den anderen und wickelt sich immer weiter um das Axon, bis viele Membranabschnitte (mit fast keinem Zytoplasma dazwischen) übereinander liegen und das Myelin bilden. Ein (äusseres und ein inneres) Mesaxon bleibt aber immer vorhanden.
- Längsschnitt einer markhaltigen peripheren Nervenfaser Längsschnitt einer markhaltigen peripheren Nervenfaser Ein Ranvier-Schnürring liegt zwischen zwei hintereinander an dem Axon liegenden Schwann-Zellen. Hier kann eine Depolarisation der Axonmembran erfolgen, da diese hier nicht isoliert ist. Die Basalmembran, die den Hüllzellen aussen anliegt, ist übrigens auch hier nicht unterbrochen. Der Abstand zwischen zwei Ranvier-Ringen wird als Internodium bezeichnet und entspricht damit genau der Länge einer Schwann-Zelle. Schmidt-Lanterman-Einkerbungen sind gar keine Einkerbungen, sondern kurze Abschnitte innerhalb eines Internodiums, in denen das Zytoplasma zwischen den Membranen erhalten geblieben ist. Sie stellen also im Gegenteil eine Erweiterung (Ausbuchtung) der Membranschichten dar und sind für den erleichterten Stoffaustausch zwischen den aussen- und den innenliegenden Schichten mit Gap Junctions ausgestattet.
- marklose Nervenfasern marklose Nervenfasern Marklose Nervenfasern sind auch von Hüllzellen umgeben, die sich allerdings nur um die Axone gestülpt haben – sie bilden ein Mesaxon, wickeln sich aber nicht weiter herum. Eine Hüllzelle kann eine einzelne Nervenfaser, aber auch mehrere marklose Nervenfasern gemeinsam umhüllen, die sich dann ein Mesaxon teilen.
- Nerven Nerven Nerven sind von Bindegewebe zusammengefasste Nervenfasern (Axon + Schwann-Zelle) peripherer Nerven. Um das einmal von klein nach gross aufzuzählen: Um ein Axon gewickelt liegt die Schwann-Zelle die Schwann-Zelle ist von Bindegewebe umgeben (das Endoneurium), das Endoneurium ist von Perineurium umgeben das Perineurium fasst die Nervenfasern bündelartig zusammen diese Bündel werden wiederum vom Epineurium als Nerv zusammengehalten.
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- Neuroglia Neuroglia Neurogliazellen kommen sowohl im peripheren als auch im zentralen Nervensystem vor. Die Gliazellen im peripheren Nervensystem sind die Schwann-Zellen. Sie umhüllen die peripheren Nervenfasern und bilden obendrein auch noch wesentliche Leitschienen bei der Regeneration verletzter Nervenfasern (Büngner-Bänder). Ausser Astrozyten und Oligodendrozyten gibt es noch einen Haufen anderer Gliazellen, wie die Mikrogliazellen, die Makrophagenäquivalente des Gehirns, oder auch die Tanyzyten (an der Ausbildung der Blut-Liquor-Schranke beteiligt), Pituizyten (Hypophysenhinterlappen) und Ependymzellen (Ependym = eine dünne Epithelschicht, die das Ventrikelsystem des Gehirns und den Zentralkanal des Rückenmarks auskleidet). Gemein ist allen Gliazellen, dass sie – im Gegensatz zu den meisten Nervenzellen – zeitlebens teilungsfähig bleiben.
- Astrozyten Astrozyten Astrozyten heissen so, weil sie sternförmig aussehen, was man am besten mit der GFAP-Färbung darstellen kann. Sie erfüllen vielfältige Aufgaben: Sie „füttern“ die Nervenzellen mit Metaboliten kontrollieren den Ionenhaushalt, vor allem den Kaliumhaushalt an den Synapsen wird das ZNS verletzt, vergrössern sich die Astrozyten, teilen sich und bilden Narben. Untereinander stehen Astrozyten durch Gap Junctions in Verbindung.
- Oligodendrozyten Oligodendrozyten Oligodendrozyten sind die Hüllzellen des Gehirns und erfüllen die Aufgabe der peripheren Schwann-Zellen. Sie isolieren Axone im ZNS – inkl. Rückenmark und Nervus opticus – nicht jedoch den peripheren Verlauf der restlichen Hirnnerven, die von Schwann-Zellen umgeben sind. Im Unterschied zu ihren peripheren Verwandten umhüllt ein Oligodendrozyt viele Axone mit seinen Ausläufern, so dass in den Axonscheiden im ZNS die Zellkerne fehlen. Ausserdem sind Oligodendrozyten NICHT von einer Basalmembran umgeben.
- Ganglien Ganglien Ganglien sind ovale, von Bindegewebe umhüllte Ansammlungen der Perikarya peripherer Nerven. Die Perikarya werden von einer Schicht flacher Mantelzellen, den Satellitenzellen, umgeben. Man unterscheidet histologisch v. a. die kraniospinalen und die vegetativen Ganglien: Als kraniospinale Ganglien fasst man Ganglien in den dorsalen Wurzeln der Spinalnerven im Rückenmark (Spinalganglien) und im Verlauf einiger sensibler Hirnnerven (kraniale Ganglien) zusammen. Sie enthalten hauptsächlich die von Mantelzellen umgebenen Perikarya pseudounipolarer Nervenzellen und von Schwann-Zellen ummantelte Axone. Vegetative Ganglien sind Bestandteile des vegetativen Nervensystems, also des Sympathikus oder Parasympathikus. In den vegetativen Ganglien erfolgt die Verschaltung des Axons eines präganglionären Neurons mit dem Perikaryon eines postganglionären Neurons. Wichtig zu merken ist, dass hier besonders viele multipolare Nervenzellen vorhanden sind.
- Aufbau eines Neurons? Aufbau eines Neurons? ein Neuron besteht aus Dendriten, Perikaryon mit Zellkern und Nissl-Substanz, Axon mit Mikrotubuli und Boutons.
- was sind Gliazellen und wofür sind sie gut? was sind Gliazellen und wofür sind sie gut? Gliazellen sind die Stütz-, Isolations- und Hilfszellen des Nervengewebes. Oligodendrozyten (zentral) und Schwann-Zellen (peripher) isolieren, Astrozyten regulieren den Ionenhaushalt, versorgen Neurone und bilden Narben, Mikrogliazellen wirken bei der Immunabwehr mit.
- Aufbau einer Schwann-Scheide? Aufbau einer Schwann-Scheide? Schwann-Zellen bilden Zellmembran-Lamellen um das Axon herum (mit Zytoplasmaverdickungen, den Schmidt-Lanterman-Einkerbungen). Zwischen zwei Zellen liegt der Ranvier-Schnürring zur saltatorischen Erregungsweiterleitung.
- was ist ein Mesaxon? was ist ein Mesaxon? ein Mesaxon ist eine Doppellamelle, die innere und äussere Verbindung zwischen umgebender Zellmembran und Lamellenwicklung. bleibende Verbindung der Markscheide mit ihrer Ursprungszelle Während der Markscheidenbildung entstehen Mesaxone. Das sind Membranduplikaturen des äusseren und inneren Plasmalemms einer Schwann-Zelle.
- histologische Färbungen histologische Färbungen HE (= Hämatoxylin-Eosin). Zellkerne blau, Zytoplasma rot, Kollagen rot Azan (= Azokarmin, Anilin, Orange G). Zellkern rot, Zytoplasma blassrot, Kollagen blau van Gieson (Eisenhämatoxylin, Pikrinsäure, Säurefuchsin). Zellkerne braunschwarz, Zytoplasma gelb, Kollagen rot Goldner (Eisenhämatoxylin, Azophloxin, Lichtgrü, Zn). Zellkerne braunschwarz, Zytoplasma rot, Kollagen grün PAS (= Period Acid Schiff). färbt magentarot, u.a. Glykogen, Cellulose und neutralen Schleim Giemsa. Zellkerne rot, Zytoplasma bläulich. eignet sich besonders, DNA und damit auch Chromosomen und mitotische Veränderungen sowie Parasiten anzufärben
- Gelenkknorpel: 4 Zonen Gelenkknorpel: 4 Zonen Tangentialzone Übergangszone Radiärzone Zone des mineralisierten Knochens, Verankerung der Fasern
- Knorpelarten Knorpelarten embryonaler/fetaler Knorpel. Geringe bis fehlende Basophilie der Chondrone. Sehr viele kleine Chondrone mit nur 1 bis 2 Chondrozyten. Wenig Typ II-Kollagen. hyaliner Knorpel. Stark basophile Chondrone mit 4 bis 6 Chondrozyten, viel Typ II-Kollagen. elastischer Knorpel. Basophile Chondrone mit 1 bis 2 Chondrozyten. Höhere Chondrondichte als bei hyalinem Knorpel. Reichlich elastische Fasern und Typ II-Kollagen. Faserknorpel. Straffes Bindegewebe (Fibrozyten) mit Typ I-Kollagen, vereinzelte Chondrone mit 1 bis 2 Chondrozyten.
- Vorkommen der Knorpelarten Vorkommen der Knorpelarten fetaler Knorpel. undifferenzierte Vorstufen von Knorpel in der Fetalzeit. hyaliner Knorpel. Gelenke, Rippen, Kehlkopf, Nase, Trachea, Bronchien, Primordialskelett der Fetalzeit (chondrale Ossifikation). elastischer Knorpel. Ohrmuschel, Gehörgang, Tuba auditiva, Epiglottis. Faserknorpel. Bandscheibe (Anulus fibrosus), Symphysenknorpel, Discus und Meniscus in Gelenken.
- Sekretionsmodi von Drüsen Sekretionsmodi von Drüsen ekkrin. Ausschleusung von Ionen und Wasser, keine Vesikelbildung. Schweissdrüsen. merokrin. Exozytose von Proteinen in Sekretvesikeln/granula. Enzyme im Mundspeichel. apokrin. Abschnürung von Vesikeln mit apikalem Zytoplasma. Milchdrüse, Duftdrüsen. holokrin. Zelle häuft Lipide im Zytoplasma an. Apoptose. Zellfragmente werden zum Sekret. Talgdrüsen der Haut.
- Mundspeicheldrüsen Mundspeicheldrüsen Lippendrüsen. mukös. Glandula parotidea = Ohrspeicheldrüse. rein serös. Zungen/Gaumendrüsen. rein mukös. Glandula submandibularis. seromukös. Glandula sublingualis. mukoserös.
- Mikroskopierhilfe für Drüsen Mikroskopierhilfe für Drüsen exokrine und endokrine Drüsen haben einen Läppchenaufbau exokrine Drüsen haben epithelial ausgekleidete Ausführungsgänge endokrine Drüsen haben keine Ausführungsgänge bei intralobulären Ausführungsgängen auf Schaltstücke und Sekretrohre (= Streifenstücke) achten
- ekkrine Schweissdrüsen ekkrine Schweissdrüsen tubulöse Drüsenschläuche spiralig gewunden rein seröses Sekret pH = 5,5 leicht sauer, Infektschutz Verdunstungskälte wird zur Thermoregulation genutzt
- apokrine Schweissdrüsen apokrine Schweissdrüsen ähnlicher Aufbau wie ekkrine Schweissdrüsen, Endstücke mit deutlichem Lumen stossweise Abgabe grosser Sekretmengen Endstücke mit wechselnden Zellhöhen. flache Zellen = entleert, hohe Zellen = maximale Speicherung rudimentäre Duftdrüsen. Sekret enthält artspezifische Proteine, bei Tieren Arterkennung
- apokrine Hautdrüsen: Vorkommen apokrine Hautdrüsen: Vorkommen Axilla Körperöffnungen, Genitalbereich, äusserer Gehörgang, Augenlid (Moll-Drüsen), Brustwarzen weibliche Brustdrüse (Milchdrüse)
- desmale Ossifikation desmale Ossifikation Mesenchymzellen differenzieren zu Osteoblasten Mandibula, Schädelbasis, Teile der Wirbel, Clavicula, Schädeldach
- Osteoklasten: Funktionsweise Osteoklasten: Funktionsweise mehrkernige Riesenzelle, 50 bis 100 μm, aus dem Knochenmark basophil, lysosomenreich sitzt in Howship-Lakunen sezerniert Enzyme zum Abbau von Osteoid sezerniert H+-Ionen: pH-Optimum für die Enzyme; im sauren pH werden Ca2+-Ionen aus dem Knochen heraus gelöst und erhöhen den Ca2+-Spiegel im Blut Phagozytose der übrigen Bruchstücke Mikrokompartiment Howship-Lakune